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#ichsagja zu meiner Schönheit

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Als ich mich damals wenige Tage nach der Geburt von Emma in einem relativ eng anliegenden Kleid für ein Outfitposting vor die Kamera stellte und mich fotografierte, bekam ich viel unerwartetes Feedback. Viele Kommentare hatten denselben Tenor: „Ich finde es wahnsinnig mutig und toll von dir, dass du dich so kurz nach der Geburt schon vor die Kamera stellst!“

Das hat mich stutzig gemacht, bzw. erst wirklich richtig aufmerksam auf die Situation gemacht, nämlich dass ich gerade erst ein Kind zur Welt gebracht habe und man das meinem Körper auch wirklich ansah. Daraufhin dachte ich weiter: Hätte ich das nicht gedurft oder gesollt, mich vor die Kamera zu stellen? Und wenn ja, warum? Wer verbietet mir das? Und war das jetzt eigentlich so unnormal?

So sah ich nunmal aus. Ich hatte noch einen noch nicht zurückgebildeten Bauch, in dem 40 Wochen ein wundervolles Kind herangewachsen ist und auch sonst sah man mir an, dass ich kurz vorher noch ein paar Kilos mehr mit mir herumgetragen habe. Sollte ich mich dafür schämen? Ich glaube nicht. Nein. Ganz und gar nicht!! Natürlich hätte ich da mit Photoshop an den Fotos arbeiten können; hier und dann etwas retuschieren, alles in allem 3 Kleidergrößen kleiner zaubern können. Aber warum? Das bin halt ich. Wem soll ich da was vor machen? Mir selbst? Unfug. Ich finde mich ok so.

Als damals die ersten Bilder von Herzogin Kate nach ihrer Geburt in den Medien umher gingen, sah man auch durch ihr schmal geschnittenes Kleid, dass sie vor wenigen Tagen erst ihr Kind zur Welt brachte. Die vielen Kommentare unter den Bildern von teilweise jungen Frauen, die sich fragten, warum sie denn noch immer einen „dicken Bauch“ habe, sind ein ganz guter Spiegel dessen, wie die schöne Glitzer-Topmodelwelt unsere Wahrnehmung durcheinander bringt. Wenn eine Heidi Klum oder Miranda Kerr nur wenige Tage und Wochen nach der Geburt ihrer Kinder wieder in Bikini und High Heels, mit straffem Waschbrettbauch auf dem Catwalk für Victorias Secret herumhüpft, dann verdient das zwar meinen Respekt, aber das entspricht nicht der „normalen“ Wirklichkeit. Die Wahrheit ist: In den meisten Fällen siehst du kurz nach der Geburt noch so aus, als wärest du noch immer schwanger. Vielleicht im dritten Monat. Wer das noch nie gesehen hat, kann das nicht wissen. Deswegen fragten mich auch meine doch sehr irritierten Freundinnen, die mich direkt am nächsten Tag in der Klinik besuchten, warum ich denn noch immer einen Bauch hätte. Was 40 Wochen wächst, ist nicht innerhalb von 2 Tagen wieder zurückgebildet. Aber woher sollen wir denn auch wissen, dass das so ist, wenn uns die Werbung und glossy Shootings etwas anderes vorgaukeln?

Ende 2014 machten die Postbaby Body Fotos von Lara Stone die Runde. Nicht retuschiert, kein Photoshop, nur Licht und Makeup. Und eben ein Topmodel. Aber: man sah ihrem Körper an, was er großartiges geleistet hat – er hat ein Kind zur Welt gebracht! Dehnungsstreifen an den Brüsten, Oberschenkeln, die Haut am Bauch ist schlaff… Das machte mir Mut. Mut, zu meinem Körper zu stehen und ihn gut zu finden, so wie er ist.

Während meiner Schwangerschaft hatte ich nämlich höllische Angst vor Dehnungsstreifen und cremte und ölte, wie eine Weltmeisterin. In der letzten Woche vor der Geburt passierte es dann doch – links und rechts und am Bauchnabel kleine Dehnungsstreifen. Ich müsste lügen, wenn ich behaupte, dass es mich kaltgelassen hat. Ganz im Gegenteil, ich habe geweint. Es hat mich fertig gemacht und der Gedanke daran, diese Narben nun für immer zu tragen, wollte ich einfach nicht wahrhaben. Nach der Geburt hat mich mein Anblick im Spiegel fertig gemacht, der hängende Bauch, dazu diese Male… Ich erlaubte mir, noch ein einziges Mal deswegen zu weinen. Denn als ich später zum ersten Mal wieder eine Prebaby Jeans anzog, mich im Spiegel betrachtete und mir klar machte, was mein Körper geleistet hat, war es ok. Es ist ok, dass ich diese Male trage. Sie gehören jetzt zu mir und irgendwie finde ich sie jetzt gut. Sie haben eine Story. Denn eines ist mir klar geworden: Das sind die Male einer Kriegerin.

anna frost pre pregnancy body

Schauspielerin Olivia Wilde sagte in ihrer Schwangerschaft: „Look at me! I am a Goddess; i am producing a human!“ und genau dieser Satz begleitete mich durch meine Schwangerschaft, wurde mein Mantra und half mir über so manch eine schwere Zeit hinweg. Eine Schwangerschaft ist mittlerweile etwas völlig normales, sodass wir das eigentliche Wunder, welches im Körper der Frau geschieht, völlig vergessen. Ein Wunder, welches seine Spuren hinterlässt.

Es ist wichtig, dass wir Mädchen und Frauen andere Mädchen und Frauen als Vorbilder haben. Frauen in unserem Umfeld haben, bei denen wir abgucken können, was echt ist. Und damit meine ich kein simples „Das ist jetzt eben so, das musst du akzeptieren.“, sondern ein gesundes Selbstwertgefühl. Frauen, die mit sich im Reinen sind, die sich schön fühlen, sind auch schön für andere.

dove ich sag ja anna frost

Vor einigen Wochen kam die Anfrage von Dove, ob ich nicht Teil der Ich sag Ja zu meiner Schönheit“ Kampagne sein möchte. Das passte für mich in dem Zusammenhang und den Gedanken und der Einstellung, die ich zur Zeit zu mir und meinem Körper habe, sehr gut. Und ein wenig fühlte es sich wie ein Ritterschlag an, denn Dove zeigt in seinen Kampagnen stets echte Frauen. Keine Models, kein Photoshop. Nur Licht und Makeup. Und nun darf ich als Bekennerin Teil der Kampagne werden. Ein kleines bisschen fühlte ich mich wie Lara Stone. Nur mit mehr Klamotten am Leib. Und ja, ich fühlte mich schön. Damals beim Shooting und auch jetzt noch immer. Wenn Menschen um dich herum sind, die dich spüren lassen, dass du so, wie du bist, toll bist – das ist unbezahlbar.

Was Dove ja schon seit langem kommuniziert, ist so wahr und doch so einfach: Wahre Schönheit kommt von innen, von unserem Selbstbewusstsein und der richtigen Einstellung. Was wir dazu benötigen, ist ein gesundes Körperbewusstsein, Ausstrahlung und Lebensfreude. Seien wir ehrlich, das ist viel leichter gesagt, als umgesetzt. Es dauert lange, bis der Kopf versteht, dass man selbst schön ist, trotz kleiner Makel. Ich werde diesen Monat 29 und kann jetzt sagen, dass ich mich schön fühle. Jetzt. Und damals beim Shooting. Mit meinen Kriegermalen. Und auch morgen. Wenn ich daran denke, wie ich zu mir und meinem Körper stand, als ich noch viel jünger war, bin ich froh, dass es solche Kampagnen gibt. Kampagnen mit echten Frauen, mit Malen, mit nicht ganz perfekten Frauen, mit alten und jungen Frauen, mit kleinen und großen, schlanken und nicht so schlanken Frauen. Denn es ist wichtig, dass wir mit uns selbst im Reinen sind, damit wir unseren Kindern zeigen können, was echt ist, dass auch sie schön sind und vor allem auch, dass wir uns selbst schön fühlen. Sagt ja zu eurer Schönheit!

anna frost emma babyfrost

Here is to strong women! May we know them. May we be them. May we raise them.

 

Mit dem Hashtag #ichsagja könnt ihr eure Fotos auf Facebook, Twitter und Instagram taggen und werdet so ebenfalls ein Teil der großen Kampagne auf www.dove.de/ichsagja

 

In Kooperation mit Dove

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1 Comment

  • Reply
    Vivi
    20. August 2015 at 10:08

    Ich habe die „Fashionpuppe“ lange verfolgt und war überrascht einen Schlusspost zu finden. Natürlich war ich dann auch neugierig, wie die neue Seite aussieht, um welche Themen sie sich dreht. Hängengeblieben bin ich an diesem Beitrag, der mir wirklich sehr sehr gut gefällt. Ich mag deine Einstellung und ich finde es gut, dass du als gutes Beispiel vorangehst. Ich wünsche dir weiterhin viel Spaß und Erfolg beim bloggen und Glück und Freude mit deiner Familie.. Liebste Grüße :)

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