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Pille

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Kurz nach meinem 14. Geburtstag saß ich mit meiner Mutter beim Frauenarzt. Es war ihr Arzt, sie nahm mich zu meinem ersten Termin mit und irgendwie war es mir unangenehm, dass ein Mann gleich meine Ladyparts anfassen würde. Tatsächlich hatte ich keine großartige Vorstellung was da nun gleich passieren würde, konnte meine Fragen auch nicht wirklich formulieren und so sagte mir meine Mutter nur, ich solle mich doch vorher bitte frisch machen und einen sauberen Schlüpper anziehen. Ich bekam an diesem ersten Tag beim Frauenarzt die Pille verschrieben, was auch der Grund des Besuches war. Eine recht starke Pille, wie ich erst Jahre später selbst recherchiert habe und für so ein junges Mädchen, wie ich es damals war, nicht wirklich geeignet. Mit der Pille zu verhüten war beinahe eine Selbstverständlichkeit. Jede meiner Freundinnen hatte die Pille oder würde sie nehmen, wenn es denn soweit ist. Alternative wäre die Spirale oder das Kondom… Aber die Spirale in ein junges Mädchen einsetzen? Nein.
Auf meine Anmerkung beim nächsten Kontrolltermin, dass ich unglaublich starke Schmerzen während meiner Tage habe, entgegnete der Doc nur, dass das eben so sei. Generell sagte mir jeder, dass man eben Schmerzen haben kann, wenn man seine Periode bekommt.
Tatsächlich waren die Schmerzen erst so stark, seit ich die Pille nahm. Offenbar steckte mein Körper die simulierte Blutung nicht ohne Nebenwirkungen weg.
In den nächsten 6 Jahren wechselte drei Mal der Doc in der Praxis, zwischendurch behandelte mich eine weibliche Ärztin, die mir ebenfalls sagte, ich solle mich wegen der bisschen Regelschmerzen „nicht so anstellen„. Sie wüsste ja, was das für Schmerzen sind. Die könne man ertragen. Ahja. Erst der letzte, jüngere Doc merkte an, dass ich eine schwächere Pille bräuchte, damit die Schmerzen nicht so stark sind. Ich war ihm überaus dankbar.

Ich zog von zuhause aus, in eine andere Stadt und wechselte somit den Frauenarzt. Ich recherchierte viel in Sachen Verhütungsmethoden und stieß irgendwann bei zwei Glas Wein und ewiger Recherche auf das Verhütungsstäbchen. Bis zu 3 Jahre soll das (damals) um die 280€ teure wenige Zentimeter große Stäbchen, welches in die Innenseite des Oberarms eingesetzt wird, verhüten. Klang für mich damals ziemlich verlockend, war es alles in allem ein bisschen günstiger als meine völlig überteuerte Pille inklusive der Rezeptgebühr und Praxisgebühr (ein Relikt aus den Nullerjahren :D ). Zumal der häufige Weg zum Doc allein wegen eines neuen Rezeptes wegfiel und ein Anwendungsfehler ausgeschlossen ist. Es gab noch nicht so viele Erfahrungsberichte im Internet zum Stäbchen, da es relativ neu am Markt war. Dennoch klang es spannend für mich. Die Periode setzt ganz aus und erst mit langsamem Abschwächen der Wirkung setzt sie wieder ein. Totale Erleichterung für mich und ein völlig neues Gefühl, keine Blutungen mehr zu haben – gleichzeitig hatte ich aber auch eine leichte Unruhe, denn war doch immer das Einsetzen der Blutung ein Zeichen dafür nicht schwanger zu sein. Ich kaufte in den drei Jahren regelmäßig Schwangerschaftstest, um sicher zu sein. Ein Baby passte mir einfach gar nicht in den Kram, war zu jung, in keiner festen Beziehung, stand irgendwo aber nicht mitten im Leben… Weiterer Nachteil des Stäbchens gegen Ende bei mir: Ich bekam hin und wieder verrückte Unterlagerungen, richtig derbe Pickelbeulen, an denen ich wochenlang meine Freude hatte.
Mit dem nahenden Ablauf der drei Jahre mit dem Verhütungsstäbchen musste ich mich entscheiden: Erneut ein Stäbchen einsetzen? Andere hormonelle Verhütung? Wenn ja, welche? Oder was bietet der Markt denn eigentlich an Alternativen?
Ich recherchierte viel und lange im Internet, suchte nach Optionen und schlug mir die Nächte um die Ohren. Auch war ich zu dem Zeitpunkt mit Jakob bereits in einer festen und ernsthaften Beziehung, wir zogen gerade nach Hamburg und ich sprach mit ihm darüber, dass ich die Verhütung umstellen will. Er stärkte mir den Rücken, stand hinter jeder meiner Entscheidungen und zum ersten Mal hatte ich das Gefühl, selbst über meinen Körper bestimmen zu dürfen. Verrückt.

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Ich war Ende 25 und beschloss, der hormonellen Verhütung den Rücken zu kehren. NFP war der Plan, den Körper von allen zugefügten Hormonen „entgiften“, einen natürlichen Zyklus zu haben und jeder Zeit entscheiden zu können, wann es Zeit für die Familienplanung ist.
Ich probierte mich durch allerlei Methoden und testete beinahe alles aus – Basalttemperaturmessung, Billings-Methode (Zervixschleim Kontrolle), Symptothermale Methode (Kombination aus Basalttemperatur und Zervixschleim Kontrolle) und so weiter und so weiter. Für die Messung der Basalttemperatur reicht ein simples Thermometer mit zwei Nachkommastellen und Tabellen zum Eintragen kriegt man überall im Internet. Ihr braucht übrigens zwei Stellen nach dem Komma, weil die Basaltemperatur nach dem Eisprung um 0,2 bis 0,5 Grad steigt. Schlussendlich bin ich bei einem Verhütungscomputer gelandet, der den Hormonspiegel im Urin misst. Für mich passte es so am besten und ich fühlte mich durch den kleinen Computer sicherer, als durchs händische Eintragen meiner Messungen in Tabellen oder einer App.
Es dauerte etwa 8 Monate, bis sich mein Zyklus normalisiert und eingependelt hatte, ich ihn genau vorhersehen konnte und ich fühlte mich großartig. Ich hatte nicht mehr so wahnsinnige Schmerzen während meiner Tage und tatsächlich trat das ein, was viele Frauen im Internet beschrieben haben: Sie spüren ihren Eisprung und können genau sagen, ob der linke oder der rechte Eierstock das Ei losgeschickt hat. Ich spürte das erste Mal meinen Körper, was in ihm vorging und war fasziniert. Generell war ich glücklicher, fühlte mich „freier“. Ich hatte das Gefühl, mein Kopf klarte auf, die Migräneanfälle wurden weniger und auch hatte ich weniger depressive Verstimmungen. Ich war generell viel besser drauf. Ich fühlte mich super und die Stimmungsschwankungen, die ich vorher einfach hingenommen habe, ließen nach. Sie mit der Pilleneinnahme in Verbindung zu bringen, kam mir lange nicht in den Sinn. Ich fühlte mich mehr „bei mir angekommen„, spürte, was mein Körper mir zu sagen hatte und was er braucht. Ja, es fühlte sich wie eine Art Befreiungsschlag an, als ich die Pille absetzte und mein Zyklus sich endlich eingependelt hatte. Endlich verstehen, was in meinem Körper vorgeht, endlich verstehen, warum ich an manchen Tagen vielleicht nicht gut drauf bin oder es hier und da zieht. Anhand der Zykluskurve weiss ich ganz genau, was in meinem Körper für wahnsinnig komplexe Dinge vor sich gehen.

3 Jahre später wurde ich geplant schwanger, es ging schneller als gedacht, nämlich direkt im ersten sogenannten „Kinderwunsch-Zyklus“ und fragt mich nicht, was mich tatsächlich geritten hat, aber nachdem das Tochterkind auf der Welt war und ich nach 7 Monaten abstillte, sprach ich mit meinem Frauenarzt und ich lies mir vorerst wieder die Pille verschreiben. Übergangsweise. Er verschrieb mir eine Pille, die zusätzlich noch schöne Haut machte. Verlockend! Ich hatte das erste Mal in meinem Leben wahnsinnig tolle Haut, ohne Pickel und großartige Unreinheiten. Es war auch zu einfach… Viel zu einfach. Darf man eigentlich gar nicht sagen, aber das war das Argument, mit dem mich mein Doc gecatched hat – pickelfreie Haut. Heutzutage wird jeder Pille ja dies oder das beigemischt; sie macht schlank, sie macht schöne Haut, sie macht einen prallen Busen… heute ist es nicht mehr nur eine Verhütungsmethode, sondern ein Designermedikament, ein Lifestyleprodukt. Ich wollte nach der nicht ganz so schönen Schwangerschaft noch nicht wieder umgehend erneut schwanger werden und lies mich bequatschen. Ich wurde ob der schönen Versprechen rückfällig, obwohl ich es doch eigentlich besser wusste.

Vor einiger Zeit setzte ich erneut die Pille ab. Mein Körper spielte zuletzt ziemlich verrückt, denkt sich immer neue Unverträglichkeiten aus und mein Kopf explodierte in immer kürzeren Abständen. Das Gewitter im Kopf und im Bauch ist teilweise unerträglich, knocked mich aus und setzt die Lebensqualität an manchen Tagen arg herab. Die depressiven Verstimmungen nahmen zu und ich fühlte mich zunehmend unglücklicher mit der Pille. Ich fühlte mich in meiner eigenen haut nicht mehr wohl und zog rechtzeitig die Reißleine, denn ich erinnerte mich an die Person, die ich damals war…
Ein hormonelles Wirrwarr im Körper muss zusätzlich nicht auch noch sein, also raus mit allem, was da nicht hingehört. Wenn man bedenkt, was die Pille mit dem Körper macht, wundert es mich tatsächlich arg, dass viele Docs teilweise scheinbar unachtsam die Pille verschreiben und nicht ausreichend aufklären oder eine richtige Anamnese machen. Und auch, dass wir Frauen die Pille teilweise ebenso unachtsam schlucken und die eventuellen Risiken in Kauf nehmen, ist einfach nur dumm. Und unverantwortlich. Dass ich mit der Pille bei Migräne mein Schlaganfallrisiko erheblich steigere, hätte mich viel früher wachrütteln sollen. Klaro, steht alles auf dem Beipackzettel. Aber Hand aufs Herz: Den liest doch keiner wirklich. Die einzige Frage, die ich damals mit 14 gestellt bekam war:“Rauchen sie denn? Wenn ja, dann darf ich ihnen die Pille nicht verschreiben.“. Meine beste Freundin in der Schule hat stark geraucht, sie log ihren Gynäkologen an und hatte dieselbe Pille wie ich. Nein, ich rauche nicht. Aber ich habe Migräne. Und in meiner Familie gibt es tatsächlich auch ein den einen oder anderen Thrombosefall. Ich hätte die Pille eigentlich niemals nehmen dürfen…

Was wir doch gerne vergessen: Die Pille ist ein Medikament, kein Lifestyleprodukt. Wer schöne Haut möchte, sollte zum Hautarzt gehen. Wer einen größeren Busen will, kann es beim Beautydoc probieren oder lernen, sich in seiner Haut wohlzufühlen. Die Risiken sind enorm, auch wenn sie schleichend kommen, vielleicht auch lange auf sich warten lassen oder vielleicht auch niemals an die Oberfläche kommen und sich nur sporadisch bemerkbar machen.

Ich war damals die Erste in meinem Freundeskreis, die eine andere Verhütungsmethode wählte. Eine Freundin von mir verhütet mit der Kupferspirale und war damit lange Zeit der bunte Hund in der Runde der Pillenanhängerinnen, ich löste sie mit meinen natürlichen Verhütungsmethoden ab. Unsicher sei die Hippiemethode doch und dennoch waren alle neugierig, wollten alles haargenau erklärt bekommen, waren ebenso fasziniert wie ich. Eigentlich kennt man NFP nur als Familienplanung bei Kinderwunsch, um festzustellen, wann die fruchtbaren Tage sind, um gezielt schwanger zu werden. Jedoch kann man den Spieß auch ganz easy umdrehen und so feststellen, wann die unfruchtbaren Tage sind, um an den fruchtbaren Tagen zusätzlich (zB. mit Kondomen) zu verhüten. Firmen haben darauf reagiert.

Mehrere Jahre, nachdem ich das erste Mal die hormonelle Verhütung abgesetzt habe, gibt es diverse andere hormonfreie Alternativen zu Pille, Spirale und Co.; mittlerweile gibt es Minicomputer für die Basalttemperaturmessung, Armbänder die rund um die Uhr getragen werden sollen und so aufgrund der Körpertemperatur die fruchtbaren Tage ermitteln, diverse Apps und so weiter und so weiter. Dass sich innerhalb von 6 Jahren das Angebot so wahnsinnig vergrößert hat, freut mich immens, denn so kann jede Frau, die sich gegen eine hormonelle Verhütung entscheidet, genau das aussuchen, was zu ihrem Lifestyle passt und ihren Bedürfnissen entspricht. Nahezu jedes System zur Verhütung lässt sich genauso umdrehen, um dann auch schwanger zu werden.

What a time to be alive! 

Mein Computer misst den Hormonspiegel im Urin und ermittelt so fruchtbare und unfruchtbare Tage. Eine Kombination aus aus der Analyse des Zervixschleims und der Basalttemperatur – die symptothermale Methode – kann richtig angewendet, zB. in zusätzlicher Kombination mit einer App eine Sicherheit von bis zu 99,7% bieten. Was man als langjährige Pillenverwenderin vielleicht nicht (mehr) weiß: Es gibt nur etwa 6 fruchtbare Tage pro Zyklus. Auch wenn die Eizelle nur zwischen 12 und 18 Stunden befruchtungsfähig ist, werden ein paar Tage vorher und nachher dazugerechnet, da Spermien relativ lange im Körper überleben können. Ergo: Es müsste (bei korrekter Anwendung) nur an ungefähr 6 Tagen pro Zyklus verhütet werden. Da der Zeitpunkt des individuellen Eisprungs aber jeden Monat variieren kann und man nicht hundertprozentig weißt, wann dieser genau im aktuellen Zyklus stattfindet, geht man auf Nummer Sicher und erweitert den Zeitraum der fruchtbaren Tage.
Mittlerweile gibt es richtig gute Apps (zB. Clue) oder das Wearable Ava mit App. Ava ist das erste Sensor-Armband, das den weiblichen Zyklus in Echtzeit analysiert, visualisiert und die Ergebnisse auswertet. Ein anderes extrem spannendes Wearable (eigentlich eher Biosensor) ist Trackle (noch nicht am Markt, jedoch kann man sich in eine Warteliste eintragen): es wird über Nacht vaginal getragen und misst die Körperkerntemperatur kontinuierlich und hilft so, die fruchtbaren Tage zu bestimmen. Mit einem Pearl-Index von 0,4 ist es so sicher, wie die Pille, wenn sie ohne Anwendungsfehler eingenommen wird. Ein ähnliches System ist der Ovularing, der ebenfalls mit der Körperkerntemperatur arbeitet. Wem die Messung mit einem herkömmlichen Thermometer zu heikel oder kompliziert ist, der kann auch auf Technik umsteigen: der Verhütungscomputer oder auch den Daysy. Eine Kombination aus mehreren Methoden zusammen erhöht nicht nur die Sicherheit, sondern gibt auch noch mehr Aufschluss über den eigenen Zyklus; und der ist einfach nur verdammt faszinierend! Natürlich ist die Anschaffung manch eines Computers oder technischen Hilfsgerätes zur Verhütung etwas pricey, aber oft ist es eine einmalige Investition, die für Jahre hält. Ein Thermometer für die symptothermale Methode kostet nur ein paar Euro, erfordert jedoch ein wenig mehr Disziplin. Es auszuprobieren kann jedoch nicht schaden!  

Egal, wie ihr euch entscheidet, symptothermale Methode, mit Wearables, Biosensoren oder mit einem technischen Gerät oder einem Computer der den Hormonspiegel im Urin misst – je gewissenhafter ihr die gewählte Methode anwendet, umso sicherer ist sie auch. Jede Methode hat Vor- und mindestens auch einen Nachteil. Zum Beispiel muss die Temperaturmessung immer im selben Zeitraum stattfinden und sowohl Krankheit, als auch der Konsum von Alkohol kann die Werte verfälschen.
Krankheit, Durchfall, Erbrechen oder auch das simple Vergessen oder sogar das zu späte Einnehmen der Pille kann ihre Wirksamkeit aber ebenso beeinflussen und sie ist nicht mehr so sicher, wie gedacht.
Bei den meisten Pillenpräparaten nimmt die Frau an 21 Tagen jeweils eine Pille, dann folgt eine Einnahmepause von sieben Tagen. In der Pillenpause erfolgt die sogenannte Abbruchblutung, eine künstlich herbeigerufene Blutung. Der monatliche Eisprung wird während der Pilleneinnahme unterdrückt, der Schleimpfropf im Gebärmutterhals bleibt verdickt, sodass keine Samenzellen in die Gebärmutter eindringen können und der Aufbau der Gebärmutterschleimhaut wird verhindert, sodass sich kein befruchtetes Ei einnisten kann.
Ansich eine nette Idee, allerdings kann der Körper so total aus dem Gleichgewicht geworfen werden, was sich gerne mal anhand der Psyche feststellen lässt. Neben eventuellen Zwischenblutungen, Übelkeit und Schwindel, auch Spannungsgefühle in der Brust, Bauchschmerzen oder Kopfschmerzen sowie Veränderungen der Libido sind nur ein kleiner Part der möglichen Nebenwirkungen. Wassereinlagerungen, ein erhöhtes Thrombose-, Schlaganfall-, Brust- und Gebärmutterhalskrebsrisiko sind da doch eher die unangenehmeren möglichen Nebenwirkungen. Depressive Verstimmungen sind Nebenwirkungen, die sich leise anschleichen und erst auffallen, wenn sie schon viel zu lange da sind…

Mittlerweile bin ich mehrere Wochen hormonfrei und fühle mich toll. Natürlich hat das „Entgiften“ von der Pille den einen oder anderen Nebeneffekt und wenn ihr Interesse habt, erzähle ich in einem nächsten Beitrag davon und wie ihr euch darauf vorbereiten könnt. Denn mittlerweile habe ich das ja schon zum zweiten Mal gemacht ;)

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96 Comments

  • Reply
    Christina
    27. Februar 2017 at 10:28

    Hey Anna!
    Verrückt, dass du über nfp einen Artikel schreibst, da ich mich gerade über diese Methode informiere. Im Moment trage ich noch eine Hormonspirale( erst einen Monat), aber ich fühle mich irgendwie unwohl und möchte doch lieber die Verhütung ohne Hormone ausprobieren. Es stimmt, dass Frauenärzte gern die Pille oder andere Hormonbasierte Verhütungsmittel anpreisen. Und wenn man gerade irgendwie keinen Kopf für die ganze Sache hat und dann geködert wird mit „du musst an nichts denken“ “ eventuell bleibt sogar die Blutung ganz aus“ usw. sagt man leider schnell ( manchmal zu schnell) einfach ja und Zack sitzt eine Spirale in dir.

    Mich würde ein weiterer Beitrag daher sehr interessieren und auch ob du einen Computer empfehlen kannst?

    Liebe Grüße
    Christina

  • Reply
    Lea
    27. Februar 2017 at 10:34

    Einfach so wahr, was du schreibst. Ich nehme die Pille nun 2.5 Jahre nicht mehr und habe sie nach meiner damaligen Beziehung abgesetzt, weil ich dachte, es sei vorerst eben nicht mehr nötig. Ich würde die Pille niemals wieder nehmen! Meine Lebensqualität hat sich unermesslich gesteigert und im Nachhinein bin ich bis heute geschockt, dass ich sechs Jahre lang einen grauen Schleier in Kauf genommen habe.
    Sehr guter Beitrag, aber schreib gerne auch was zurZeit nach dem Absetzen, den Fakt ist bei mir zB, dass meine Haut gesponnen hat, ich fettige Haare hatte etc. Es hat sich alles eingependelt, aber es sollte bewusst gemacht werden, dass man da durch halten muss :)

  • Reply
    Luisa
    27. Februar 2017 at 10:34

    Toller und vor allem wichtiger Beitrag! Die Pille wird total unterschätzt und von den meisten achtlos eingeworfen. Endlich schöne Haut, die Periode weniger stark usw alles tolle Nebeneffekte, die angepriesen werden während die negativen Nebenwirkungen unter den Tisch fallen.
    Ich bin seit einem Jahr „hormonfrei“ nachdem ich zuerst mit der Pille und dann Hormonspirale verhütet hab. Die Hormone können extrem schaden und das ist den meisten leider nicht bewusst und man wird nur schief angeschaut wenn man sagt dass man anderweitig verhütet.
    Mir geht es in jeder Hinsicht viel besser seit ich die Hormone los bin und ich finde jede Frau sollte sich fragen ob die Hormone wirklich notwendig sind. Vielleicht hilft einigen ja dein Beitrag! :)

  • Reply
    Stefanie
    27. Februar 2017 at 10:38

    Super Artikel! Mehr kann man nicht dazu sagen. Ich bin im Moment noch am Stillen und überlege auch was „danach“ kommt. Ich bin auch immer mehr der Meinung auf natürliche Verhütung umzustellen. Mein Mann unterstützt mich Gott sei dank bei der Sache. Manchmal steht und fällt das Ganze mit dem Partner. Also Mädels, Finger weg von Typen die einen drängen mit Pille zu verhüten oder sich komplett aus der Verantwortung ziehen.
    LG
    Stefanie

  • Reply
    Nicole
    27. Februar 2017 at 10:44

    Hey Anna,

    ein ganz toller Beitrag! Und gerade so passend, weil ich selbst vor ganz kurzem erst beschlossen habe, die Pille abzusetzen 😊. Ich bin auch Mitte 20, in einer ernsten Beziehung und habe mir vor einer Weile gedacht 1. ich will „frei“ sein und nicht mehr jeden Tag an etwas denken müssen und 2. habe ich die Pille jetzt fast 10 Jahre genommen, also ca. seitdem ich 16 bin und würde meinen Körper jetzt gerne mal erleben, wie er wirklich tickt. Damals war für meine aknegeplagtes Teenie-Ich auch das unschlagbare Argument bessere Haut zu haben. Ich bin gespannt und mir graut auch etwas davor, was mein Körper jetzt so mit meiner Haut macht 😄! Daher würde mich auf jeden Fall ein Teil 2 über die erlebten Nebenwirkungen interessieren. Auch wenn total individuell ist 😉. Liebe Grüße, Nicole

  • Reply
    Yvonne
    27. Februar 2017 at 10:45

    Super interessanter Beitrag Anna 👍🏼Ich hab die Pille mal mit 17 für vielleicht ein halbes Jahr oder so genommen, hab dadurch 10 Kilo zugelegt und kaum wieder runter bekommen auch danach nicht. Ich wollte die Pille nie wieder nehmen. Leider leide ich immer mehr unter staken Regelschmerzen, muss am 1 und 2 Tag der Periode fast bis zu 1200mg Ibu nehmen und es ist trotzdem noch nicht ganz gut sondern gerade so, dass ich mich irgendwie durch den Alltag kämpfen kann. Eigentlich habe ich eine sehr gute Frauenärztin, diese rät mir auch aber immer nur dazu, dass ich die Pille nehmen sollte um die Schmerzen los zu werden. Ich finde das eine Frechheit ehrlich gesagt, ich werde dieses Jahr 30 und außerdem steht auch irgendwann in nächster Zeit die kinderplanung an. Ich verstehe nicht wie sie da auf die Idee kommt mir immer noch die pille unterjubeln zu wollen.
    Ich werde mich nun mal mit deinen Methoden intensiver auseinander setzen und hoffe, dass ich nach der ersten Schwangerschaft vllt nicht mehr so starke Schmerzen haben werde 🙏🏻

    Liebe Grüße
    Yvonne ♥️

    • Reply
      Anna Frost
      27. Februar 2017 at 10:52

      uff…das ist hart! das tut mir sehr leid :( Schmerzen sind nie geil und 1200mg Ibu ist schon eine Ansage :(
      Ich habe letztes Jahr auf Kickstarter Livia gebacked –> http://mylivia.com/ das ist ein kleines Gerät, welches bei Menstruationsschmerzen helfen soll. Ich glaube, die werden gerade so langsam ausgerollt. Ich bin gespannt ob es helfen wird…

      • Reply
        Yvonne
        27. Februar 2017 at 11:50

        Das werde ich mir direkt mal genauer ansehen, Danke 👍🏼

        • Reply
          Isabel
          27. Februar 2017 at 20:10

          Liebe Yvonne,
          Nach der Geburt meiner Tochter habe ich auch hormonfrei verhütet, was starke Schmerzen während der Regel zur Folge hatte. Habe dann von Tampons auf ne Menstruationstasse umgestellt, von da an hatte ich gar keine Schmerzen mehr.
          Vielleicht ist das ja auch bei dir so?
          LG:)

        • Reply
          Jitka
          28. Februar 2017 at 14:35

          Ganz so heftige Schmerzen hatte ich zum Glück nicht, aber mur hat Frauenmantel-Tee geholfen… Manche nehmen auch Mönchspfeffer. Ist alles natürlich, aber ob es gegen Ibuprofen ankommt, weiß ich nicht ;) hilft auch erst, wenn man es einige Zeit nimmt…

  • Reply
    anett
    27. Februar 2017 at 10:56

    Ich habe bisher wenig kommentiert… aber heut muss das sein. Die Pille nicht mehr zu nehmen, war ein schleichender Prozess. Immer mal wieder habe ich darüber nachgedacht und spätestens letztes Jahr mit den Meldungen über das Risiko der Pille habe ich sie auch abgesetzt. Die Zeit danach war anstregend. Diese Hormonumstellung war anstrengender als ich es in Erinnerung hatte, aber wie du schon gesagt hast. Mit 14 oder war es vllt schon 15 ging ich mit meiner Mutter zum FA und mir wurde die Pille verschrieben. Gott sei dank hatte ich nie starke Regelschmerzen die es zu unterdrücken galt, aber meine Haut sollte besser werden. Wurde sie auch. Aber ich kann sagen, mit dem Absetzen der Pille, fuhr meine Haut und mein Körper nochmal Achterbahn. Aber mit einem guten Hautarzt und Geduld hatte ich alles wieder im Griff – bis ich schwanger wurde. (aber da darf man Achterbahnfahren – jeden Tag ;) )

  • Reply
    Steffi
    27. Februar 2017 at 10:58

    Hey Anna
    Ich hab mich letztes Jahr auch gegen die Pille entschieden, nach 10 Jahren. Ich hab mich mehr mit dem Thema auseinandergesetzt und mich mit meinem Partner für die „normale“ Alternative entschieden. Und ja ich habe den Beipackzettel durchgelesen und ich konnte einige Nebenwirkungen an mir wieder erkennen, leider.
    Was eine kleine Pille doch alles so anstellen kann… Ich finde es super das du darüber berichtest wie deine Erfahrungen waren bzw wie du aktuell verhütest.
    Gerne mehr :)
    Viele Liebe Grüße nach Hamburg
    Steffi

  • Reply
    Hanna
    27. Februar 2017 at 10:58

    Liebe Anna,

    vielen Dank für den super recherchierten Beitrag! Ich habe vor mittlerweile fast einem dreiviertel Jahr die Pille abgesetzt (nach etwa 9-10 Jahren) und mich noch nicht für eine neue Verhütungsmethode entschieden. Durch dich bin ich auf trackle gestoßen (lustigerweise sitzen die direkt bei mir um die Ecke) und habe mich für den Newsletter angemeldet. Das könnte definitiv eine Methode für mich darstellen! Vielen Dank dafür :) Ich hoffe dass man das Teil bald bestellen kann.

    Liebe Grüße, Hanna

  • Reply
    Monika
    27. Februar 2017 at 11:01

    Ich habe die Pille 2013 endgültig abgesetzt, und fühle mich besser und wie du beschreibst, freier. Auch wenn ich unter starker Endometriose leide und die Pille aktuell in der Medizin als das Medikament gilt, um die Krankheit zu unterdrücken, so habe ich mich dennoch gegen die Einnahme der Pille entschieden – auch nach der Geburt. Mit den Schmerzen muss ich leben, aber damit lebe ich besser als mit der Pille, mit der es mir immer schlechter ging. Ich habe seit der Absetzung auch mit sehr unreiner Haut zu kämpfen, aber mittlerweile rausgefunden, wie ich das mit richtiger Ernährung und Pflege besser in den Griff kriege. Meine Migräneattacken sind so gut wie weg, und unter Kopfschmerzen leide ich seit der Absetzung fast gar nicht mehr.
    Wenn ich so zurückblicke, wie arglos Ärzte die Pille an 14-jährige, junge Mädchen ohne Aufklärung verschreiben, gerade jetzt, wo die Pillen dritter Generation fast schon lebensbedrohlich sind, auch für junge Frauen, bin ich froh, meinen eigenen, wenn auch oft belächelten, hormonfreien Weg, gegangen zu sein.

  • Reply
    Claudia
    27. Februar 2017 at 11:07

    Liebe Anna,
    toller und soooo wichtiger Artikel.
    Ich habe meine Pille zum Glück vor etwa neun Jahren abgesetzt und lange Zeit NFP (die symptothermale Methode) verwendet. Leider empfand ich sie irgenwann, als zu unflexibel… Daher bin ich vor fünf Jahren zur Gynefix, einer Kupferkette, gewechselt, da ich auf keinen Fall mehr hormonell verhüten wollte.
    Denn was die Hormone unserem Körper antun, darüber wird viel zu wenig aufgeklärt!!
    Liebe Grüße
    Claudia

  • Reply
    Dany
    27. Februar 2017 at 11:09

    Hi Anna,
    ein wirklich toller Beitrag! Ich finde es klasse, dass du auch über solche Themen offen und ehrlich deine Meinung und deine Erfahrungen mit uns teilst! Passt ja auch wieder perfekt zu dem „neuen“ (naja inzwischen ja nicht mehr ganz so neu) Namen des Blogs :) Würde mich auch sehr über einen weiteren Teil zum Thema „Entgiften / Umstellung“ freuen. Habe vor einem Jahr auch die Pille abgesetzt, weil ich an den Pillenfreien-Tagen so krasse Kopfschmerzen hatte…meine Frauenärztin hat bei jedem Termin gesagt, dass es da keinen Zusammenhang geben würde…habe sie dann ohne weitere Rücksprache abgesetzt und seit dem nicht einmal wieder so starke Kopfschmerzen gehabt ;) Bin also auch absolut Team „hormonfrei“ :D
    Liebste Grüße Dany

  • Reply
    Amelie
    27. Februar 2017 at 11:09

    Liebe Anna,
    eigentlich kommentiere ich nie Blogartikel, aber bei diesem…. Vielen Dank für den tollen Artikel zu einem eher wenig diskutierten Thema. Ich verhüte seit einem halben Jahr mit der Daysy und kann alles bestätigen, was du über Pille, Absetzen und das Körpergefühl schreibst. Informiert habe ich mich damals bei http://www.wearetheladies.de und kann die Seite echt empfehlen.
    Viele Grüße
    Amelie

    • Reply
      Anna Frost
      27. Februar 2017 at 11:13

      den Blog kenne ich, sie hat auch sehr gute Testbeiträge zu diversen Methoden und technischen Geräten. sehr informativ!

  • Reply
    Geraldine
    27. Februar 2017 at 11:12

    Sehr interessant liebe Anna! ich würde gerne mehr darüber hören :)

  • Reply
    Sarah
    27. Februar 2017 at 11:12

    Liebe Anna,

    danke für den tollen Beitrag. Ich überlege schon lange die Pille abzusetzen aber konnte mich aus bequemlichkeit bisher nicht dazu aufraffen. Da mein Freund und ich jetzt aber schon eine Weile zusammen sind und wir überlegen nächstes Jahr ein Kind zu bekommen ist das Thema für mich aktueller und wichtiger denn je. Werde mich heute Abend mit dem Thema beschäftigen und dann mal herausfinden was für mich die beste Methode wäre. Auf jeden Fall vielen Dank, dass du den Stein ins Rollen gebracht hast! Würde mich über weitere Artikel zu dem Thema sehr freuen!!

    Liebe Grüße
    Sarah

  • Reply
    Kezia
    27. Februar 2017 at 11:27

    Hey Anna
    erstmal ein super großes Dankeschön für den Beitrag. Ich nehme die Pille seit ca 3 Jahren und habe schon manches Mal mit Schwindelanfällen und Kreislaufproblemen zu kämpfen gehabt. Ich bin jetzt fast 20 und habe ehrlich gesagt keine Ahnung was ich am besten als Alternative nemen sollte.
    Aber ich habe in einem Monat einen FA Terimen und ich hoffe die Ärztin kann mir, so wie du, Altervativen zur Pille aufzeigen.
    LG aus Dresden

  • Reply
    Angi
    27. Februar 2017 at 11:34

    Ach was ein guter Beitrag und ich bin froh, dass mal jemand darüber schreibt!

    Ich hab sie mit 16 das erste Mal verschrieben bekommen (Piller der 3. Generation). Da hat keiner groß interessiert, dass ich an Migräne leide. Ich hab es extra erwähnt. Ich hatte so meine Problemchen damit und bekam eine andere zum testen. Diese habe ich fast 10 Jahre genommen und vor 2 Jahren beschlossen, dass sie nicht gut für mich ist. Ich hab nämlich dann doch mal den Beipackzettel gelesen und alle angemalt, was so ein an Nebenwirkungen bei mir zutrifft und was Gründe sind, dass ich sie nicht nehmen soll. Es war gefühlt die Hälfte des Zettels gelb :D Meine Ärztin in der Heimat hörte auf und es kam eine Jüngere, ich ging zu einer anderen FA, da ich in einer anderen Stadt wohnte, sie wollte mich regelrecht überreden, dass ich wieder mit der Pille anfange. Die neue Ärztin in der Heimat fragte mich nur, warum ich sie eigentlich nicht nehme, ich nannte ihr die Gründe (Migräne und dass ich mich oft depressiv fühlte) sie sagte, ok, das kann ich gut verstehen und es gibt ja auch genug andere Verhütungsmöglichkeiten, das Thema war durch. Seitdem weiß ich, dass diese Ärztin genau die richtige für mich ist. Ich wohne jetzt wieder dort und werde sie niemals wechseln, da sie mir sogar geraten hat, mit Migräne auf keinen Fall wieder damit anzufangen.

    Ich kann Eltern von jungen Mädchen nicht verstehen, wie sie so mit der Gesundheit ihres Kindes spielen. Ich glaube, Mädchen zwischen 12 und 16 können noch nicht einschätzen, was diese kleinen Dinger so anrichten können. Ich gehe sogar soweit und behaupte, auch viele Frauen über 20 haben keine Ahnung, was sie zu sich nehmen.
    Andere sagen, ach was, das ist so klein und der Arzt verschreibt es, dann kann es ja gar nicht so schlimm sein.

    Jeder ist für sich selbst verantwortlich, aber ich würde mir wünschen, dass Ärzte vorher genau erklären, was die Pille anrichten kann, zumal ja fast immer die dritte Generation verschrieben wurde, genau wegen der tollen Nebeneffekte (schöne Haut, keine Pickel usw.). Leider zählt oft das Geld mehr als die Gesundheit der Menschen.

    Lieben Gruß und weiter so :)
    Angi

  • Reply
    Cindy
    27. Februar 2017 at 11:35

    Von diesen Artikel kann es wirklich gar nicht genug geben. Es ist so traurig wie viele immer noch nicht wissen, wie gefährlich die Pille schnell werden kann.. Ich saß genau wie du mit 14 beim Frauenarzt und bekam ohne große Hinterfragen die Pille verschrieben, nahm sie dann fast 5 Jahre.. Und dann hatte ich eine Lungenembolie und wäre fast gestorben. Ausgelöst durch die Pille und eine Blutgerinnungsstörung, die anscheinend ziemlich viele Leute haben, ohne es zu wissen. Hätte meine FA damals nach der Familienanamnese gefragt, hätte sie mir die Pille auch nie verschreiben dürfen (Danke Oma für deine Gene – nicht!). Ich hoffe dass sich immer mehr Frauen und Mädels mit dem Thema beschäftigen.. :|

  • Reply
    Am
    27. Februar 2017 at 11:44

    Liebe Anna,
    Ich denke schon lange darüber nach, die Pille abzusetzen. Ich würde auch gerne natürlich verhüten, da ich merke, dass mir die Pille gar nicht gut bekommt. Ich nehme sie schon seitdem ich 16 bin, also ganze 6 Jahre und will endlich wissen, wie sich mein Körper im „Normalzustand“ anfühlt. Kannst du einen Zykluscomputrer empfehlen? Ich habe mir mal den von Clearblue angeschaut, aber die meisten die ich mir angesehen habe, hatten nicht so gute Rezensionen…

  • Reply
    Deborah
    27. Februar 2017 at 11:50

    Sehr guter und wichtiger Beitrag; Vielen Dank! Habe die Pille aufgrund des Kinderwunsches abgesetzt und fühlte mich in den paar Monaten ohne wieder wie ein normaler Mensch. Meine jahrenlangen Bauchschmerzen, welche von allen Ärzten als „Probleme im Kopf“ diagnostiziert wurden, waren weg :-) Nun kommt das kleine Wunschmädchen in 4 Wochen und danach ist für mich und meinen Mann klar, dass ich keine Hormone mehr nehmen will.

  • Reply
    Natalie
    27. Februar 2017 at 11:53

    Hallo Anna, vielen Dank für diesen schönen, ausführlichen Artikel. Bei mir war es so, das ich die Pille mit 14 verordnet bekommen habe, weil ich eine so schlimme, schmerzhafte Periode hatte, dass ich desöffteren meine Probleme mit dem Kreislauf hatte, wegen dem derben Blutverlust. Einmal war ich darum dann sogar im Krankenhaus. Naja, wenn ich heute so darüber nachdenke, hätte ich das wirklich besser ertragen sollen, denn was danach folgte, war viel schlimmer. 3 Pillen, die ich nicht vertrug, Selbsthass der übelsten Sorte, Depressionen, Migräne, einen Pilz nach dem anderen und die Liebido verabschiedete sich völlig. Naja, aber die Periode war nicht mehr schlimm, das war aber auch das einzig erfreuliche an der Sache. Weil ich letztes Jahr endgültig genug von diesen ganzen Nebenwirkungen hatte, sagte ich also meiner Frauenärztin, dass ich die Pille wegen den Nebenwirkungen gerne absetzen wollte, und auch sonst keine Hormone mehr haben will. Naja, ihre Antwort war erschütternd: „Also die löst keinen Selbsthass aus. Wenn ich blind wäre, würde ich mich bestimmt auch so hassen. Das reichte mir dann endgültig, schließlich gab es auch eine Zeit vor der Pille, und da war von Selbsthass nichts zu spühren. Und die Nebenwirkungen auf meine Sehbehinderung zu schieben, finde ich wirklich armseelig. Naja, nachdem sie mir auch noch unterstellt hatte, ich könne ja aufgrund meiner Blindheit kein Kondom oder ähnliches verwenden, reichte es mir. Ich ging und suchte mir eine andere Ärztin. Jetzt habe ich die Kupferkette und mir geht es richtig gut damit. Für mein Sicherheitsbedürfnis benutze ich noch eine Daysy zusätzlich, weil ein Kind in meiner Situation auf keinen Fall in frage kommt. Jetzt geht es mir richtig gut, auch im bezug auf meine Periode, die mich seit August nie wieder so schlimm gebeutelt hat, wie es früher der Fall war. Sicherlich, sie ist stärker, als mit Pille, aber damit kann ich wunderbar leben.

  • Reply
    Carol
    27. Februar 2017 at 11:58

    Hallo Anna,
    vielen Dank für diesen Beitrag. Ich denke tatsächlich oder erhoffe es mir, dass die Pille für die Mehrheit ausgedient hat.
    Ich habe nach 13! Jahren die Pille letztes Jahr abgesetzt. Ich bin 27 Jahre alt.
    Bei jeder Einnahme habe ich mich nicht gut gefühlt und nach langem Überlegen abgesetzt. Ich bin jetzt 4 Monate ohne Pille und muss sagen, dass es wirklich wie ein grauer Schleier war. Migräne besser, Depressionen und gereizt sein besser und insgesamt ist es ein wunderbares Gefühl den Körper so wahrzunehmen wie er sein sollte – ohne Medikamente.
    Bitte noch weitere Beiträge darüber!

  • Reply
    Tanja
    27. Februar 2017 at 12:02

    Vorweg, ich habe jahrelang eine Pille genommen, die ich überhaupt nicht vertragen habe. Alle zwei Tage Migräne mit Aura und schlimmsten Begleiterscheinungen wie Sprachstörungen, Orientierungslosigkeit und richtigen Zusammenbrüchen. Dann musste ich länger im Krankenhaus liegen und habe die Pille wegen der Thrombosegefahr abgesetzt. War wie ein neues Leben! Irgendwann musste ich mich dann aber auch wieder mit Verhütung befassen und damals schien mir die einzige Lösung die Kupferkette. Sie hat auch vier Jahre lang tadellos funktioniert, hatte zwar regelmäßig Zwischenblutungen und Schmerzen um den Eisprung, aber das nahm ich hin. Problematisch wurde es erst, als ich auf einmal eine richtig heftige Akne entwickelte, und das, obwohl ich noch nie die Erfahrung gemacht hatte. Damit lebte ich aber mehr oder weniger gut, bis durch Zufall riesige Zysten festgestellt wurden. Es folge eine große OP und aufgrund einer gewissen Vorgeschichte legte man mir nahe, in Zukunft lieber auf Bauch-OPs zu verzichten, da schon alles verwachsen war und durch jede OP neue Probleme auftauchen könnten. Die einzige Methode, das Spektakel zu stoppen, war dann leider, wieder die Pille zu nehmen, auch wenn ich mich mit Händen und Füßen gewehrt habe. So ging die Kette dann wieder. Mein Doc ist aber sehr kompetent und einfühlsam und fand eine Pille, mit der ich keine Probleme habe. Kein Wasser, keine Akne, keine Migräne. Ich bin schon neidisch auf natürliche Zyklen, aber für mich läuft es so. Leider! Jeder, der ohne Pille leben kann, kann sich wirklich glücklich schätzen.

  • Reply
    Sabrina
    27. Februar 2017 at 12:08

    Ich bin auch gerade dabei mich zu informieren, weil ich mich schlecht mit der Pille fühle, obwohl ich sie bereits seit 11 Jahren nun nehme.
    Meine Frauenärztin hat mir von der natürlichen Verhütung abgeraten, weil es unsicher wäre. Sie gab mir nur eine offizielle Broschüre mit, wo das ebenfalls drin stand…
    Durch deinen Artikel bin ich jetzt wieder am grübeln.
    Ich traue mir NFL nicht zu. Ich schaffe es problemlos jeden Tag die Pille zwischen 21 und 24 Uhr zu nehmen, aber eine Disziplin für die ganzen Messungen, Apps etc. habe ich glaube ich nicht. :(

    • Reply
      Anna Frost
      27. Februar 2017 at 12:14

      mach dich mal ausgiebig ausschlau, schau dir einiges an und teste auch mal. so ein thermometer kostet wenige euro, vielleicht ist es ja was für dich. alternativ gibt es auch temperatur-computer, die das messen für dich übernehmen – du musst den messfühler nur in den mund nehmen.
      es ist nunmal so, dass frauenärzte nix verdienen, wenn du auf natürliche weise verhütest: kein folgerezept und keine gebühren.
      die technik ist mittlerweile echt weit und es kommen gerade immer neue produkte auf den markt, da findet wirklich jede frau eine option.
      disziplin und sorgfalt ist nur wichtig, damit es funktioniert. aber letztenendes ist das bei der pille auch gefordert. und wer sich in eine neue methode eingelesen hat, der wird schnell zum profi <3

  • Reply
    Melanie
    27. Februar 2017 at 12:28

    Hallo Anna,
    das ist wirklich ein toller Artikel und ich hoffe, dass er dazu beiträgt, dass mehr Frauen ihre Verhütungsmethode überdenken. Ich habe selbst die (für mich) schlimmste aller Nebenwirkungen erfahren müssen – im Jahr 2010 bekam ich Beinthrombosen und eine Mikrolungenembolie-zum Glück hat mein Hausarzt das rechtzeitig diagnostiziert, aber ich musste 1 Jahr lang Blutverdünner nehmen und jetzt noch spritzen bei längeren Reisen ebenso in meiner Schwangerschaft – mein Baby kam zwar gesund zur Welt und wird in 1 Monat 1 Jahr alt, aber man fühlt sich nicht so toll, wenn man sich in der Schwangerschaft spritzen muss.
    Ich verhüte übrigens auch „natürlich“ und das schon seit 5 Jahren – die Schwangerschaft war geplant ;)
    Lg aus Hamburg, Melnaie

  • Reply
    Kerstin
    27. Februar 2017 at 12:34

    Ich habe einen ähnlichen „Werdegang“ wie du. Erst die Pille, dann das Stäbchen. Am Anfang fand ich das auch gut aber nach dem ersten Jahr hat es wirklich schreckliche Dinge mit meinem Körper angestellt – ich hatte auch ganz, ganz schlimme Haut und kurz vor Ende der drei Jahre auch schmerzhafte Blutungen. Ich habe danach auch allen hormonellen Verhütungen abgedankt und damit geht es mir wesentlich besser. Ich habe zwar immer noch stärkere Schmerzen bei der Periode, aber das hatte ich mit hormoneller Verhütung auch – also was bringt es mir? Manchmal würde ich mir wünschen genauer zu wissen, wann die nächste Blutung kommt (mein Zyklus variiert immer zwischen 21-28 Tage) und mit dem durchnehmen der Pille auch mal eine Blutung überspringen zu können. Aber das wiegt nicht dem auf, was ich meinem Körper mit künstlichen Hormonen erspare – meiner Meinung nach.
    Nach der Schwangerschaft hatte mir meine Frauenärztin auch wieder ein Rezept für die Pille ausgestellt, aber das habe ich nie eingelöst. Ich kann es mittlerweile gar nicht mehr verstehen wie achtlos viele in meinem Freundeskreis die Pille schon jahrelang durchnehmen um keine Blutung zu haben. Das finde ich auch einen ganz schlimmen Trend. Natürlich ist es schöner ohne Periode, als mit. Ich habe das während Schwangerschaft und Stillzeit auch sehr genossen, aber ob man die Natur so lange überlisten sollte? Ich finde es fraglich, was das mit dem Körper auf lange Sicht gesehen anstellt…

  • Reply
    Eileen
    27. Februar 2017 at 12:46

    Liebe Anna,

    ich muss mich den unzähligen Vorrednerinnen anschließen! Super Artikel, super recherchiert und zusammengefasst! Ich habe mich auch schon länger mit dem Thema befasst, war mir aber nie ganz sicher. Mit dem Anbruch der letzten Packung habe ich mir aber geschworen, dass es die letzte sein wird. Nächste Woche beginnt das letzte Blister.
    Ich würde mich sehr über einen Beitrag freuen, auf welche „Freuden“ des Pillenentzugs ich mich einstellen muss :) Und vielleicht auch wie man sich darauf vorbereiten , bzw. Abhilfe schaffen kann.

    Danke Dir für deinen tollen Beitrag!
    Liebe Grüße
    Eileen

  • Reply
    Rabea
    27. Februar 2017 at 12:48

    Hallo liebe Anna,
    ein toller Artikel zu einem wichtigen Thema! Danke dafür!
    Als mein Freund ins Ausland ging und klar war, dass wir uns nur 2-3x im Jahr sehen würden, habe ich die Pille abgesetzt. Innerhalb weniger Wochen verlor ich 8kg, ich war weniger reizbar und „angriffslustig“ und fühle mich einfach ausgeglichener.
    Das Absetzen ist jetzt knapp 4 Jahre her und ich bin mir absolut sicher, dass es die richtige Entscheidung war. Mein Freund ist seit einem halben Jahr wieder in Deutschland und wir haben uns inzwischen ganz gut mit Kondomen „angefreundet“. Zusätzlich habe ich vor einigen Wochen mit der symptothermalen Methode angefangen und finde es unfassbar spannend meinen Körper so intensiv zu beobachten! Noch traue ich mich nicht mich „freizugeben“, aber das wird sich sicherlich auch bald ändern :-)
    Viele Grüße,
    Rabea

  • Reply
    Nele
    27. Februar 2017 at 12:51

    DANKE DANKE DANKE für deinen Beitrag!!

    Ich hatte auch massive Probleme durch die hormonelle Verhütung. Habe aber Jahre gebraucht um darauf zu kommen, wo der Grund liegt. Ich habe sie auch sofort abgesetzt. Durch NFP konnte ich genau sehen, wie sich der Zyklus nach Monaten langsam wieder eingependelt hat. Das fand ich suuuuuper spannend. Mittlerweile habe ich eine Kupferspirale und bin total zufrieden.

    Ich bin auch die einzige in meinem Freundeskreis, die hormonelle Vehütung in Frage stellt. Alle anderen nehmen sie seit mindestens 10 Jahren durchgängig, weil man das halt mit 14/15 so angefangen hat beim ersten Frauenarzt Besuch und das wars dann auch. Wo es nur geht versuche ich aufzuklären, denn ich finde es mittlerweile einfach nur noch erschreckend, dass es selbstverständlich ist junge Mädchen mit Hormonen vollzupumpen. Oft werde ich aber nur belächelt. Deswegen DANKE, dass auch du darauf aufmerksam machst :*

  • Reply
    Saskia
    27. Februar 2017 at 12:58

    Hey Anna,
    ich habe mich gerade tierisch über diesen Artikel gefreut, weil es mich nur noch mehr bestärkt. Ich musste die Pille vor einem Jahr absetzen. Thrombose -Lungenembolie – ganz großes Tennis mit 23 Jahren. Mein Freund und ich haben lange hin und her überlegt, welche denn nun die passende Methode zum Verhüten sei. Nach zich Alternativen sind auch wir bei nfp und der symptothermalen Methode stecken geblieben. Trotzdem habe ich immer wieder Unsicherheiten, denn ich habe den Eindruck, es verlangt schon mehr Disziplin als andere Verhütungsmöglichkeiten. Eine hormonelle Verhütung, in welcher Form auch immer, kommt für mich aber unter keinem Umständen mehr in Frage.

    • Reply
      Anna Frost
      27. Februar 2017 at 13:01

      das ist wahr… disziplin ist erforderlich und das kann manchmal echt nerven. und wenn du mehrere methoden kombinierst?

  • Reply
    Gesche
    27. Februar 2017 at 13:03

    Toller Artikel, danke! Ich habe vor einigen Monaten auch nach Jahrelanger Pilleneinnahme auf hormonfreie Verhütung umgestellt, weil ich merkte wie stark meine depressiven Phasen von der Pille abhingen.
    Jetzt verhüte wir mit dem Diaphragma Caya, das funktioniert super 😊 Und ich kann so sicher die NFP Methode testen/üben.
    In meinem Umfeld bin ich aber auch die Einzige. Interessanterweise saß ich letztens in einer Runde Frauen um Mitte 50; die haben ich ihrer Jugend alle mit Disphragma verhütet, wenn sie in monogamen Beziehungen waren. Das ist schon faszinierend , wie das in unsere Generation niemals zur Diskussion stand.
    LG Gesche

  • Reply
    Jule
    27. Februar 2017 at 13:03

    Wahnsinn! Toller Beitrag Anna!

  • Reply
    Corinna
    27. Februar 2017 at 13:27

    Danke!
    Ich hab in den letzten Wochen und Monaten Veränderungen an mir festgestellt, die für mich nicht wirklich zu erklären waren.
    Jetzt hab ich auf Grund deines Artikels nochmal den Beipackzettel meiner Pille durchgeschaut und bei den Nebenwirkungen einiges entdeckt was mir in letzter Zeit zu schaffen macht. Ich nehme die Pille erst seit knapp 3 Jahren.

    Allerdings vertraue ich meinem Körper mehr, dass er auf externe Hormone reagiert, als das Technik funktioniert :( Sowas kann ja nun mal auch defekt/fehlerhaft sein.

    Auf jeden Fall werde ich das beim nächsten FA-Termin mal ansprechen.

    Danke für’s aufmerksam machen!!!

  • Reply
    Sabine
    27. Februar 2017 at 13:29

    Wofür hast Du Dich denn nun entschieden? Wieder das gute alte Thermometer?
    Liebe Grüße
    Sabine

  • Reply
    Denise
    27. Februar 2017 at 13:35

    Oh Anna, ein wunderbarer Text!
    Ich habe seit Oktober die Pille abgesetzte und mit geht es leider gar nicht gut. Ich habe Schmerzen beim Eisprung, sehr starke Schmerzen während der Periode, Kopfschmerzen und ach ich höre lieber auf. Ich weiß gar nicht was ich alles machen soll außer Schmerztabletten nehmen. Frustrierend! :-(

  • Reply
    Denise
    27. Februar 2017 at 13:39

    Achja und richtig fett geworden bin ich auch noch, ich esse nur noch und mein Körper macht was er will. Ich habe das Gefühl ich bin anscheinend die Einzige, der es nach dem Absetzen so schlecht geht. Dabei habe ich mich bewusst dazu entschieden, weil’s mir nach über 11 Jahren Pille gereicht hat und wir uns ein Kind wünschen. Alles nicht so einfach.

    • Reply
      Anna Frost
      27. Februar 2017 at 13:45

      hast du das mal mit deinem doc abgeklärt?
      vielleicht wärest du auch eine kandidatin für die spirale… ich bin kein doc, aber wenn es dir hormonfrei gar nicht pralle geht, dann ist da was komplett durcheinander: entweder durchhalten oder auf was anderes umsteigen. wenn ihr jedoch schwanger werden wollt, dann ist das nochmal was anderes.
      ich drück dir die daumen <3

      • Reply
        Denise
        28. Februar 2017 at 5:50

        Hallo Anna,
        ich war beim Doc. Sie meinte dass dss völlig normal wäre, weil ich ja so lange dir Pille genommen habe und hat mich tatsächlich gefragt ob ich nicht wieder die Pille nehmen möchte (nachdem ich mehrfach erwähnt habe es besteht ein Kinderwunsch). Ich werde mir definitiv noch eine andere Meinung einholen, ich fühle mich absolut nicht ernst genommen. :(
        Danke für’s daumen drücken. Ich wünsche dir einen schönen Tag. :)

    • Reply
      Christina
      27. Februar 2017 at 20:59

      Liebe Denise, lass deine Blutwerte checken (vor allem, wenn du schwanger werden willst). Meine Schilddrüsenwerte sind vollkommen ausgerastet (ganz schlimme Unterfunktion) und mir ging es auch ganz und gar nicht gut. Wurde erst letzte Woche festgestellt, nachdem ich im Juli 2016 die Pille abgesetzt habe. Jetzt pendelt sich alles hoffentlich in den kommenden Woche ein. Ich habe 15 kg zugenommen, ganz schlimme Krämpfe und Migräneattacken. Aber: es wird besser, jede Woche. Das ist das einzige, was mir nur macht. Ich drück dir die Daumen ❤

      • Reply
        Denise
        28. Februar 2017 at 5:53

        Liebe Christina,
        danke für deine Nachricht! Ich war erst gestern beim Doc und es wird die Tage ein großes Blutbild mit allem drum und dran gemacht! Also wohl alles richtig gemacht, denn irendetwas stimmt einfach nicht und das ist definitiv kein Dauerzustand.
        Ich drücke dir ebenfalls die Daumen! ❤

  • Reply
    Julia
    27. Februar 2017 at 13:40

    puh wahnsinn! ich hab ähnliches hinter mir.. hab die pille einfach verschrieben bekommen wie damals jedes mädchen. letztes jahr ging es los mit sämtlichen intoleranzen, bauchweh aus dem nichts. hat sich das bei dir gebessert? bei mir ist es leider geblieben :( auch die stimmungsschwankungen sind weg! kein drama aus dem nichts, bin viel gelassener und mehr ich selbst. genau wie du erzählst. ich haben mir vor einem jahr die hormonspirale (jaydess) einsetzen lassen. sie wirkt mit den hormonen nur lokal ‚untenrum‘ und verändert weder den kopf noch das denken. bin heilfroh, diesen weg gegangen zu sein!! natürlich hat sich deswegen mein hautbild verändert und die dicken pickelbeulen am rücken kenn ich jetzt auch. aber das ist mir alles lieber als der hormonverdrehte kopf!! danke für deinen beitrag! :) ❤

    • Reply
      Anna Frost
      27. Februar 2017 at 13:42

      ich habe demnächst noch einen atemtest, um die allergien und unverträglichkeiten erneut abzuchecken. aktuell ist noch alles so, wie vorher.

  • Reply
    Miriam
    27. Februar 2017 at 13:46

    Großartig, dass du darüber schreibst! Ich habe 2013 die Pille nach gut 10 Jahren abgesetzt. Ich hatte schlimme depressive Episoden und konnte mich selbst kaum ertragen, ich dachte, ich drehe durch. Dann hab ich auf mein Bauchgefühl gehört und aufgehört, die Pille zu nehmen. Es dauerte, aber Stück für Stück normalisierte sich meine Psyche – ich war so unendlich erleichtert. Ich bin in keiner Beziehung, aber selbst wenn sich das ändert, kommt eine hormonelle Verhütung für mich nicht mehr in Frage, sondern es wird eine der von dir beschriebenen Alternativen werden.
    Meiner Schwester wurde das Stäbchen eingesetzt und auf einmal weinte sie plötzlich wegen jeder Kleinigkeit. Sie wurde überempfindlich und konnte kaum noch zur Arbeit gehen, entweder stritt sie sich mit jemandem oder sie weinte. Dazu rebellierte der Körper mit Blutungen etc.. ich habe ihr lange zugeredet, bis sie schließlich das Stäbchen rausnehmen ließ (gegen die Empfehlung der ÄRZTIN, die auch noch Monaten noch meinte, das würde sich alles noch einpendeln …).

    Ein so wichtiges Thema, über das nicht genug gesprochen werden kann.

    Schön, dass es dir wieder besser geht und du „den Weg zurück“ gefunden hast :)

  • Reply
    Larissa//No Robots Magazine
    27. Februar 2017 at 14:17

    Ich habe die Pille vor sieben Jahren abgesetzt und es nie bereut. Bei mir hat es tatsächlich über drei Jahre gedauert, bis ich wieder einen normalen Zyklus hatte – also fast genauso lange wie ich die Pille genommen habe! Spätestens seit ich ein Kind bekommen habe und merke, was Hormone für verrückte Sachen mit einem machen, will ich keine mehr schlucken. Ich finde es überaus erschreckend, wie selbstverständlich die Pille verschrieben und genommen wird.

  • Reply
    Marina A.
    27. Februar 2017 at 14:18

    Danke für diesen großartigen Artikel zu diesem wichtigen Thema! Ich habe die Pille über 10 Jahre genommen, weil ich solche argen Regelschmerzen hatte – da hätte man mal besser hingeschaut, wie sich dann später herausstellte kamen diese Schmerzen von der Endometriose und waren nicht „normal“. Mir ging es mit Pille allerdings ziemlich gut, keine starken Stimmungsschwankungen, keine Migräne und keine Regelschmerzen mehr. ABER ich war hormonell total gleich geschalten und eher emotions- und damit auch libidolos. Ist jetzt auch nicht so toll!
    Das Ganze wurde mir aber auch erst mit Absetzen der Pille wegen Kinderwunsch bewusst. Aufgrund der dadurch wiederauftretenden Endometriose hatten wir einen langen und komplizierten Kinderwunschweg, der aber für alle Beteiligten sehr gut ausging. Nach der 1. Schwangerschaft war mir (und auch meinem Mann) klar, dass ich nie wieder Hormone nehmen werde, also verhüten wir mit Kondomen und mein Mann wird sich sterilisieren lassen (nachdem wir jetzt 3 Kinder haben). Und ich lebe weiter mit meiner Migräne, meinen Stimmungsschwankungen (die eben ein Teil von mir sind!) und der Hoffnung, dass die Endometriose nicht wieder auftaucht.
    Ich sollte mich aber wohl auch in den nächsten Jahren mal mit „neuen“ hormonfreien Verhütungsmethoden befassen, denn meine Töchter werden ja auch irgendwann soweit sein und da war ich bisher der Meinung, dass die Pille dann nicht der schlechteste Weg sein muss (zusätzlich zum Kondom!).

  • Reply
    Kerstin
    27. Februar 2017 at 14:25

    Vielen Dank für diesen Artikel. Mir ging es genauso und deshalb habe auch ich letztes Jahr die Pille abgesetzt. Man muss sich einfach bewusst werden, was man dem Körper da jeden Tag zufügt. Ursprünglich habe ich die Pille aufgrund meiner schlechten Haut bekommen und sie dann tatsächlich seit 12 Jahren genommen. Nach dem Absetzen habe ich sofort gemerkt, wie sich meine Laune verbessert hat und wie sich meine Libido steigerte. Nun habe ich leider seit ca. 3 Monaten erneut mit schlechter Haut zu kämpfen und bekomme das Problem einfach nicht in den Griff… Ich fühle mich wie in der Pubertät. Die Pille werden ich trotzdem nicht mehr nehmen!

  • Reply
    finja
    27. Februar 2017 at 14:39

    Echt klasse wie Du dieses Thema anreist. Ich war auch nie ein Fan der Pille und hatte jetzt am Wochenende erst ein Gespraech mit meiner Schwester drueber…
    Schoene Woche Dir.
    xx finja | http://www.effcaa.com

  • Reply
    Janna
    27. Februar 2017 at 14:40

    Danke, Anna, drin Beitrag kommt für mich genau zum richtigen Zeitpunkt! Über einen weiteren Artikel zu diesem Thema würde ich mich sehr freuen :)

  • Reply
    Doro
    27. Februar 2017 at 14:40

    Die Pille habe ich mittlerweile auch set zwei Jahren abgesetzt und fühle mich viel besser. Mir passt derzeit allerdngs kein Baby in den Plan, sodass mir eine sichere Verhütungsmethode wichtig war. Mit meiner Frauenärztin habe ich mich deshalb für eine Hormonspirale entschieden und bin ziemlich zufrieden. Ganz hormonfrei ging es leider nicht, die Kupferspirale ist aufgrund meiner Regelschmerzen nicht geeignet. Dafür snd die Hormone jetzt so gering dosiert, dass ich sogar einen normalen Zyklus habe.

  • Reply
    Carina
    27. Februar 2017 at 16:18

    Anna, danke, danke, danke für deinen Beitrag!
    Seit einem Jahr schwanke ich zwischen „ok, ich setz aber“ und „aber wenn was schief geht, dann..“. Ich habe bereits so viele Artikel gelesen, die sehr informativ waren, aber wo mir immer „das persönliche“ fehlte. Als ich mir eben deinen Text durchgelesen hab, da fühlte es sich so an, als wenn die große Schwester einem Tipps gibt. Danke dafür!

    Mich würde so so so sehr der weitere Artikel mit den „Veränderungen des Köpers“ interessieren, eben weil ich davor tatsächlich ein wenig Angst habe. Ich hatte damals starke Akne und mittlerweile kann man fast behaupten, dass ich es im Griff habe, aber nochmal zurückfallen.. das bereitet mir ein wenig Bauchweh, deswegen wär so ein Erfahrungsbericht ganz interessant, auch wenn jeder Körper anders reagiert..

  • Reply
    Stephie
    27. Februar 2017 at 16:21

    Bitte erzähl vom Entgiften! 😊
    Ich habe meine Pille EINMAL abgesetzt und ich sah ganz ganz ganz schlimm aus. Pickel an Pickel. So will ja keiner aussehen.😱
    Hab schon Berichte von Mädels gesehen in denen es ein Jahr gedauert hat bis sich alles normalisiert hat.🙈

  • Reply
    Anne
    27. Februar 2017 at 16:23

    Liebe Anna,
    toller Artikel! Ich habe vor neun Monaten die Pille nach beinahe 16 Jahren abgesetzt (unfassbar wie lang!!). Ich habe wie du mit 14 damit angefangen, irgendwann auch auf eine „Haut-Pille“ umgestellt und war soweit auch ganz zufrieden. Ich habe dann aber auch immer mehr mehr Artikel dazu gelesen, welche Nebenwirkungen der Hormon-Hammer hat und habe mich immer unwohler damit gefühlt. Da ich in einer festen Beziehung bin, einen festen Job habe und ein Baby zwar noch nicht geplant, aber auch kein Drama wäre, habe ich die Pille abgesetzt und mit Kondom verhütet.
    Welche Auswirkungen sie auf meinen Körper hatte, habe ich erst da so richtig gemerkt. Mein erster Zyklus dauerte beinahe drei Monate, meine Haare wurden rasant fettig und begannen auszufallen, meine Haut sah aus wie bei einem Teenager, nicht nur im Gesicht, auch auf dem Rücken, was ich vorher nie hatte. Ich habe mehrfach in den Spiegel geschaut und einfach nur geweint, weil es so furchtbar war. Nach einem halben Jahr hat sich aber alles langsam wieder eingependelt, die ausgefallenen Haare wachsen nach, die Pickel sind noch nicht verschwunden, aber besser geworden. Letztendlich frage ich mich, was ich mir da eigentlich angetan habe. Aber alle meine bisherigen Frauenärzte haben die Pille nie infrage gestellt und auch meine jetzige Ärztin meinte, warum ich die Pille denn absetzen will, wenn ich kein Baby will. Ich fühle mich da echt schlecht beraten und es sollte soviel mehr diesbezüglich aufgeklärt werden!

  • Reply
    Julia
    27. Februar 2017 at 17:38

    Toller Beitrag. Ich habe auch mit 15 angefangen die Pille zu nehmen, allerdings hatte ich ein Dreiphasenpräparat, mit dem ich glücklicherweise keine Nebenwirkungen hatte und dementsprechend auch keine Änderung nach dem Absetzen feststellen konnte. Nach meinen ersten beiden geplanten Kindern, die einen Abstand von nur 15 Monaten haben, habe ich erneut zur Pille gegriffen, da ich eine weitere Schwangerschaft unbedingt vermeiden wollte. Aktuell habe ich die Pille erneut abgesetzt, für einen weiteren Kinderwunsch. Bin mir aber unschlüssig wie es danach weitergeht. Einerseits würde ich gerne auf Hormone verzichten, andererseits finde ich es mit der Pille einfacher ….. Danke für Informationen über natürlich Verhütung, vielleicht kann das einem etwas die Unsicherheit nehmen.

  • Reply
    Anna
    27. Februar 2017 at 18:25

    Witzigerweise habe ich mich gestern dazu entschieden, die Pille abzusetzen! Da kommt dein Artikel gerade recht. :) Ich nehme die Pille seit ich 17 bin (11 Jahre), habe aber zum Glück nie krasse Nebenwirkungen erfahren. Trotzdem hat mich der Fall einer Freundin, die eine Lungenembolie hatte, wachgerüttelt. Auch in meiner Familie gibt es Thrombosefälle und ich möchte meinem Körper das lieber nicht mehr weiter zumuten.
    Jetzt bin ich gespannt, wie die Umstellung klappt und habe ein wenig Angst vor starken Regelschmerzen, die ich vorher immer hatte. Allerdings freue ich mich richtig darauf, meinen Körper jetzt wieder genau kennenzulernen. Ich habe mich auch schon bei wearetheladies.de durch die ganze Seite gelesen und werde mir wohl einen Verhütungscomputer (Daysy) zulegen. Das erscheint mir die beste Möglichkeit. Deine Erfahrungen mit dem Absetzen würden mich auch brennend interessieren. Danke für diesen tollen Artikel!

  • Reply
    Anja Krystina
    27. Februar 2017 at 19:00

    Ach Anna, du hast es halt einfach drauf. Ich hatte bis vor einem Monat das Hormonstäbchen und möchte nun auch komplett hormonfrei verhüten. Die Pille oder der Nuvaring (den hatte ich vor dem Stäbchen) kommt mir nicht mehr in die Tüte. Ich habe mit meiner schlechten Haut zu kämpfen und gerade jetzt merke ich, wie mein Körper fast schon laut Danke schreit, dass ich endlich keine Hormone mehr zu mir nehme. Klar, ich sehe nun etwas mehr nach Streuselkuchen aus, aber das reguliert sich hoffentlich wieder. Ich fand es aber spannend, dass dein Körper 8 Monate gebraucht hat, bis alles wieder normal war. Wie war es denn jetzt beim zweiten Mal? Würde mich auch sehr über einen zweiten Artikel zu diesem wichtigen Thema freuen! Und 1000 Dank für die tollen Links :)

    • Reply
      Anna Frost
      27. Februar 2017 at 19:51

      mit „komplett normal“ meine ich, dass alles pünktlich war, sich mein zyklus eingependelt hat und keinerlei mucken mehr macht.
      dieses mal dauerte es nicht so lang.

  • Reply
    Julia
    27. Februar 2017 at 19:17

    Ich glaube, du hast da bei ganz vielen Frauen einen Nerv getroffen. Ich überlege schon ewig und meine Frauenärztin ist leider gar keine Hilfe. Aber ich denke, ich werde mich dann doch mal einlesen und mich umorientieren. Vielen Dank für den tollen Beitrag.

  • Reply
    evi
    27. Februar 2017 at 19:44

    Erstaunlich, wie viele Frauen einfach die Pille nehmen. Ich bin fünfzig und in meiner
    Pubertätszeit waren wir alle gegen die Pille wegen den Hormonen und den Nebenwirkungen. Die hat niemand bei uns geschmückt nur weil es einrichten war. Ich habe mit 15 die Spirale bekommen. Auf meinen Wunsch hin, weil ich keine Hormone wollte. Damals gab es schon jede Menge kritischer Bücher zum Thema Hormone und ihre Auswirkungen auf den weiblichen Körper. Aber anscheinend liest keiner mehr Bücher.
    Was ich in dem Artikel und bei den Kommentaren vermisse ist die Verantwortung der Männer. Poppen, aber sich sonst raus halten oder wie? Und jetzt kommt mir nicht mit dem „aber wir sind doch die, die schwanger werden können-Argument. Das ist zu einfach.
    Wie wäre es z.B. Mit sterilisieren wenn kein Kinderwunsch mehr da ist? Mein Liebster hat nicht mit der Wimper gezuckt und es getan.
    Wahrscheinlich ist der Mann ein Glücksfall.
    Evi

  • Reply
    Merit
    27. Februar 2017 at 20:03

    Ich bin jetzt 26 und hab zehn Jahre die Pille genommen und wollte nun davon weg. (aus allen Gründen die du aufzählst). Aber so ganz ohne hormonelle Verhütung möchte ich nicht, da ich einfach wirklich nicht schwanger werden will. Also auch wenn die Verhütungsmethoden die du beschreibst super funktionieren können, war mir das einfach zu viel Restrisiko dafür dass ich weiß dass ich vmtl gar keine Kinder möchte.
    Also hab ich jetzt die Mini Spirale für drei Jahre und es ging nen Monat super und jetzt hab ich genau die gleichen Beschwerden wie zwei Freundinnen die ganz die Pille abgesetzt haben. Richtige riesen Pickel im Gesicht (hatte ich vorher nur kleine) vor allem mega viele um die Mundpartie rum :/ Aufm Rücken und Dekolleté hab ich jetzt auch welche (hatte ich vorher NIIIIIE) und meeeega fettige Haare, dass ich sie eig jeden Tag waschen müsste (helfe jetzt mit Trockenshampoo nach). Ach und die Haarspitzen sind dafür halb am austrocken -.-
    Ich hab auch mega oft gelesen, dass das normal sei und meine Freunde die ganz weg sind von Hormonen berichten ja ähnliches oder gar gleiches…. die Minispirale hat nunmal wesentlich weniger Hormone als Pille… aber das macht mir so ein Kopfzerbrechen, wie man überhaupt so leicht an die Pille geführt wird. Wie unser Körper voll gepumpt sein muss von dem ganzen Kram, dass der Körper jetzt mit weniger (oder gar keinen Hormonen) so abgeht. Richtig gruselig… mit der Mini Spirale hab ich wenigstens wieder einen Eisprung (ganz ehrlich, ich wusste mit 16 nichmal, dass man den mit der Pille nich mehr hat, mega peinlich, aber so aufgeklärt war man)…
    Ich hoffe so sehr, dass es bald wieder besser wird. Ich möchte eig nicht zurück zur Pille, aber das grad is auch schon echt ätzend :( danke für deinen ausführlichen Artikel!! :*

  • Reply
    Sabrina
    27. Februar 2017 at 20:10

    Liebe Anna,
    da hast Du ja was mit Deinem Artikel bei mir angerichtet ;-)
    Ich befinde mich gerade in der Pillenpause und müsste eigentlich am Freitag wieder mit der Pille anfangen. Jetzt habe ich heute den ganzen Tag mit Migräne bei der Arbeit an meinem Schreibtisch rumgehangen und mich gefragt, warum ich schon wieder, wenn Dienstags meine (eigentlich fast nicht vorhandene) Periode kommen soll mit ner Migräne kämpfe. Das hatten meine Heilpraktikerin und ich doch super im Griff, seit ich auf Getreide verzichte… Pustekuchen, mein Körper ist ein Gewohnheitstier! Ich habe die Pille mit 16 zum 1. Mal verschrieben bekommen und werde in diesem Jahr 36! Mit 17 und 18 musste ich Zysten an den Eierstöcken entfernt bekommen, weshalb ich auch in jungen Jahren eine sehr starke Pille verschrieben bekommen habe. 2007 habe ich die Pille schonmal abgesetzt und sie ehrlich gesagt ziemlich schnell wieder genommen, weil ich dann einmal im Monat das Gefühl hatte zu „verbluten“! :-) Blödsinnig, ich weiß… aber wenn man keine Monatsblutung mehr gewohnt ist, dann ist das schon ein kleiner Hammer. Eine Beziehung, einen Kinderwunsch und Zysten habe ich zurzeit nicht… und ich muss dazusagen, dass ich mich im Moment auch nicht gut fühle, ständig müde bin, antriebslos und etwas mit der Schilddrüse habe! Ich werde somit wohl ab dem WE das Wagnis, ohne Pille zu leben, eingehen. Vielen lieben Dank für Deine Inspiration… und den wirklich tollen und ehrlichen Artikel!

    • Reply
      Anna Frost
      27. Februar 2017 at 20:18

      meine Liebe, das hört sich echt nicht cool an… ich drücke dir die daumen, dass alles besser wird <3 Und zum "Verbluten" -> das kenne ich! hammer oder??? ich blutete bei meiner ersten absetz-runde mehrere zyklen ziemlich lange und legte mir dann diese superdicken tampons zu, da die normalen dem nicht standhalten konnten. das hatte sich aber auch relativ schnell eingependelt und normalisiert.

  • Reply
    Tina
    27. Februar 2017 at 21:27

    Boah, Anna. Genau mein Thema! Ganz genau mein Thema! Hab mir nach der Geburt auch „erstmal“ die Pille wieder verschreiben lassen. Meine Ärtzin hat mir ne Spirale empfohlen, aber n Fremdkörper in mir! No Way!!! Also Pille! Minipille! Wie vor der Schwangerschaft! Da lief das ja ganz gut. Hatte aber abgesetzt weil ich „chemiefrei“ werden wollte. Und nun? Bloß nicht schwanger werden! Und Kondom? Hmmm, neee!
    Jetzt nehme ich die Pille fast drei Monate, dreimal vergessen und bestimmt 10 mal im 12 Stunden Zeitraum nachgenommen. Schwanger bin ich nicht. So kurz nach der Geburt hat man ja doch anderes zu tun! Aber mich nervst! Ständig vergess ich die Pille, und dann wieder Chemie…. es muss was anderes her…! Vielleicht Wechsel ich auf nen Computer…🤔

  • Reply
    Melanie
    28. Februar 2017 at 8:20

    Liebe Anna,

    Danke für deinen Beitrag! Ich finde es total wichtig, dieses Thema anzusprechen, vor allem weil ich denke, dass du eine Reichweite hast, die viele junge Mädchen erreichen kann. Und nichts ist in meinen Augen so wichtig wie die Sensibilisierunh für Themen, die sich langfristig auf das Leben auswirken.

    Ich selbst muss „gestehen“, dass ich die Pille nehme und recht froh darüber bin, sie zu haben.
    Als ich 16 war, wurde bei mir eine akute Eisenmangelanämie mit bereits hoher Blutarmut festgestellt, sodass zu dem Zeitpunkt jegliche Operation ohne Bluttransfusion unmöglich war. Kein Arzt konnte den Grund ausmachen, bis ich mal von der Frauenärztin meiner Mutter den Vorschlag bekommen habe, für ein halbes Jahr die Pille zu nehmen. Es wurde tatsächlich besser, ich setzte die Pille ab nach 6 Monaten und war nicht mehr das blutarme, käsige Gespenst meiner Hood.
    Danach verhütete ich mit meinem damaligen Freund nur mit Kondomen weiter, die Pille kam mir nie in den Sinn, auch meine Frauenärztin betratschte mich (zum Glück!) nicht.
    Acht weitere Jahre zogen ins Land, ich war 24. Auf einmal meinte mein Körper wieder die komplette Chaoskirmes auszupacken, ich entwickelte eine Laktoseintoleranz, hatte 4 von 6 Tagen natürlicher Blutung unsäglicher Schmerzen, die mich daran hinderten auch nur 1km gerade zu gehen und ich merkte, wie mich immer häufiger der Schwindel einer Ohnmacht nahe brachte.
    Weil mir das alles so unangenehm vertraut vorkam, ließ ich beim Hausarzt einen Bluttest machen. Ergebnis: ausgeprägte Eisenmangelanämie und erhebliche Blutarmut.
    Und so beschloss ich, die Pille ein weiteres Mal einzunehmen, was ich bis jetzt mit meinen knapp 27 Jahren tue. Ich diskutierte wirklich lang mit der Frauenärztin, welche Pille am geeignetsten sei hinsichtlich meiner Gesamtgesundheit. Und so landete ich bei einer sehr niedrig dosierten Pille, die ich gut vertrage, mein allgemein zartes Nervenkostüm nicht attackiert und ich höchstens einen Tag der Abbruchblutung ein unangenehmes Ziehen im Unterbauch habe.
    Aber.
    Ich glaube ich habe einfach unglaubliches Glück und bin wohl eine der wenigsten Mädels aus meinem Jahrgang, die erst so „wenige Jahre“ die Pille nimmt.
    Mein Körper war schon erwachsen, als ich mich entschied sie für länger einzunehmen. Ich war mir aller Risiken bewusst, die eine hormonelle Verhütung mit sich bringt.
    Und für mich steht ebenso fest, dass ich nicht bis in alle Ewigkeit die Pille einnehmen werde.
    Irgendwann in den nächsten 5-7 Jahren wird mich der Kinderwunsch wahrscheinlich an jeder Straßenecke anschreien. Ab 30 steigt das Risiko einer Thrombose (mit im schlimmsten Falle einer Lungenembolie) oder eines Schlaganfalls bei weiterer Pilleneinnahme rapide an.
    Meine Freundin hatte wahrscheinlich durch Familienhistorie und Verhütungsring mit 27 eine Lungenembolie.
    Das sind alles Dinge, vor denen man die Augen nicht verschließen kann und ich sie auf keinen Fall ignorieren will.
    Momentan hilft mir die Pille sehr, ist weniger Verhütungsmittel als mehr ein kleiner Helfer. Aber eben auch keine lebenslange Lösung für mich.

  • Reply
    Maryam
    28. Februar 2017 at 9:30

    Du sprichst mir total aus der Seele! Ich bin selber Migränepatientin und habe irgendwie Angst gehabt eine Alternative zur hormonellen Verhütung auszuprobieren. Ich sitze jetzt bei meiner Frauenärzti und werde es direkt ansprechen. Nach Diskussionen und Anpreisungen der Spirale oder des Verhütungsrings werde ich heute die natürlichere Hippimethode erwähnen, denn die würde genau das für mich tun, was ich mir schon so lang wünsche. Danke!

  • Reply
    Susanne
    28. Februar 2017 at 10:06

    Eigentlich ist dein Text ja echt gut, da es einfach gut ist,dass sich mehr und mehr Menschen Gedanken über die Pille machen. Aber problematisch wird es,wenn du Unwahrheiten erzählst. Orale kontrazeptiva verursachen KEIN cervix- karzinom.das ist nämlich zu 99,7% HPV- assoziiert. Orale Kontrazeptiva erhöhen nur insofern das risko, als das Frauen, die die Pille nehmen ja Sex haben und durch Sex wird hpv übertragen… Also ist jede Art der Verhütung, auch deine, ein potentielles Risiko,wenn du so willst. Und ob „die Pille“ das Brustkrebsriskio erhöht ist SEHR umstritten und NICHT durch Studien gesichert. Sichere riskofaktoren sind frühe 1. Periode, späte Menopause und natürlich familiäre Belastung.

    • Reply
      Melanie
      28. Februar 2017 at 11:13

      Ich hab mal ein wenig recherchiert, weil es ja schon seit Jahren die Impfung gegen HPV -16 und 18 Viren gibt, von welcher mir aber aufgrund meiner Allgemeingesundheit abgeraten wurde und man deshalb schon ein etwas mulmigeres Gefühl hat.

      Dabei bin ich auf die Seite gestoßen:
      https://www.krebsinformationsdienst.de/tumorarten/gebaermutterhalskrebs/risikofaktoren.php

      Demnach hast sowohl du als auch auch Anna recht!
      Orale Verhütungsmittel „können“ das Risiko auf Gebärmutterhalskrebs leicht steigern, allerdings muss eine längere Infektion mit den HPV ebenfalls vorangegangen sein.
      Wie die Korrelation zwischen Pille und erhöhtem Risiko für ein Zervixkarziom allerdings zustande kommt, weiß die Wissenschaft bis heute nicht.
      Ich glaube dafür ist dieses Medikament einfach noch zu „Jung“ :/

  • Reply
    Meri
    28. Februar 2017 at 10:11

    Ich finde es traurig und wahnsinnig enttäuschend wie verantwortungslos u.a. Ärzte mit dem Thema Pille umgehen. Ich war selber mit 15 beim Arzt und wollte mich über die Pille informieren. Ich wurde nicht sonderlich informiert und auch nicht aufgeklärt. Ich bekam das Rezept und holte mir die Packung in der Apotheke. ABER ich habe sie Zuhause in die Ecke geschmießen, weil ich ein ganz komisches Gefühl dabei hatte. Ich nahm den Beipackzettel und las mir mal das ganze Zeug so durch. Spätestens da, gingen bei mir alle Alaramglocken an (mit 15). Mit reinem menschlichem Verstand war es für mich irgendwie klar, dass es nicht gesund sein kann auf Dauer sich von Tag zu Tag (jahrelang) mit Hormomen voll zu pumpen. Reine Haut und große Oberweite hin oder her. Und ja, ich gehöre auch zu den Frauen die höllische Regelschmerzen als Teeanger hatten. Mit normalen Schmerztabletten konnte ich diese zum Glück immer unterdrücken. Ich habe demnach nie mit der Pille bzw. mit Hormonen verhütet.

    1. Es gibt zum Glück auch andere (hormonfreie) Methoden und 2. Habe ich einen Mann, der auch mitdenkt und mithandelt. Mein Mann hat damals verstanden, dass ich mir keine Hormonbombe geben möchte und er hat es akzeptiert. Wir haben für uns einen guten Weg gefunden. Und als der Wunsch nach einem Kind da war ging das bei mir auch ziemlich schnell mit dem Schwanger werden. Nach der Schwangerschaft und dem Stillen hat sich mein Zyklus schnell gefangen und funktioniert weiterhin normal. Seit der SW habe ich auch fast gar keine Regelschmerzen mehr.

    Dein Artikel ist sehr gelungen.

  • Reply
    Annika
    28. Februar 2017 at 11:10

    Liebe Anna,
    ich gebe dir da mit allem Recht! Hormonelle Verhütung kommt bei mir auch nicht mehr in Frage. Ausprobiert hatte ich verschiedene Pillen und den NuvaRing. Die Nebenwirkungen waren zu schlimm für mich. Ergänzen möchte ich diese noch um Libidoverlust und absolute Scheidentrockenheit (auch beim Sex). Der Unterschied ist wirklich überwältigend. Ich finde es ebefalls erschreckend, wie viele Frauenärzte mit dem Thema umgehen und leichfertig die Pille verschreiben, ohne wirklich aufzuklären.
    Ich bin nun zum 2. Mal schwanger geworden mit NFP und kann mir das auch langfristig als Verhütungsmethode vorstellen. Der Aufwand ist nach einiger Zeit gar nicht mehr so groß. Nach dem Eisprung z.B. muss nach einiger Zeit nicht mehr gemessen werden. Man lernt so viel über seinen eigenen Körper und das ist toll. Auf der Seit mynfp.de bekommt man sehr viele Infos.

  • Reply
    Bianca
    28. Februar 2017 at 11:24

    Hallo liebe Anna!

    Sehr sehr gerne mehr zu dem Thema!
    Ich hab schon öfters überlegt die Pille abzusetzen und jetzt wo ich deinen Beitrag gelesen habe, könnte ich die Erklärung für meine echt unschönen Stimmungsschwankungen mal begriffen haben. Auch wenn einem ja eigentlich klar ist was die Pille so macht, denkt man da nie wirklich richtig drüber nach.
    Vielen Lieben dank! Ich glaube das letztes Jahr, wird wohl auch das letzte mal gewesen sein dass mein Frauenarzt mir die Pille verschrieben hat. :D

    Liebe Grüße,
    Bianca

  • Reply
    Rabea
    28. Februar 2017 at 14:04

    Liebe Anna,

    ich finde es soooo super, dass Du dieses Thema ansprichst!
    Ich habe seit meinem 15. Lebensjahr die Diane genommen (auch wegen der schlimmen Akne damals), die dann später zur Juliette wurde.
    16 Jahre lang habe ich diese Pillen geschluckt und vor 2 Jahren erfahren, dass gerade die Diane schlimme Nebenwirkungen (Leberschäden etc.) herbeirufen kann.
    Ich war so geschockt und habe sie vom einen auf den anderen Tag abgesetzt. Vorher habe ich mir nie Gedanken darüber gemacht. Ich habe die Pille als Jugendliche bekommen und bin mit ihr erwachsen geworden, sie gehörte einfach dazu.

    Seit diesem Tag vor zwei Jahren, als ich die Pille urplötzlich abgesetzt habe, bin ich auf der Suche nach einer hormonfreien Verhütungsmethode.
    Meine Frauenärztin ist mir leider keine große Hilfe dabei (obwohl ich sie ansonsten toll finde!), will sie mir doch immer die Spirale „andrehen“.
    Ich denke, dass ich nach Deinem Artikel nun auch mal Deine Art zu verhüten ausprobieren möchte.
    Ich mag meinem Körper derartige Belastungen nicht mehr zumuten und ich bin ja nun auch schon seit über zwei Jahren hormonfrei. :-)
    Zum Glück kann ich sagen, dass mein Freund sich auf die ausschließliche Verhütung mit Kondom seit zwei Jahren einlässt. Ich habe ihm alles erklärt und er steht voll hinter meiner Entscheidung.

    Der einzige Nachteil, den ich seit Absetzen der Pille bemerkt habe, sind außerordentlich starke Regelschmerzen (ja, genau umgekehrt wie bei Dir!).
    Ich komme die ersten beiden Tage meiner Periode ohne Schmerztabletten nicht aus, weil sie so heftig sind.
    Aber da nehme ich lieber das kleinere Übel von 4-5 Schmerztabletten im Monat in Kauf, statt einer dauerhaften Hormonbombe.

    Bitte berichte weiter über dieses Thema, es ist so wichtig!

    Liebe Grüße,
    Rabea

    • Reply
      Anna Frost
      28. Februar 2017 at 14:21

      du kannst dich zum beispiel bei mynfp.de ingormieren. auch gibt es eine menge bücher, die über alles aufklären, zb hier http://amzn.to/2lui0lK .<3

  • Reply
    Rabea
    28. Februar 2017 at 14:21

    Ich habe mir – nachdem ich gerade meinen eigenen Kommentar geschrieben habe – nochmal die meisten anderen Kommentare durchgelesen und festgestellt, dass es einigen anderen Frauen hier genauso geht wie mir. Nämlich, dass sie sich in Bezug auf das Thema Pille absetzen von der Frauenärztin allein gelassen fühlen.
    Warum ist das so? Meine Ärztin hat mir nicht eine einzige Alternative zur hormonellen Verhütung aufgezeigt.
    Und ich habe bereits zwei Mal mit ihr darüber gesprochen, dass die Pille für mich nicht mehr in Frage kommt.

    • Reply
      Anna Frost
      28. Februar 2017 at 14:27

      einen punkt, den ich sehe ist, dass ärzte nichts verdienen, wenn du hormonfrei mit alternativen methoden verhütest. das einsetzen der kupferkette wäre aber eine option, die man hätte nennen können. andernfalls ist es eben mit einem restrisiko verbunden schwanger zu werden, wenn man alternativ verhütet. aber das risiko gibt es eben bei der pille auch.

      ich scheine offensichtlich glück mit meinem doc gehabt zu haben, der mir meinen plan nicht ausredete, sondern weitere infos gab.
      die sache ist die: wer alternativ verhütet muss sich im klaren sein, dass eine schwangerschaft eventuell möglich ist.
      aber ehrlich gesagt, setzt sich jeder diesem risiko aus, sobald er sex hat :)

  • Reply
    Cati
    28. Februar 2017 at 16:55

    Vielen Dank für den Artikel, genau das Thema beschäftigt auch mich gerade. Ich bin 28 und habe erst vor vier Jahren angefangen, die Pille zu nehmen. Erst hatte ich eine Fernbeziehung, dann keinen festen Partner und keinen regelmäßigen Sex, weshalb ich keinen Grund sah, die Pille zu nehmen, und mit Kondom verhütet habe. Dann habe ich meinen aktuellen Freund kennengelernt und irgendwie waren Kondome auf Dauer auch keine zufriedenstellende Lösung, weshalb ich auf die Pille umgestiegen bin, eigentlich ohne groß über Alternativen nachzudenken. Und wahrscheinlich gerade, weil ich so spät mit der Pille angefangen habe, merke ich die Unterschiede zu vorher. Ich bin leichter gereizt, oft schlecht gelaunt, explodiere wegen Kleinigkeiten oder breche in Tränen aus. Vor der Pille hatte ich eigentlich einen Zyklus, nach dem man die Uhr stellen konnte, ich kannte meinen Körper, wusste, wann mein Eisprung ist, und wie du oben schreibst, konnte ich merken, ob die Eizelle aus dem linken oder rechten Eierstock kam. Hätte ich damals schon ein bisschen recherchiert, hätte ich vielleicht auch einfach gleich auf hormonfreie Verhütung gesetzt. Naja. Ich werde die Pille in den kommenden Monaten absetzen, weil wir die Kinderplanung in Angriff nehmen wollen, und ich werde stark überlegen, ob ich die Pille danach wieder nehmen möchte.

  • Reply
    Lisa
    1. März 2017 at 11:19

    Super Thema Danke dass du das so offen anspricht! Mich beschäftigt es auch momentan sehr- Anekdote: als ich meiner Ärztin eröffnete ich Wolle hormonfrei verhüten empfahl sie mir eine Spirale- die hormonbeschichtet ist….

    Ein empfehlenswertes Buch zum Thema: http://www.frauengesundheit-kiel.de/buch.html

  • Reply
    Lisa
    2. März 2017 at 9:34

    Oh Anna – so ein guter Artikel! :) Vielen Dank für diesen Beitrag, der nicht besser in mein Leben aktuell passen kann. Nach 12 Jahren möchte ich nun die Pille absetzen (bin daher sehr interessiert an einer baldigen Fortsetzung deines Artikels). Damals habe ich die Minipille mit 13 Jahren sogar ohne Untersuchung oder Aufklärung und selbstverständlich auch ohne Kenntnis meiner Eltern bekommen, das ist doch gruselig! .. ich bin gespannt was da auf mich zukommt ohne Pille und mit Verhütung. Werde mir nun mal die ganzen genannten Links anschauen.
    Noch einmal vielen Dank und vielleicht ist das auch ein Thema für dich? Im Mädelsfreundeskreis haben wir nun schon öfter über die angebotenen Menstruations-Hygieneartikel gesprochen .. Tampons mit einer nicht zertifizierten Baumwolle (o.ä.) mit Pestiziden etc. belastet .. oooo das finde ich auch unglaublich gruselig. Dann gibt es die Cups vor denen meine Gyn mich nun allerdings warnte wegen einem möglichen toxischen Schock über Nacht. Also und nun? Was soll ich benutzen? Gefangen im System?

    Liebe Anna, vielen Dank und weiter so!! <3

  • Reply
    Regi
    2. März 2017 at 9:53

    Hi Anna,
    super Beitrag! Ich spiele auch schon länger mit dem Gedanken die Pille abzusetzen und meine Hormone das ganze lieber selbst klären zu lassen und keine noch zusätzlich zuzuführen. Naja mal sehen wie ich mich entscheide. Ich bin auf jeden Fall sehr interessiert an einem weiteren Blog Eintrag über die Nebeneffekte die Pille abzusetzen.
    LG Regina

  • Reply
    Janina
    2. März 2017 at 14:19

    Hey Anna, danke für deinen Artikel! Wahnsinn, wie viele Frauen sich jetzt gegen die Pille entscheiden. Ich habe letztens auch mit meiner Frauenärztin drüber gesprochen, habe aber großes Risiko, das PCO-Syndrom zu haben. Das ist eine hormonelle Störung, wo man mehr männliche als weibliche Hormone im Blut hat und das Kinderkriegen dadurch sehr sehr erschwert wird (inkl. ein hohes Fehlgeburtsrisiko). Die Symptome ohne die zusätzliche Gabe von weiblichen Hormonen sind starke Behaarung, Akne, Aussetzen der Blutung und Zystenbildung in den Eierstöcken. All das hatte ich leider, bevor ich vor 6 Jahren erneut die Pille verschrieben bekommen habe. Da bei mir kein Kinderwunsch besteht, nehme ich weiterhin die Pille, um o.g. Symptomen und Problemen aus dem Weg zu gehen. Die Pille ist leider die einzige Möglichkeit, eine so hohe Dosis weiblicher Hormone zuzugeben, dass diese Symptome nicht auftreten. Danke trotzdem für deinen Artikel, im Freundeskreis ist dieses Thema immer wieder heiß diskutiert :)
    LG, Janina

  • Reply
    Sarah
    5. März 2017 at 23:08

    Hey
    Ich muss sagen ich bin ein absoluter Freund der Pille früher ohne Pille hab ich wenn ich meine Tage bekommen habe immer regelmäßig gekotzt und auch Wahnsinnig geblutet. Dank der Pille hab ich kaum noch meine Tage also nicht dolle und keine kotzattacken und Bauchweh. Bei mir hat sich alles zum guten gewendet kann man sagen. Ja auch ich hatte am Anfang meine Startschwierigkeiten von der einen Pille bin ich dick geworden und von einer anderen hab ich immer am zweiten Einnahme Tag erbrechen müssen. Hab aber jetzt meine Pille gefunden

  • Reply
    Louisa
    6. März 2017 at 20:54

    Hallo Anna, mich freut es tierisch, dass du auch mal über wirklich andere Verhütungsmethoden sprichst. Ich hab davon noch nie gehört, finde zwar den Trend, sich von der Pille abzuwenden, ziemlich gut gerade, was mir aber aufgefallen ist, ist, dass alle sagen „Ja Kupferspirale und Kupferkette sind super super super!“. Ich nehme auch seit ich 14 bin die Pille und bin auch erst 18, aber was mir auch nie gesagt wurde vom Arzt – was ich echt eigentlich noch übler finde. ist, dass die gesetzlichen Krankenkasse jede Verhütungsmethode übernehmen, zumindest bis man 21 ist. Ich hab mich nämlich auch über Kupferspiralen informiert, hab aber schnell festgestellt, dass ich keine 400€ für sowas habe und mich praktisch der Pille ausgeliefert gefühlt. Dann hab ich mit meienr Ärztin über die Pille gesprochen und wie schlecht es mir damit geht und sie meinte, sie würde ihrer Tochter selbst auch keine Pille geben. Dann hab ich von der Kupferspirale angefangen zu erzählen und da war sie tatsächlich noch geschockter, weil das wohl eigentlich ziemlich veraltet sein soll und auch sehr sehr unsicher ist. Hm, soll man wohl doch nicht jedem Blogger glauben haha. Sie hat mir eine Spirale extra für junge Frauen empfohlen, die zwar hormonell ist, aber nur lokal den Schleim der Gebärmutterschleimhaut verdickt, sodass keine Spermien durchkommen können. Also nicht mehr in den gesamten Hormonhaushalt eingreift. Fand ich erstmal nicht so gut, weil ich eigentlich meinen Körper ohne Hormone kennen will, allerdings sind Kupferionen auch absolute Fremdkörper und egal wie man es dreht, nichts ist gesünder als der pure Körper. Da ich aber noch ziemlich jung bin und mir das mit dem eigenen Messen zu unsicher ist, versuch ist es nächsten Monat erstmal mit dieser kleinen Spirale und hoffe wirklich, dass meine Brüste endlich aufhören wehzutun und die ganzen Wassereinlagerungen verschwinden. :)

  • Reply
    Sarah
    7. März 2017 at 13:45

    Danke für diesen tollen Beitrag Anna. Ich habe schon oft an eine Hormonfreie gedacht aber irgendwie ist man dann doch zu unsicher, obwohl man die ganzen Risiken der Pille kennt. deswegen, vielen Dank für den tollen Erfahrungsbericht und die Aufzählung der Alternativen. Ich werde mich auf jeden Fall wieder intensiver mit dem Thema beschäftigen um die optimale Alternative für mich zu finden.

  • Reply
    Charlene
    7. März 2017 at 13:59

    Ich würde mich freuen mehr von dir zu diesem Thema zu lesen!

  • Reply
    Lisa
    8. März 2017 at 15:47

    Verrückt – ich habe mir nie Gedanken über die Einnahme der Pille gemacht und sie über 10 Jahre genommen!!! Bis ich schwanger werden wollte. Seither fühle ich mich wie ein neuer Mensch. Ich fühle viel mehr was in mir los ist. Nach der Geburt meiner Tochter war ich bei einer anderen Ärztin die schon wesentlich älter war als alle anderen die ich vorher besucht habe. Sie hat mir direkt von der Pille und anderen hormonellen Verhütungen abgeraten.

    Dafür bin ich ihr sehr dankbar – ich werde meinen Körper nie wieder hormonell so beeinflussen wie die letzten 10 Jahre.

    Ich finde es super, dass die Ärzte und Medien langsam immer mehr über die Pille aufklären und die jüngeren Generationen im Idealfall überhaupt keine Pille mehr verwenden.

    Danke für den tollen Beitrag <3

  • Reply
    Anne
    9. März 2017 at 11:25

    Liebste Anna,

    du glaubst nicht, wie sehr ich mich über deinen Beitrag freue.
    Ich nehme seit ca. einer Woche die Pille nicht mehr.
    Habe sie nun seit dem ich 15 war genommen und das waren jetzt ganze 9 Jahre.
    Ganz schön lange, wenn man bedenkt, dass die Pille ein Medikament ist.
    Ich habe mich lange informiert, dabei hab ich gesehen wieviele Blogger sich von der Pille abwenden und man hat irgendwie das Gefühl, dass eine Freundin einen guten Rat gibt, wenn man die Blogeinträge liest.
    Das bestärkt mich in meiner Entscheidung! Mein Freund, mit dem ich nun seit fast 2 Jahren zusammen bin findet die Entscheidung sehr gut, er fragte mich sogar warum ich solange diese Hormone zu mir nahm.
    Wie du auch, hatte ich Nebenwirkungen bei denen ich allerdings nicht die Pille vermutete, bei längerer Recherche jedoch immer logischer die Pille die Ursache war.
    :)
    Ich würde sehr gerne mehr über die Auswirkung der Entgiftung wissen und wie ich damit umgehen kann. (Tipps von Menschen die deine Freundinnen sein könnten und nicht unbedingt ein Arzt;))
    Meine frauenärtzin sagte mir auch, da meine Pille eine „Hautpille“ war, kann es zu stark unreiner Haut kommen..

    Liebste Grüße, Anne :)

  • Reply
    Bettina
    11. März 2017 at 21:54

    Wie sieht es denn so in Sachen Datenschutz aus bei den ganzen Trackern? Gibt es da Erfahrungswerte? Sind ja doch recht persönliche Daten! ;-)

    • Reply
      Anna Frost
      12. März 2017 at 16:38

      ich kann mich da mal schlau machen, allerdings frage ich mich, was jemand mit meinen Zyklusdaten anstellen soll. erpressen wohl kaum … „Ich weiß, wann du deine letzte Periode hattest!“ haha :D

  • Reply
    Lili
    12. März 2017 at 21:21

    Liebe Anna, vielen Dank für den Artikel. Das Thema Verhütung und Hormone ist unheimlich wichtig und ein Thema mit dem sich Frau ständig auseinander setzen muss und auch sollte. Ich habe knapp 10 Jahre die Pille genommen und sie vor ca. 9 Monaten abgesetzt. Nun möchte ich wieder zuverlässig verhüten und denke über die Gynefix Kupferkette nach. Da du dich ja scheinbar auch sehr intensiv mit dem Thema auseinandergesetzt hast, wollte ich dich einmal fragen, was du von der Kupferkette hältst bzw. warum das für dich keine Option war. Für mich hört sich das echt gut an. Ich freue mich natürlich auch über Erfahrungen anderer Girls hier…

    Danke & Liebe Grüße
    Lili

  • Reply
    Julia
    24. April 2017 at 10:47

    Hey Anna,

    zuerst einmal vielen Dank für diesen tollen Beitrag, endlich sagt es mal jemand! Ich bin 22 Jahre alt und habe mich ebenfalls vor ca. 1 Jahr von der Pille verabschiedet, nachdem ich einige Jahre verschiedenste Präparate ausprobierte & immer unzufriedener wurde (aus ähnlichen Gründen wie du es beschreibst).
    Ich fühle mich unter Gleichaltrigen immer etwas einsam, da gefühlt jeder die Pille nimmt & ich erschrocken angeschaut werde, wenn ich das Gegenteil behaupte. Dabei habe ich definitiv aktuell noch keinen Kinderwunsch :D, aber es gibt ja genug nicht-hormonelle Verhütungsmethoden, die ebenfalls wirken.
    Ich finde dieses Thema sollte noch viel mehr verbreitet werden und die Leute zum Nachdenken anregen.

    Wie dem auch sei, du sprichst in deinem Artikel von fiesen Pickeln, die lange verweilten. Damit habe ich schon seit meiner Teenagerzeit zu kämpfen, mal mehr mal weniger, & ich fände es fantastisch wenn du vielleicht irgendwann mal einen Artikel mit deinen Tipps im Kampf gegen die Fieslinge veröffentlichen könntest!?

  • Reply
    Aus dem Leben einer Leserin: April 2017 (Monatsrückblick)
    3. Mai 2017 at 12:37

    […] an dem Thema zu knabbern haben, wenn du dich auch dafür interessierst, könnte dir ein Artikel von fafine […]

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