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Mehr Mut zum Ich #wirgewinnt

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kooperation mit dove

Irgendwann kommt der Moment, in dem nicht mehr wichtig ist, ob man die neueste Barbie hat, das passende Traumhaus oder Traumschiff und auch beim Spielen mit anderen Kids ist irgendwas anders. Irgendwann kommt der Moment, in dem wir anfangen, uns nicht mehr nur darin zu messen, wer höher, schneller, weiter springen, laufen und rennen kann, wer den Handstand ohne festhalten und wer das schönste Rad schlagen kann. Irgendwann ist da der Moment, in dem wir nicht mehr nackt mit den Nachbarskinder im Garten durch den Rasensprenkler rennen. Irgendwann kommt für jeden der Moment, in dem wir auf uns selbst schauen und beobachten, was mit uns, unserem Körper passiert.

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Oft sind es die Mädchen, die während der Pubertät mit den schnellen und vor allem von Außen sichtbaren Veränderungen ihres Körpers auf viele Arten und Weisen zu kämpfen haben. Vorbilder aus Funk und Fernsehen, deren Job es ist, gut auszusehen und mit den perfekten Körpern auf Bühnen, Catwalks und roten Teppichen zu flanieren und performen, vermitteln oft ein Körperbild, welches zwar oft, aber nicht immer unbedingt unerreichbar ist, zudem mit viel Disziplin und oft auch Verzicht einhergehen. Ob nun der Mädchenkörper in der Pubertät schneller oder langsamer frauliche Formate annimmt, die Brust schneller oder langsamer zu einer Handvoll oder zwei Händen voll heranwächst, die Hüften breiter und der Hintern runder werden, ist für Mädchen in der Pubertät wichtig. Ich erinnere mich noch daran, wie ich als Spätzünder eine der letzten Mädels in der Klasse war, die dann endlich auch einen BH tragen durfte. „Wofür brauchst du denn einen BH?„, war oft die belächelnde Antwort meiner Mutter.

Der Wunsch nach einem großen Busen, wie ihn all die schönen Frauen in den Zeitschriften und im Fernsehen hatten wurde immer größer. Meine damalige beste Freundin und ich, wir waren quasi Busenfreundinnen. Ich glaube, der Begriff kommt daher, dass man sich in der Pubertät gerne Gleichgesinnte sucht, die ein ähnliches Los wie man selbst gezogen hat. Zusammen zogen wir los und kauften bei H&M die kleinsten gefütterten BHs mit Snoopyprint und stopften zuhause die Polstertaschen der Push Ups noch zusätzlich mit Watte und Taschentüchern aus. Das Lügenkonstrukt aus Watte und Snoopyprint brach dann stets beim Sportunterricht oder dem Besuch im Schwimmbad mit der Clique zusammen.

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Dass ich quasi über Nacht in den Sommerferien von Null auf Hundert aus meinem zierlichen Kleinmädchenkörper einen kurvigen Frauenkörper machen würde, hätte ich auch nicht gedacht. Vermutlich hätte ich es auch nicht geglaubt, wenn mir dies jemand versprochen hätte, jedes Mal, wenn ich weinend zuhause auf meinem Bett saß, weil ich gehänselt wurde. Wurde man vorher gehänselt, weil man ja ein schmales Brett war, waren es nun die großen Brüste, die die Jungs verwirrten und zu weiteren Hänseleien führten. Seien wir mal ehrlich, rückblickend wird uns Erwachsenen allen klar, dass wir es als Kids niemandem recht machen konnten. Erst recht nicht uns selbst.

Wie kritisch und wie hart wir mit uns selbst ins Gericht gegangen sind, wird auch nur rückblickend klar. Manchmal… nein, ziemlich oft bin ich das auch noch heute. Aber ich sehe das differenziert zwischen der privaten Anna und der beruflich vor der Kamera stehenden Anna. Ich glaube, das ist auch ein wenig Berufsrisiko. Es gilt an dieser Stelle stark zu differenzieren, wann es um mich als Person, meinen Charakter oder auch einfach nur meine Arbeit geht, ich als Privatperson im Fadenkreuz stehe oder beruflich. Täglich schießen wir Fotos, ab und an stehe ich vor der Kamera für TV oder Internet und ebenso oft habe ich Fotoshootings. Kritik, die bei diesen Jobs geäußert wird, musste ich auch erst lernen zu verarbeiten und vor allem einzuordnen.
Deine Lippen sind ungleichmäßig, das müssen wir mal eben hier ausbessern.„, „Wusstet du, dass links definitiv deine Schokoladenseite ist? Hat dir das noch niemand gesagt? Deine rechte Gesichtshälfte sieht so hart aus.„, „Ok, deine Hüften müssen wir mit ein bisschen Licht und richtigem Posing schmaler machen…„, „Deine rechte Augenbraue müssen wir mal der anderen angleichen…„.

Hätte ich diese Aussagen vor 10, 12, 15 Jahren gehört, ich wäre heulend zusammengebrochen. Heute stecke ich das selbstbewusst weg und denke mir: Dann spachtel halt Lippenstift druff, wenn es euch dann besser gefällt und gut!

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Ich musste lernen, dass es an dieser Stelle ein Job ist. Es ist nicht so, dass ich bewusst angegriffen werde, man mich nicht beleidigen will, sondern dass sich das Team um mich herum bei diesem Job darauf konzentriert, das zu bewerbende Produkt (was nicht immer ich bin) im besten Licht präsentiert wird. Ebenso gehe ich selbst mit mir hart ins Gericht und wähle aus 100 geschossenen Fotos nur die wenigen für den Blog aus, die in meinen Augen gut sind.
Auch wenn ich für einen Job angefragt und letztendlich nicht genommen werde und der Kunde sagt „Wir haben uns für jemand anderes entschieden“, liegt es nicht unbedingt daran, dass man mich nicht leiden kann, sondern berufliche Faktoren spielen eine Rolle. Kein Grund deswegen den Kopf in den Sand zu stecken!

Generell stellt man im Internet teilweise harter Kritik. Jedes Mal heulend zusammenzubrechen, nur weil jemand etwas über den eigenen Körper sagt, was man selbst vielleicht nicht hören will oder im echten Leben nicht gehört hätte, weil es hinter vorgehaltener Hand gesagt worden wäre… dann wäre das hier nicht mein Job.
Ich habe gelernt, mit mir, meinem Körper ok zu sein.
Nein, nicht abgefunden, sondern ich finde ihn ok. Ein Abfinden wäre ein Aufgeben, aber soweit kommt es nicht. Niemals. Wenn mir etwas nicht gefällt, dann muss ich es ändern. Und Kritik, Hate oder Beurteilungen über meinen Körper stecke ich heute einfach weg. Soll doch jeder sagen, was er will, ich habe meine eigene Meinung und die zählt an dieser Stelle mehr.
Gerade nach der Schwangerschaft jedoch musste ich meinen Körper neu mögen lernen. Genau wie in der Pubertät. Er hat sich verändert, von jetzt auf gleich und manch eine Veränderung ist nicht so, wie ich es mir gewünscht hätte, aber es ist ok.

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Vor allem ist es ok, weil dieses kleine Mädchen, meine Tochter, nun hier ist und ich mit gutem Beispiel voran gehen möchte und ein selbstbewusstes, starkes Mädchen großziehen will. Als Mütter vergessen wir oft, dass wir immer eine kleine Beobachterin an unserer Seite haben, die sich genau merkt, wie wir mit uns selbst umgehen und dieses Verhalten widerspiegelt.
Es gibt Mädchen und Frauen, die haben dieses Feuer in sich und auch, wenn sie kein direktes Vorbild für selbstbewusstes Körperempfinden haben, brennen sie und können andere anzünden. Und andere brauchen eben einen kleinen Funken von außen, um ihr inneres Feuer zu entfachen.
Ob bei Emma, wie bei mir, dieses Feuer schon lodert oder ob sie noch einen Funken braucht, werden wir sehen… Ich brenne gerne für zwei. Denn ein #WIRgewinnt !

Du + ich = WIR / Die Kampagne von Dove und ROSSMANN

Pubertät ist nicht einfach. Für alle beteiligten, aber besonders für die Kids. Sie können nicht 15, 20 Jahre zurückblicken und feststellen, dass alles gar nicht so dramatisch war und man alles irgendwie überlebt. Gönnt euch selbst auch mal eine Auszeit und gebt euch gegenseitig die Chance, aneinander zu wachsen – ihr seid gemeinsam in der Pubertät! Vor allem die Veränderungen, die der Körper in dieser Zeit durchläuft, können bei deiner Tochter Unsicherheiten hervorrufen. Hier kannst du sie mit einfachen Mitteln unterstützen: Deine eigene Einstellung zu deinem Körper hat einen direkten Einfluss auf ihr Schönheitsempfinden – geh mit gutem Beispiel voran! Wenn du dich in deiner eigenen Haut wohl fühlst und dich so annimmst, wie du bist, hat diese Einstellung unmittelbar Auswirkung auf deine Tochter und stärkt ihr Selbstwertgefühl! Ihr seid beide einzigartig – seid stolz auf euch! Dove und ROSSMANN fördern zusammen mit dem Deutschen Kinderhilfswerk ausgewählte Projekte, die Mädchen dabei unterstützen, ein gesundes Selbstwertgefühl zu entwickeln und Mütter in ihrer Vorbildfunktion stärken.

Weil diese Zeit ebenso schnelllebig wie auch turbulent ist, rufen Dove und ROSSMANN dazu auf, unter www.mehrmutzumich.de die persönlichen WIR-Momente zwischen Mutter und Tochter zu feiern und in Form eines Fotos oder kurzen Videos zu teilen. Jeder kann mitmachen!! Unter allen Einsendungen werden 15 exklusive Mutter- Tochter-Wochenenden inkl. An- und Abreise verlost –> macht mit! 

Gemeinsam brennen! Gemeinsam Funken sprühen! #Wirgewinnt ! 

Ein Vorbild zu sein ist nicht immer einfach. Je nachdem, in welcher Art und Weise man sich in der Öffentlichkeit oder einem Publikum präsentiert, nimmt man eine Vorbildfunktion ein. Und das nicht nur als Bloggerin, Promi oder Schauspielerin, sondern auch als Nachbarin, Schwester, Freundin und die Frau gegenüber auf der anderen Straßenseite an der Ampel. Ein gesundes Verhältnis zu sich, seinem Körper und seiner Umwelt strahlt so viel Selbstbewusstsein und Schönheit aus – wir selbst nehmen es vielleicht nicht so wahr, aber unsere Umwelt. Ein stark loderndes inneres Feuer kann man schon von weitem sehen! Es gilt daher, es weiter zu füttern, am Brennen zu halten und sich so oft wie es geht, gegenseitig beim Brennen zu unterstützen.
Du bist schön, so wie du bist! Nicht mit Kleidung, nicht mit Makeup, nicht mit einer besonderen Frisur. Das alles ist schmückendes Beiwerk, unterstreicht deine Schönheit. Aber: Du bist schön. Du allein.

Und manchmal muss uns das erst einmal jemand sagen, bevor wir es selbst glauben…

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11 Comments

  • Reply
    Meritt
    29. Juli 2016 at 17:30

    Sehr schön geschrieben und wunderschöne Photos ? als ich noch so 15/16 war und als Spätzünderin die Figur hatte, die ich mir vmtl noch vor zwei, drei Jahren erträumt habe, bin ich z.b. mega ungern in kurzer Hose etc raus gegangen. Cellulitis (damals hart eingebildet) und Schwabbelbeine, findet doch keiner schön. Erst jetzt mit Mitte 20 bin ich an dem Punkt angekommen an dem es mir egal ist und ich wünschte mir so sehr, daß wäre wesentlich früher der Fall gewesen. Und vll denken sich dann ja auch andere Frauen, nicht „ihhh die hat Schwabbelbeine und Cellulite (mittlerweile wirklich vorhanden) und zieht trotzdem ne kurze Hose an“, sondern „Oh die hat Cellulite und vll nicht die muskulösesten Beine und zieht TROTZDEM ne kurze Hose an“ da es absolut nichts am eigenen Körper gibt für den man sich schämen oder einschrenken sollte ?

  • Reply
    Lisi
    29. Juli 2016 at 17:31

    Anna, diese Fotos und diese Message ist so so so wunderschön!
    Vielen Dank für deine tollen Worte und habt einen guten Start ins Wochenende! ❤️

  • Reply
    caro
    29. Juli 2016 at 18:36

    das sind so wahnsinnig schöne fotos!!
    deine worte ebenso

  • Reply
    lisa
    29. Juli 2016 at 18:37

    du bist so eine schöne frau… danke, dass du so ein vorbild bist

  • Reply
    kim
    29. Juli 2016 at 18:38

    ich wünschte, meine Mutter wäre so, wie du!

  • Reply
    babsi
    29. Juli 2016 at 18:40

    machst du mal einen beitrag zu deinen tattoos? da steckt bestimmt einiges hinter oder? besonders das an deiner seite, das free, interessiert mich sehr.

  • Reply
    Miss Achtung
    29. Juli 2016 at 19:44

    Das sind superschöne Bilder!

  • Reply
    anni
    29. Juli 2016 at 23:06

    Noch nie eine so gut verpackte Kooperation gesehen. Ganz ganz toller Post!

  • Reply
    Linn
    3. August 2016 at 8:19

    Ein unheimlich ehrlicher und berührender Post, weil sich sicherlich so ziemlich jeder in irgendeiner Weise darin wiederfindet! Und was die Kooperation angeht, kann ich mich nur meiner Vorrednerin anschließen: richtig richtig gut gemacht! Das ist die Art von Kooperation die wirklich lesenswert ist :)

    Alles Liebe und einen guten Start in den Tag,
    Linn

  • Reply
    tanja
    18. August 2016 at 15:12

    Danke für den Beitrag! Sowas ist wirklich wichtig! xo
    Tanja
    http://www.tbfashionvictim.com

  • Reply
    Rougerepertoire
    29. August 2016 at 21:12

    ein toller Post und schöne Worte!

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