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Im Jetzt und Hier

Es ist fast Mitte des Jahres, also wird es Zeit für eine kleine persönliche Bilanz: Was war, was ist und was kommt noch?
Wie in den letzten Jahren gab es einen Hashtag für das kommende Jahr: #Vollgas ist es für 2016 und das trifft auch noch immer zu, den verfolge ich ganz stark. Während das erste Quartal dafür genutzt wurde, den schweren Kahn wieder zu Wasser zu lassen und anzuschieben, gegen Strömungen anzukämpfen, nahm er im zweiten Quartal des Jahres gut Fahrt auf! Die Geschwindigkeit gilt es nun zu halten und eventuell sogar zu steigern. Gerade dann, wenn alles gut läuft, tendiert man doch gerne dazu, mal nur kurz die Füße hochzulegen und vergisst dabei, dass der Motor nur dann gut läuft, wenn er regelmäßig geölt und befeuert wird.
WOW! Das Metaphergame ist wieder wahnsinnig strong, Kiddos!
Aber es passt einfach zu gut.

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#Einfachmachen war das Motto von 2015, dennoch glaube ich, dass es jetzt noch immer perfekt passt. Generell sollten viele Dinge nicht zu sehr durchdacht werden, denn genau die Zeit die wir mit nachdenken und grübeln verplempern, hätte schon sinnvoll genutzt werden können. In der zweiten Hälfte diesen Jahres stehen für uns ein paar Reisen an, die wir teilweise in den letzten Monaten oder auch relativ spontan gebucht und geplant haben. Und ein paar persönliche Projekte, Ideen und Dinge, die ich für mich und meine Familie umsetzen möchte. Und an der Stelle greift #Einfachmachenbesonders gut, denn jetzt ist die Zeit, in der wir alles einfach machen sollten, was wir machen wollen! Emma ist noch nicht schulpflichtig, wir sind selbstständig und können nahezu von überall aus arbeiten – uns bleiben also noch gut 3-4 Jahre, bis wir uns an die nervigen Sommerferien halten müssen. Zwei oder drei Monate Neuseeland? Ein paar Wochen Marrakech, eventuell Europa komplett abstecken und vielleicht noch zwei Monate durch die USA? Mit dem VW Bully durch Großbrittannien? Die Planungen laufen. Und man sieht es am Zweiergespann Katja und Atlas, dass es machbar ist, sein Baby oder Kleinkind unter den Arm zu klemmen, auf den Rücken zu schnallen oder an die Hand zu nehmen und ihm die Welt zu zeigen! Warum auch nicht? Es spricht nichts dagegen. Und es gibt keinen günstigeren Moment, als jetzt. Jetzt. Oder jetzt! Gestern ist zu spät.

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Ich glaube, mein Fernweh war noch nie so arg, wie jetzt. Und wenn ich mich daran erinnere, wie ich damals vor einigen Jahren in großer Runde mit Katja in Wien bei Melange und Sachertorte am Tisch saß, sie von ihrem Reiseprojekt erzählte und was nun seit dem passiert ist und vor allem, welch grandiosen Reisepartner sie mittlerweile an ihrer Seite hat… Das ist inspirierend. Besonders der Knackpunkt, dass sie keine großartigen Abstriche wegen ihres Sohnes macht.
Wir – und vor allem Kinder – sind Entdecker, neugierig und abenteuerlustig. Diese Saat muss gegossen werden, solange Zeit dafür ist. Ich selbst war auch schon als kleines Kind mit meinen Eltern auch überall und nirgends und es wurden keine Abstriche gemacht. Und der Gedanke, mit dem Kind zu reisen, ihm Weltoffenheit und verschiedene Kulturen zu vermitteln, dem Kind zu zeigen, dass kein Weg zu weit, keine Grenze unüberwindbar und eigentlich alles machbar ist… der Gedanke erfüllt mich mit Freude und Stolz.
#Einfachmachen und zwar mit #Vollgas! Mutig sein und mutig werden! Das Hier und Jetzt genießen, Momente voll auskosten und sie gemeinsam erleben. Im Moment leben und nicht schon gedanklich drei Tage weiter sein und das nächste Event, Projekt oder Reise planen, bevor das Hier und Jetzt genossen wurde. Zu schätzen wissen, was jetzt gerade passiert und alles aufsaugen, was der Moment hergibt. Wenn ein Instagram dazwischen Platz hat – ok. Aber nur, wenn der Moment schon vorher vollends ausgekostet wurde!! Das ist mein Plan. Ab jetzt.

Die Besinnung auf das Hier und Jetzt, auf den Moment und das fehlende Auskosten der Situationen und Erlebnisse ist wichtig. Anfang des Jahres war ich nicht nur in einem emotionalen Tief, sondern auch von einer Schreibblockade gebremst. Kopf in den Sand oder in einen Berg voll Arbeit zu stecken, bringt nur bedingt das Glück und den Seelenheil, den wir doch täglich verfolgen und jagen.
Eine gute Freundin war in einer ähnlichen Situation, buchte nachts den Flug ans Ende der Welt und blieb für mehrere Wochen dort. Sie kehrte als anderer Mensch zurück, schien ihre Mitte gefunden zu haben und konnte neu starten. Sie hat gelernt, das Hier und Jetzt zu schätzen, zu genießen und das beste aus jeder Situation zu machen. Oft beobachte ich Kolleginnen und Kollegen, die Content für Onlinebereiche produzieren und jeden Moment nur durch ihr Smartphone erleben. Warum denn, wenn der Moment doch echt und live ist? Für diese Erkenntnis musste ich, deren Smartphone längst an der rechten Hand festgewachsen ist und die daueronline ist, erst Mutter eines kleinen Wirbelwinds und 30 Jahre alt werden… Erinnerungen verblassen vielleicht auch mit der Zeit, aber crashed deine Datenbank, dann ist jeder Moment, den du nur durch dein Display erlebt hast ebenfalls futsch.
Ideen und Projekte, das habe ich in den letzten Jahren gelernt, müssen umgesetzt werden, solange sie frisch sind. Sonst kommt einem jemand zuvor. Auf die Nase fallen kann man immer, aber hat man es nicht wenigstens versucht, so wird immer die Frage bleiben, was denn gewesen wäre, wenn… Der perfekte Moment ist der, wenn wir entscheiden, dass er es ist.

Hier und jetzt. Machen!

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9 Comments

  • Reply
    Jasmin
    1. Juni 2016 at 15:00

    Wow, ganz toller Text! Ja, das mit dem #einfachmachen ist schon schwer, aber lohnt sich auf jeden Fall! Ich habe vor Kurzem angefangen mehr zu schreiben und das dann auch auf meinem Blog zu veröffentlichen. Eine Sache vor der ich immer ziemliche Angst hatte, da ich nicht wusste, wie die Reaktionen sein würden. Schreiben ist sehr persönlich und macht einen irgendwie auf einer viel tieferen Eben angreifbar. Dann geht es ja nicht ums Äußere, sondern um die eigenen Vorstellungen, Erfahrungen und Gedanken. Mittlerweile bin ich aber richtig froh, dass ich mich nicht habe aufhalten lassen. Bisher habe ich nur positives Feedback bekomme und es tut so gut, einfach das zu sagen, was man möchte.

    Liebe Grüße Jasmin

  • Reply
    Alissa
    1. Juni 2016 at 15:52

    Ich kann dein Fernweh total nachvollziehen und fände es so toll und inspirierend wenn ihr den Schritt wagen würdet, längere Zeit woanders hinzuziehen!! You go girl!! :) <3
    Alissa
    http://www.alissaloves.de

  • Reply
    Aline
    1. Juni 2016 at 18:30

    2 Monate durch die USA? Kein Problem! ;-) Ich sitze gerade in NY und vertreibe mir die Zeit bis zum Rückflug heute Abend. Nach 100 Hotels, Airbnb Wohnungen, einem RV, vielen (und ich meine vielen) gefahrenen Kilometern, geht es nach 3 Monaten USA mit meinen Mann und Sohn (20 Monate) und jede menge neuen Erfahrungen wieder in die Heimat. Es ist definitiv machbar! Go for it!
    Umarmung Aline

  • Reply
    Sarah
    1. Juni 2016 at 22:29

    Wir waren mit Tochter (1 jahr alt) für 5 Wochen in Neuseeland. Würden wir immer wieder machen!

  • Reply
    Sarah
    1. Juni 2016 at 22:32

    Danke… Einfach Danke… Genau DAS habe ich gebraucht…

  • Reply
    Lisa
    2. Juni 2016 at 8:59

    Ich habe gerade auch sehr starkes Fernweh, kann dich gut verstehen!

  • Reply
    Kathi
    2. Juni 2016 at 15:13

    #Einfachmachen hat 2015 noch nicht so ganz geklappt, aber dafür 2016: Neuer Job, neues Land, neue Freunde… es wartet noch sehr viel in der zweiten Jahreshälfte. Ich wünsch euch viel Spaß und Freude beim entdecken! Ich finde, ihr macht es genau richtig! <3

  • Reply
    Sümy
    4. Juni 2016 at 14:33

    Einfach nur gut

    • Reply
      Sümy
      4. Juni 2016 at 14:34

      lässt sich super lesen.. Ich wünschte ich könnte das auch ..

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