BEAUTY GRLPWR

Pille abgesetzt – und was passiert nun?

vagina fruit anna frost fafine grapefruit

Grundsätzlich lässt sich die Pille jederzeit absetzen, allerdings sagen Ärzte, dass es doch ratsamer wäre es, den angebrochenen Blister zumindest ganz aufzubrauchen, sonst könnten Schmierblutungen einsetzen. Wer sich unsicher ist, sollte mit seinem Doc Rücksprache halten, das habe ich beim ersten Mal auch gemacht und nimmt eventuelle Sorgen und Ängste. Gerade, wenn ihr die Pille aus einem bestimmten gesundheitlichen Grund und nicht nur der Verhütung wegen verschrieben bekommen habt, solltet ihr dringend mit eurem Doc Rücksprache halten. Vorteil ist, wenn der Doc zusätzlich noch Ratschläge geben kann oder sogar über einige möglichen hormonfreien Alternativen Bescheid weiss.
Dieser Beitrag ist die Fortsetzung zu meinem ersten Artikel zur Pille.

Pille abgesetzt – Was passiert nun in meinem Körper?

Die Pille setzt den natürlichen Zyklus außer Kraft, bzw: Die Hormone in der Pille sorgen dafür, dass der Eisprung völlig ausbleibt. Zur absoluten Sicherheit verhindert die Pille zusätzlich die Einnistung der Eizelle in die Gebärmutter, verändert die Beschaffenheit und Konsistenz des Zervixschleims, damit Spermien keine Chance haben.

Sobald die Pille abgesetzt ist, aktiviert sich wieder der normale Zyklus, was folgendes bedeutet: Der Eisprung setzt wieder ein und auch die normale Menstruationsblutung mit all ihren typischen Abläufen und Zusammenhängen. Der natürliche Zyklus wird von einem Auf und Ab der Hormone Östrogen und Progesteron bestimmt, weswegen der Körper sehr wahrscheinlich aufgrund der unregelmäßigen Konzentration der Hormone zu Kämpfen hat, bis er sich wieder an den natürlichen Ablauf gewöhnt hat.

Eine mögliche Nebenwirkung der Pille ist die Übersäuerung des Körpers. Ist der Säurepegel durch die Hormongabe erhöht, wird der Organismus nach Absetzen zunächst einmal mit dem Entschlacken und Entgiften beschäftigt sein. Diese Zeit sollte man seinem Körper geben und ihn mit allen Mittelchen unterstützen, um deren positive Wirkung man sowieso schon weiß: gesunde, basische Ernährung, Bewegung an der frischen Luft und viel Trinken. Es gibt auch Frauen, die auf eine Entschlackung schwören bzw. eine Darmsanierung, um bei der Entsäuerung zu unterstützen. Gut… so eine Darmreinigung ist nicht gerade das attraktivste und angenehmste, was man sich vorstellen kann und schreckt auch erst einmal ab, aber mittlerweile gibt es Mittelchen und Wege, die das Ganze sehr angenehm machen und den Alltag gar nicht stören. Ich hab es jedoch nicht gemacht ;)

 

Eventuell auftretende körperliche „Nebenwirkungen“ durchs Absetzen der Pille

Denkt immer daran: Ihr plant ein verschreibungspflichtiges Medikament abzusetzen, welches ihr vermutlich über mehrere Jahre hinweg eingenommen habt. Ganz ohne kleine Nebenwirkungen oder auch Entzugserscheinungen wird euer Körper nicht entgiften. Aber macht euch keinen Stress, solange sich alles in Maßen hält, ist mit euch alles in Ordnung! Solltet ihr unsicher sein, kontaktiert bitte euren Doc. Eigentlich ist auch die Bezeichnung „Nebenwirkungen“ falsch, denn ihr entzieht eurem Körper die hormonelle Keule aus dem Chemielabor und lasst ihn das erste Mal seit einer Ewigkeit wieder mit sich alleine klarkommen. Es ist eine Hormonumstellung und das passiert nicht von heute auf morgen, ihr spült die zugefügten Hormone aus eurem Körper und dieser versucht sich langsam wieder an den eigenen Rhythmus zu gewöhnen. Das kann dauern und anfangs wird euch das ein paar kleinere Opfer kosten. Aber es lohnt sich <3
Folgende Reaktionen können und werden mit euch und eurem Körper passieren:

Pickel. Jep… Viele Pillenpräparate sind beinahe Designermedikamente und ihnen ist sehr oft ein Wirkstoff beigemischt, der für ein reines Hautbild sorgt. Ich hatte so ein Präparat und stellte mich darauf ein, dass sich mein Hautbild wohl verändern würde. Jedoch kann man vorsorgen, indem man sich nicht nur einen Termin beim Hautarzt macht und sich beraten lässt, sondern auch seine Reinigung und generelle Hautpflegeroutine anpasst. Generell solltet ihr das regelmäßig tun, denn die Teenagerhaut braucht anderes, als die Haut einer 30 Jährigen.
Allerdings besteht die Gefahr nicht nur für Pickel im Gesicht, sondern auch am restlichen Körper. Ich bekam zB. ein paar Pickelchen auf der Kopfhaut, die sich aber recht schnell mit Kamillenspülungen und einem Shampoowechsel verabschiedet haben. Für jedes Problemchen gibts ein Mittelchen oder eine Lösung und wer dem Ganzen entspannt gegenüber steht, den kann auch nichts umhauen.
Zusätzlich nehme ich noch ein paar Vitamine und Mineraslstoffe ein, die entzündungshemmend sind und zur Regulierung der Talgproduktion beitragen. Auch gibt es noch viele weitere Tipps, die bei zu Unreinheiten neigender Haut und gerade bei einer Hormonumstellung helfen können, die ich euch gerne in einem weiteren Artikel aufliste.
Wer aber verstanden hat, dass der Körper nun endlich wieder den natürlichen Hormonschwankungen ausgesetzt ist, dem dürfte direkt klar sein, dass Reaktionen der Haut durchaus normal sind, denn auch über die Haut wird entgiftet. Dieser Prozess sollte sich nach einigen Wochen wieder eingependelt haben.

Unregelmäßiger Zyklus. Das ist mitunter die häufigste Folge nach dem Absetzen der Pille. Der natürliche Mensturationszyklus kann länger oder auch kürzer als mit Pille bekannt sein oder aber auch leicht unregelmäßig. Nach dem Absetzen der Pille dauert es einige Wochen oder Monate, bis sich der natürliche Zyklus eingependelt hat. Das kann einen ziemlich irritieren, wenn man aber drauf vorbereitet ist, überrascht es nicht mehr so sehr. Bei meinem ersten Mal Absetzen hat es knapp 2,5 Monate gedauert, bis ich das erste mal wieder meine Periode bekam, bei einer Freundin von mir dauerte es etwas länger. Das geht aber vielen Frauen so, wie Studien des Universitäts Klinikum Heidelberg belegen: Laut Forschung haben 68% der Frauen sofort wieder einen regelmäßigen Zyklus. Im Normalfall reguliert sich der Zyklus innerhalb von wenigen Monaten wieder. Teilweise kann aber auch ein ganzes Jahr vergehen, bis sich alles normalisiert hat, also die Menstruation auf den Tag passend einsetzt.

Unterleibschmerzen. Und damit sind nicht die Schmerzen während der Regelblutung gemeint, sondern zwischendurch und nebenbei. Das könnte anfangs nach dem Absetzen der Pille der sogenannte Aktivierungsschmerz sein: Die Eierstöcke waren während der Pilleneinnahme in einer Art Winterschlaf und starten nun langsam wieder ihre Arbeit. Es könnte auch schon der Mittelschmerz (oder auch Intermenstrualschmerz) sein, der regelmäßig oder unregelmäßig oder auch gar nicht wahrgenommen wird sein, der etwa ein bis zwei Tage vor dem Eisprung auftritt oder als Folge des Follikelsprungs. Eine genaue Beschreibung des Mittelschmerzes ist nicht möglich, da ihn jede Frau anders erlebt: Meist wird er eindeutig links oder rechts im Unterbauch gefühlt. Dies stimmt auch vielfach mit der Seite überein, auf der der Eisprung stattfindet. Die Seite kann dabei monatlich wechseln, muss aber nicht. Der Körper hat da seinen eigenen Rhythmus :) Auch Monate, in denen gar nichts gespürt wird, können auftreten. Manche Frauen spüren auch ausstrahlende Schmerzen in Rücken und Beinen sowie ein Druckgefühl im Dammbereich. Bei manchen Frauen strahlen Stöße, wie Laufen oder schnelles Hinsetzen, schmerzhaft in den Unterleib.

Regelschmerzen. Einige Frauen sagen, dass ihre Regelschmerzen ohne Pille stärker sind, als mit Pille. Bei mir ist es tatsächlich ein anderer Schmerz ohne Pille und erträglicher als zuvor. Es gibt viele Mädchen und Frauen, die gerade wegen eines starken Regelschmerzes die Pille verschrieben bekamen und ich würde an der Stelle raten, dass ihr euch dann auf jeden Fall mit eurem Gynäkologen zusammen setzt und besprecht, wie ihr gemeinsam das Thema angeht. Ich habe letztes Jahr im Sommer das Startup Livia auf Kickstarter gebacked und habe letzte Woche mein Paket erhalten. Livia ist der „off Switch for menstrual pain“ und arbeitet mit“Livia“ ist ein kleines Gerät, das ein bisschen an einen iPod erinnert und zwei Elektroden besitzt. Diese klebt man sich bei Regelschmerzen auf den Bauch, etwa in Höhe der Eierstöcke,  das kleine Gerät mit buntem Sleeve clipped man sich einfach zB. an die Hose. Durch Impulse werden die Nerven stimuliert und damit die Schmerzrezeptoren blockiert, wodurch die „Schmerznachricht“ nicht ins Gehirn gelangen kann und die Benutzerin deshalb nicht als Schmerz wahrnimmt. Ich bin gespannt, wie gut es funktioniert und werde sofort berichten, sobald ich die Chance hatte, Livia zu testen.

Haarverlust. Dieses Phänomen hatte ich beim ersten Absetzen nicht, jedoch jetzt beim zweiten Mal. Ich kannte den Haarausfall schon nach der Schwangerschaft, um genau zu sein nach dem Abstillen. Da war es ziemlich heftig und ich hatte oft büschelweise Haare in der Hand, der Ausguss der Dusche war oft verstopft und ich hatte Sorge, dass ich in wenigen Wochen kahl werde. Völlig übertriebene Gedanken, aber ich hatte ja keine Ahnung, bis mir mein Doc sagte, dass es an der Hormonumstellung nach der Schwangerschaft liegt. Es hat sich recht schnell wieder normalisiert. So ist es beim Absetzen der Pille auch, weswegen man sich keine Sorgen machen sollte. Jedoch hatte ich nicht Büschelweise Haare in der Hand, sondern nur ein paar. Hört sich alles dramatischer an, als es wirklich ist, möchte euch aber auf den eventuell eintretenden Fall hinweisen. Aktuell nehme ich noch täglich Vitamin B Komplex aus der Apotheke, das nicht nur einen Vitaminmangel bei mir ausgleicht, sondern auch als Nebeneffekt für schönes Haar sorgt. Nach etwa 4 Wochen hatte ich den Haarverlust im Griff, der Abfluss war wieder frei und alles im Lot.

Abnahme / Zunahme. Beides ist möglich. Genauso wie beides möglich ist, wenn man die Pille anfängt zu nehmen. Da die Pille aber oft Wassereinlagerungen begünstigt, nimmt man in der ersten Zeit nach Absetzen der Pille ein wenig ab. Hierbei handelt es sich in den meisten Fällen um das eingelagerte Wasser.
Tatsächlich hat bei mir schleichend und eher unbewusst nach Absetzen der Pille eine Art Ernährungsumstellung eingesetzt und so verspüre ich mehr Appetit und Lust auf Gemüse statt Fleisch, vertrage derzeit Kaffee nicht mehr so gut und ganz platt ausgedrückt: Ich befinde mich auf einem wahnsinnigen Health Trip, gegen den ich nichts tun kann (und will?). Das muss nicht bei jedem so einsetzen. Aber mein Körper meldet mir dies und ich habe schon damals in meiner Schwangerschaft gelernt, dass der Körper in den meisten Fällen schon sehr genau weiss, was er braucht und gebe es ihm auch. Wenn es eher eine Gemüsepfanne, statt Pizza und Burgern ist – why not?!

Stimmungsschwankungen. Ok… Viele von uns kennen diese Stimmungsschwankungen längst, aber können sie während der Pilleneinnahme nicht zuordnen. Ist halt einfach so. Die Pille dreht den Rhythmus unseres Körpers um, setzt ihn außer Kraft und macht ihr eigenes Ding. Setzt du die Pille ab, weisst du irgendwann ganz schnell, warum du miese Laune hast, voll aufgedreht bist oder einfach eine kurze Zündschnur hast: Dein Zyklus ist schuld! Derzeit tracke ich meinen Zyklusverlauf mit dem Wearable Ava und kann ganz genau ablesen, wo ich mich gerade befinde. Wahnsinnig spannend und beruhigend, denn ich kann so einiges vorhersehen :)

Kurz vor Einsetzen des Eisprungs erleben viele Frauen ein absolutes Stimmungshoch, weil es hier zu einem rasanten Anstieg an weiblichen Geschlechtshormonen kommt. Laut Forschungen steigen die männlichen Geschlechtshormone beim Eisprung um ein Drittel an. Sie sind ebenfalls für heiße Nächte und Stimmungsschwankungen verantwortlich. Haut und Haare sind in dieser Zeit on fleek, genauso wie deine Stimmung. Ganz im Gegensatz zu den Phasen im Zyklus, wo der Östrogenspiegel niedrig steht. In der fruchtbaren Phase haben viele Frauen eine erhöhte Libido und senden unbewusst mehr Signale aus, die ihre Attraktivität auf Männer erhöhen. Ach ja, die Natur ist schon faszinierend <3
Kurz nach dem Eisprung haben viele Frauen plötzlich einen Hieper nach dem anderen. Jetzt kann es nicht fettig und süß genug sein, der Schokoladenvorrat wird geräubert und Pommes Rot-Weiß könnte ich in der Phase Drei Mal täglich futtern. Dieses Gefühl dauert aber nur ein paar Tage an und schlägt dann abrupt um. Ab dem 18. Tag im Zyklus verbrennt der Körper mehr Kalorien als normal – die perfekte Zeit, um vielleicht doch noch die Mitgliedschaft im Fitnessstudio zu reaktivieren, ein paar Übungen zuhause mit der eingestaubten Fitnessapp auf dem Smartphone oder mit den Kids ordentlich zu toben. Oder vielleicht mit einer Diät / Ernährungsumstellung anzufangen, denn der Erfolg wird sich zügig zeigen. Ungefähr eine Woche vor der Periode, bemerken viele Frauen, dass sich Wasser im Bauch, den Beinen und manchmal den Händen einlagert; das liegt an dem Hormon Progesteron. Jetzt fühlen sich auch die Brüste voller an und spannen ein wenig. Bei einigen Frauen ist die Laune im Keller, Kopfschmerzen und ein generelles Unwohlsein liegen an der Tagesordnung.
Bevor die Regel einsetzt, kann es bereits zu einem Ziehen oder gar Schmerzen im Unterleib kommen. Diese Schmerzen können sich teilweise auf den ganzen Körper ausbreiten: Alles fühlt sich schlapp und müde an, schlechte Laune und so weiter werden vor der eintreffenden Periode als PMS (Prämenstruelles Syndrom) betitelt. Wie so oft gilt das auch wieder einmal nicht für alle Frauen, denn für einige wenden sich die Stimmungsschwankungen in dieser Zeit zum Guten: Sie haben doppelt so viel Power wie sonst. Vermutlich ist das so manches Mal mein Geheimnis, denn oft fühle ich mich kurz vor meiner Regelblutung wie auf Adrenalin, kriege mehr geschafft und drehe noch einmal so richtig auf. Das trifft nicht auf jeden Zyklus zu, aber auf die meisten.
Ob und wie eure Stimmung mit eurem Zyklus zusammenhängt, könnt ihr easy herausfinden, indem ihr euren Zyklus beobachtet (zB. mit der symptothermalen Methode) und dazu eure Stimmung notiert.
Zwei Tage bevor ich das erste Mal nach Absetzen der Pille meine Periode bekommen sollte, habe ich mich so derbe mit Jakob gestritten, das hier ordentlich die Fetzen geflogen sind. Ich wusste nicht wohin mit mir und konnte das in keinster Weise einordnen. Als dann ein Ziehen in meinem Unterbauch spüren konnte, wusste ich was los war. Das war ein einziges Mal, danach nie wieder, denn ich wusste ab dem Moment, was mit mir in regelmäßigen Abständen los ist. Tatsächlich fiel es mir ohne Pille viel leichter, mich auf diese Stimmungsschwankungen einzulassen, sie zu akzeptieren oder sogar mit meinem Tagesablauf anzugehen und meinem Körper das zu geben, was er forderte. Ok, ich gebe zu, dass das nicht immer zu 100% möglich ist, aber ich war schon immer der Meinung, dass sich der Körper das holt, was er braucht. Und wenn er sich eine Ruhepause (oder einen fetten Eisbecher) erkämpfen will, dann sollte man kurz aufhorchen. Yoga und Meditieren hat mir viel geholfen, mich nicht als „Sklave meiner Stimmungsschwankungen“ zu sehen, sondern mit meinem Zyklus zu arbeiten. Es gibt auch noch ein paar andere Methoden, um seine Stimmungsschwankungen in den Griff zu bekommen, aber die liste ich in einem anderen Beitrag auf, sonst sprengt das hier den Rahmen.

Gibt es weitere Auffälligkeiten, die ihr nach dem Absetzen der Pille bei euch bemerkt habt und die hier nicht aufgelistet sind? Dann ab damit in die Kommentare!

 

Bitte beachte: Die Informationen auf dieser Seite ersetzen auf keinen Fall eine Konsultation durch einen Arzt, der dich und deine individuellen Gesundheitsrisiken kennt.

You Might Also Like

38 Comments

  • Reply
    Anja Lena
    10. März 2017 at 11:56

    … ich habe wesentlich „mehr“ (besser) gerochen als in der Pillenzeit! Der Wahnsinn!

    • Reply
      Anna Frost
      10. März 2017 at 15:32

      uh, das klingt spannend!! Also haben sich unter anderem deine Sinne verändert/verbessert?

      • Reply
        Ann-Kathrin
        10. März 2017 at 16:19

        nicht nur positiv. Ich rieche alles stärker, aber ich rieche auch mich stärker… und ICH rieche stärker.
        Also riechen ist wirklich nochmal ein Thema für sich :D

        Sonst bin ich gerade im dritten Monat nach dem Absetzen und kann alle „Nebenwirkungen“ bestätigen.
        Ich habe die Pille zum besseren Muskelaufbau abgesetzt und es tut sich in der tat viel mehr.

      • Reply
        Anja Lena
        12. März 2017 at 20:50

        Ja, auf jeden Fall! Auch das, was Ann-Kathrin beschreibt, kann ich vor allem während meinen fruchtbaren Tagen bestätigen: Ich rieche mich mehr (und rieche da auch überhaupt „mehr“). Hinzu kommt, dass ich während meinen fruchtbaren Tagen auf alle – nun ja, sagen wir mal „total männlichen Männer“ – abfahre, nur nicht auf die, mit denen man eine Familie gründen sollte :) Überhaupt hat sich unser Sexualleben nach dem Absetzen der Pille verändert (zu mehr und für meinen Mann dadurch zum Positiven) :)

  • Reply
    Viktoria
    10. März 2017 at 14:07

    ich bin gerade bei meiner letzten pillen packung und ich hab echt schon respekt davor was quasi „danach“ passiert!! laut meiner FA sollte nicht viel passieren da die pille so „leicht“ war… ganz vertrauen will ich dem trotzdem nicht 🙈 bezüglich Vitaminen und co: hast du zum einpendeln deines zyklus nach der pille etwas genommen oder hast du einfach abgewartet? viele foren empfehlen ja mönchspfeffer.

    Ich find deine reihe run um das thema verhütung und zyklus echt super 👌🏻😊

    • Reply
      Anna Frost
      10. März 2017 at 15:35

      nööö, hab kein Mönchspfeffer genommen, auch nichts anderes. Beim 2. Absetzen hat sich meine Periode schneller wieder eingestellt, als beim ersten Mal. Ich habe einfach gewartet.

    • Reply
      Anja Lena
      12. März 2017 at 20:55

      Mönchspfeffer kenne ich nur als Empfehlung von Freundinnen mit Kinderwunsch… :)

      • Reply
        Viktoria
        12. März 2017 at 22:42

        ah ok danke für die info. ich werd jetzt einfach mal abwarten vielleicht kommt mein zyklus halbwegs regelmäßig :)

  • Reply
    Janina
    10. März 2017 at 14:10

    Vielen Dank für diesen Beitrag, der genau zur rechten Zeit kommt.
    Ich habe vor etwa 7 Wochen (nach 13 Jahren) die Pille abgesetzt. Bislang habe ich meine Periode noch nicht bekommen, womit ich allerdings schon gerechnet habe.
    Viel nerviger finde ich, dass ich deutlich spürbare Wassereinlagerungen habe, die zum Teil relativ plötzlich auftreten und mir ein echt mieses Körpergefühl bescheren.
    Bemerkenswert finde ich allerdings, dass ich mich zum ersten mal in 30 Lebensjahren wirklich intensiv mit meinem Körper und seinen Eigenheiten auseinander setzte.

    Liebe Grüße
    Janina

    • Reply
      Anna Frost
      10. März 2017 at 15:37

      trinkst du genug? oft kann man – so ulkig es sich auch anhört – durch mehr trinken die Wassereinlagerungen mindern. Löwenzahntee hilft auch super. Er hilft, überschüssige Flüssigkeit aus dem Körper zu entfernen und dank seines hohen Kaliumgehalts den Natriumgehalt im Körper auszugleichen. Dadurch werden Schwellungen und Entzündungen reduziert, die durch Wassereinlagerungen verursacht wurden.
      Lass das aber sonst mal von einem Doc abchecken. Sicher ist sicher!! <3

      • Reply
        Janina
        10. März 2017 at 15:49

        Danke für den Tipp :-)

  • Reply
    Jenny
    10. März 2017 at 15:39

    Ich setzte vor zwei Jahren die Pille ab und hatte ziemlich mit den „Nebenwirkungen“ zu kämpfen. Ich bekam meine Periode 6 Monate gar nicht, litt dafür unter extremen Stimmungsschwankungen, Haarausfall und habe ca 4 kg zugenommen.
    Bis heute hat sich mein Zyklus wieder einigermaßen eingependelt, jedoch bin ich noch nicht, wie vor zwei Jahren geplant, schwanger geworden.
    Ich schiebe das auf die Pille, die ich 12 Jahre ohne groß nachzudenken einnahm. Man ahnt wirklich nicht was man seinem Körper damit antut!

    • Reply
      Anna Frost
      10. März 2017 at 16:18

      wenn du gerne schwanger werden möchtest, gibt es ja ein paar interessante wearables, wie zb ava, oder auch den persona oder andere symptothermal-methoden-computer, um den zyklus zu tracken und die fruchtbaren tage festzustellen. hast du es damit schon einmal versucht?

      • Reply
        Jenny
        10. März 2017 at 17:00

        Ava kannte ich noch nicht, danke für den Tipp!

  • Reply
    Lisa
    10. März 2017 at 16:06

    Hallo Anna!

    Auch von mir ein riiiesen großes Dankeschön. Ich denke schon seit einem Jahr über das Absetzen der Pille nach und deine Beiträge zu dem Thema haben mir sehr geholfen. Ich habe jetzt noch 1 1/2 Blister und will es danach einfach sein lassen!! Etwas Angst vor dem Absetzen ist allerdings noch da, aber das ist wohl normal. Nehme die Pille jetzt seit über 10 Jahren und vertrage sie super. Allerdings will ich mich dieser Chemiekeule nicht mehr aussetzen und endlich wissen wie mein Körper OHNE tickt! Der Gedanke, dass ich nicht weiß, wie ich als erwachsene Frau normal und natürlich ticke – macht nachdenklich und Angst. Ganz abgesehen von den großen Nebenwirkungen der Pille.

    Liebe Grüße!!

  • Reply
    Marina
    10. März 2017 at 16:58

    Hi Anna (und Mitleserinnen), ich melde mich auch mal zu Wort :) Toller Beitrag! Habe auch glatt Zettel &Stift gezückt und ein paar Dinge aufgeschrieben, so hilfreich und interessant war der Beitrag!

    Ich bin 25 und habe vor ziemlich genau 6 Wochen die Pille nach 9 Jahren abgesetzt. Ziemlich genau trifft es, denn heute, genau am 43. Tag ohne Pille kam die erste Periode. Auch ich hatte riesigen Respekt vor dem was mich ohne Pille erwartet, aber Mädels & Frauen, traut euch!
    Ich möchte gerne etwas ausführlicher berichten, von einigen Dingen, die ich gerne gewusst/gelesen hätte als ich dabei war abzusetzen :)
    – Die ersten 2 Wochen waren relativ hart: Stimmungschaos, immer wieder Unterleibsschmerzen, Brustziehen, überhaupt Verwirrung weil man nie wusste…bekomme ich jetzt meine Periode? Tut sich was? Ist was normal? Bin ich etwa schwanger?
    – Ende der 2. Woche dann die heftigsten Unterleibsschmerzen. Habe gegoogelt und AHA das war wohl der Aktivierungsschmerz, wie sich nun nach meinem ersten getrackten, ausgewerteten Zyklus auch bestätigt hatte. 13 Tage also bis Eierstöcke und Gebärmutter den Betrieb nach Jahren wieder aufgenommen haben.
    – In Woche 3 und 4 habe ich die Veränderungen an Haut & Haaren, die Entgiftung, gemerkt: Haut wurde unreiner, vor allem bekam ich einige tief-sitzende Pickel, ihr wisst schon, die die man nicht ausdrücken kann, die sauschmerzhaft sind aber hey, wenigstens sah man sie auch nicht direkt. Meine Haare hielte anstatt 4 Tage ohne waschen nur noch 2 Tage aus. Nun – 6 Wochen Post-Pill- kann ich berichten, diese Pickel kamen seit ca. 1-2 Wochen nicht mehr, Haare fetten nach wie vor recht schnell, aber damit kann ich super leben.
    – Ab Woche 3 ging es mir super! Gefühl von Befreiung/Erleichterung, so viel mehr Energie, Lebensfreude (vllt. das was viele Frauen in Foren, etc. als „der Schleier hebt sich“ beschrieben haben), sportlich und ernährungstechnisch ging es mir wie dir, Anna, ich hatte so Lust gesund zu essen, mich zu bewegen. Ich fühl(t)e mich einfach wieder richtig gut mit/in mir! Ich hatte unter der Pille vor allem mit kaum noch Libido, sehr depressiven und/oder zickigen Phasen UND Reizdarmsyndrom zu kämpfen. Seit Jahren Bauchschmerzen und „Ausschlussprinzip“-Diagnose Reizdarm bekommen…. Mädels, seit dem ersten Tage ohne Pille (und sicherlich auch durch die ballaststoffreichere Ernährung) habe ich an keinem einzigen Tag mehr die üblichen Symptome gehabt.
    – In Woche 4/5 wurde ich unruhig: Ich tracke mit nfp (Temperatur, Zervix, tlw. Muttermund) und wusste…okay, langsam müsste ein Eisprung kommen, sofern ich einen halbwegs „normalen“ Zyklus direkt Post-Pill haben sollte…. er kam! Rechnet man ab dem Aktivierungsschmerz, hatte ich nun einen Zyklus von 32 Tagen (+13 Tage vor Aktivierung). Den Eisprung habe ich gespürt, auch mit Brustsymptom. Das war faszinierend.
    – Gestern (Tag vor der Periode) habe ich mich gewundert warum ich so einen doofen, genervten Tag hatte. Tja, heute weiß ich es ;)
    – Last but not least: Heute, ziemlich genau 6 Wochen nach der Pille, 1. Tag der 1. Periode. Und was soll ich sagen, trotz großer Angst, ich habe außer leichten Kopfschmerzen und leichtem Ziehen, nicht einmal Schmerzen!

    Sorry für den langen Bericht aber… ich war heute so stolz auf meinen Körper! 9 Jahre lang habe ich eine Chemiekeule eingeworfen ohne Nachzudenken. Und heute bin ich so erleichtert und froh und fasziniert, was der eigene Körper leistet… und möchte jeder Frau empfehlen: Wenn ihr daran denkt abzusetzen, tut es! Habt keine Angst, kämpft euch durch den „Entzug“, denn ihr werdet es nicht bereuen :)

    Viele Grüße aus dem sonnigen Karlsruhe
    Marina

    • Reply
      Marina
      10. März 2017 at 17:04

      PS: Sorry, Zahlen aus dem Kopf völlig falsch… Tag 45 Post-Pill, Zyklus 1 also 32 (+13)… aber auf die anderen Fakten kommt es ja an^^

    • Reply
      Anna Frost
      10. März 2017 at 17:09

      ich freu mich für dich!!! und vielen dank für deinen bericht <3

  • Reply
    Anja
    10. März 2017 at 17:10

    wow! ein toller, langer Artikel! Sehr informativ und ehrlich. klasse!
    Ich habe vor 3 Jahren die Pille abgesetzt und hatte echt mit meinem Körper zu kämpfen. Ich musste mir müheselig alle infos zusammen suchen und meine (alte) Ärztin war mir überhaupt keine Hilfe. Aber zum Glück gibt es solche Blogs wie Deine! <3

    Und auch wenn es teilweise anstrengend war und ist mit dem eigenen Zyklus, ist es auch toll endlich seinen eigenen Körper richtig zu fühlen und zu verstehen :)

    *liebe Grüße
    Anja

  • Reply
    Nina
    10. März 2017 at 17:48

    Hej Anna,
    danke für deine Artikel zu dem Thema! Ich habe mir Ava gerade genauer angesehen, hört sich ja einer absoluten Verbesserung an. Wird es zufällig bald von dir einen Rabattcode für Ava geben? Dann würde ich mit dem bestellen noch ein bisschen warten.. ;-)
    Liebe Grüße
    Nina

  • Reply
    FRANZI
    10. März 2017 at 17:59

    Hallo Anna, vielen Dank für deinen so ehrlichen Beitrag. Wenn es ihn doch schon vor 2 1/2 Jahren gegeben hätte, hätte ich meinem Freund irgendwie ein bisschen mehr erklären können was in mir los ist. Im Juni 2014 haben ich die Pille abgesetzt (nahm sie über 7 Jahre) mit dem Hintergrund schwanger zu werden. Über 2 Jahre habe ich gebraucht bis mein Zyklus sich wieder einigermaßen eingestellt hat. Sehr lange wusste ich nicht wohin mit mir und fiel von einem Hoch ins nächste Tief, von einem Lach- in den nächsten Weinkrampf, nahm viel zu, hatte Haarausfall, war genervt und explodierte bei jeder Kleinigkeit. Mein Partner hatte es sehr schwer mit mir in der Zeit und ich konnte ihm nicht recht erklären warum. Dennoch stand er an meiner Seite und machte alles mit mir durch. Dafür liebe ich ihn noch mehr.Ich hatte Wochenlang unangenehme Schmierblutungen, mehrere Zysten und seit dem Absetzen stärke Menstruationsschmerzen. Jedes Mal wenn die Blutung ausblieb hatten wir Hoffnung. Doch jedes mal eine Enttäuschung. Heute lebe ich/wir damit sehr gut, dass es bis heute nicht geklappt hat, denn wir haben fest gestellt, dass wir ein tolles Tante & Onkel Team sind. :) Aber wenn ich heute darüber nachdenke was ich meinem Körper mit der Pille eigentlich angetan habe, würde ich sie heute nicht mehr nehmen …

  • Reply
    Sabrina
    10. März 2017 at 18:01

    Das Pillending ist zwar momentan nicht “mein“ Thema, aber ich wollte dir als bisher stille Leserin des Blogs mal ein Kompliment hinterlassen, wie “hochwertig“ und professionell ich das hier aufgezogen finde. Sehr angenehm und eine wohltuende Abwechslung zu manch anderen Seiten. Mach weiter so! Liebe Grüße, Sabrina

    • Reply
      Anna Frost
      10. März 2017 at 19:07

      dankeschön <3

  • Reply
    Isabelle
    10. März 2017 at 18:03

    Ich habe vor 2,5 Jahren nach fast 10 Jahren Pille nehmen die Pille abgesetzt – und es geht mir so viel besser! Ich finde es so toll und einzigartig, meinen Körper so zu spüren. Ich versuche das immer meinem Freund zu erklären, aber ich glaube, Männer können sich da nicht so gut reinversetzen ;)
    Mittlerweile weiß ich ziemlich genau, in welcher Phase des Zylkus ich mich befinde. Nach die Periode vorbei ist bis 2-3 Tage nach dem Eisprung geht es mir immer richtig gut, ich habe definitiv eine erhöhte Libido ;) und fühle mich generell sexy, fröhlich und bin voller Energie. Nach dem Eisprung geht es dann bergab :D mehr Hunger, weniger Libido, generelles Unwohlsein im Körper, starkes Spannungsgefühl in den Brüsten, gefühlte Aufgedunsenheit und zur Periode hin kommen dann noch Ziehen im Unterleib und schlechte Laune hinzu.
    Mir hat gegen die doch teilweise recht starken Beschwerden Mönchspfeffer (Agnus Castus) sehr gut geholfen, vor allem gegen die Unterleibs- und Brustschmerzen. Aber totz der Beschwerden bin ich so froh, die Pille abgesetzt zu haben und finde die Beschwerden eigentlich auch halb so schlimm :) meistens hört es sich schlimmer an, als es dann ist. Man weiß ja auch immer, dass es wieder vorbeigeht und man bald in eine andere Zyklusphase kommt, die mehr Spaß macht ;)

  • Reply
    Fabienne
    10. März 2017 at 21:03

    Liebe Anna,
    Vielen Dank für diesen (wiedermal) super Bericht!
    Ich habe meine Pille nach 10 Jahren im Dezember abgesetzt und bin sehr froh darüber. Meine Haut spielt noch verrückt und der Zyklus hat sich auch noch nicht eingependelt, aber ich nehme mich Viel besser wahr, fühle mich einfach ‚fraulicher‘.
    Und einen Artikel über die Vitamine und Mineralien fände ich super! :)

  • Reply
    Jasmin
    10. März 2017 at 22:02

    Interessanter Post! Ich selbst habe die Pille vor etwa 6 Wochen abgesetzt und bin das ganze sehr entspannt angegangen. Ich habe mir gedacht, dass ich eh nichts ändern kann, wenn mein Körper jetzt durch dreht, da muss ich dann einfach durch. Was soll ich sagen: meine Periode kam mit nur 2 Tagen Verspätung. Minimale Zunahme an Hautunreinheiten. Keine Stimmungsschwankungen, zumindest nicht merklich, kein Haarausfall. Lediglich schuppen habe ich bekommen, aber damit kann ich leben. Ich habe die Pille gut 10 Jahre genommen. Also entweder kommt das schlimmste noch, oder ich hatte wirklich Glück. Ich klopf dann mal auf Holz :D

  • Reply
    Sandra
    10. März 2017 at 22:44

    Ein wirklich toller Artikel. Ich finde es toll, dass man inzwischen so offen über das Thema redet.

    Ich habe die Pille letztes Jahr Ende September abgesetzt, zum einen weil ich immer mehr unter depressiven Verstimmungen und Eierstockzysten (inkl. OPs) litt und zum anderen weil mein Mann und ich gerne mit der Kinderplanung loslegen wollten.
    Der erste Zyklus nach der Pille war vorbildliche 28 Tage lang. Ich hatte mich schon gefreut, dass mein Körper die Umstellung so gut hinbekommt. Keine depressiven Verstimmungen mehr, allgemein bessere Laune. Ok die 15 Kilo die ich postwendend mehr drauf hatte, hätte ich mir gerne erspart.
    Der nächste Zyklus war dann schon 32 Tage lang und der danach 38 Tage.
    Meine Ärztin hat dann gemeinsam mit mit die „Notbremse“ gezogen und mir empfohlen Mönchspfeffer zu nehmen.
    Im Dezember habe ich also mit Mönchspfeffer angefangen und ihn auch bis auf kurzzeitige Kreislaufprobleme gut vertragen.
    Ende Januar kannte ich meinen Körper dann wieder so gut, dass ich wusste, dass die leichte Zwischenblutung ein gutes Zeichen ist. Einen Tag später hatte ich einen positiven Schwangerschaftstest in der Hand.
    Für mich steht fest, dass ich nach der Schwangerschaft auf keinen Fall wieder die Pille nehmen werde. Ich finde es toll, meinen Körper wieder selbstbestimmt zu merken.
    Zum Glück hab ich jetzt ein paar Monate Zeit, mir Gedanken über die für mich (und meinen Mann) passende Verhütungsart zu machen.

    Liebe Grüße

  • Reply
    Claudia
    11. März 2017 at 6:38

    ich bin so froh, dass das Thema so langsam immer mehr auftaucht und nicht mehr überall eine komplett sorglose uninformierte Haltung der Pille gegenüber herrscht. Ich habe (mit einer Unterbrechung) 12 Jahre lang die Pille genommen, einfach aus Bequemlichkeit, weil man es so macht.
    Irgendwann hat sich in mir alles dagegen gesträubt, ich habe zwei mal das Präparat gewechselt und fühlte mich aber immer unwohler damit: Libido gegen Null, Haarausfall, schlechte Laune, das Gefühl „ferngesteuert“ zu sein.
    Ich habe dann die Pille abgesetzt und direkt mit einer NFP App angefangen, meinen Zyklus zu tracken. Es hat eine weile gedauert, bis er sich eingestellt hat aber ich bin sooo froh! Das ist jetzt fast 18 Monate her und ich habe immer noch manchmal abends im Bett kurz diesen Gedankenblitz „oh, die Pille vergessen?!“ und bin dann immer so erleichtert, dass es nichts mehr zu vergessen gibt! Das tägliche Temperaturmessen gehört einfach dazu und ich finde es spannend, sich mit sich selbst zu beschäftigen.
    Bei mir hat das Absetzen zwar auch ein bisschen schlechtere Haut gebracht, aber auch ein viel besseres Haarwachstum, viel bessere Nägel und vom Gewicht her keine Veränderungen. Auch ich habe mich mehr mit gesunder Ernährung beschäftigt und Sport gemacht, habe es aber eher mit meiner Körperbeobchtung in Verbindung gebracht (wenn man grundsätzlich mehr auf sich achtet passiert das vielleicht automatisch?).

    Also keine Angst, traut eurem Körper ruhig zu, dass er das schon hinbekommt und alles selbst am besten regelt <3

  • Reply
    Julchen
    11. März 2017 at 11:33

    Meine Übergangszeit war hauptsächlich geplagt von zystischer Akne. Tief sitzende und schmerzende Pickel entlang der Kieferlinie. Gerettet hat mich eine Kur mit ägyptischen Schwarzkümmelöl Kapseln (hormonregulierend) hoch dosiertem Zink (entzündungshemmend) und meiner Geheimwaffe,der Asche Basis Creme.
    Liebe Grüße,
    Julia

  • Reply
    Jenny
    11. März 2017 at 11:47

    Wirst du zu AVA irgendwann nochmal ein paar Worte sagen? Ich bin seit einer Weile am überlegen es mir zu holen, bin mir aber noch unsicher. Kostet ja immerhin auch ein wenig.

    Die Reihe finde ich bisher übrigens klasse!

    • Reply
      Anna Frost
      11. März 2017 at 21:10

      werde ich. hab das armband seit ein paar tagen in benutzung und würde es gerne eine weile testen, bevor ich was dazu sage. es bringt ja nix, wenn ich es nur eine woche teste :)

      • Reply
        Jenny
        12. März 2017 at 12:40

        Das hört sich vernünftig an. :p Danke dir für deine Antwort. Ich freue mich bereits auf deinen Bericht. :)

  • Reply
    Anna
    11. März 2017 at 14:54

    Daumen hoch für deinen Artikel!
    Die „Nebenwirkungen“ interessieren mich zwar nicht so – ich habe meine Hormone vor etwa einem halben Jahr abgesetzt und bin mit der Phase natürlich schon durch –
    aber ich finde das Thema „Körper-Tracking“ mit Wearables und Apps sehr spannend. Mittlerweile gibt es so viele interessante Möglichkeiten seinen Zyklus zu verfolgen und das macht die Sache doch viel einfacher und praktischer. Spannend fände ich einen Post zu den Gadgets die du so ausprobierst: Ava / Livia/ NFP Computer. :)

  • Reply
    Sabrina
    11. März 2017 at 16:28

    Hallo, der Bericht ist wirklich super. Ich trage mich schon länger damit rum die Pille ab zusetzen und deine Beiträge helfen dabei sehr. Freuen würde ich mich auch über weitere Informationen zum Thema natürlich Verhütung und dem sehr interessanten Ava Armband.

  • Reply
    Vivian
    12. März 2017 at 19:32

    Ein sehr interessanter Artikel.
    Ich habe 2014 die Pille abgesetzt. Ich hatte keine der benannten Symptome oder Probleme, die hier genannt werden. Bei mir lief alles super. Ich weiß nicht nur welchen tag meine Periode einsetzt, sondern auch fast die Uhrzeit, zumindest die Tageszeit. Allerdings habe ich dann meist ein oder zwei Tage vorher Migräne. Die hatte ich allerdings schon mit Pille. Zudem habe ich meine Periode meist bis zu zehn Tage und sehr stark. (Das war auch ein wichtiger Grund für die Pille, damit waren es „nur“ 7 tage.)
    Ich bin dann auch fast sofort wie gewünscht schwanger geworden. Seitdem geht es mir eigentlich hervorragend. Allerdings muss ich erwähnen, dass ich während der Schwangerschaft eine Thrombose hatte. Ich bin mir nicht sicher, ob sie nicht durch die Pille kam. Daher würde ich jetzt immer raten: Finger weg von der Pille und anderen Hormonen, die nicht medizinisch notwendig sind! Für mich heißt es das jetzt eh.
    Tatsächlich habe ich meine Periode jetzt immer noch nicht wieder, da ich noch regelmäßig stille. Ich bin mal gespannt, wie das dann wieder wird. Ist ja auch ganz angenehm so ganz ohne und in meinem Fall ohne Migräne😄

  • Reply
    LG
    14. März 2017 at 10:58

    Liebe Anna,
    vorab ich bin 28 Jahre alt. Ich musste die Pille nun nach gut einem halben Jahr absetzen da ich nicht nur Stimmungsschwankungen hatte sondern gut in Richtung
    Depression pendelte und dort sich am Ende gelandert wäre. Ich bin noch nie in meinem Leben so glücklich gewesen habe aber nahezu jeden Tag (und teilweise 5 Stunden am Stück) geheult. Ich war nicht aggresiv oder genervt. Mich haben die allerkleinsten Dinge meines Freundes so verletzt (und wenn es nur ein Rücken zu drehen im Schlaf war :D). Als sich bei mir dann noch ein Östrogenmangel durch die Pille meldete und ich WIRKLICHE Probleme bekam war für mich klar die Pille abzusetzen. Da meine Pille schon ein sehr geringen Wert an Östrogenen hatte konnte ich auch keine andere testen. Ich habe nun seit knapp 2 Monaten die Hormonspirale und könnte aus jetzigem Stand nicht glücklicher damit sein.
    Ich finde es wahnsinnig erschreckend welche Nebenwirkunge die Pille auf mich hatte. Ich hatte im gegensatz zu anderen die schlimmsten Hautprobleme meines Lebens.

    Liebe Grüße :)

    LG

  • Reply
    Karo
    14. März 2017 at 12:55

    Hallo Anna,

    danke für deinen Beitrag. Ich habe vor 3 Jahren die Pille nach 10 Jahren abgesetzt und bis heute eine äußerst unregelmäßige Periode aufgrund eines PCO Syndroms. Hätte mir das mal früher jemand gesagt, dass es sehr unwahrscheinlich ist für mich schwanger zu werden, hätte ich die Pille vielleicht auch früher abgesetzt. Ich würde meinen Körper auch nicht nochmal mit Chemie füttern und nehme Gewichtszunahme, unreine Haut und Zyklusbeschwerden gerne in Kauf. Bewusst darauf zu schauen und wahrzunehmen was der Körper braucht scheint heutzutage in unserem stressigen Alltag unterzugehen. Einfach mal achtsam mit sich umgehen und lernen Signale des Körpers zu deuten sollten wichtige Bestandteile des Lebens sein! Und auch wenn sich viele über ihre Periode und die Begleiterscheinungen ärgern, so sollte frau durchaus dankbar für einen funktionieren Körper sein, der bereit ist Wunder zu vollbringen <3

  • Reply
    Jojo
    3. April 2017 at 13:06

    Hallo Anna,
    ein wirklich interessanter Beitrag. Beim Stichwort Haarausfall und Pickelchen auf der Kopfhaut musste ich dir sofort zustimmen. Die Pickelchen stören nicht groß, aber der Haarausfall ist bei meinen dünnen Haaren wirklich deprimierend. Naja, aber bald sollte sich das ja entspannen. Entweder, weil ich keine mehr habe oder weil der Körper langsam umgestellt ist :) Ich hab seltsamerweise etwas zugenommen. Allerding kann es auch sein, dass es daran liegt, dass ich mit der Pillenabnahme auch wieder eine Schilddrüsenüberfunktion bekommen habe. (Ich habe generell eine Unterfunktion und nehme dagegen Medikamente. Diese sind aber seitdem überdosiert, wie gerade festgestellt wurde) Und die widerrum sorgt für Heißhunger und solche verrückten Sachen. Alles ganz schön durcheinander. Also muss ich jetzt geringer dosierte Medikamente nehmen, was ja widerrum gut ist. Meine Hoffnung ist, dass ich sie evtl irgendwann gar nicht mehr nehmen muss. Aber das hat mir wieder gezeigt, wie krass die Pille in unseren Körper eingreift.
    LG Jojo

  • Leave a Reply