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Dass ich damals so schnell wie möglich meinen Führerschein machen wollte, verstand sich von selbst.

Den Führerschein mit 18 zu besitzen, war nicht nur cool, um ihn anstelle des Personalausweises am Eingang der Disco zu zeigen, sondern auch bedeutete dieses kleine Stückchen Plastik eine Menge Freiheit. Freiheit, jederzeit ins Auto steigen und losfahren zu können. Ok, vorausgesetzt, man besitzt ein Auto.

Das konnte ich mir dann erst 3 Jahre später leisten und in der Zwischenzeit lieh ich mir das Auto meines Großvaters. Nicht nur, um mit der Clique in die nächste Stadt zu düsen, sondern auch um meine Fahrpraxis nicht zu verlieren.

Aufgewachsen im Ruhrgebiet könnte man meinen, dass ein Auto eigentlich total überflüssig ist. Mit den Regionalbahnen ist man in kurzer Zeit 3 Städte weiter gefahren, hat eine entspannte Anbindung und das Monatsticket war eh im Portemonnaie. Jedoch war man viel flexibler. Sprit wurde auf dem Weg zur Disco geteilt, der Fahrer blieb nüchtern, bekam seine Softdrinks von den anderen bezahlt und jeder wurde direkt vor der Haustür wieder zuhause abgesetzt. Luxus pur, sich nicht an Busfahrzeiten halten zu müssen. Und wir wissen alle, dass Busse nach 22:00 Uhr gerne mal unregelmäßig oder nur ein Mal in der Stunde fahren. Mobilität war die große Unabhängigkeit und die noch größere Freiheit.

Der Führerschein war das große Ding, auf das jeder gespart hat. Schon mit 14, mit der Konfirmation hieß es, „Das geschenkte Geld lege ich für den Führerschein beiseite!„. Das war schlau, kostete der Lappen doch schon eine Menge Geld. Und das Auto ebenfalls.

Mein erstes Auto kostete wohl einen Apfel und noch nicht mal noch ein Ei, war es schon 2 Jahre älter als ich, als ich es mit 21 zum Geburtstag geschenkt bekam. Vollkommen egal, Hauptsache es fuhr! Das tat es auch, nämlich von A nach B und dann in regelmäßigen Abständen immer wieder in die Werkstatt. Ich habe dieses Auto geliebt, auch wenn es mir im wahrsten Sinne des Wortes unterm Arsch wegbröselte. Ich liebte es. Dieses Auto war mein kleiner Raum. Meins. Meine Freiheit. Dieses Auto bedeutete für mich völlig selbstbestimmte Mobilität und die Möglichkeit jeder Zeit überall hinfahren zu können, wo ich will. Manche Trips waren mit diesem Auto mehr als gefährlich und ich musste jeder Zeit damit rechnen, mit dem Hintern auf der Autobahn zu sitzen, aber das war mir egal! Ich konnte fahren!

Ich fahre gerne Auto. Sehr gerne sogar. Ich liebe es, allein im Auto zu sitzen, die Musik laut aufzudrehen und die Fenster runterzulassen. Ich liebe es, auf Autobahnen zu fahren und das bisschen Stau in Hamburg macht mir auch nix aus, denn die meiste Zeit meiner Autofahrerjahre habe ich eh auf der A40 und A52 verbracht. Vermutlich habe ich mehr Zeit auf den Autobahnen im Stau verbraucht, als ich tatsächlich zuhause war. Wer im Ruhrgebiet aufgewachsen ist, der weiß, was Stau ist.

Heute ist das mit dem Autofahren ein bisschen anders.

Ich habe kein eigenes Auto mehr und teile mir mit Jakob ein „Familienauto“. Ein Auto so groß, dass die ganze Familie rein passt, noch ein Kinderwagen, eine Kiste Pfandflaschen, der Kindersitz, das halbe Kinderzimmer an Spielsachen, ein Wocheneinkauf und mein Beifahrersitz, der bis zum Anschlag nach hinten geschoben ist, weil die kurzen Beine meines 1,66m Körpers sehr viel Beinfreiheit benötigen.

Ich sitze meist auf dem Beifahrersitz und genieße das auch. Ich muss mich nicht großartig konzentrieren und kann auf längeren Fahrten einfach mal die Augen zu machen.

Und ähnlich wie mir, geht es auch anderen. Gerade der jüngeren Generation. Man hat einfach kein Auto mehr. In einer Großstadt, wie Hamburg ist es für viele Menschen einfach unnötig geworden, ein eigenes Auto zu besitzen. Das Angebot und das Streckennetz der Öffentlichen ist praktisch und sonst gibt es auch viele Carsharing Angebote, wie die von car2go. Einen Führerschein hat doch irgendwie jeder, nur das Auto ist nicht mehr das Must Have der Saison. Statt dessen spart man z.B. auf ein neues Smartphone. Verständlich. Und doch bin ich noch zu sehr die Generation, die den Luxus und die Vorteile eines Autos sieht. Bequemlichkeit, Mobilität und Flexibilität. Und seit geraumer Zeit spiele ich mit dem Gedanken, mir wieder ein kleines eigenes Auto zuzulegen.

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Nachdem ich nun sowohl den smart fortwo und den smart forfour eine Weile probefahren durfte und gemerkt habe, wie entlastend es für Jakob und mich als berufliche Partner und Eheleute war, dass wir unabhängig voneinander mit den Autos in entgegengesetzten Richtungen in Hamburg unterwegs sein konnten, wird der Gedanke umso attraktiver, doch vielleicht eine kleine Kutsche für mich zu besorgen.

Ich muss ja zugeben, ich fühlte mich in dem smart fortwo ein kleines bisschen zurückversetzt in die Zeit, in der ich laut Rockmusik hörte, dazu performte und auf den Autobahnen im Stau stand… herrlich <3 Und ja, es kam das eine oder andere Mal auch vor, dass ich noch mit laut wubbernder Mucke auf dem Parkplatz vor dem Haus stand und noch dringend das Lied und das Schlagzeugsolo zu ende hören und performen musste.

Was ich neben meiner Schlagzeug Performance noch ausprobiert habe, war das ready to share Angebot von smart. Anfang des Jahres startete das System in einigen deutschen Städten und ist mittlerweile in ganz Deutschland verfügbar. ready to share ist quasi ein eigener kleiner Carsharing-Kosmos mit deinem smart und deinen Freunden oder Familienmitgliedern.

In deinen smart wird – aktuell noch kostenlos – eine sogenannte Connectivity Box eingebaut. Das Prinzip funktioniert ähnlich wie bei car2go: Via der App smart „ready to“ fragen die registrierten Mitnutzer das Auto an. Der Owner kann diese Anfragen verwalten und freigeben. Bei Zusage lässt sich der Standort des smart via App bestimmen und öffnen. Mit dem Zweitschlüssel im Handschuhfach kann die Fahrt dann beginnen. Eine intelligente Option für viele, die gerne die Vorteile der flexiblen Mobilität nutzen wollen und das in einem kleinen, vertrauten Nutzerkreis. Man stelle sich den kleinen Carsharing-Kosmos vor – mit Arbeitskollegen, Kommilitonen oder auch unter befreundeten Familien innerhalb eines Wohngebiets.

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Spannende Sache und definitiv eine Mobilitätsoption. So kann ein Auto regelmäßig sinnvoll genutzt werden, auch wenn es vom eigentlichen Besitzer nicht oft gebraucht wird. Die hinter der Windschutzscheibe installierte Connectivity Box bietet außerdem, bislang jedoch noch nicht in Hamburg, eine weitere Option: smart ready to drop. Mithilfe eines Zugangscodes erhalten Paketzusteller der DHL einmaligen Zugriff auf den Kofferraum des smart und können dort Paketsendungen ablegen. Ideal, wenn es zum Beispiel der Arbeitgeber nicht gerne sieht, dass Pakete an die Arbeitsstelle geliefert werden. Der Paketbote kann das Paket im Auto zustellen, sofern der smart in einer bestimmten, vordefinierten Zone parkt. Ich beispielsweise bin viel unterwegs, bekomme aber auch in Abwesenheit regelmäßige Sendungen von Agenturen, Kunden oder vergessene Amazon-Vorbestellungen geliefert. Wenn die Nachbarn nicht zu Hause sind, kann die Lieferung in den Kofferraum des smart das Anstehen in der DHL-Filiale ersparen.

Spannend! Das Konzept Auto erweitert sich: Es ist nicht mehr nur Pfandflaschenlager, Bunker für Wäschesäcke, die bei Mutti abgegeben werden müssen, Schuhschrank, private Disco und Spielzeugabstellkammer, sondern mehr. Mehr als nur ein kleines zweites Zuhause. Mehr Flexibilität und Mobilität für weitere Fahrerinnen und Fahrer und – bald hoffentlich auch in Hamburg – eine unkomplizierte Paketannahmestelle.

Ein Auto ist und war schon immer mehr, als nur ein Gefährt, das seine Insassen von A nach B bringt. Es war schon immer gekoppelt mit Emotionen – einem Gefühl von Freiheit und Selbstbestimmtheit. Und nun wird die Mobilität komplett neu gedacht. Ich bin gespannt, wohin es führen wird.

Wie seht ihr das? Fahrt und besitzt ihr ein Auto? Was bedeutet euch euer Fahrzeug? Könntet ihr komplett darauf verzichten? Wie seht ihr die Zukunft der Mobilität? Lasst es mich wissen, ich bin wahnsinnig gespannt auf eure Insights.

 

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4 Comments

  • Reply
    Nadine
    20. März 2018 at 17:36

    Ein sehr spannender Artikel, liebe Anna. Und bei der Stelle zum Thema Stau im Ruhrgebiet musste ich grinsen – du hast so Recht! Allein heute früh waren auf der A40, dank Schnee, insgesamt drei Staus in beiden Richtungen zwischen Dortmund und Duisburg. Ruhrschleichweg at its best – der größte Parkplatz des Ruhrgebiets eben! :D

  • Reply
    Julia
    21. März 2018 at 7:42

    Ich habe erst seit ca. 2 Monaten mein eigenes Auto, meinen Führerschein aber schon knapp seit 7 Jahren. Vorher bin ich auch gut ohne zurecht gekommen und konnte mir ein eigenes Auto in der Schul- und Studienzeit auch einfach nicht leisten. Jetzt im Job möchte ich aber auf das Auto nicht mehr verzichten – ich gehe 40 Minuten später aus dem Haus (und bin im Umkehrschluss natürlich auch viel früher zuhause) als wenn ich ÖPNV fahren würde und das, obwohl ich auch mitten im Ruhrgebiet wohne. Die Zeit nutze ich dann lieber anderweitig :)

  • Reply
    Geraldine
    21. März 2018 at 16:37

    Ich habe meinen Führerschein ebenfalls mit 18 gemacht und hatte glücklicherweise von Anfang an ein eigenes Auto!
    Ich finde es toll ein eigenes zu haben und kann es mir garnicht vorstellen, mich mit den öffentlichen Verkehrsmitteln fortzubewegen. Zudem benötige ich für die Arbeits sowiso mein Auto, da ich auch Termine ausserhalb des Büros habe.
    Mir ist bewusst, dass es ein Luxus ist, ein eigenes Auto zu besitzen! Aber ich denke, dass man sich den Luxus an Freiheit auch gönnen darf ;-)

    LG Geraldine

  • Reply
    Svenja
    26. März 2018 at 17:05

    Ich habe meinen Führerschein auch damals so schnell gemacht wie es ging. Ich komme von einem relativ kleinen Dorf ohne großartige öffentliche Anbindung. Der letzte Bus nach Hause fuhr um 22 Uhr und der erste dann wieder um 5 Uhr morgens. Wenn man also nicht in der Disco schlafen wollte, musste so schnell wie möglich ein fahrbarer Untersatz her. Also gab es den Führerschein damals direkt mit 17 (Begleitetes Fahren sei dank) und das erste Auto dann mit 18. Natürlich auch eine gebrauchte Klapperkiste, die aber noch bis zu diesem Tag mein Begleiter ist =D
    Daran sieht man schon: Ich hänge doch noch sehr an meinem Auto und das obwohl man es in der Stadt doch nicht mehr unbedingt braucht. Tja, aber trennen konnte ich mich noch nicht, also bleibt es wohl noch so lange bei mir wie es TÜV bekommt =D

    Beste Grüße,
    Svenja | all-the-wonderful-things.blogspot.de

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