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Neujahrsvorsatz 2018 – #wenigerundmehr

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Ich glaube, so spät mit meinem Neujahrspost wie dieses Jahr, war ich noch nie. Kamen die Posts die letzten Jahre doch immer irgendwann in der ersten Januarwoche, ist dieses Jahr einfach alles ein wenig anders.

Was seit Jahren bleibt – der Hashtag als Neujahrsvorsatz fürs kommende Jahr. Hier, hier, hier und hier könnt ihr die letzten Jahre nachlesen.
Der 2017 Jahresendspurt war Horror. Ich bin ganz ehrlich: es war alles andere, als entspannt. Eigentlich will ich mich nicht beschweren, denn beruflich war es toll; jedoch hat mein Körper Anfang Dezember einfach gestreikt und mich Mitte Dezember mit einer fetten Mandelentzündung dahingerafft. Ich hatte noch nie eine Mandelentzündung und schon lange nicht mehr solches Fieber. Zwangspause. Die verlängerte sich, weil ich vom Antibiotika einen Ausschlag am ganzen Körper bekam. Ein Mal geschwächt, hatte mein Immunsystem Tag der offenen Tür und ein Wehwehchen nach dem anderen kam hereinspaziert, sodass ich zum Jahreswechsel und die erste Woche im neuen Jahr mit einer Grippe kämpfte. Perfekte Gelegenheit, um sich zwischen Fieberwahn, Schlaf und Keksebacken ein paar Gedanken über das zu machen, was bevor steht, kommen wird und geändert werden und bleiben sollte.

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Und ich gebe auch zu, dass ich es ein kleines bisschen genossen habe, mal nur für mich zu sein. Anfangs nicht, denn ich machte mir Druck möglichst schnell wieder gesund zu werden, um zu performen. Aber ein Mal damit abgefunden, dass es einfach gerade nicht möglich ist und zudem die perfekte Gelegenheit ein Digital Detox (ich hasse dieses Wort eigentlich!!) einzulegen, war alles entspannt. Ich vor allem. Den Luxus genießen, mal für mich zu sein. Klar, konsumierte ich alle Kanäle und Feeds der anderen weiterhin, jedoch war ich mal nur in der Rolle des Beobachters und Empfängers und nicht des Senders. Nach vielen Jahren des permanenten „auf Sendung sein“ eine interessante Sache.
Es tat mir gut. Es tat mir gut, einfach mal den Druck rauszulassen, weniger zu Senden und mich statt dessen mehr auf das zu konzentrieren, was mir in dem Moment wichtiger ist. Und ein wenig mag man dann Kylie Jenner verstehen, die sich seit Monaten in ihrem Haus verschanzt hat, um ihre – vermutliche – Schwangerschaft für sich zu behalten.
Nein, nein – nicht falsch verstehen! Versteht mich da bitte nicht falsch und denkt nicht, ich sei einfach nur verwöhnt von dem Luxus, meinen Job zu lieben und ihn von überall aus zu erledigen. Als wüsste ich nicht zu schätzen, wie wertvoll das ist. Ich mag meinen Job sehr und alles, was damit zu tun hat. Ich liebe es, unsere Vlogs zu drehen und Menschen an unserem Leben teilzuhaben.
Ich glaube, am einfachsten ist es, meine kleine Auszeit mit einem Urlaub zu vergleichen. Wer einen Bürojob hat, in einer Agentur, im Einzelhandel oder im Pflegedienst tätig ist, arbeitet in seinem Urlaub ja auch nicht. Ich tat das bisher immer, denn so einen Urlaub vom Job gab es nicht wirklich. Das ist die andere Seite der Medaille, wenn man von überaus arbeiten kann – man tut es auch :)

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Mal nur zu beobachten und sich rauszuhalten war das Beste, was ich machen konnte, denn irgendwann sieht man einfach vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr. Oder in Social Media Worten: All der Bullshit, der da täglich verzapft und produziert wird, wird einem auf eine ganz andere Art und Weise bewusst. Dieser Job, in dem ich seit über 10 Jahren tätig bin, ist noch immer neu und letzten Endes wissen wir alle nicht, wo es hinführt, was das Endziel ist und wie der korrekte Weg zu verlaufen hat. Es ist ein Try & Error.
Schon immer hat es geholfen, mal kurz inne zu halten, einen Schritt zurück zu gehen und zu beobachten. Alles mal auf sich wirken lassen, drüber nachdenken, verstehen.
Irgendwann ist man auch einem Punkt, der vielleicht eine Schaffenskrise, eine Sinnkrise oder einfach eine persönliche Krise ist angekommen: Will ich so weiter machen? Ist das alles so genau das, wie ich mir das vorgestellt habe? War das der Plan? Oder wie war der Plan eigentlich? Wie kann ich mich kreativ austoben und weiterentwickeln? Wo hätte ich früher abbiegen müssen, um einen Entwicklungsschritt zu machen? Habe ich noch immer die gleichen Vorstellungen, wie vor einem halben Jahr?

Auf die letzte Frage kann ich ganz klar antworten: Nein. Im letzten halben Jahr haben sich ein paar meiner Vorstellungen und privaten Zukunftspläne verändert. Und das hat mit persönlicher Weiterentwicklung zu tun.

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Weiterentwicklung wird dieses Jahr ein Punkt auf der To Do Liste sein. Das ist sowohl im Privaten der Fall, als auch beruflich. Ihr habt schon gemerkt, dass Fafine Team hat sich um eine Autorin erweitert: Kaya schreibt nun regelmäßig Kolumnen und Artikel und gibt dem Blog so einen weiteren Fokus, der sich um das Leben und die Gefühle der Frauen dreht, mit denen ich vor etwas mehr als 10 Jahren angefangen habe. Ein schöner Kontrast und immer wieder spannend zu beobachten, dass wir Frauen mit über 20 und über 30 zwar oberflächlich betrachtet grundverschiedene Probleme, aber doch ähnliche Ansätze und Bedürfnisse haben.
Immer wieder dreht es sich um die Selbstfindung und das, was einem wichtig ist. Immer wieder aufs neue.
Und auch da bin ich immer wieder. Immer wieder stelle ich meine Pläne und Ziele in Frage. Und das ist tatsächlich auch gut so, denn so kann ich mich immer wieder neu kontrollieren, korrigieren und vielleicht hier und da Änderungen vornehmen. Nicht alles ist in Stein gemeißelt. Und auch, wenn ich vor einem halben Jahr noch Links gehen wollte, biege ich heute vielleicht doch lieber rechts ab, weil sich Bedingungen, Ansprüche und Umstände geändert haben können. Das stets neu Bewusstmachen der eigenen Bedürfnisse, Wünsche und Ziele wird für mich wichtiger, je älter ich werde, denn ich habe nicht mehr große Lust auf ewiges Ausprobieren, Experimentieren und einem Hin und her. Ich möchte mich auf das besinnen, was wichtig ist.

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Aus diesem Grunde ist mein Neujahrsvorsatz, der Hashtag für 2018: #wenigerundmehr

#wenigerundmehr kann alles sein oder auch nichts. Und vermutlich der einzige Hashtag in all den Jahren, der die meiste Interpretation zulässt :) Und vielleicht dem einen oder anderen hilft, sich selbst mehr zu finden, zu definieren und sich selbst klar zu machen, was seine eigenen Ziele und Wünsche sind.
#wenigerundmehr kann ein Reminder sein, ein Leitfaden oder die immer wiederkehrende Frage, die man sich selbst stellt, wenn man vor die Wand gefahren ist oder sich unsicher ist.

Weniger Bullshit, mehr Fokus auf das, was wirklich wichtig ist.
Weniger Stress, mehr Spaß.
Weniger Druck, mehr Auszeit.
Weniger Masse, mehr Klasse.
Weniger Negatives, mehr Positives.
Weniger Hass, mehr Liebe.
Weniger Stillstand, mehr Weiterentwicklung.
Weniger festhalten lassen von der Vergangenheit, statt dessen mehr mutige Schritte in die Zukunft.
Weniger auf den eigenen Schultern Lasten tragen, mehr Hilfe annehmen.
Weniger nach Links und Rechts schauen, statt dessen mehr um den eigenen Garten kümmern.
Weniger Umwege, mehr Fokus auf das Ziel.

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Vielleicht ist der Hashtag dieses Jahr mein Liebster. Eben weil er so viel Raum für Interpretation lässt und gleichzeitig so viel sagt. Er gibt keine direkte Richtung vor. Macht keinen Druck und lässt Raum für zwei Schritte vor und auch wieder zurück.
2018, ich bin bereit für dich! Und da ich jetzt schon weiß, dass du eine wundervolle Sache für mich bereit hältst, kann ich umso weniger abwarten, endlich in Fahrt zu kommen.

 

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7 Comments

  • Reply
    Fabienne
    23. Januar 2018 at 18:44

    Erst total krank, private Veränderung, Kleiner Wink auf eine vermutete Promi Schwangerschaft und dann noch eine wundervolle Sache, die das neue Jahr für dich bereit hält..
    Ist da etwa Baby Nummer 2 unterwegs?!?

    Alles Gute für dein 2018, liebe Anna!
    Ich freue mich auf das 10. Jahr mit dir- solange Folge ich dir schon :)

  • Reply
    Resiiilein
    23. Januar 2018 at 20:27

    Wie toll. Genau mein Ding. Ich denke 2018 hält viel Gutes für uns bereit! Und einfach mal in Ruhe zu starten, ist für dich jetzt wohl einfach das Richtige und Notwendige gewesen. Ich wünsche euch alles Gute! Übrigens sehen eure Vlogs mit der neuen Kamera richtig wertig und toll aus.

  • Reply
    Marleen
    23. Januar 2018 at 21:27

    Toll !
    Klingt nach mehr Kindern ;)
    Happy 2018 dir!

  • Reply
    Yvonne
    24. Januar 2018 at 8:57

    Ich liebe diese Bilderstrecke!! <3
    Auszeiten sind wichtig um den Überblick zu behalten und sich selbst mal wieder auf das Wesentliche zu besinnen. Man muss nicht immer "on Air" bleiben, damit man nicht vergessen wird. Du bist so gut in dem was Du machst und das werden die Leute auch sicherlich nicht vergessen, wenn Du mal nicht präsent bist.
    Liebe Grüße <3

  • Reply
    Ella
    24. Januar 2018 at 22:47

    schöner Beitrag :) Es ist eine tolle Einstellung, auch dem Kranksein was Gutes abzugewinnen
    Zum Thema Weiterentwicklung: Ich bin in den letzten 2 Jahren auf zwei Konzepte gestoßen, die mir persönlich extrem geholfen haben, mich besser zu verstehen und weiterzuentwickeln. Vielleicht würde dich das auch interessieren, falls du es nicht schon kennen solltest: das Scanner-Konzept von Barbara Sher (in ihrem Buch ‚refuse to choose‘) für vielseitig interessierte Menschen; und der Persönlichkeitstest auf 16personalities. com (vielleicht bist du ENFP-T??! ;)). Zu wissen, dass ich ein ‚Logiker’/INTP-A bin, hat mir in so so vielen Dingen geholfen

  • Reply
    Eleonore
    25. Januar 2018 at 14:31

    „Und da ich jetzt schon weiß, dass du eine wundervolle Sache für mich bereit hältst, …“ – bin ich die Einzige die da direkt an Schwangerschaft denkt? Oder projiziere ich gerade meine Gedankenwelt auf andere? :D

    Aber ich finde den Vorsatz wirklich toll und finde auch mich darin wieder. Toll geschrieben :)

  • Reply
    Alicia
    26. Januar 2018 at 8:25

    Guten Morgen, Anna
    erst einmal wünsche ich dir weiterhin gute Besserung, dass sich deine Schreibblockade löst und es einfach wieder aufwärts geht. Zum Thema Rückzug kann ich nur sagen, dass ich vollkommenes Verständnis habe. Natürlich hab ich Posts und Vlogs und Instagrambilder ein wenig vermisst, aber ich bin mir im Klaren darüber, dass du, Jakob und Emma immernoch eine kleine Familie und damit Privatpersonen seid. Deswegen würde mir im Traum auch nicht einfallen, dir bei einer Pause, egal, durch was sie bedingt ist, sofort irgendwas vorzuhalten oder zu unterstellen. Gönn dir die Ruhe, schließlich versorgst du uns den Rest des Jahres regelmäßig mit klasse Content! Ich bin mir sicher, dass dir keiner der Leser die Auszeit nur im geringsten Maße übelnehmen wird. Denn wir sind doch eine recht verständnisvolle und menschliche Commutiy, würde ich meinen :-)
    zu den Bildern und dem Rest des Postes kann ich nur sagen, dass das doch ein super Ausblick auf 2018 ist und ich die Besinnlichkeit auf sich selbst und sein Schaffen sehr gut finde! Du bist einfach wahnsinnig authentisch und reflektiert, deswegen bin ich mir sicher, dass auch dieses Jahr rund um Anna Frost und Fafine wieder sehr spannend sein wird! Die Bilder sind der Hammer, krasse Erinnerung an ein cleanes Editorialshooting – somit auch mal wieder props an Jakob, aber selbstverständlich auch an dich, schöne Anna!

    Viele Grüße und fühle dich gedrückt, Alicia

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