Advice BABY Life

Das Ende der Dreisamkeit – DINGE, DIE ICH NOCH ERLEDIGEN WILL, BEVOR DAS 2. BABY DA IST


 

Vor 4 Jahren gab es diesen Artikel bezogen auf das Ende unserer Zweisamkeit und den Dingen, die ich noch erledigen wollte, bevor wir dann zu dritt sind. Nachdem ich schon den „Whats in my Bag – Schwangerschafts Edition“ Artikel erneuert habe, macht es doch voll Sinn auch diesen einmal neu für die neue Situation zu schreiben. Ein paar Dinge sind gleich, ein paar Dinge typisch Nestbautrieb und ein paar Dinge ändern sich auch…

 

Babymoon zu dritt

Dass wir noch einen Babymoon zu dritt gemacht haben war mir unglaublich wichtig! Nicht nur, um einfach für meinen Seelenheil einfach noch einmal runterzufahren, meinen Preggo Body im Meer und Pool auf Normaltemperatur runter zu kühlen (Stichwort: Wassereinlagerungen! Ich konnte tatsächlich im Urlaub die Birkenstocks wieder eine Nummer enger schnallen!), sondern auch einfach diese intensive Zeit abseits des Alltages, der dominiert von Terminen, Arbeit und KiTa, für uns zu nutzen. Ein letzter Urlaub, nur zu dritt, nur wir und mit einem Kind – vermutlich war das der mit Abstand entspannteste Urlaub seit unserer Hochzeitsreise ohne Kind. Es war traumhaft, denn keinerlei Verpflichtungen, keine großartigen Ausflüge und keine Deadlines bestimmten den Alltag – nur die Frage, obs denn heute an den Strand oder eher an den Pool geht.

 

Die Wohnung Baby sicher machen

Ach, herrje… wir fangen mit dem ganzen Kram wieder von vorne an. Das ist vielleicht ein Nachteil, wenn man den Altersabstand zwischen seinen Kids so groß werden lässt: Die Wohnung ist zwar kindgerecht, aber nicht Babysicher. Zudem haben wir jetzt auch noch eine Treppe in der Wohnung, die von krabbelnden Babies – wie ich hörte – gerne mal todesmutig hinabgestürzt wird. So ein Treppengitter ist zwar jetzt noch nicht akut, aber steht schon auf der To Do Liste für die nächsten Monate.
Was noch getan werden muss: Das Arbeits-/Gästezimmer wird in naher Zukunft zum Babyzimmer umgebaut. Mittlerweile kann in diesem Zimmer weder jemand arbeiten, noch übernachten, weil alles mit Kartons vollgestapelt ist. Kartons mit Dingen und Sachen für das Baby, die wir demnächst brauchen werden. Also wird in den letzten wenigen Wochen vor Geburt (OHA! Das sind jetzt auch nur noch etwa 4 Wochen!!!!) noch einiges ausgepackt, aufgebaut und rum geräumt. In den ersten Wochen und Monaten wird Rocketboy das Zimmer nicht wirklich nutzen, da ich im Schlafzimmer eine prima Nische für ihn eingerichtet habe und mein Plan auch ihn zu stillen fest steht. Ein Trepp-auf, Trepp-ab des Nachts kommt für mich nicht in Frage, darum wird der Kleine bei uns im Schlafzimmer in einem Stubenwagen schlafen.
Nestbautrieb par excellence bricht übrigens auch bei den Vätern aus – seit 2 Tagen hockt Jakob in unserem Keller, mistet aus, sortiert und verschafft sich einen Überblick, was dort eigentlich gelagert ist. Fun Fact: Seit dem Umzug waren wir nicht wirklich dort drin und es liegen nicht nur 140 Umzugskartons gestapelt dort, sondern auch diverse unausgepackte Kisten mit Dingen und Sachen. Ein aufgeräumter Keller bietet wiederum viel Stauraum und Platz für andere Dinge, die in der Wohnung rumstehen, zur Zeit (noch) nicht gebraucht werden und auch Kinderspielzeug kann dort für kurze Zeit „in den Urlaub geschickt“ werden. Spießerlevel 3000 ist ein aufgeräumter und gut sortierter Keller!
Auch komme ich gerade mit meinen Emails, vielen Anfragen und Nachfragen nicht so schnell hinterher, wie ich es gerne würde. Das nervt mich persönlich sehr und wenn man aufgrund aktueller Geschehnisse bezüglich Kennzeichnungsrecht und den vielen Abmahnungen immer up to date sein möchte und muss, ist man sehr viel mit Arbeit beschäftigt, die eher rückwirkend wichtig ist und einen gerade wenig nach vorne bringt. Nervig, denn so bleiben viele andere Dinge liegen, die eigentlich spannender sind.

 

Hilfe fürs Wochenbett aka Die Schwiegermutter

Ich habe es sicher schon an der einen oder anderen Stelle erwähnt: Ich habe meine Schwiegermutter sehr, sehr gern. Als sie von sich aus anbot, kurz vor dem errechneten Termin zu uns zu kommen, zu helfen und auch noch einige Zeit nachdem das Baby dann da ist, zu bleiben, brach ich vor Freude in Tränen aus. Jaja, Schwangerschaftshormone. Aber auch, weil ich mich daran erinnerte, wie arg ich die allererste Zeit mit Baby damals vor knapp 4 Jahren auf die leichte Schulter nahm und ordentlich auf die Nase fiel. Wir hatten einen groben Plan, wie das alles funktionieren könnte, aber mit der Hilfe einer zusätzlichen vertrauten Person im Haus, die einem vielleicht mal das eine oder das andere Kind abnimmt, den Rücken frei hält oder sich um dies das Ananas kümmert, ist einfach Gold wert!

 

Wellness

Vor der Geburt möchte ich noch ganz dringend noch zur Pediküre. Pediküre deshalb, weil ich beim letzten Mal, als ich es selbst versucht habe, gehörig ins Schwitzen kam, da ich aufgrund des großen Bauches einfach nicht mehr an meine Füße kam und diese gerne tippi toppi hätte, wenn das Baby da ist, damit ich mich darum einfach die erste Zeit nicht mehr kümmern muss.
Wenn ich dann schon dort bin, vielleicht noch eine schnelle Maniküre. Mit meinen Fingernägeln bin ich eigentlich sehr eigen und selten zufrieden, wenn sie mir jemand anderes macht. Auch empfinde ich es hin und wieder als Entspannung, sie mir Abends zu feilen. Aktuell wachsen sie auch wie Unkraut (Yeah! Schwangerschaftshormone!), somit wäre eine Maniküre beinahe überflüssig…
Auch steht noch ein letzter Friseurbesuch vor der Geburt an, den ich hoffentlich auch einhalten kann. Wir haben schon gescherzt, sollte mir bei dem Termin die Fruchtblase platzen, fährt mein Friseur auf jeden Fall im Krankenwagen mit (man soll ja dann möglichst liegend transportiert werden) und schnippelt noch zu ende :) Ich mag ihn und seinen Humor sehr – wir sind da auf einer Wellenlänge :)

Tatsächlich überlege ich, mir noch selbst Wimpernextensions einzusetzen. Klingt vielleicht nach viel Chichi und „was soll der Mist?“, aber gerade nach der Geburt, wenn man sich eh schon wie ausgekotzt fühlt, möchte man vielleicht nicht so aussehen. Und aus meiner Erfahrung lässt sich die Umgebung und auch das Spiegelbild täuschen, wenn die Augen on fleek aussehen. Material hab ich da, die Geduld auch, jedoch bin ich mir noch unsicher…

 

 

Die letzte Zweisamkeit

Die letzte Zweisamkeit durften Jakob und ich auch schon genießen. Uns fiel nämlich auf, dass wir, selbst wenn das große Tochterkind mal eine längere Zeit nicht zuhause ist, dann doch nicht allein sein werden, da ja das Baby da ist. Nicht falsch verstehen, aber ein romantischer Abend zu Zweit wird in den nächsten Wochen und Monaten sehr wahrscheinlich extreme Mangelware sein. Ein anspruchsvoller Wirbelwind und einen Säugling kriegste nicht mal eben beim Babysitter unter (oder vielleicht doch?), ohne selbst Tausend Tode zu sterben und vermutlich kannste den Abend überhaupt nicht genießen, weil die Brüste auslaufen oder die Gedanken bei den Kids sind.
Die 4 Tage, die wir allein zuhause waren, war schön für uns als Paar, als Eltern und ein kleiner Reminder, dass der Weg, den wir für uns gewählt haben, der richtige war. Manchmal muss man auch mal kurz vermissen, um wieder zu erkennen, was man aneinander hat.
Darum war ich so happy, als ich die letzten Presse Previews für einige Kinofilme noch entspannt wahrnehmen konnte und auch noch wenige Tage vor der Geburt ein Kinotermin ansteht. Ob ich den schaffe? Ich hoffe doch sehr!! Als jemand, der Kino wahnsinnig liebt, ist es doch dezent tragisch, wenn man dann laaaaange Zeit nicht gehen kann.
Storytime: Ich las vor Ewigkeiten den Thriller „Ich.darf.nicht.schlafen“ von S.J. Watson und hörte in meiner ersten Schwangerschaft, dass das Buch verfilmt werden soll. Mega!! Das Buch war so fesselnd und mit Nicole Kidman, die für die Hauptrolle gecastet wurde, kann der Film nur super werden! Im ersten Babyjahr lebte ich quasi unterm Stein und kriegte nicht mit, dass der Film dann recht erfolgreich im Kino war und als ich endlich unterm Stein hervorkroch und Freundinnen erzählte, dass da wohl bald eben jener Film in die Kinos kommen wird, erntete ich einen Haufen hochgezogener Augenbrauen: „Frosti… den Film gibts seit Monaten auf DVD„. Soviel zum Thema Babybubble.
Ich bin also froh, dass ich noch „Ant-Man and the Wasp“ in der Presse Preview sehen konnte und hoffentlich in wenigen Tagen dann noch „Christopher Robin„, der Mitte August (HA! genau zum Due Date von Rocketboy) offiziell in die Kinos kommen wird. Fingers Crossed!
Auch genießen wir jetzt noch jeden Abend der Ruhe und Stille und einfach zu Zweit, wenn das große Mädchen im Bett ist.

 

Bauchshooting(s)

Ich habe noch eine kleine To Do Liste, oder eher gesagt eine „To Shoot Liste“ mit Fotoideen, die ich noch ganz dringend mit Schwangerbauch machen möchte.
Generell ist das mein Tipp an alle Schwangeren: Fotografiert euch und euren Bauch, so viel es geht! Ihr braucht nicht zwingend einen Profifotografen dafür. Schaut euch mal bei Pinterest um und holt euch Inspirationen für Pregnancy Shootings. Es gibt viele, viele tolle Ideen, die man zuhause, mit wenig Equipment ganz easy nachstellen kann. Man weiß nie, ob die aktuelle Schwangerschaft wirklich die letzte ist und da jede Schwangerschaft einzigartig ist, sollte auch jede individuell festgehalten werden. Für euch. Für euer Fotoalbum.

 

Autoresponder

Ich habe in der ersten Runde die Abwesenheitsnotiz in meinem Emailpostfach schlicht vergessen. Als Selbstständige ein Ding der Unmöglichkeit :D HAHA! Während Angestellte um die 6 Wochen vor Geburt in den Mutterschaftsurlaub gehen, war ich eben als Selbstständige bis zur Niederkunft am Arbeiten. Und direkt danach.
Was aber auch im ersten Moment alles andere als tragisch war, denn ich habe tatsächlich – true story – zur Beruhigung und Ablenkung noch in der Klinik, während ich meine Wehen in der Badewanne (in der ich zur Entspannung lag) weg atmete, noch Emails beantwortet. Manche Frauen schminken sich, andere spielen Instrumente, ich beantwortete Emails. Letzten Endes soll jede Frau in den Wehen das tun, was sie entspannt, beruhigt und ihr gut tut. I am not here to judge.
Diese Runde würde ich dennoch gerne den Autoresponder einstellen, um mir nach der Geburt so die Ruhe und den Abstand von der Arbeit nehmen, den ich vielleicht brauche.

 

Meal Prep!

Uff. Aus der ersten Runde habe ich gelernt, dass ein zaghaftes „Ich frier mal 3 Essen ein“ und ein voller Tiefkühler mit Pommes, Kroketten und diversen Gemüsebeuteln nicht als Meal Prep ausreicht. Drei Essen sind schnell aufgebraucht, der rest schmeckt mit Ketchup geil, ist aber nicht das, was eine Mom im Wochenbett braucht. Da muss es nahrhafter sein. Zeit zum Kochen hat man nicht wirklich, meist auch nur eine Hand frei und großartig Lust auf das Prozedere hat man erst recht nicht. Dieses Mal sieht alles etwas anders aus – Jakob ist zuhause, die Schwiegermutter ist da und ich kann mich wirklich ins Wochenbett fallen lassen. Dennoch wird dahingehend vorbereitet, der Tiefkühler anständig aufgestockt und noch ein paar weitere Vorkehrungen haben wir getroffen, um es uns so einfach wie möglich (auch für die Zeit nach dem Wochenbett und überhaupt) zu machen. Mehr dazu demnächst.

 

Habe ich was ganz wichtiges vergessen? Wie siehts aus? Wer hat noch Tipps? 

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6 Comments

  • Reply
    Jenny
    31. Juli 2018 at 13:34

    Wellness würde ich dir auf jeden Fall empfehlen! Ich selbst habe in meiner Schwangerschaft 24kg zugenommen, hatte Hände und Füße so dick wie vom Michelin Männchen. Vor der Geburt habe ich mir auch nochmal das volle Programm gegönnt um mich etwas wohler in meiner Haut zu fühlen: Pediküre (man kommt ja eh nicht mehr ran), Frisör und Wimpern Extensions. Letzteres lohnt sich wirklich, wenn man noch die brauen färben lässt, sieht man trotz Schlafmangel wach und zurecht gemacht aus. Halte noch gut durch bis es soweit ist! Liebe Grüße Jenny

  • Reply
    Heide
    1. August 2018 at 10:28

    Oh Anna, ich freue mich so und bin so aufgeregt für euch mit.
    Alles alles alles erdenklich gute euch vieren!!!

    (Da ich halb durchgedreht bin bei dem Milchbad-shooting: folgen da noch mehr Fotos? Es ist wunderschön!! )
    Liebste Grüße, Heide

  • Reply
    ANNA
    1. August 2018 at 11:48

    Vielen lieben Dank -das sind eine Menge Tipps,die man selbst erstmal nicht auf dem Schiem hat (jetzt wächst meine Liste um noch zwei Punkte )
    Eine Rückfrage : habe ich richtig verstanden,dass du meinst man muss nach einem Blasensprung liegend transportiert werden ?!

    Ich fände es übrigens spannend zu wissen,ob die Babys merken dass die Mama noch die to do s hat und sich dementsprechend noch „zurück halten“..?!

    • Reply
      Anna Frost
      1. August 2018 at 12:00

      soweit ich informiert bin, sollte man doch eher liegend transportiert werden. die genaue Auskunft gibt dir aber dein FA oder die KLinik bei der Geburtsanmeldung. Weniger dramatisch ists, wenn das Baby schon perfekt mit dem Kopf im Becken liegt. Informiere dich da aber bitte nochmal bei deinem Doc.
      Meine Tochter kam exakt am ET, wir waren fertig mit allem. Wie es beim Rocketboy aussieht, kann ich noch nciht sagen :) Ich denke aber, dass man da nicht großartig zu 100% was zu sagen kann. Ich glaube, es kommt auf den Körper an, ein bisschen auf den Charakter des Babies (ich bin da ein ganz großer Believer was Sternzeichen und die dazugehörigen Charaktereigenschaften angeht) und eben auch auf die Mutter an – will sie das Baby schon gehen lassen? Kann sie loslassen?
      Und eben medizinische Gründe, aber das versteht sich von selbst.

  • Reply
    Tine
    2. August 2018 at 9:52

    Deine Liste hört sich doch wirklich gut an! Und wie schön ist bitte das Bild von dir in der Badewanne? 😍
    Ich hatte mir 3 Wochen vor Geburt auch noch einen Pediküre Termin gemacht und noch am Telefon gemeint, dass ich natürlich hoffe, diesen wahrnehmen zu können. Mein Sohn war aber wohl der Meinung, dass ich keine schönen Fußnägel brauche und kam genau an diesem Tag zur Welt 😅
    Ich wünsche dir eine gute Geburt und euch alles erdenklich Gute zu viert!

  • Reply
    Melanie
    5. August 2018 at 6:54

    Hast du Tipps oder Rezepte fürs Vorkochen? Würde gerne was für eine Freundin von mir machen.
    Liebste Grüße,
    Melii

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