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#DankDir – Pampers setzt sich für Hebammen ein

 

 

It takes a Village to raise a child. Und es braucht mehr als 2 Menschen, um ein Baby auf die Welt zu bringen. Pampers möchte die Wichtigkeit der Hebammen unterstreichen, ihnen Danke sagen und ihre Arbeit unterstützen. Sei auch du dabei und teile deine #DankDir Momente mit deiner Hebamme! 

In meiner ersten Schwangerschaft mit Emma hatte ich keine Hebamme. Jeder, der das hörte, schlug die Hände über dem Kopf zusammen: „Wie? WAS? Wie willst du denn deine Schwangerschaft überstehen?“, bekam ich dann oft zu hören.
Wird schon irgendwie gehen. Es muss irgendwie gehen, denn ich habe mich damals dumm und dusselig telefoniert und keine Hebamme hatte einen Platz für mich. Ich war wohl auch zu spät. Erst nach der Bestätigung der Schwangerschaft durch den Doc machte ich mich auf die Suche – also erst im 2. Monat. Viel zu spät.
Bei dem heutigen Mangel an Hebammen, muss man sich scheinbar als Frau bereits auf die Suche machen, wenn man nur mit dem Gedanken spielt, schwanger zu werden.
In meiner zweiten Schwangerschaft wollte ich es besser machen. Mit positivem Schwangerschaftstest in der Hand suchte ich direkt online nach einer Hebammenliste für unseren neuen Wohnort in Hamburg. Nur wenige Luftmeter vom alten Wohnort sollte sich vielleicht das Glück für mich wenden! #Fingerscrossed

Ich schrieb über 30 Hebammen an, nur von knapp der Hälfte bekam ich überhaupt eine Rückantwort. Einige Hebammen hatten ihren Dienst eingestellt, nahmen für den voraussichtlichen berechneten ET keine Frauen an (im Sommer oder um Weihnachten herum scheint es nochmal schwieriger zu sein, eine Hebamme zu finden…) oder hielten mich in der Warteschleife. Ok. Ich war optimistisch!
Dann kam für uns der Schocker – Beim ersten Termin beim Frauenarzt waren keine Herztöne auf dem Ultraschall zu sehen. Die Wahrscheinlichkeit, dass unser Baby lebt, war gering, denn zum eigentlichen Zeitpunkt und Stand meiner Schwangerschaft hätte man mehr sehen müssen. Das größte Risiko für eine Fehlgeburt liegt in der Zeit um die 5. und 6. Schwangerschaftswoche. Hier liegt das Risiko für einen spontanen Abort bei rund 20%. Ich war aber doch schon in etwa in der 8. Woche. Da hätte man was sehen müssen und nicht nur eine seltsam geformte und scheinbar leere Fruchtblase. „Mhmm… das sieht nicht so aus, wie es aussehen soll…“
Aufgeben wollte mein Frauenarzt nicht, wir auch nicht. In diesen wenigen Tagen vor Weihnachten versetzte uns diese Nachricht allerdings in einen Schockzustand und lies alles andere, als weihnachtliche Stimmung aufkommen. „Vielleicht ists ja ein Eckenhocker. Solls ja geben!“, „Oder das Ultraschallgerät war zu alt und man hat deswegen nichts gesehen…„, „Aber warum sah die Fruchtblase so seltsam aus?„… Natürlich googelte ich stundenlang und was ich las, machte die Situation nicht besser.
Das Warten auf die Blutergebnisse, das Hoffen auf einen Anstieg des HCG Wertes dauerte schier endlos. Zum Glück war Emma zu diesem Zeitpunkt bereits bei den Großeltern…
Zwei Hebammen hatten mich auf ihre Warteliste gesetzt, eine wollte mit mir vor den Weihnachtstagen telefonieren.
Ich war aber weder in der Lage zu telefonieren, noch mich weiter um das Thema Hebamme zu kümmern. Ich war ein Häufchen Elend.
Fühlte mich schwanger, war es aber vielleicht doch nicht.
Verlor vielleicht das Baby, bevor ich seine oder ihre Tritte das erste Mal hätte spüren können.
War ich Schuld, weil ich mit meiner eitrigen Mandelentzündung Antibiotika nehmen musste, als ich gerade wenige Wochen schwanger war?
Das Gedankenkarussell drehte sich unaufhörlich. Ich wollte mich einfach nur eingraben.
Freitag, zwei Tage vor Heilig Abend, wir waren auf der Autobahn in Richtung Familie im Süden, kam der erlösende Anruf vom Doc – definitiv schwanger. Die HCG Werte waren mehr als eindeutig. Meine langen Zyklen haben den Plan durcheinander gebracht, ich werde zwei Wochen zurückgestuft und jetzt passt alles. Ich solle die Weihnachtsfeiertage genießen und in 3 Wochen in der Praxis zum erneuten Ultraschall kommen.
Ich werde den Moment nie vergessen, wie wir auf einem Rastplatz auf der Autobahn im Auto saßen und uns heulend in den Armen lagen.

Nach den Feiertagen nahm ich die Hebammensuche wieder auf, jedoch wurde weder aus meinen Wartelistenplätzen was, noch hatte die Hebamme den Platz noch frei, die mit mir telefonieren wollte. Dumm gelaufen.

Sollte ich auch dieses Mal ohne Hebamme auskommen müssen?

Es hat ja in der ersten Schwangerschaft schon irgendwie geklappt… Auch nach der Geburt. Langsam, aber es hat geklappt.
Vieles habe ich mir in Büchern zusammengelesen, anderes gegoogelt oder in Foren zusammengesucht (ugh… vorsichtig in Foren sein!) oder bei Bekannten nachgefragt. Es war machbar, schöner wäre es gewesen, hätte ich einen direkten Draht zu einer Hebamme gehabt, um sie direkt mit meinen Zipperlein und Fragen zu bombardieren. Das eine oder andere Mal habe ich Bekannte angehauen „Du, könntest du mal deine Hebamme für mich fragen….“.
Die Nachsorge machte mir Kummer. Es gab niemanden, der sich um mich nach der Geburt kümmerte, mal nachschaute oder mir zeigte, wie ich dies das jenes mit meinem kleinen Baby mache. Vieles kam intuitiv, anderes musste ich nachlesen oder die Schwiegermutter war mit Rat zur Stelle. Einfacher wäre es mit Hebamme gewesen. Darum fragte ich alles, was ich nur eventuell wissen wollte bereits in der Klinik nach der Geburt, lies mir alles erklären, saugte jeden Tip und Rat auf, den ich nur kriegen konnte. Auch nahm ich das Angebot der Beratungsstunde einer Nachsorgehebamme in der Klinik war. Ich würde nicht unbedingt sagen, dass ich verzweifelt war, aber gerade in dieser Situation wurde mir bewusst, wie wertvoll und wichtig eine Hebamme für junge Eltern ist.

Wenn ich jetzt, 4 Jahre später, gefragt werde, ob ich denn eine Hebamme habe und dieses verneine, wirft keiner mehr die Hände über dem Kopf zusammen, sondern nickt verständnisvoll… „Ja, es wird auch immer schwieriger, eine zu finden, die Kapazitäten frei hat…“.

Dieses Mal hatte ich aber doch Glück im Unglück und meine neue Frauenarztpraxis hat eine Hebamme inhouse, die ich bei jedem Termin automatisch mit besuche. Sie ist die Hebamme, die ich mir gerne ganz exklusiv wünschen würde – eine liebevolle und erfahrene Frau, ohne Chichi und eine, die dir direkt ins Gesicht sagt, was los ist und nicht lange drum herum schwurbelt. Wahnsinnig herzlich, aber direkt. Sie nimmt sich Zeit für jede Frau, hört zu, nimmt in den Arm, beruhigt, gibt Ratschläge und ist auch gerne per Whatsapp zur Stelle. Sie ist eine ganz wundervolle Frau und ich möchte sie nicht missen. #DankDir weiß ich jetzt umso mehr, wie sehr mir eine Hebamme in der ersten Schwangerschaft gefehlt hat…
Es fällt dir wie Schuppen von den Augen: Dir wird plötzlich klar, was du einfach verpasst hast – jemanden, der dich in jeder Sekunde deiner Schwangerschaft, in der du in wenigen Minuten zwischen emotionalen Höhen und Tiefen wechselst, ein unerklärliches Ziepen hier oder da verspürst, einfach nicht weißt wohin mit dir und deinen Gefühlen oder einfach nur mit jemandem reden willst, der zu 100% versteht, was in dir vorgeht. Und jemand, der sich nach der Geburt um dich und dein Baby kümmert. Zusieht, dass deine Wunden verheilen.

Ich bin ehrlich, ich hatte mir meine zweite Schwangerschaft anders vorgestellt. Ich wollte alles „richtig“ machen. Mich von Anfang an um alles kümmern – Hebamme, Ernährung, ich wollte mich in so viele spannende Themen rund um Geburt und Nachsorge einlesen, mein Wochenbett vorbereiten, planen und auch (zumindest die erste Zeit im Wochenbett) einhalten. Und dann scheitere ich doch wieder an dem Punkt, der mir so wichtig war: Eine Hebamme finden, die mich während der Schwangerschaft und vor allem auch nach der Geburt begleitet, nach dem Baby und mir sieht.
Umso dankbarer bin ich den vielen Hebammen in den Kliniken und Praxen oder auch den selbstständigen Hebammen, die für die Frauen wie mich extra offene Gesprächsstunden anbieten, in den Rückbildungskursen ein extra Auge auf dich werfen oder im Geburtsvorbereitungskurs merken, dass etwas nicht ganz koscher ist oder auch einfach mit Herz und Seele dabei sind und jeder Zeit Ratschläge geben und für einen da sind. Das ist unglaublich viel Wert und in Gold nicht aufzuwiegen!

Dennoch herrscht akuter Hebammen Notstand und ich gehöre zu den Frauen, die es am eigenen Leib erfahren mussten. Doch woher kommt der Notstand?

Hohe Kosten: Eine Hebamme ist selbstständig und zahlt für Kranken- und Rentenversicherung den Höchstsatz. Aktuell liegt die Prämie für Berufshaftpflicht nach Angaben des Spitzenverbandes der Krankenkasse bei 6.843€ jährlich. Immer mehr Hebammen können diesen Betrag nicht aufbringen und müssen aufhören. Oder beginnen angesichts der desaströsen Lage gar nicht erst mit der Ausbildung.

Niedriger Lohn: Eine Hebamme verdient nicht viel. Als Hebamme im öffentlichen Dienst liegt das Gehalt durchschnittlich zwischen 2000€ und 2400 Euro bei Berufseinstieg und kann sich bis auf 2800 Euro brutto steigern. Aus diesem Grund ergreifen nicht viele Frauen (oder Männer) diesen Beruf. (Quelle: https://www.ausbildung.de/berufe/hebamme/gehalt/)

Hohe Bereitschaft: Eine spontane Geburt ist nicht planbar. Zwar wird ein Geburtstermin errechnet, aber nur circa 9% der Babies halten sich an diesen Termin. ET + – 14 Tage ist alles möglich und bedeutet auch, dass sich die Hebamme in dieser Zeit bereithalten muss.

Hausgeburt? Zu teuer! Den Traum einer Hausgeburt müssen sich viele Frauen aus dem Kopf schlagen, denn die hohen Haftpflichtbeiträge der Hebammen bei außerklinischen Geburten in Höhe von knapp 8000 Euro im Jahr, können schwer zu stemmen sein. Zwar würden Kassen mit einem „Sicherheitszuschlag“ bis zu 4000 Euro unterstützen, doch die Anträge dafür sind aufwändig, oft zahlten die Kassen erst sechs Monate später.

Es ist wichtig, dass die Arbeit von Hebammen unterstützt und wertgeschätzt wird, denn sie sind für werdende Mütter eine äußerst wichtige Unterstützung. Pampers möchte die Wichtigkeit der Hebammen unterstreichen, ihnen Danke sagen und ihre Arbeit unterstützen. Um ihre wertvolle Arbeit zu honorieren und Eltern weiterhin die Hilfe einer Hebamme ermöglicht werden kann, unterstützt Pampers den Deutschen Hebammenverband (DHV) mit 50.000 Euro.
Jeder soll sich animiert fühlen, ebenfalls Danke zu sagen, selbst aktiv zu werden und zum Beispiel 
die wichtige Arbeit von Hebammen sichtbar zu machen, indem das unten eingebundene Video geteilt, ein Foto von sich mit dem #DankDir Schild gemacht und es unter der Verwendung des #DankDir, #HebammenSindHeldinnen und #DankeSagenMitPampers gepostet und weitergeleitet wird. 

Das Schild für eure eigenen Selfies, um ebenfalls Aufmerksamkeit für die Hebammen zu machen, könnt ihr hier herunterladen.

Werdet aktiv, damit für euch jemand aktiv werden kann!!

 

Wer Lust hat, sich das Video personalisieren zu lassen, kann das hier tun!

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1 Comment

  • Reply
    Grieta
    3. August 2018 at 12:40

    Das ist ein wunderschöner Beitrag. Meine Mutter hatte bei meinem Bruder (1976 geboren) das Glück von einer Hebamme betreut zu werden, noch ganz old school mit Stethoskop um die Herztöne zu hören. Bei mir 10 Jahre später sah die Lage schon schwieriger aus und jetzt … ich kann mir vorstellen, wie schwierig es ist eine Hebamme zu finden und auch wie unverzichtbar diese Frauen sind. Vielleicht etwas seltsam, aber dein Beitrag kommt gerade zu der Zeit, wo ich wieder angefangen habe „Call the Midwife“ zu sehen, eine wunderschöne BBC Serie über Hebammen und wenn man sich vorstellt, dass in den frühen 60ger Jahren jede Frau ein Anrecht darauf hatte von einer Hebamme bis einschließlich zur Geburt betreut zu werden und man heute am besten vor der Schwangerschaft schon anfängt zu suchen … Mir tun Schwangere wirklich leid, in dieser Zeit alleine zu sein und nur das Internet als Hilfe oder Freunde und Bekannte, die zwar nett sind, aber einfach nicht die Ausbildung und die Erfahrungen einer Hebamme haben, da muss dringend etwas passieren, denn sonst sind Hebammen Geschichte.

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