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Doctor Strange – mein Interview mit Benedict Cumberbatch

 

 

Anspannung liegt in der Luft. Genauso wie der dezente, maskuline Duft eines Parfums, den ich einfach nicht festmachen kann, aber ihm sofort verfallen bin … Mitten in der hübschen Suite in der zweiten Etage sind mehrere Kameras aufgebaut, große schwarze Trennwände bilden im Quadrat das Center of Attention mit dem heißesten UK-Import, der darauf wartet, von mir mit Fragen gelöchert zu werden.

Ich warte seit einigen Stunden wie einige andere Journalisten in einer Lounge im Soho House auf die berühmten 10 Minuten, in denen man Hollywoodluft schnuppern kann. Kurz mal den Menschen, den man  von der Leinwand kennt, ganz nah sein kann, vielleicht ein wenig nervös, ein wenig starstruck ist und genau in diesen 10 Minuten die Fragen stellen kann, die vor, während oder nach dem neuen Marvel-Blockbuster „Doctor Strange“ aufgetreten sind. 

Ich traf Benedict Cumberbatch zum Interview.

Benedict Cumberbatch and Anna Frost

Den neuen Marvel Streifen sah ich schon vergangene Woche und war begeistert. Wie kann man auch nicht begeistert sein, ist man so tief in das MCU eingetaucht, wie ich. Spannende Welt, die ich hier einmal etwas ausführlicher erläutert habe.
Seit dem letzten Marvel Film „The First Avenger – Civil War“ befinden wir uns in der dritten Phase des MCU und Doctor Strange wirft nicht nur mit diversen (noch fehlenden) Artefakten, sondern auch mit seiner gesamten Erscheinung, seiner Art und den Geschehnissen viel Licht in dunkle Ecken des MCU und ist ein neuer, spannender Charakter, von dem noch einiges zu erwarten ist. 

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Cumberbatch spielt den arroganten und weltberühmten Neurochirurgen Dr. Stephen Strange, der auf seinem Gebiet nicht nur äußerst begabt, sondern auch äußerst erfolgreich ist, mit einer wahnsinnigen Überzeugung, sodass es dem Zuschauer fast schwer fällt, Sympathie für den Charakter Strange aufzubauen.
Sein Leben ändert sich jedoch drastisch, als er bei einem Autounfall – Don’t text and drive! – seine Hände so übel zertrümmert, dass er sie nach mehreren OPs nicht mehr vollständig unter Kontrolle hat. Das Schlimmste aus beruflicher Sicht, was einem Chirurgen passieren kann.

Die Schulmedizin und seine Kollegen weltweit sind mit der Situation überfordert, die Arroganz und Negation des aussichtslosen Sachverhalts treiben einen Keil zwischen Strange und seinen Vertrauten, zudem treiben Sie seine Suche nach einer Lösung für seine Situation voran.
Letzten Endes führen ihn seine Recherchen nach Kamar-Taj in Tibet, in der Nähe des Himalajas. Dort begegnet er der Ältesten (im englischen viel cooler –> The Ancient One), die Strange mystische Fähigkeiten und das Eintauchen in andere Dimensionen lehrt. Dank seines photographischen Gedächtnisses und seinem Wissensdurst, lernt er schnell und die Story beginnt, als der wahre Grund für die Unterrichtung des heimlichen Enklaves in Kamar-Taj klar wird – man kämpft gegen dunkle Mächte, die die Erde bedrohen.

Doctor Strange – Sherlock Holmes trifft auf The Last Airbender trifft auf Monument Valley trifft auf Inception – ein Film den man nicht nur als Marvel-Fan gesehen haben muss, sondern auch, wer einen grandiosen Cast aus Charakterschauspielern sehen will.

Tilda Swinton verleiht The Ancient One eine Mystik, von der Stan Lee sicher nicht hätte träumen können. Diese Frau umgibt eine wahnsinnige Aura, die nicht nur Dank der post production den Zuschauer in einen Bann zieht, diese unvergleichliche Schauspielerin bringt sie mit. Auch Mads Mikkelsen, der geborene Film-Bösewicht überzeugt ausnahmslos.

Solltet ihr die Chance haben, den Film im Original zu sehen – tut es. Nicht nur Cumberbatchs attraktives britisches Genuschel und Tilda Swintons sanfte und lehrende Stimme sind unvergleichlich, auch viele Wortwitze (Strange bietet sich einfach an, nicht wahr …) könnten in der deutschen Übersetzung stark verloren gehen.

Meine Bewertung: definitiv ein Must-See-Film und daher 8.5 von 10 Punkten.

Warum keine 10, wenn ich doch so begeistert bin? Nunja, ich vergebe aus Prinzip nie 10 Punkte und 8.5 lässt einfach noch ein wenig Luft nach Oben. Grandioser Film, stellenweise etwas langatmig, was aber auch irgendwie wichtig war, denn die neue Story muss erst erzählt werden. Und auch hier wieder der Hinweis, gerade für Marvel Neulinge: bleibt auf euren Plätzen sitzen, bis der Abspann komplett durchgelaufen ist. Da kommt noch was ;-)

Gestern traf also ich den einzigartigen BC zum Interview. Security, genau getaktete Interview Slots und kurz bevor es für mich losgeht, ich in die Höhle des Löwens darf, wird mir mitgeteilt, dass aus Zeitgründen alle Slots gekürzt wurden. Die Journalisten hinter mir murmeln nervös und sortieren ihre Zettel. Zeit für Panik ist nicht, schnell müssen die wichtigsten Fragen markiert werden, sodass sie zuerst gestellt werden und schon werde ich ins Hotelzimmer geschoben. Zwei Kameras sind aufgestellt, nehmen ihn, mich und die Totale auf, mehrere Mikrofone kümmern sich um den korrekten Sound. Rechts von mir steht eine Assistentin, die mir die verbleibende Zeit anzeigt und weitere Menschen im Raum mit Funktionen, die mir nicht so wirklich klar sind. Hätte ich mich daneben benommen, wäre es sicher schnell klar gewesen ;)

Gegenüber sitzt mir ein sichtlich müder Benedict Cumberbatch, der unter Garantie nicht mitgezählt hat, die wievielte Person ich heute auf dem Stuhl gegenüber bin und er beißt schnell noch in ein Brötchen, während ich ihm freudenstrahlend die Hand zur Begrüßung hinhalte; fester Händedruck, charmantes Lächeln, zu ihm gehört der betörende Duft in diesem Raum.

Der britische Charme krümelt aufs legere Outfit – Ledersneaker, Jeans, T-Shirt und eine Collegejacke haben rein gar nichts mit der Person auf der Leinwand zu tun oder wie ich mir einen Benedict Cumberbatch bei offiziellen Terminen vorstellte. Die hohen Wangenknochen, die strahlenden Augen und dieser betörende Duft in diesem Raum; hier sitzt für einen kurzen Moment die Person, die vor kurzem Vater geworden ist, gerade sichtlich müde ist vom ganzen Tag und dennoch Profi genug ist, dies hinter seinem Brötchen und dem Pokerface zu verstecken. Aktuell wird er als der heißeste UK-Export gehandelt, rockt die Theaterbühne genauso erfolgreich wie die Kinoleinwände und lässt reihenweise Frauen und Mädchen hyperventilieren. Ein wenig kann ich den letzten Punkt nachvollziehen, wäre da nicht dieser kleine arrogante und auch ignorante Funken, der mit ein paar Brötchenkrümeln übergesprungen ist und mich in die Realität zurückholte. Ich bin nervös.

Mir gegenüber sitzt ein erfolgreicher und äußerst begabter Charakterschauspieler, wie es ihn lange nicht gab, mit einem extrem attraktiven Erscheinungsbild, ich bin ein wenig von ihm beeindruckt, wie er den ganzen Tag hier mit einem Lächeln sitzt und einen Journalisten nach dem anderen abfrühstückt, stets höflich und charmant die Fragen beantwortet und völlig motiviert, in wenigen Minuten meine Fragen zu stellen und passende Antworten zu bekommen waren meine ersten Worte: „Sind sie bereit für einen Quickie, Mister Cumberbatch?“.

Er lachte, die Kameras gingen an und meine 4 Minuten liefen. Welche 5 Fragen ich ihm in Windeseile stellen durfte, das könnt ihr hier sehen: 

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14 Comments

  • Reply
    Ana
    26. Oktober 2016 at 22:02

    Wow Anna, wie cool! Und wie souverän du das durchgezogen hast, ich wäre mega nervös gewesen :´D Will mir den Film auch unbedingt noch ansehen.

    • Reply
      Anna Frost
      26. Oktober 2016 at 22:03

      danke <3
      Schau ihn dir an. Tilda Swinton ist genial und BC ebenfalls wahnsinn.

  • Reply
    Miri
    26. Oktober 2016 at 22:44

    Wow! Ich habe den Artikel die ganze Zeit mit offenem Mund gelesen,weil ich nicht glauben konnte dass du BC wirklich Live und in Farbe vor dir sitzen hattest 😃.
    Gratulation! Das ist echt ne extrem coole Geschichte,die du irgendwann mal deinen Enkeln bei einer heißen Tasse Kakao erzählen kannst 😊.

  • Reply
    Janina
    27. Oktober 2016 at 9:16

    Sehr cool.

    Ich liebe Tilda Swinton seitdem ich bei „Only Lovers left alive“ mit ihr als Komparse drehen durfte.

    • Reply
      Anna Frost
      27. Oktober 2016 at 9:46

      WOW!!! 😍😍

  • Reply
    Michelle
    27. Oktober 2016 at 10:22

    Anna, das ist wirklich ein richtig toller Artikel geworden! Ich finde du beschreibst total spannend und realistisch das ganze Drumherum und gibst gleichzeitig auch zu, dass er dich beeindruckt hat und du nervös warst (natürlich!), ohne dich in Fangirl-Rumgeschreibe zu verlieren. Und bei deiner ersten Frage musste ich wirklich sehr lachen, das hätte mir auch passieren können! :D Der Film steht bei mir jetzt auf jeden Fall auf der Liste. Ich hab diesen Blogpost wirklich gerne gelesen und wünsche dir noch viele weitere solche Möglichkeiten :)

  • Reply
    Beauty Butterflies
    27. Oktober 2016 at 10:33

    Spannend, Spannend! Hast du super gemeistert! Klar ist es nur ein Mensch, aber ich denke jeder wäre nervös gewesen, so einem bekannten Menschen gegenüber zu stehen. Wobei mir die angebliche Attraktivität noch immer ein Rätsel aufgibt. Ja, er sieht ok aus, aber so null komma null nicht mein Typ – diesen ganzen hype um sein Äußeres kann ich ja null nachvollziehen ^^ Ein super Schauspieler ist er aber auf jeden Fall!

  • Reply
    Michelle
    27. Oktober 2016 at 12:04

    Ich bin schon ein bisschen neidisch. Okay extrem neidisch. Geil!
    https://www.makeandmess.com/

  • Reply
    Antonia
    27. Oktober 2016 at 14:02

    Einfach nur: Wow!! Er kommt auf jeden Fall so british und sympathisch und charmant rüber, wie ich ihn mir vorstelle ;-) Und großes Kompliment an dich, tolle Fragen, supersouverän gemacht!

  • Reply
    Lux und Poppy
    27. Oktober 2016 at 17:54

    Ok, ich wär direkt gestorben ein Interview mit ihm zu machen! Wow! Ich kann es kaum erwarten den Film zu sehen :)

  • Reply
    Michelle
    27. Oktober 2016 at 19:58

    Ziemlich gut.
    Ich glaub der Gute war von dem „Quickie“ auch etwas überrascht – oder wie war da dein Eindruck, liebe Anna?

    Auf jeden Fall waren deine Fragen sehr gut gewählt👍

  • Reply
    Katharina
    28. Oktober 2016 at 8:19

    OMG Anna, du hast den besten Job der Welt!!! Kompliment für dein Interview, hast du klasse gemacht! LG

  • Reply
    Kleinigkeiten - Gegen Langeweile am 30.10.2016 | LangweileDich.net
    30. Oktober 2016 at 9:19

    […] Cool: Anna hat Benedict Cumberbatch interviewt. […]

  • Reply
    Sue
    8. November 2016 at 1:50

    Wow, wie cool ist das denn.
    Ich habe den Film am Freitag gerade gesehen und war, trotz nicht vorhandener Erwartungshaltung, total begeistert.
    Ich wäre vermutlich ohnmächtig vom Stuhl gefallen, hätte ich versucht das Interview zu führen.
    Vielen Dank für den tollen Artikel und das super Interview.
    LG Sue

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