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Fisher-Price Traumbärchen und unser Einschlafritual

Mitunter die erste Frage, die man als Eltern eines kleinen Babys gestellt bekommt, ist die Frage nach dem Schlaf: „Und? Wie schläft er denn so?“

Mit Paul hatten wir recht viel Glück – er schlief mehr oder weniger nachts, war tagsüber eher mehr als weniger wach. Ganz anders als seine Schwester, die damals gerne mal die Nacht zum Tag gemacht hat und den Tag über kaum wach zu halten war. Zum Glück konnten wir das recht gut und erfolgreich drehen und ihr vermitteln, wie wundervoll erholsam so eine Mütze Schlaf zur Nachtzeit doch ist.
Sehr schnell habe ich damals gemerkt, wie wichtig Routinen – gerade zur Schlafenszeit – für Kids sind und wie einfach es ihnen fällt, sich an diese zu gewöhnen, sie mit zu gestalten und anhand dieser ihren Tag „vorhersehbar“ zu machen. Zu wissen, was gleich passiert, macht es Kindern leichter, sich auf die Situationen einzulassen. So werden die Kids nicht ohne Vorwarnung ins Bett gebracht, sondern können sich langsam auf die Schlafenszeit einstimmen.

Die Einschlafroutine

Disclaimer: Ich bin kein Schlaf-Experte. Ich habe mir über die letzten 4 1/2 Jahre ein wenig Wissen angelesen, unsere Kids beobachtet und ihre Bedürfnisse erkannt. Zudem habe ich selbst ein sehr großes Schlafbedürfnis und brauche ein paar Stunden in der Nacht, um am nächsten Tag zu funktionieren. Unser Weg muss nicht für Jeden funktionieren, auch ist das hier nicht als Anleitung gedacht – eher ein Einblick in unseren Weg und vielleicht zieht ihr euch daraus ein paar Ideen und Tipps und setzt sie für euch um.  

Genau wie mit Emma damals, fiel es mir auch mit Paul leichter, eine Abendroutine einzuführen und ihn so mit kleinen Ritualen am Abend auf den Nachtschlaf vorzubereiten, bzw. ihn sanft in den Schlaf zu begleiten, als eine feste Tagesroutine durchzuziehen. Eine feste Tagesroutine folgte erst später, was damit zusammenhing, dass wir uns generell erst einmal neu sortieren mussten.

Nach dem Abendessen startet bei uns die Abendroutine im Badezimmer: Es folgt ein kurzes Bad oder eine Katzenwäsche mit dem warmen Waschlappen, anschließend eine Babymassage mit Bodylotion, bei der ich nebenbei den Babyboy von Kopf bis Fuß lause und kontrolliere (müssen Nägelchen geschnitten werden? Ist der Hautausschlag endlich weg? Fällt mir was anderes auf?) und viel Hautkontakt, danach gibt es eine frische Windel und der Schlafanzug wird angezogen.

Angelehnt an das Kinderbuch „Good Night Moon“ und der Routine von Emma damals, verabschieden wir uns gemeinsam nicht nur vom Tag, sondern auch von den Dingen und Sachen, die uns den Tag über begleitet haben und sagen ihnen Gute Nacht (Kurze Info: Die Routine von damals machen wir mit Emma so schon lange nicht mehr. Sie hat sich mit den Jahren und dem Alter angepasst, verändert, verkürzt, etc. ).
Paul ist mit seinen sieben Monaten ein recht schneller Einschläfer (noch) und weil wir es in den letzten Wochen hingekriegt haben, uns gemeinsam mit ihm an einen Tagesrhythmus mit festen Essens- und Schlafzeiten zu halten, weiß er auch mittlerweile schon ganz genau, was bei den Schlafroutinen, bzw. ganz besonders bei der Abendroutine passiert.
Er weiß mittlerweile schon, wem und was wir nacheinander „Gute Nacht“ sagen und formt ein paar Laute und Silben während der Abendrunde, die mit ein wenig Phantasie in Richtung „Gute Nacht“ gehen könnten. Paul hat verstanden, dass es nach dem Waschen, nach der kurzen Massage und nach dem Gute Nacht Sagen für ihn ins Bett geht – er reibt sich die Augen, knibbelt sich am Ohr, legt seinen Kopf auf meine Schulter, kuschelt sich an und ist mehr als reif für die Nacht.

Rituale, festgelegte Abläufe und Wiederholungen dienen Kindern als Strukturierungs- und Orientierungshilfe im Alltag. Das hängt mit der Gehirnentwicklung von Kindern zusammen. Kinder messen Dingen oder Tätigkeiten erst eine Bedeutung bei, wenn sie sich öfter in ihrem Alltag wiederholen. Rituale können Ängste von Kindern reduzieren und die Selbstständigkeit fördern. In vielen Krippen und Kindergärten gehören feste Rituale, feste Abläufe im Alltag zur Strukturierung dazu und dienen somit zur Orientierungshilfe der Kids.

Ich bin kein Freund von „Sleep Training“ im Sinne von „schreien lassen“ oder der Ferber-Methode. Stattdessen begleiten wir unsere Kinder sanft in den Schlaf. Das ist jedoch, im eigentlichen Wortsinn, auch eine Form von Schlaftraining. Auch bin ich kein Freund von „Wir machen nun diese und jene Methode“, sondern schaue mir gerne unterschiedliche Methoden und Wege an, wie man als Eltern den Kindern sanft und behutsam in den Schlaf helfen kann, bzw. ihnen beibringt, dass Schlafen etwas Schönes und Angenehmes sein kann und schneide das dann auf unsere Möglichkeiten, unsere Bedürfnisse und Situation als Familie zu.
Wie auch immer jede Familie sich eine Routine überlegt: Wichtig ist, dass diese Routine nicht zu kurz und zu schnell erledigt ist, sich aber auch nicht eeeeewig hinzieht. Als Eltern habt ihr da auf jeden Fall das beste Gefühl, was euer Kind braucht, um sich abends vom Tag zu verabschieden. Emma brauchte (und braucht noch immer) länger, hat viel Redebedarf und mag gerne Geschichten hören, Paul ist da genügsamer (verglichen mit Emma damals in dem Alter) und genießt eher die Kuschelzeit mit mir, einem leise gesummten Schlaflied und die Einschlafbegleitung. Ich bin wirklich gespannt, wie sich das in der nächsten Zeit entwickeln wird.

Die perfekte Schlafumgebung

Für guten Schlaf ist es wichtig, die perfekte Schlafumgebung zu schaffen. Nicht nur für Erwachsene, sondern auch für unsere Kleinsten. Zwischen 16 und 18°C ist die perfekte Raumtemperatur und im besten Falle habt ihr vorher noch einmal das Zimmer gelüftet.

Ein abgedunkelter Raum ist notwendig für eine Nacht voll Schlaf. Verdunklungsvorhänge sind praktisch, denn sie verhindern, dass die Kids bei den ersten Sonnenstrahlen am Morgen wach werden.
Dunkelheit hilft dem Körper, das körpereigene Schlafhormon Melatonin auszuschütten und uns müde zu machen. Es wird also auch Babys einfacher fallen, im dunklen Zimmer ein Nickerchen zur richtigen Zeit zu halten.
Babys haben übrigens keine Angst im Dunkeln – ähnlich wie viele Säugetiere auch empfinden sie Dunkelheit als beruhigend und sicher. In Kombination mit White Noise erinnert sie die Dunkelheit an ihre Zeit in Mamas Bauch. White Noise hat uns sehr geholfen, Paul tagsüber für seine Nickerchen hinzulegen. Er war nämlich von Anfang an ein sehr guter Nachtschläfer, machte jedoch tagsüber kein Auge zu, was anschließend zu einem leicht überdrehten Baby führte. Dass er dennoch gute Laune dabei hatte, war Glück für uns und liegt an seinem unglaublich entspannten Wesen.
Betrachtet man die Situation hormonell, wirds schnell kritisch: je länger ein Baby wach ist, umso mehr Cortisol schüttet der Körper aus. Durch kleine Nickerchen tagsüber wird der Cortisolwert verringert und Stress abgebaut. Passiert das nicht, kann es sein, dass das Baby abends völlig übermüdet ist und noch einmal richtig aufdreht. Ich kann aus Erfahrung sprechen: das ist für keinen der Beteiligten angenehm …
Das haben wir erst in den Griff gekriegt, als wir eine Schläfchenroutine tagsüber eingeführt haben. Und was soll ich sagen – ein ausgeschlafenes Baby ist auf jeden Fall ein glücklicheres Baby!

Weißes Rauschen reproduziert nicht nur die lauten Geräusche, die Babies im Mutterleib hören, sondern löst auch eine beruhigende Reaktion bei den Kleinsten aus, insbesondere wenn sie übermüdet und überstimuliert sind. Ein Reflex vieler Eltern ist es Schhhhhh-Geräusche zu machen (Shushing), wenn das Baby weint, unruhig ist oder sich nicht beruhigen kann. Viele machen es intuitiv, andere ganz bewusst, denn sie wissen, dass es sich wie das Rauschen des Blutes anhört, welches das Baby im Mutterleib hörte.
Wenn Babys etwa vier Monate alt sind und zwischen den einzelnen Schlafzyklen erwachen, schalten sich ihre Sinne vollständig ein. Weißes Rauschen bedeutet, dass sie das gleiche tröstende Geräusch hören, welches sie beim Einschlafen hörten und es fällt ihnen leichter, Schlafzyklen zu verbinden, bzw. gleich wieder einzuschlafen.
Hier kam bei uns das Fisher-Price Traumbärchen Mobile zum Einsatz: es spielt nicht nur eine wunderschöne Schlummermelodie, sondern auch beruhigende Naturgeräusche und eben White Noise. Letzteres nutzten wir, um für den Babyboy tagsüber eine angenehme Schlafsituation zu schaffen.
Die Lichtershow aus Sternen, die an die Decke und Wand projiziert wird, kann in die Einschlafroutine eingebaut oder auch abgeschaltet werden. Für ältere Kleinkinder kann das Lichtgerät abmontiert werden und auf dem Nachttisch für die Lichtershow im Kinderzimmer sorgen. Ich würde lügen, wenn ich behaupte, dass Emma kein Stück neidisch auf den Sternenhimmel ist …
Die niedlichen Traumbärchen am Mobile faszinieren Paul besonders nach dem Aufwachen noch eine Weile – er schaut sie sich an, greift nach ihnen und er hat schnell herausgefunden, dass er nur kräftig genug mit den Händen wedeln muss, damit sich die kleinen Bärchen im Luftzug drehen und tanzen. Ob die Rotation der Bärchen eingeschaltet oder ausgeschaltet ist, ein Hingucker sind sie auf jeden Fall!

Genauso wie bei Emma gibt es auch bei Paul einen Kuschelfreund, der beim Nickerchen und auch beim Nachtschlaf dabei ist. Das hat mehrere Gründe: Ein Kuscheltier ist ein prima Tool zur Beruhigung und gibt Sicherheit. Zum anderen ist das Kuscheltier auch ein hervorragendes zusätzliches Signal, dass es jetzt Schlafenszeit ist. Hat sich euer Kind an einen Kuschelfreund oder einen Tröster gewöhnt, solltet ihr sicher stellen, dass dieser Freund auch immer dabei ist, wenn es ans Schlafen geht. Ein Doppelgänger, versteckt in Mamas und Papas Kleiderschrank (oder einem anderen geheimen Ort), kann da von Vorteil sein, wenn der Kuschelfreund plötzlich nicht mehr auffindbar ist und die Tränen nicht aufhören wollen zu kullern … :( Alles schon erlebt.

Ein Schlafsack ist selbstverständlich, denn aus einer Decke strampeln sich die Kleinen gerne mal frei oder aber die Gefahr besteht, dass sie sich diese über ihr Gesicht ziehen. Ein Schlafsack sollte von der Dicke den Temperaturen im Schlafzimmer angepasst sein, ebenso die Kleidung die das Baby darunter anzieht. Hier habt ihr eine informative Tabelle, wenn ihr euch nicht sicher seid, wie dick oder dünn ihr euer Kind bei welchen Temperaturen anziehen sollt.
Ist den Kleinen zu kalt oder zu warm, ist an Schlaf nicht wirklich zu denken und sie wachen auf.

Routine-Schmoutine

Jaja. Aber wie das alles so mit dem Leben ist: Es folgt selten wirklich dem geschickt ausgeklügelten Plan A. Und auch Ersatzplan B – F sind oft nicht immer einzuhalten. Das lernt man quasi ab dem Moment, in dem man Eltern geworden ist. Der Erfolg einer halbwegs funktionierenden Tagesroutine wird bei uns ständig torpediert aufgrund von Terminen, Events, Urlauben, Krankheit, etc., die sich nicht an die Routine halten. Somit steht auch immer mal wieder in Frage, ob die Zeiten fürs Nickerchen eingehalten werden können und demnach auch die abendlichen Schlafzeiten.
Struktur und Routinen sind hilfreich im Alltag mit Kids – Ausnahmen bestätigen die Regel. Sie helfen nicht nur den Eltern, sondern auch den Kids durch den Tag, die Woche, den Monat und das Jahr zu navigieren und irgendwie ihren Platz zu finden.
Sehr wichtig. Aber eben nicht immer zu 100% einzuhalten. Zum Beispiel im Urlaub – fremde Hotelzimmer, andere Geräusche, keine flexibel zu gestaltenden Essenzeiten, andere Temperaturen, generell alles anders und aufregend. Grob eine Struktur zu haben, in die man immer wieder zurückfallen kann, die ein Sicherheitsnetz bietet, die Eltern und Kindern hilft, den Alltag zu meistern, kann allerdings auch im Urlaub oder in besonders stressigen Tagen zuhause nicht schaden. Dass alles mal Kopf steht, nichts funktioniert und über den Haufen geworfen wird, ist völlig normal. Und auch wichtig. Die Bedürfnisse der Kinder, der Familie ändern sich ja auch stets – da flexibel zu bleiben, ist wichtig.
Das zu wissen oder wenigstens im Hinterkopf zu behalten plus eine ordentliche Portion Gelassenheit können dabei helfen, als Eltern ebenfalls sich anhand von Ritualen und ein bisschen Struktur durch den Familiendschungel zu kämpfen.

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