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Be your own project

Kaya Feministin Fafine

Ich weiß gar nicht woher ich das habe, aber seit ich klein bin versuche ich Dinge als Projekte oder Spiele zu sehen, irgendwie als Challenges. Besonders wenn ich auf etwas warte. Ich mache mir immer Etappenziele und versuche die Zeit mit etwas zu füllen, sodass ich vergesse, dass ich eigentlich auf etwas warte. Man lebt dann mehr im Jetzt, hat eine Aufgabe. So fällt es mir viel einfacher über das Warten hinweg zu schauen. Außerdem genieße ich es auch einfach, mir Ziele zu setzen.
Ich erinnere mich zum Beispiel daran, dass ich früher als Kind bei langen Autofahrten versucht habe während des Vorbeifahrens so lange auf einen Punkt zu schauen, wie möglich. Und in der Schule wenn mir langweilig wurde habe ich versucht so viele Dreiecke wie möglich auf ein Blatt Papier zu zeichnen oder habe mir Vokabellisten geschrieben.

Auch wenn ich auf etwas gezielt hinarbeite mag ich es, mir solche Zwischenziele zu setzen. Sie motivieren mich und helfen mir, konsequent zu bleiben.

Ich habe es einfach schon immer geliebt Dinge zu planen, mir Zeit einzuteilen, an Dingen zu arbeiten. Vor allem an mir selbst: Neue Dinge lernen, mein Wissen in etwas vertiefen, ein neues Hobby finden…

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Meine Vorlesungszeit im Semester dauert immer ungefähr 4 Monate und in diesen Monaten habe ich normalerweise sehr viel zu tun. Ich beneide Studenten die von ihrem Studium sagen können, dass es wohl das Entspannteste ist, was sie jemals machen werden. Und natürlich hat mein Workload auch etwas mit dem Anspruch, den ich an mich stelle, zu tun. Für mich ist es daher aber wichtig meine Zeit gut einzuteilen, nicht nur Tag für Tag, sondern auch die Woche, mehrere Wochen und die Monate. Ich fühle mich dadurch kein Stück eingeschränkt, im Gegenteil, ich fühle mich irgendwie freier weil ich so einen Überblick bekomme. Und um mich selbst zu motivieren dran zu bleiben setze ich mir kleine Ziele, wie die von denen ich eben sprach. Ich bin mein eigenes Projekt, weil es mir Spaß macht mich zu entwickeln und weil diese Sicht mir hilft das zu erreichen, was ich erreichen will:
Wenn ich gut mit Geld umgehen können möchte, muss ich mir ein finanzielles Verständnis aufbauen. Wenn ich laufen will ohne schnell erschöpft zu sein und mich stark fühlen möchte, muss ich sportlicher werden.

Manchmal fühlt sich meine Vorlesungszeit an wie warten. Warten darauf, dass die Klausuren kommen und endlich wieder vorbei sind. Manchmal vielleicht auch einfach darauf, was man für die vorlesungsfreie Zeit geplant hat. Und ich versuche mich daran zu erinnern was ich schon als Kind tat: Mach ein Spiel draus.

Um mir den Druck des Semesters von den Schultern zu nehmen, aber auch weil ich es mag an mir zu arbeiten und ich bestimmte Dinge von mir und für mich möchte, habe ich mir für die nächsten Wochen und Monate bis Mitte Juli kleine Ziele gesetzt. Man möchte es vielleicht auch einfach Vorsätze nennen, aber so sehe ich es nicht unbedingt. Denn ich nehme mir nicht Dinge vor, sondern ich habe etwas was ich erreichen will und tue dann einfach wovon ich denke, dass ich es somit erreiche.

 

  1. So viele Fachbücher/Selbsthilfeliteratur lesen wie möglich
    Dem vorweg: Ich mag den Begriff “Selbsthilfeliteratur” überhaupt nicht. Ich finde dieses Genre ist so mit Vorurteilen behaftet, dass man einfach direkt an Bücher denken muss die Titel tragen könnten wie “wie ich mit 5 Schritten LIEBE gefunden habe”.
    Tatsächlich werden aber Bücher wie “Start with why” von Simon Sinek auch in dieses Genre eingeordnet.
    Und vielleicht ist es ja auch einfach irgendwo Selbsthilfe: sich selbst helfen, mehr zu lernen und an einer Sache und sich in einem Themenbereich zu bilden.
    Meine momentanen Interessen hierbei und auch wenn es um fachliche Bücher gibt: (Projekt-)Management, finanzielle Intelligenz/Finanzwirtschaft, persönliches Zeitmanagement, Produktivität, Startups, Marketing und Nachhaltigkeit.
  2. Versuchen, die eigene Produktivität zu steigern, ohne dabei unglücklich zu werden
    Dies ist ein seeehr ungenaues Ziel. Denn ich bin mir nicht sicher ab wann ich mich als “produktiv” einstufen würde, wie viele Stunden am Tag lernen, arbeiten, Sport, etc. das wären. Aber genau das möchte ich auch herausfinden. Ich will herausfinden wie ich “das meiste” aus meinem Tag rausholen kann und dabei so eine Balance für mich finde, dass ich dabei glücklich bin. Ich werde dafür verschiedene Sachen ausprobieren und euch auf dem laufenden halten, wie es sich entwickeln wird…
  3. Mich körperlich gut fühlen
    Hierfür gehören für mich Dinge wie: Treppen hochlaufen ohne Schnappatmung zu bekommen, keine Schwierigkeiten bei alltäglichen Bewegungen zu haben, möglichst selten starke Müdigkeit oder Erschöpfung fühlen (mal ausgenommen nach körperlich anstrengenden Aktivitäten) und halt einfach dieses Gefühl wo man sagt “ich fühl mich fit!”, was ja nunmal ein Gefühl ist, welches nicht einfach zu beschreiben ist.

 

Diese drei Dinge sind Punkte, die ich mir nicht nur als Ziele für die nächsten Monate setze, sondern für mich gewissermaßen eine Art zu leben darstellen, einen Lebensstil.
Wie genau ich diese Dinge für mich erreichen möchte, wie meine Zwischenziele auf dem Weg dahin aussehen, was ich konkret tun werde und wie das alles laufen wird möchte ich euch gerne in monatlichen Updates erzählen.
Habt ihr solche Oberziele ihr dann versucht mit kleinen Zwischenzielen zu erreichen? Und mögt ihr es, euch kleine Projekte vorzunehmen und zu setzen, die vielleicht manchmal auch nur mit der eigenen Entwicklung zu tun haben?

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2 Comments

  • Reply
    Mrs Unicorn
    23. April 2018 at 14:36

    Das ist ein spannender Ansatz. Vielleicht sollte ich mir auch mal kleinere Projekte vornehmen.

    Liebe Grüße und noch eine schöne Woche.
    Celine

  • Reply
    Charlotte
    23. April 2018 at 16:09

    Mein Prof in vergleichender Politikwissenschaft hat folgendes Buch empfohlen: „Warum nicht gleich?!“ von Neil Fiore. Könnte vielleicht auch interessant für dich sein in Bezug auf Zeitmanagement und Produktivität. Ich hab’s mir auf gut Glück mal bestellt, :)

    Lieben Gruß
    Charlotte

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    Ich stimme zu.

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