BABY

Daddy’s Home!

Jakob und Emma

beitrag in kooperation mit pampers

Ich soll über etwas schreiben, was für mich völlig normal ist. Nämlich dass ich ein Vater in Elternzeit bin. Irgendwie war das für uns von Anfang an klar und dabei ging es mir nicht nur um Gleichberechtigung oder ähnliches, sondern vor allem auch darum, nicht all zu viel zu verpassen; wie unsere Tochter aufwächst, was sie jeden Tag Neues lernt und welche Wortneuschöpfungen sie sich heute wieder ausdenkt oder von ihrer Mama abschaut. Diese Zeit mit meiner Tochter zu verbringen ist mir viel Wert; dass ich Anna dadurch den Rücken freihalten kann, damit sie in Ruhe arbeiten und bloggen kann, ist natürlich ein toller Nebeneffekt. Mama arbeitet, Papa ist zuhause. Für uns ein passendes Modell und doch bin ich damit anscheinend ein seltenes Exemplar.

pampers dad fafine anna frost

Ich genieße die Zeit mit Emma sehr. Na gut, es gibt natürlich auch anstrengende Situationen, ganz klar. Aber es macht eben auch verdammt viel Spaß. Selbst das Wechseln der vollen Windel kann ein besonderer Moment sein, wenn man es zu einem Ritual macht (und das Fenster öffnet!). Generell ist ja das Windelwechseln ein intimer Moment, ein Moment in dem (in den meisten Fällen) auch das Kind kurz zur Ruhe kommt, recht nah vor einem liegt, Vertrauen in den Menschen vor ihm hat. Emma spult in diesen Momenten gerne mal ihre neu gelernten Worte, Fähigkeiten und Erkenntnisse ab. Wickeln ist bei uns selten ein reiner Akt der Säuberung, beim Wickeln wird gesungen, gespielt, das Kind gelaust und Spaß gemacht. Es stand nie zur Debatte, dass ich mich vor dem Wickeln drücke. Tatsächlich war ich es sogar, der Emmas allererste Windel wechselte. Und die zweite. Es hat mich stolz gemacht, Anna nicht nur während der Schwangerschaft, sondern auch während der Geburt und vor allem auch direkt danach zu 100% zu unterstützen, zu begleiten und von Anfang an ein Teil von allem zu sein. In meiner Rolle als Vater aufzugehen, da zu sein. Es ist verrückt, dass es 2016 immer noch Väter gibt, die der Meinung sind, dass das die Betreuung und Pflege der Kinder allein die Aufgabe der Mütter sei. Das ist einfach Unfug. Wahre Männer wickeln. Wahre Männer kuscheln. Wahre Männer tanzen mit ihren Töchtern zu „Let it Go“ durchs Wohnzimmer. Wahre Väter lesen zum Einschlafen fünfmal das Buch mit dem Gorilla vor (und können es danach auswendig) oder gähnen mit dem ganzen Zoo.
Im neuen Film von Pampers, der beim Baby-Dry Windeltest gedreht wurde, sieht man übrigens ein paar dieser wahren, echten Männer: Pampers lässt seine neueste Windel dieses Mal von Vätern vorstellen. Dazu wurden 20 Väter und ihre Kinder nach Berlin in ein Studio eingeladen, wo sie zusammen den Tag verbracht haben. Ganz verschiedene Männer trafen hier aufeinander, trotzdem hatten sie einiges gemeinsam: Sie hatten sehr viel Spaß, mal einen ganzen Tag mit ihren Kindern und auch ohne die Mamas zu verbringen. Es wurde gespielt, getobt, von Vater zu Vater Tipps ausgetauscht und natürlich auch die neue Pampers Windel getestet. Dabei wurde die ganze Zeit gefilmt und über’s Papa-Sein philosophiert. 

Die neue Pampers Baby-Dry sorgt Dank der innovativen drei absorbierenden Kanäle für bis zu 12 Stunden Trockenheit (was natürlich nicht heißt, dass man nur noch zwei Mal täglich die Windeln wechseln sollte ;) ) und einen besseren Sitz der Windel. Darüber hat Anna schon hier von ihrem Besuch im Pampers Werk berichtet

pampers dad fafine anna frost

Nun haben wir natürlich den Vorteil in Hamburg, einer sehr kinderfreundlichen Stadt zu wohnen und in einer Branche zu arbeiten, die „modernen“ Arbeitsmodellen offen gegenüber steht. Zwar kann sich der Arbeitgeber nicht dagegen wehren, wenn ein Vater Elternzeit nimmt, aber Normalität ist das in vielen traditionellen Unternehmen noch lange nicht. Da wird man vermutlich eher schief angeschaut, wenn man als Vater länger als drei Monate aus dem Job raus will, um sich um das Kind und die Familie zu kümmern. Auch steht offen, ob sie an ihre alte Position zurückkehren können oder ob diese in ihrer Abwesenheit mit jemand anderem besetzt wurde. Aber das ist nicht der Hauptgrund, warum Väter nur kurz in Elternzeit gehen, sondern der finanzielle Aspekt. Da muss ein Umdenken stattfinden! Und zwar schnell! Auch innerhalb der Familie, was sogenannte klassische Rollenverteilungen angeht. Hauptverdienerin ist in unserer Familie nämlich Anna.

pampers dad fafine anna frost

Laut der neuen Pampers Väterstudie nehmen mittlerweile schon knapp über die Hälfte der Vater eine Auszeit vom Job und bei fast allen akzeptiert das Umfeld diese Entscheidung auch. Das Hauptproblem für viele ist aber (wie so oft) das Geld. In vielen Familien ist immer noch der Vater der Hauptverdiener und die meisten können auf dieses Einkommen halt einfach nicht verzichten. Geht ein Vater in Elternzeit, verdient er knapp 60% seines Nettogehalts … das reicht oft einfach nicht aus. Und so sehen ein Drittel der Väter auch die Vereinbarkeit von Familie und Beruf als größte Herausforderung im Alltag. Das ist ein Thema, welches natürlich auch Frauen massiv betrifft. Hier sind vor allem die Arbeitgeber gefragt, sich vom klassischen Nine-to-five-Arbeitszeitmodell zu lösen und flexible Lösungen zu finden.

pampers dad fafine anna frost

In der Studie wurden auch die größten Überraschungen am Vatersein abgefragt und ich kann bei den meisten Punkten nur zustimmen. Über zwei Drittel gaben die bedingungslose Liebe zwischen Vater und Kind an. Es ist faszinierend, wie schnell man die „Nur-3-Stunden-Schlaf-in-30-Minuten-Intervallen“-Nächte vergisst, wenn die kleine Dame am nächsten Morgen mit Strubbelhaaren und dem süßesten Lächeln vor einem steht. An dem Out-of-Bed-Look erkenne ich auch immer die Ähnlichkeit zwischen uns beiden; auch ein Punkt auf der Liste der Überraschungen. Was mich allerdings kein bisschen überrascht hat (was aber 36% der Befragten genannt haben), ist die Tatsache, dass man selber wieder zum Kind wird. Zwar mit einer gehörigen Portion Verantwortung mehr, aber das versteht sich ja von selbst. Da ich nie richtig erwachsen war, hat sich da eigentlich nichts geändert und das ist grandios.

Ich finde es toll, zu dieser neuen Generation Väter zu gehören. Ich finde es toll, dass die Väterquote auf den Spielplätzen langsam steigt. Und ich finde es toll, dass Schritt für Schritt mehr Männer den Sprung in die Elternzeit wagen, für ihr Recht auf unvergessliche Zeit mit ihrem Kind kämpfen und diese hoffentlich voll auskosten. Vatersein kann so viel mehr sein und wenn man bedenkt, dass mit einem Wimpernschlag ein besonderer Moment schneller vorbei sein kann, als einem lieb ist. Ich möchte ich jede Sekunde auskosten können!

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12 Comments

  • Reply
    Clara
    22. September 2016 at 10:45

    Ach Jakob!! Toll macht ihr das! Ich zieh meinen Hut und freue mich das Ihr es so gut schafft..
    Für uns gibt es glücklicherweise in den Semesterferien immer die Homeoffice Lösung und auch einen Mann der kein Problem hat mal die WIndel zu Wechseln oder zum Kind zu werden!
    Auf bald!
    Alles Liebe
    Clara

  • Reply
    Resi
    22. September 2016 at 10:57

    Find ich toll! Viele sind leider immernoch in diesem alten Rollenbild gefangen, was ich sehr schade finde. Männer und Frauen sollten gleichberechtigt sein, in Allem, ob Kindererziehung, Gehalt, Wahlberechtigung oder auch Hausarbeit. Wir leben doch nicht mehr in den Fünfzigern ;-)

  • Reply
    Lea
    22. September 2016 at 11:01

    ??????
    Einfach klasse – Jacob, vielleicht sollte Anna dich öfter mal an Ihren Blog lassen, das könnte wirklich gut werden! ;)
    Daumen hoch!!
    ??????

  • Reply
    Laura
    22. September 2016 at 11:18

    Absolut großartig! Wie du sagst, ist das leider nach wie vor alles andere als eine Selbstverständlichkeit. Doch so mehr Väter mit bestem Beispiel voran gehen, wird es das vielleicht eines Tages sein!

    http://thankthat.com/

  • Reply
    Beauty Butterflies
    22. September 2016 at 11:26

    Sehr schön geschrieben und wahre Worte. Ich habe viele Kollegen, die von ihrer Elternzeit Gebrauch genommen haben – zum Glück ist das bei uns vollkommen normal und da schaut euch keiner schief. Ist doch eine super Sache! Ich hoffe wie du dass dieses „alte Denken“ echt mal ausstierbt. Wenn die Männer schon die Geburt nicht abnehmen oder wenigstens die Schmerzen teilen können (DAS wäre mal eine tolle Erfindung der Medizin^^) ist es doch super, dass sie mit der Elternzeit einen großen Beitrag leisten können. Alles richtig gemacht würde ich sagen :)

  • Reply
    Ori
    22. September 2016 at 12:02

    bei uns ist auch der mann zu hause, weil auch hier ich die hauptverdienerin bin.
    beim zwuggel war ich nur 8 wochen zu hause, beim wutz nur 4 monate. und das ist hart! so als mama… man verpasst echt viel. aber deswegen gar keine kinder? nee, das war auch nix für mich! und der mann macht das prima, alles ganz normal halt. er geht auf den spielplatz, steht mit den muttis vorm kindergarten zur abholzeit und schmeißt den haushalt.
    komisch finde ich allerdings, dass männer, die zu hause bleiben, öfter mal mit bewunderung beschmissen werden, frauen, die mehrere jahre zu hause bleiben eher mit dem gegenteil, und das ist nicht nur schade, sondern auch bescheuert! genauso wie männer windeln wechseln und wäsche waschen können, können frauen auch mit baby zu hause wieder voll im job stehen!

  • Reply
    Ines Jana
    22. September 2016 at 12:52

    Ich finde es toll, dass sowas heute möglich ist. Es sollten noch viel mehr Papis diese Gelegenheit nutzen und eine intensive Zeit mit Ihrem Kind verbringen. Ganz toll geschrieben , doch eine Frage habe ich ? Was ist lausen? ?

  • Reply
    Laura
    22. September 2016 at 13:38

    Super geschrieben Jakob!
    Leider gibt es dieses Elternzeit-Modell so in der Schweiz nicht. Da haben auch nur Mütter 14-16 Wochen Mutterschaftsurlaub (bezahlt mit 80% des vorhergehenden Lohnes), danach ist wieder Arbeiten oder der Verzicht auf den Lohn angesagt. Mein Partner könnte in seiner Firma nicht mal von 100 auf 80% runter (hat keine Chef-Position!!), um mehr Papa-Zeit zu haben..
    Diesbezüglich könnte die Schweiz echt was von Deutschland lernen!!

  • Reply
    marie von heartfelt hunt
    22. September 2016 at 21:02

    was soll ich sagen – superschön!!! finde es wirklich fantastisch wie ihr beide das macht! <3

    viele liebe grüße an euch drei,
    marie

    http://www.heartfelthunt.com

  • Reply
    Sylvia
    23. September 2016 at 7:48

    Sehr schöner Post! Ich wünschte mehr Männer würden nicht nur sagen sie wollen das – sondern es auch tun. Ich kenne wirklich keinen einzigen Mann der in Elternzeit war oder gehen möchte. Nicht EINEN. Ich finde es aber sehr traurig das es selbstverständlich ist das die Frau alles alleine übernimmt – damit meine ich jetzt ihren Job zurückstellen. Das mit dem Verdienst ist leider wirklich ein Punkt der sich nicht leugnen lässt. Die Spalte was Männer und Frauen verdienen ist vielleicht auch einfach noch zu gross damit alle das machen können.

    Liebe Grüsse
    Sylvia
    http://www.mirrorarts.at/

  • Reply
    Annalena
    23. September 2016 at 20:32

    Es sollte mehr von diesen Männern geben und wir sollten es endlich schaffen unser Denken in der Gesellschaft diesbezüglich umzustellen. Ich finde es klasse diesen Beitrag zu lesen und ich finde du kannst stoz auf dich sein. Toll finde ich es aber auch, dass eine Frau sagt sie will weiter arbeiten gehen. Warum sollten wir dazu immer ein schlechtes Gewissen haben, wenn wir nicht Vollzeitmutti sein wollen und uns 24 Stunden um die Kinder kümmern wollen sondern auch noch unseren eigenen Interessen nachgehen?

  • Reply
    Madeleine
    27. September 2016 at 10:08

    Super toll geschrieben! Danke für den schönen Artikel. Ich merke selber zunehmend das gerade das Umfeld sehr sensibel und teilweise komplett verstört auf so ein Familienmodell reagiert. Selbst meine eigenen Eltern sind auf einmal zu konservativen Oldies geworden und haben leider wenig Verständnis für so eine Lebensweise. Ich fühle mich gerade so erleichtert und verstanden und bin glücklich das wir nicht alleine sind. Emanzipation funktioniert halt nur mit beiden Geschlechtern und auch meine Partner hat ein Recht die Höhem und Tiefen im Alltag mit Kind erleben zu dürfen.

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