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Schwanger – und nun? Diese Beratungsangebote des Bundesfamilienministeriums helfen!

Dies ist ein Beitrag in Kooperation mit dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ)

Für die einen ist eine Schwangerschaft das wundervollste auf der Welt. Der Moment, in dem man endlich den positiven Schwangerschaftstest in den Händen hält, lässt einen schnell vergessen welch steinigen Weg man hinter sich lässt. Vergessen sind die vielen Tränen, die Sorgen und der Kummer. Vielleicht spürt man noch die Stiche der Spritzen, erinnert sich an die vielen Untersuchungen, aber auch diese Erinnerungen werden verblassen. Vielleicht ging auch alles ganz easy, schnell und unkompliziert. Jede Frau, jede Schwangerschaft, jede Geschichte ist anders. Jede Geschichte ist einmalig und individuell. Ein positiver Schwangerschaftstest löst in denjenigen, die sich ein Kind sehnlichst wünschen, das ultimative Glücksgefühl aus.
Sich ein Kind zu wünschen, schwanger zu werden und sich mit seinem Partner 40 Wochen auf das Kind vorzubereiten, sich zu freuen und mit der bevorstehenden Herausforderung zu wachsen, ist für viele Paare genau das, was ihre Beziehung auf das nächste Level katapultiert – Familie, Verantwortung… ein Baby.

Es gibt aber auch die andere Seite: Schwanger werden und nicht wissen, was man tun soll. Angst, Panik und Hilflosigkeit sind nicht die Emotionen, die man automatisch mit einem positiven Schwangerschaftstest in Verbindung bringt, sind jedoch für viele Frauen Realität. Und sie sind ok.

Denn: Nicht für jeden ist der Gedanke, ein Kind zu bekommen, mit ultimativer Euphorie verbunden. Entweder kommt die Schwangerschaft zu einem völlig falschen Zeitpunkt, ist ungewollt oder führt zu Konflikten bis hin zu Verstoß und Schande für die Familie. Oder man hat Sorgen, Kummer und Gedanken, die sich weder mit der Familie, dem Partner oder Freunden besprechen lassen.
Ich selbst war eine der ersten im direkten Freundeskreis, die schwanger wurde. Oft fühlte ich mich mit meinen Sorgen oder mit meinen Wehwehchen nicht richtig verstanden. Und wenn wir ehrlich sind: die Freundinnen, die zum ersten Mal eine Freundin in der Schwangerschaft begleiten, kommen auch irgendwann an ihre Grenzen. Nicht auf alles haben sie Antworten, nicht alles können sie nachvollziehen und ab und an fehlt auch ihnen mal die Vorstellungskraft. Zum Beispiel dann, wenn körperliche Einschränkungen ins Spiel kommen. Ich hatte zudem ja auch keine Hebamme, der ich hin und wieder mal – wie eine Freundin das so schön für sich formulierte – „heulend in die Arme hätte fallen können und sie auch ohne Worte gewusst hätte, was los ist“. Ich fühlte mich oft allein – auch wenn ich eigentlich alles andere als allein war.
Nicht zu wissen, wohin mit sich, mit der Situation und mit seinen Gefühlen kann eine ungeheure Last sein. Gerade in der Schwangerschaft, wenn die Hormone Achterbahn fahren und die Gefühlswelt alles andere als im Normalzustand ist. Alpträume, wilde und verrückte Träume, viel Schlaf, kaum Schlaf, Sorgen und Stress… nicht immer ist eine Schwangerschaft rosig und wundervoll – unser Unterbewusstsein, unsere Gefühle und die Phantasie machen vielleicht (!) manchmal aus einer Mücke einen Elefanten, aber wenn man keine Chance hat, darüber zu reden, kann auch der absurdeste Gedanke zu einer realen Belastung werden.

Nicht zu wissen, wer der Vater ist. Oder nicht zu wissen, welche Leistungen man vom Staat beziehen kann, damit man sein Kind besser versorgen kann. Schwanger und arbeitslos. Schwanger und sitzengelassen. Nicht zu wissen, ob man das Kind behalten kann und möchte… Nicht zu wissen, welche Unterstützungen man in Notfällen beziehen kann und darf, werfen einen noch zusätzlich aus der Bahn. Jede Situation wirft unterschiedliche Fragen und Sorgen auf und sollte individuell betrachtet und vor allem Ernst genommen werden.

Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) hat viele Hilfsangebote für schwangere Frauen, unter anderem die Webseite www.schwanger-und-viele-fragen.de. Dort finden betroffene Frauen und auch Angehörige eine Beratungsstelle in ihrer Nähe – bundesweit gibt es mehr als 1600 Beratungsstellen. Die Beratung ist kostenlos, die Gespräche werden vertraulich und anonym behandelt und im Gespräch werden weitere Angebote zur Hilfe vorgeschlagen – die Beratung ist ganz individuell und ist ergebnisoffen; niemand wird zu irgendwas gezwungen.

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Denn: Niemand ist allein während der Schwangerschaft: Es gibt Schwangerschaftsberatungsstellen, die einem helfen, wenn man nicht weiter weiß oder einfach mit jemandem sprechen möchte. Oft hilft der Blick von außen, einer unbeteiligten Person, die dazu auch noch qualifiziert ist, zu Beraten, zuzuhören, Hilfe anzubieten.

Hilfetelefon und Beratung: Manche Dinge möchte oder kann man vielleicht nicht mit dem Partner, Angehörigen oder Freundinnen besprechen. Und vielleicht findet man nicht sofort den Weg in eine der vielen Schwangerschaftsberatungsstellen. Dafür gibt es das Hilfetelefon „Schwangere in Not“. Unter der Nummer 0800 – 40 40 020 ist es rund um die Uhr besetzt und kostenlos. Hilfesuchende können dort anonym und in 18 Sprachen Unterstützung suchen. Die Beraterinnen sind dafür ausgebildet, unterliegen der Schweigepflicht und es erfährt niemand etwas von dem Gespräch oder dem Inhalt. Es ist die erste Anlaufstelle und öffnet die Tür zur Schwangerschaftsberatungsstelle, die vor Ort weitere Unterstützung anbieten kann. Es gibt auch eine anonyme Beratung per E-Mail und Chat auf der Webseite, falls man nicht persönlich mit jemandem sprechen möchte. Oben rechts auf der Webseite lassen sich unterschiedliche Sprachen auswählen; der Zugang zur Beratung für Gehörlose erfolgt über den Link „Beratung für Hörgeschädigte“ im Kopfmenü.
Barrierefreiheit ist hier groß geschrieben, denn niemand soll sich vergessen oder nicht verstanden fühlen.
Niemand ist allein und jeder wird aufgefangen.

In Deutschland gibt es mehr als 1.600 Beratungsstellen, bei denen man sich melden kann und Hilfe, sowie Beratung bekommt und immer auf ein offenes Ohr trifft. Dort kann man im persönlichen Gespräch mehr erfahren und erhält weitere Angebote zur Hilfe.
Die Beratung ist kostenlos und am Telefon und im Chat zu jeder Tag- und Nachtzeit möglich; es ist rund um die Uhr jemand da. Wichtig zu wissen: Das Gespräch mit dem Hilfetelefon taucht nicht auf der Telefonrechnung auf und ist auf jeden Fall anonym.

Dieser Beitrag ist in Kooperation mit dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) entstanden.
Es ist wichtig zu wissen, dass es dieses Hilfsangebot gibt und Betroffene anonym und umfassend Beratung und Hilfe bekommen. Darum teilt diese Information mit vielen Menschen, sagt es weiter – vielleicht ist eine Person darunter, die genau jetzt diese Hilfe benötigt!

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2 Comments

  • Reply
    Lisa
    21. Februar 2019 at 8:00

    Wow Anna. Für mich ist meine Schwangerschaft das tollste auf der Welt aber ich weiß dass es Frauen gibt, denen es nicht so gut. Danke dass du sie ansprichst und ein so wichtiges Thema zugänglich machst!

    • Reply
      Anna Frost
      21. Februar 2019 at 8:05

      danke dir <3
      Ich wünsche dir alles, alles Liebe für dich und deine Schwangerschaft!!

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