Advice Life

Stichwort Kennzeichnung – so kennzeichne ich

FullSizeRender 30

Am Anfang der Woche erschien ein Interview mit mir in der Printausgabe W&V zum Thema Werbekennzeichnung. Ein zweiseitiges Stück zu einer aktuell heiß diskutierten Thematik, die meiner Meinung nach demnächst auch nicht weiter abebben, sondern sich tatsächlich weiter zuspitzen wird. Kennzeichnung von werblichen Inhalten hat es auf Fafine schon immer gegeben, bzw. schon immer transparent, seit das erste bezahlte Werbeposting vor etlichen Jahren von mir verfasst wurde. Ich hatte niemals ein Problem damit, meine Werbebeiträge zu kennzeichnen und offen zu legen, welche Beiträge finanzielle Unterstützungen erhielten. Und ich darf mich zu den glücklichen Bloggerinnen zählen, die eine Community und Leserschaft haben, die das schon von Anfang an zu schätzen wusste und verstand, dass man meine Meinung nicht kaufen kann und dass auch in einem finanziell unterstützten Artikel stets meine Meinung stand und keinerlei stumpfe Werbeversprechen via Copy/Paste runtergebetet wurden.

FullSizeRender 29

In diesem Interview positioniere ich mich mehr als deutlich für eine Kennzeichnung und sage auch, dass ich es nicht verstehen kann, wie man als Blogger, Influencer, etc eine Kennzeichnung eines werblichen, finanziell unterstützten Beitrages vergessen kann oder schlicht und ergreifend es nicht tut, weil man der Meinung ist, dass es der Performance schadet. Letzteres ist ein Irrglaube, den ich nicht bestätigen kann. Ich bin nämlich ebenfalls der Meinung, dass guter Content – ob werblich oder nicht – einfach gut performed. Wer langweilig schreibt, nicht zum Punkt kommt, keinen Mehrwert bietet oder einfach seine Glaubwürdigkeit verzockt hat, der muss sich nicht wundern, wenn seine Beiträge nicht gelesen werden.

Viele Kennzeichnungsformen und -pflichten sind aktuell noch nicht zu 100% festgelegt, bzw. ändern sich immer wieder. Ich als Contentcreator und Betreiberin meiner eigenen Plattform bin dazu verpflichtet, mich stets auf dem Laufenden zu halten. Und das für alle Plattformen, die ich bespiele. Ich bin bei dem Thema Kennzeichnung übervorsichtig – schon immer gewesen – und habe auch diverse Vorträge gehalten, auf denen ich meine Art der Kennzeichnung beschreibe. Und ja, auch in einem 5-Köpfigen Team passieren dann Flüchtigkeitsfehler, sodass eine Kennzeichnung nicht korrekt ist. So geschehen mit den Affiliate Links hier im Blog und auch in der Infobox auf YouTube.

Langjährige Leser wissen, dass ich nur Dinge und Sachen empfehle, die ich ausprobiert habe – somit sind die verlinkten Objekte, Produkte, Dinge und Sachen auch in den meisten Fällen in meinem Besitz und sind in Outfits, Beautypostings oder auch in den Vlogs zu sehen. Um es allen Beteiligten einfacher zu machen und mehrfaches Nachfragen zu vermeiden, wird z. B. auf YouTube in den Infoboxen der Videos die zu sehenden Produkte, Kleidungsstücke und Dinge und Sachen verlinkt. Diese Links sind in den meisten Fällen Affiliatelinks.

Was ist ein Affiliatelink?

„Die Vermittlung geschieht in der virtuellen Welt des WWW durch einen Link. Ein solcher Affiliate-Link enthält einen speziellen Code, der den Affiliate eindeutig beim Händler identifiziert. Vereinfacht heißt das: durch den Link mit Partnerkennung erkennt der Händler, von wem der Kunde geschickt wurde. Provisioniert werden die reinen Klicks auf das Werbemittel („Click“), die Übermittlung qualifizierter Kundenkontakte („Lead“) oder der Verkauf („Sale“). Es gibt eine Vielzahl möglicher Kombinationen und Varianten. Im Gegensatz zum Merchant (wörtlich: Händler; hier auch Programm-Anbieter oder -Betreiber), der Waren oder Dienstleistungen anbietet, fungiert der Affiliate also lediglich als Schnittstelle zwischen Händlern und potenziellen Kunden.“

(Quelle: Wikipedia)

Bedeutet übersetzt: Klickt ihr auf diesen Link und kauft das Objekt der Begierde, bekomme ich eine Provision. Ihr zahlt nicht mehr und nicht weniger, als den normalen Preis. Da sind weder versteckten Kosten, noch wird euch eine Waschmaschine zusätzlich ans Bein gebunden; ihr zahlt nur der stinknormalen Preis. Der Händler jedoch gibt eine Provision ab.

Letztenendes gehören Links und Produktempfehlungen, sowie Links zu Bekleidungsshops auf einem Blog dazu, sie gehören zu meinem Blog schon lange und es wird sie auch weiterhin geben. Es ist ein Service. Und es schadet niemandem, wenn über Affiliate Links etwas gekauft wird. Im Gegenteil: Ihr unterstützt mich.

Entgegen vieler Meinungen und Ängste kann ich nicht sehen, wer was kauft. Ich sehe zwar in meinen Statistiken, dass z. B. ein bestimmter Pullover mehrfach geklickt wurde, vielleicht 23 Mal gekauft wurde, aber ich sehe nicht, ob genau DU ihn gekauft hast. Schon gar nicht sehe ich deine Daten, die du bei dem Shop hinterlässt. Ich weiß nicht, wer sich diesen Unfug ausgedacht hat – es stimmt einfach nicht. Diese anonymisierten und wenigen Informationsschnipsel aka Statistiken sind zur Auswertung für mich jedoch ganz gut, da ich so z.B. auf eure Interessen eingehen kann.
In meinen Datenschutzrichtlinien ist für jeden einsehbar, welche Tools ich verwende, verwendet habe, kurz ausprobierte und vielleicht sogar gedenke zu nutzen.

Wie ich eingangs sagte, bin ich übervorsichtig beim Thema Kennzeichnung und somit müsste ich, hielte ich mich an meinen eigenen Kodex, auch die Affiliatelinks kennzeichnen. Dies wird in Zukunft stärker kontrolliert. Da vieles rechtlich noch nicht geklärt ist, gilt für mich der Grundsatz: lieber zu viel kennzeichnen als zu wenig. Und daher bin ich dazu übergegangen, sämtliche Affiliate-Links genau wie einen bezahlten und beauftragten Werbepost als Werbung zu kennzeichnen und darauf zu achten, dass dies auch für bereits veröffentlichte Videos so ist.

Da ich, wie viele Bloggerinnen und Blogger, mehrere Plattformen bespiele und dort meinen Content teile, der ja auch teilweise eine finanzielle Unterstützung eines Sponsoren erhielt, bin ich auf jeder dieser Plattformen zur Kennzeichnung verpflichtet. Bei einigen Plattformen gibt es spezielle eigene Tools, die zu nutzen sind, bei anderen Plattformen eben nicht.

Ich habe euch – zur Inspiration, zum Abgucken, zum Kopieren oder einfach nur zur Info – eine Auflistung dessen gemacht, wie ich aktuell kennzeichne. Ich sage „aktuell„, da es sich jederzeit aufgrund von neuen Bestimmungen wieder ändern kann.

//DISCLAIMER// 
Dies ist keine Rechtsberatung. Ich schreibe hier lediglich zur Information, wie ich meine werblichen Beiträge kennzeichne, um Transparent zu arbeiten. Die Informationen stellen keine Rechtsberatung im Einzelfall dar. Zur Lösung von konkreten Rechtsfällen konsultiert bitte unbedingt einen Rechtsanwalt.

So kennzeichne ich meine Blogbeiträge:

Hier wird sich in den nächsten Tagen und Wochen, wenn das neue Blogdesign ausgerollt wird, einiges ändern. Aktuell stoße ich designtechnisch auf Grenzen und muss mir anders verhelfen.

Bei einem finanziell unterstützten Blogpost, einem gesponserten Artikel, ist es wichtig, dass der Leser / die Leserin erkennt, dass es sich um Werbung handelt, bevor er/sie auf den Artikel klickt. Ob der/die LeserIn das nun auf eurer Blogstartseite tut, von Instagram, Facebook oder von welcher Plattform auch immer kommt – es muss vorher klar sein, dass es sich um einen werblichen Artikel handelt.

Eine Kennzeichnung, wie „In freundlicher Zusammenarbeit mit…XYam Ende eines Artikels ist keine rechtlich korrekte Kennzeichnung! Hat der/die LeserIn den Artikel bis zum Ende gelesen und erfährt dann erst, dass es sich um werblichen Content handelt, ist es nicht transparent und schon gar nicht fair gewesen.

Da ich Designtechnisch aktuell etwas eingeschränkt bin, habe ich mich mit meinem Team bisher so geeinigt, dass eine Grafik am Anfang des Artikels den /die LeserIn auf den folgenden werblichen /finanziell unterstützen Content hinweist. Diese Grafik ist Dank alt-Text auch lesbar für Lesehilfeprogramme für Menschen mit eingeschränkter Sehkraft.  Da aber auch diesbezüglich noch keine 100%ige Rechtssicherheit besteht und das Wörtchen “gesponsert” nicht jedem klar ist, werden Beiträge zukünftig auf fafine.de mit “Werbung” oder “Anzeige” gekennzeichnet. So ist eindeutig, wenn es sich nicht um einen frei redaktionellen Beitrag handelt. Ihr könnt aber dennoch sicher sein, dass ich an die Artikel, die eine finanzielle Unterstützung erhalten auch weiterhin denselben Anspruch habe, wie an freie redaktionelle Artikel.

Auf der Startseite weist ein Tag darauf hin, dass es sich um einen gesponserten Artikel handelt. Ich arbeite aber daran, dass es noch deutlicher erkennbar wird.

Jetzt könnte man natürlich einfach ein dickes, fettes Logo auf den Blog knallen, um somit klar zu machen, dass hier auch werbliche Inhalte gespielt werden. Das ist aber leider auch nicht korrekt. Redaktioneller Content muss von werblichem Content zu unterscheiden sein. Würde ich alle meine Profile, bzw. meinen Blog als generell werblich oder „Dauerwerbesendung“kennzeichnen, ist diese Unterscheidung nicht mehr gegeben und auch nicht richtig.

So kennzeichne ich meine Instagram Postings:

Auf Instagram ist so, dass ich werblichen Content – und damit meine ich alle Beiträge, die ich für einen Kunde produziere, für die ich Geld erhalte oder die Bestandteil einer Kooperation sind – mit //Werbung// oder auf englisch //in collaboration with XY// kennzeichne. Der Teufel steckt im Detail: Man muss so kennzeichnen, dass die Follower es verstehen. Ein „Ad“ oder „sponsored“ sind nicht immer verständlich. Übrigens: EIne Werbekennzeichnung muss nicht als Hashtag unter das Foto geschreieben werden. Ich weiß nicht, wer sich das wieder ausgedacht hat. Da ich meine Captions größtenteils auf englisch schreibe und auch recht viele Follower aus dem Ausland habe, kennzeichne ich auf deutsch und englisch.

IMG_3346

Was aber wichtig ist: Die Werbekennzeichnung muss klar und deutlich zu sehen sein. Versteckt man ein kleines #ad zwischen 10 andere Kampagnen- und extrem beliebte Hashtags, ist die Kennzeichnung nicht eindeutig und nicht fair den Followern gegenüber.

In Zukunft wird sich die Kennzeichnungsform auf Instagram aber auch wieder ändern, denn Instagram rollt nach und nach ein Feature aus, was den Accountbetreibern in der App ermöglicht, die werblichen Beiträge, sowie Instastories direkt in der App zu kennzeichnen.

So kennzeichne ich meine Instastories:

Wie oben schon gesagt, wird sich bei Instagram in Zukunft einiges ändern, was die Kennzeichnung angeht. Bis dahin halte ich mich daran, jeden einzelnen Clip, der bezahlten Content enthält, auf bezahlten Content verweist (und ihn somit auch enthält) oder Teil einer Kooperation, einer Kampagne oder einer Absprache ist, kennzeichnen. Ein simpler „Werbung“ oder „Anzeige“ Hinweis reicht und das bisschen Mehrarbeit kann man sich schon der Transparenz und Fairness wegen machen.

Instastories ist für viele noch eine extrem vernachlässigte Dunkelkammer von Instagram und vermutlich spielt die maximale Sichtbarkeit der Clips von 24h dabei eine große Rolle, aber hier wird sehr oft die Kennzeichnung vergessen. Shoppinghauls, die anschließend noch einen Rabattcode für die Follower anbieten, gehören definitiv einer Kooperation an und sollten als solche gekennzeichnet werden. Ist eine Eventteilnahme mit einigen Instaclips gekoppelt, kennzeichne ich auch diese Clips. No big Deal!  

So kennzeichne ich meine YouTube Videos:

Auch auf YouTube wird es dem Contentcreator relativ einfach gemacht, denn YouTube stellt ein Tool bereit, welches die Videos automatisch kennzeichnet.

Bildschirmfoto 2017-07-28 um 15.32.25

Zusätzlich muss in den ersten Sekunden des Videos ganze fünf Sekunden eingeblendet werden, dass es sich um werblichen Inhalt handelt: „Werbung“ oder „Unterstützt durch Produktplatzierung„. Wir sind irgendwann dazu übergegangen, diese Einblendung etwas länger stehen zu lassen, da diese mit einem Wimpernschlag übersehen werden kann. Hauls von zugesandten Produkten sind zB. Produktplatzierungen und ein Video zu einem bestimmten Produkt ist eine Werbung: hier seht ihr eine Produktplatzierung und hier könnt ihr ein als Werbung gekennzeichnetes Video sehen. Zusätzlich sind die Videos im Titel gekennzeichnet und auch in der Infobox findet sich ein Hinweis.

Heißt: Ich nutze sowohl das Kennzeichnungs-Feature von YouTube, als auch eine zweifache zusätzliche Kennzeichnung. Doppelt hält besser.

Da unsere Vlogs viele Snippets aus unserem Alltag zeigen, kommen dort auch Produktplatzierungen vor, weil sie eben passieren und Teil meines Jobs sind. Ich bin auf einem Event und nehme die Kamera mit, somit sind auch Produkte des einladenden Herstellers zu sehen – Produktplatzierung. Ich trinke aus einer Dose Red Bull – Produktplatzierung. Ich mache mir Müsli – Produktplatzierung. Ich trage Kleidung – Produktplatzierung. Ich packe ein Paket aus – Produktplatzierung. Ich fahre ein Auto im Vlog, welches ich für eine andere Kooperation auf meinem Blog zur Verfügung gestellt bekommen habe – Produktplatzierung.
Daher sind die Vlogs alle mit dem Tool von YouTube als werbliche Inhalte, bzw. Produktplatzierungen gekennzeichnet.

Aber wie ebenfalls schon erwähnt: Ein Kauf über einen Affiliate Link schadet niemandem, niemand hat Mehrkosten – ihr unterstützt jedoch den Contentcreator.

So kennzeichne ich meine Postings auf Facebook:

Auch hier hilft dem Contentcreator seit Anfang des Jahres Facebook mit seinem eigenen Tool. Alle verifizierten Fanpages (die mit dem Haken) können ihren werblichen Content damit kennzeichnen. Hier seht ihr einen mit dem Facebook Partnertool gekennzeichneten Beitrag. /Edit: Mittlerweile kann jede Fanpage das Tool in den Einstellungen beantragen. 

Bildschirmfoto 2017-07-28 um 17.52.54

In dem Tool kann ich den Werbepartner angeben, welcher auch dem Follower angezeigt wird. Zusätzlich steht in der zweiten Zeile neben dem Datum, dass es sich um bezahlten Content handelt. Hier in meinem Screenshot auf englisch, weil ich mein Facebook auf englisch eingestellt habe. Ist eures auf chinesisch eingestellt, steht da die chinesische Übersetzung. Was natürlich nicht fehlen darf: Die Kennzeichnung mit „Anzeige“ oder „Werbung„.

So kennzeichne ich meine Tweets auf Twitter:

Auf Twitter kennzeichne ich mit //Werbung//. Ganz simpel.

Bildschirmfoto 2017-07-28 um 15.36.55

 

Ihr seht, es ist alles kein Hexenwerk und für Kooperationen muss man sich keinesfalls schämen – im Gegenteil! Ich bin stolz auf meine Arbeit. Auch wissen meine Leserinnen und Leser seit 10 Jahren, dass hinter jedem Artikel viel Arbeit steckt und sie mit größtem Anspruch geschrieben sind. Hinzu kommt, dass sich meine Meinung nicht kaufen lässt. Ist ein Produkt Mist, so werde ich es definitiv nicht künstlich anpreisen. Wer sich ehrlich das Vertrauen von LeserInnen und ZuschauerInnen erarbeitet hat, wird mit diesem teuren Gut behutsam umgehen müssen.

 

Dieser Beitrag wurde nach bestem Wissen und Gewissen von mir erarbeitet und geprüft. Der Artikel zeigt meine Vorgehensweise auf. Insbesondere stellt er aber keine Rechtsberatung dar und kann eine solche auch nicht ersetzen. Deswegen kann ich natürlich keinerlei Gewähr oder Haftung für die Aktualität, Richtigkeit und Vollständigkeit der bereitgestellten Informationen in diesem Artikel übernehmen.

You Might Also Like

23 Comments

  • Reply
    Tanja
    31. Juli 2017 at 18:39

    Sehr gut! Danke für den Beitrag! Mir ist es auch nicht verständlich, wieso es so viele gibt die es nicht machen, lg Tanja
    http://www.tbfashionvictim.com

  • Reply
    Romy
    31. Juli 2017 at 18:52

    Hi Anna,

    coole Übersicht und wirklich schön transparent!
    Nur eine Anmerkung: das Branded Content Tool kann mittlerweile jede Seite in den Einstellungen beantragen, auch ohne blauen Haken.

    • Reply
      Anna Frost
      31. Juli 2017 at 18:53

      danke, stimmt. es kann beantragt werden!!

  • Reply
    Mrs Unicorn
    31. Juli 2017 at 19:43

    Liebe Anna,

    eine tolle Übersicht! Vielen Dank für die Erklärungen.

    Hab noch eine schöne Woche
    Celine

  • Reply
    Bell
    31. Juli 2017 at 22:37

    Sehr gut und informativ. Es ist manchmal schon noch verwirrend, auch wenn es bei dir jetzt absolut logisch und nachvollziehbar klingt.

    Liebe Grüße,
    Bell

  • Reply
    Ramona
    1. August 2017 at 0:05

    Hey meine Liebe vielen Dank für diesen Beitrag. Ich blogge jetzt seit 6 Monaten und merke immer wieder, wie wichtig es ist richtig informiert zu werden.

    Liebe Grüße

  • Reply
    Ellie
    1. August 2017 at 5:52

    Dieser Post ist super gut danke!<3
    Ich habe gerade erst mit dem Bloggen angefangen…

  • Reply
    Jessica
    1. August 2017 at 8:00

    Hey Anna, super!
    Ich glaube, da können sich einige von dir eine Scheibe abschneiden. Ich war neulich auf einer Konferenz, auf der auch ein Medienanwalt über die Kennzeichnungspflicht sprach. Neu für mich und fast alle im Raum: Selbst wenn sich ein Blogger/Vlogger ein Produkt von seinem eigenen Geld kauft und man auf irgendeinem Kanal mitteilt, wie gut er das Produkt findet, handelt es sich um Werbung und muss auch als solche gekennzeichnet werden. Es ist also falsch zu glauben, dass wenn man für etwas selbst bezahlt, man von der Kennzeichnungspflicht befreit ist. Aber auch da gibt es wohl noch ganz viel Graubereich.
    Liebe Grüße und einen schönen Tag :)
    Jessica

    • Reply
      Sven
      2. August 2017 at 4:01

      Hi Jessica,

      das ist eben genau das Problem, das ich in meinem längeren Post unten beschrieben habe. Wenn ich Produkte selbst kaufe und positiv bewerte, dann ist das eine Empfehlung und eben keine Werbung und schon gar keine Anzeige. Unsere vollkommen irren Gesetzgeber wollen uns aus mir unerfindlichen Gründen zwingen, redaktionelle Inhalte und Werbung nicht mehr zu trennen.

      Vermutlich liegt das daran, dass Juristen und Politiker selbst ihre Interessensbindungen viel zu wenig offenlegen. Dann wäre vielleicht klar, dass Juristen absichtlich die Situation vollkommen unpraktikabel gestalten, damit sie immer noch Abmahnanwälte werden können, wenn sie mal den Job verlieren.

      Gruss,
      Sven

  • Reply
    Sven
    1. August 2017 at 10:17

    Hallo Anna,

    danke für den Beitrag, der eigentlich das beschreibt, was jedem vernünftigen Menschen klar sein sollte – nur leider nicht unseren Gesetzgebern und Juristen. Deswegen empfehle ich bei der gegenwärtigen Gesetzeslage jedem Blogger dringend, auf eine Kennzeichnung zu verzichten. Klingt zunächst etwas absurd, ich weiss. Aber ich kann das begründen.

    Erstens ist da eine ethische Komponente. Eine Werbung/Anzeige und ein Kollaboration ist nun einmal nicht das gleiche, wird aber von Juristen über einen Kamm gescherrt. Bei Werbung wird der Inhalt vorgegeben, bei einer Kollaboration findet eine finanzielle Unterstützung statt, die zwar zu einer mehr oder weniger grösserer Abhängigkeit führen kann aber nicht muss. Eine direkte Einflussnahme auf den Inhalt ist in so einen Fall nicht gegeben. Wird das nun (wie der Gesetzgeber verlangt) mit „Werbung/Anzeige“ gekennzeichnet, ist das eine Irreführung der Leser und noch schlimmer: Es verwässert den Begriff „Anzeige“. Bei mir ist es so, dass meine Produktetests auch dann vollkommen objektiv sind, wenn ich das Objekt behalte oder für meine Arbeit bezahlt werde. Da ist keine Kennzeichnung schlicht näher an der Wahrheit als die falsche Kennzeichnung als „Werbung“.

    Zweitens: Kennzeichnungen sind sehr schnell falsch. Eine Kennzeichnung am Ende statt am Anfang ist abmahnbar. Sponsored Post statt Anzeige kann mit etwas Pech eine Menge Geld kosten. Auf der anderen Seite ist es faktisch kaum zu beweisen, dass mich eine Firma für einen Link bezahlt hat. Dazu bräuchte es eine Hausdurchschungsbefehl, um meine Mails zu durchsuchen. Und den wird es nie geben. Zudem kann ich die Werbung über Hotmail und Paypal abwickeln, was so gut wie keine Spuren hinterlässt. So lange also Abmahnanwälte sich mit kleinen Fehlern bereichern können, bin ich rechtlich bedeutend sicherer unterwegs, wenn ich auf eine Kennzeichnung verzichte. Das sollte eigentlich schwer zu denken geben.

    Ich sage nicht, dass ich das richtig finde. Am Anfang meiner Bloggerzeit habe ich grossen Wert auf Transparenz gelegt. In der derzeitigen aufgeheizten Stimmung ist mir aber eine ethisch korrekte Kennzeichnung zu gefährlich. Ich hoffe, dass die Gesetzgeber im Interesse der Transparenz wieder zur Vernunft finden.

    Gruss,
    Sven

  • Reply
    SEO Content
    1. August 2017 at 12:44

    Sehr gut und praxisnah beschrieben. Hoffentlich folgen viele Deinem Beispiel.
    LG

  • Reply
    Mobla-keine Absicht
    1. August 2017 at 15:36

    Noch nie kam ich mir von dir verarscht vor. Du warst immer ehrlich, immer korrekt. Noch nie dachte ich mir: „Gerade will sie mir doch was andrehen!“ <3 Toller Beitrag <3 Du bist einfach klasse <3

    • Reply
      Anna Frost
      1. August 2017 at 16:09

      danke dir <3 <3

  • Reply
    Lila
    1. August 2017 at 18:12

    Tatsächlich bist du die eine der Wenigen, bei deren Beiträge ich nie darauf achte, ob Werbung oder nicht. Ich finde, das du Werbung immer so gut verpackst, das es für mich lesenswert bist, selbst wenn ich mir das beworbene Teil im Leben nicht kaufen würde. Das gelingt nicht allen Bloggern 😀. LG Lila

    • Reply
      Anna Frost
      1. August 2017 at 21:22

      danke dir <3 <3 <3

  • Reply
    JesS von feierSun.de
    1. August 2017 at 19:55

    Ich glaube diese Diskussion wird erst enden, wenn wir klare Richtlinien in Form von Gesetzen haben und verdammt, dass wäre so viel einfacher für alle und die Blogger-Polizei hätte weniger zu tun.

    Aber Du kenzeichnest fast genau wie ich, lieber einmal mehr als einmal zuwenig, immer mit einem Auge auf die Neuerungen der Richtlinien und trotzdem offen und das auch, wenn sich mal was ändert und wir nachbessern müssen. Also weiter machen. Der Weg ist das Ziel 😉

    Lieben Gruß
    JesS

    • Reply
      Anna Frost
      1. August 2017 at 21:23

      du sagst es :)

      • Reply
        JesS von feierSun.de
        1. August 2017 at 22:23

        Eben diese stetige Weiterentwicklung ist doch das, was und uns unsere Branche aus macht.

  • Reply
    dasnuf
    2. August 2017 at 6:40

    Als jemand der Transparenz sehr schätzt, wünsche ich dir viele, viele Werbepartner. Ich finde Werbung völlig in Ordnung solange sie eben als solches erkennbar ist.
    Wenn man seit Jahren ein Blog liest, gibt es eine Art Vertrauensbeziehung, die empfindlich durch Schleichwerbung und irgendwelchen verschwurbelten Andeutungen am Ende eines Artikels gestört wird.
    Vielen Dank, dass Du es anders machst.

  • Reply
    Jenni (instagram: travelfoodie9 )
    4. August 2017 at 8:14

    Wirklich toller Beitrag! Transparenz finde ich als Leser sehr wichtig und es zeigt auch Professionalitaet. Leider handhaben das nicht alle so wie Du. Zum Beispiel habe ich auf einem anderen Blog von einer wirklich eh schon sehr duennen Bloggerin einen Post ueber ein Abnehmpulver gesehen, der in keinster Weise gekennzeichnet wurde, das geht meiner Meinung nach gar nicht. Es war mehr als offensichtlich, dass sie fuer den Beitrag bezahlt wurde. Eine Frage haette ich noch: Wie ist das mit Einladungen in Hotels oder Reisen? Muesste man dies auch kennzeichnen, wenn ja wie?

  • Reply
    Claudia
    4. August 2017 at 17:56

    Ich finde ganz toll, wie transparent du mit dem Thema umgehst! :)
    Eine Sache ist mir noch nicht ganz klar: Ich bin Instagramerin und gehe hin und wieder mit Kooperationen mit Unternehmen ein, die beinhalten, dass mir ein Produkt kostenfrei zur Verfügung gestellt wird, ich aber nicht dafür bezahlt werde. Bisher kennzeichne ich das mit #Kooperation und schreibe im Text, dass mir das Produkt zur Verfügung gestellt wurde. Ist das richtig?

    • Reply
      Anna Frost
      4. August 2017 at 18:15

      ganz einfach: du machst Werbung :)

  • Reply
    Wochenrückblick 30/2017 – Jahreszeiten Schnelldurchlauf – jsfiles.de
    10. August 2017 at 16:06

    […] von Fafine hat ganz einfach dokumentiert wie sie Werbung auf Ihrem Blog und den Social Media Accounts kennzeichnet. Es ist im Grunde wirklich kinderleicht und jeder muss sich daran halten! Ich hoffe so langsam […]

  • Leave a Reply