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Wenn die Gedanken Achterbahn fahren – 6 Schritte für mehr Fokus und innere Ruhe

Kaya Feministin Fafine

Ich liebe es neue Dinge zu lernen, Wissen anzusammeln und das Gefühl zu haben dabei ein Stück zu wachsen.
Da ich momentan aber wenig Zeit habe und oft gestresst bin dachte ich, ich probiere mal Hörbücher zu hören. Also fragte ich einen Freund der mich gut kennt, was er mir empfehlen würde und er riet mir zu „Start with Why“. Ein Buch von welchem er sagte, dass er glaube, es könnte mir in meiner momentanen emotionalen Lage helfen. Also lud ich es mir als Hörbuch runter und fing an, es auf dem Weg zur Uni zu hören.
Doch schon in den ersten Minuten musste ich immer wieder zurückspulen, weil meine eigenen Gedanken mich so ablenkten, dass ich nicht richtig zuhören konnte, was mir Simon Sinek da gerade eigentlich vorgelesen hat.  Und das ging die ganze Zeit so weiter, bis ich nach nicht mal 10 Minuten das Hörbuch pausierte und für mich feststellte: Genau das ist dein Problem, Kaya.

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Ich bin momentan so ruhelos, dass ich mich nicht mal darauf konzentrieren kann einer Sache zuzuhören, die mich wahnsinnig interessiert. Meine Gedanken wandern zu Terminen die ich habe, Hausaufgaben die noch gemacht werden müssen, Sachen die noch zu erledigen sind. Ich schaffe es nicht, mich 5 Minuten auf eine Sache zu konzentrieren, ohne direkt abgelenkt zu sein.
Einerseits sicher dadurch, dass momentan so viel in mir vorgeht, andererseits aber gewiss auch daher, dass ich es nicht mehr gewohnt bin mich nur mit einer Sache zu beschäftigen.
Wenn ich einen Film zuhause gucke, bin ich nebenbei am Handy; Nachrichten lese ich eher im Durchscrollen durch die neuen Meldungen, als Meldung für Meldung; Meine Unterhaltungen mit Leuten sind meist schnell und intensiv; wenn ich lerne, habe ich zwei Hefte und drei Bücher offen und mache nebenbei noch Notizen. Hello Multitasking!

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Ich nehme mir keine Zeit mehr für die Dinge, alles geht schnell. Und so eben auch meine Gedanken.
Kein Wunder, dass ich mich gestresst fühle.

Mir war klar, dass ich Taktiken für mich entwickeln müsste, wie ich runterfahren kann, mal langsam machen und lerne, mich wieder auf Dinge konzentrieren zu können. Achtsamkeit ist hier vielleicht auch ein Stichwort…
Achtsam will ich jetzt versuchen verschiedene Schritte einzuhalten, um wieder ein wenig innere Ruhe zu finden und um die Fähigkeit, mich konzentriert mit einer Sache zu beschäftigen, wiederzuerlangen. Wie ist das bei euch? Habt ihr auch solche Taktiken die sich bereits bei euch bewährt haben, oder probiert ihr eventuell gerade neue Dinge aus? Ich bin gespannt, vielleicht können wir so die Liste gemeinsam erweitern! 

Folgende Schritte habe ich mir überlegt:

  1. Bewusst ausschalten

    Handy auf Flugmodus, Laptop zuklappen, Fernseher ausschalten, bei Alexa das Kabel ziehen: Einfach mal alles ausschalten, was schnellen Medienkonsum zulässt und stattdessen zu einem Buch greifen, Tagebuch schreiben oder etwas basteln. Das hilft zB. auch Anna immer wieder, sich zu rebooten (klick hier). Etwas finden, was ein wenig Zeit in Anspruch nimmt und Konzentration über einen längeren Zeitraum erfordert. So trainieren wir mal länger bei einer Sache zu bleiben und nehmen ein wenig Abstand davon, viele Eindrücke von Bildern und Geräuschen in einer kurzen Zeit zu haben.

  2. Meditationsübungen

    Mir hilft es ungemein, wenn ich mir vor dem Schlafengehen 15 Minuten nehme, um runterzufahren. Am besten geht das für mich mit einer geführten Meditation, da meine Gedanken sonst zu schnell wieder hin und her springen. Ich nutze dafür die App “Breathe”, die Meditationen auf englisch anbietet. Zum Runterfahren, um Nettigkeit und Empathie für meine Mitmenschen zu entwickeln oder auch zum Einschlafen.

  3. Gedanken zulassen und auch loslassen

    Während einer Autofahrt oder einer längeren Bahnfahrt einfach mal Musik ausschalten und Handy weglegen (beim Selbst Autofahren sowieso!!) und die Gedanken zulassen. Einmal alles durch den Kopf durchziehen lassen, sich überschlagen lassen aber dann: loslassen. Wenn man das Gefühl hat nun jeden Gedanken drei Mal durchgegangen zu sein, einfach anfangen bewusst zu atmen und sich darauf konzentrieren, wie der Atem fließt.

  4. Rituale entwickeln

    Am einfachsten fällt es mir, Rituale am Abend einzuhalten. Dabei kann es etwas ganz einfach sein: eine Gesichtspflegeroutine, sich seine Sachen für den nächsten Tag bereitlegen, den Schreibtisch aufräumen, etc. Solche Routinen helfen, ein wenig Ordnung und Entschleunigung in den Tag zu bringen und können auch so etwas wie eine kleine Belohnung nach einem langen Tag sein!

  5. Bewegung

    Es muss nicht gleich ein Marathon sein und man muss auch nicht zum Instagram Fitnessguru werden, aber jeden Tag ein wenig Bewegung tut unheimlich gut. Ich gehe gerne und regelmäßig ins Fitnessstudio und mache an manchen Tagen nach dem Aufstehen (das eher unregelmäßig) 10 Minuten Yoga. Und selbst wenn es nur ein kleiner Spaziergang an der frischen Luft ist: Bewegung hilft dem Körper zur Ruhe zu kommen und somit zu entspannen.

  6. Sich nicht verurteilen wenn es mal nicht klappt

    Manche Tage sind zu voll, an manchen Tagen hat man vielleicht auch einfach keine Lust auf die Ruhe mit sich selbst und möchte einfach nur vor dem Fernseher einschlafen. Das ist ok! Man sollte sich nicht verurteilen wenn man mal nicht möchte oder wenn die Gedanken auch nach der fünften Meditationsübung immer wieder abdriften. Solche Tage gibt es eben. Auch eine Serie von mehreren Tagen hintereinander. Macht nichts, life goes on, morgen ist ein neuer Tag. Es ist ein kontinuierlicher Prozess, wenn es einen Tag eben nicht klappt dann ist das so. Kein Grund sich schlecht zu fühlen!

 

Photos by Corey Blaz / Andrew Neel / Lesly Juarez

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1 Comment

  • Reply
    Vanessa von Sukhi
    15. Dezember 2017 at 8:29

    Offline zu gehen, gerade während des Feierabends, finde ich auch unglaublich wichtig. Man muss nicht immer immer erreichbar sein und jeder Nachricht sofort antworten!

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