LIFESTYLE

Ich behaupte, ich bin schon eine selbstständige Frau, die gerne alles ständig selbst macht. Um Hilfe bitten? Naja… aber nur im Notfall. Vielleicht. Weil ich bin emanzipiert, ich kann das alles alleine. Ich öffne mein Marmeladenglas alleine, kann Möbel alleine aufbauen und würde auch vielleicht die Lastwagen auf DSF ziehen, wenn sich mir der Sinn des Ganzen erklären würde. Hast du aber ein Baby, wird dir plötzlich klar, dass du an so manch einer Stelle doch Hilfe benötigst. Ich hab das nicht wahrhaben wollen und gebe an dieser Stelle offen und ehrlich zu, dass ich in der Schwangerschaft und auch die ersten Wochen und Monate mit Baby teilweise zu stolz war, um um Hilfe zu bitten. Falscher Stolz an dieser Stelle, denn es sollte ja eigentlich kein Problem sein, um Hilfe zu bitten. Hilfe zu suchen ist kein Zeichen von Schwäche oder dass man eine schlechte Mutter sei. „Ich kriege das schon alleine hin! Kein Thema!“ Mit Kind an seiner Seite stößt man jedoch häufiger an Grenzen, als einem vielleicht lieb ist. Emma war 3 oder 4 Monate alt und ich war mi den öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs zu einer Veranstaltung. Baby im Kinderwagen, denn die Veranstaltung dauerte einige Zeit und ich wollte, dass sie in Ruhe schlafen kann.

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