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Das zweite Baby – Geschwister treffen aufeinander

Was haben wir uns im Vorfeld für Gedanken gemacht, als ich mit dem zweiten Kind schwanger war: Wird das alles funktionieren? Bekommt das zweite Kind genauso viel Aufmerksamkeit, wie das erste? Vernachlässigen wir auch das erste Kind nicht, wenn das zweite viel Aufmerksamkeit fordern wird und auch bekommt? Wird es Geschwisterrivalität geben? Wie verändert sich die Dynamik innerhalb der Familie?

Ok… erst einmal herausfinden, wie alles funktioniert…

Während beim ersten Kind alles neu ist, jeder Tag komplett neue Überraschungen mit sich bringt und alles gefilmt, fotografiert und im Tagebuch notiert wurde, ist man beim zweiten Kind doch ein wenig gelassener, bzw. reißen einen die unterschiedlichen Stuhlfarben, erste Nieser oder auch das Entdecken der Babyfüße nicht mehr so schnell vom Hocker. Klar, immer noch aufregend und ja, auch beim zweiten Kind gibts Überraschungen, aber es gibt dann nicht mehr drölfhundert Fotos und Videos aus diversen Perspektiven von jedem Ereignis und nicht alles haut einen aus den Socken. Kennt man ja schon und beim zweiten Kind stellt man ernüchternd fest: „Ach, das macht ja offensichtlich jedes Kind!“. Es wird nicht langweilig, aber das ist bekannt. Und somit wird alles ein wenig entspannter.
Spannender wird jedoch ein Vergleich der Entwicklungsschritte und erlernten Fähigkeiten je Altersstufe – nicht wertend natürlich und nicht, um die Intelligenz zu messen oder die Kinder gegeneinander antreten zu lassen, sondern nur so für sich und für die private Privatstudie – was kann das jüngere Kind schneller, langsamer, besser oder nicht ganz so gut, wie das ältere Kind in dem Alter? Oder generell: Wie unterscheiden sich die beiden Individuen in ihrem Charakter, ihrer Entwicklung und was macht sie aus?

Während Emma zB. sehr schnell ins Krabbeln überging, hat Paul seine Krabbeltechnik über einen längeren Zeitraum perfektioniert und erst später festgestellt, dass Krabbeln auf den Knien doch noch ein bisschen schneller ist. Allerdings macht er nun eher seine ersten Gehversuche, als die Große damals.
Die vielen zweiten Ersten Male sind nicht weniger spannend, nicht weniger faszinierend und sind nicht weniger einzigartig, denn jedes unserer Kinder ist einzigartig und geht seinen Weg auf seine ganz spezielle Art und Weise.
Als Eltern ist man einfach nur ein wenig entspannter und gelassener.

Auch wenn viele erste Male mit Paul nun für uns bereits zweite erste Male sind, ist alles was wir nun zu viert erleben doch wiederum ganz besonders und ein erstes Mal – der erste Urlaub zu viert, das erste Weihnachten zu viert, besondere Ausflüge zu viert…
Ganz besonders für mich als Mutter sind zudem die vielen ersten Male, die die beiden Geschwister miteinander spielen und die Große ihr Wissen liebevoll mit dem kleinen Bruder teilt, auf ihn Acht gibt, ihm helfen möchte, ihn beim Lernen unterstützt und dabei selbst viel für sich und ihre eigene Entwicklung tut: sie wächst mit ihrer Aufgabe als große Schwester.

„Schau mal, so geht das!“

Beim Thema Spielzeug waren wir bisher immer recht gelassen und haben die Kinder aussuchen lassen, womit sie gerne spielen: Emma hatte recht früh schon einen relativ großen Wortschatz und „Bagger“ gehörte dazu, weswegen sie neben einer Babypuppe auch ihren gelben Bagger stets überall mit hin genommen hat. Erst als ich meine Kiste mit alten Barbies aus dem Keller holte, entflammte ihre Liebe für die Modepuppe und ist noch immer groß – Rollenspiel, Puppen, Phantasiegeschichten und Verkleiden ist ihre Welt. Es gibt viel Video- und Fotomaterial, auf dem Emma schon sehr früh Situationen aus dem Alltag mit Puppen und Stofftieren nachspielt, ihnen vorliest oder anders ihrer Phantasie freien Lauf lies.
In dieser Welt wächst nun ihr kleiner Bruder mit auf und er zieht sich aus dem vorhandenen Angebot seinen Teil raus: Er liebt alles, was fährt und rollt und hat Spaß an Musikinstrumenten. Aus dem rosa Emmatraum in ihrem Zimmer, bestehend aus Barbies, Kostümen und Tierfiguren, findet er in all dem Chaos das einzige Auto und liebt es, dieses durch das Zimmer zu schieben. Auch hat er unglaublichen Spaß daran, seiner Schwester zuzusehen, wie sie für ihn eine Show aufführt – man könnte meinen, die beiden haben sich gesucht und gefunden. Er ist ihr größter Fan.
Paul bekam vor einigen Monaten ein kleines weißes Flugzeug von Freunden von uns geschenkt und dieses ist seither sein allerliebstes Spielzeug, neben einem kleinen roten Feuerwehrauto.
Meiner Meinung nach muss es kein gegendertes Spielzeug für Kids sein, denn Spielzeug ist Spielzeug. Und daran, was ich bei Paul beobachte, ist hervorragend zu erkennen, dass sich jedes Kind – egal welchem Geschlecht zugehörig – das raussucht, woran es Interesse hat.

Wenn ich als Mom sowohl die Interessen meiner Kids treffe und gleichzeitig Spielzeug mit Mehrwert oder Multipurpose finde, bin ich begeistert. Also Spielzeug, welches die Kreativität ankurbelt, die Phantasie befeuert, unterschiedliche Spielmöglichkeiten bietet oder Kognitive Fähigkeiten trainiert – perfekt!

Total in Pauls aktuellen Interessensbereich fällt der bunte Lernlaster von Fisher Price – Balance & Koordination, Sortieren und Gruppieren, das Verständnis von Farben und Formen werden gefördert, zudem spielt er Musik (es gibt auch ein magisches Aus-Knöpfchen ;-) ) und animiert das Kind zum Spielen.

Paul hört seiner großen Schwester ganz aufmerksam zu, wie sie ihm erklärt, in welche Öffnung die Steinchen hineingehören :)

Und weil die große Schwester ihre Rolle besonders ernst nimmt, war es ihr gaaaaanz wichtig, mit ihrem kleinen Bruder gemeinsam den Lernlaster kennen zu lernen und auszuprobieren, wie alles funktioniert. Keine Frage, sie hat ihm natürlich auch erklärt, wie man die verschiedenen Formenwürfel in den Laster steckt und welche Tasten man drücken muss, damit ein Liedchen ertönt.
Praktisch, so große Geschwister :) Die zeigen einem alles und man selbst muss nur aufmerksam aufpassen. Obwohl… die große Schwester zeigt es einem bestimmt auch noch ein weiteres Mal. Und noch einmal. Man muss sich nur schlau anstellen ;)

Wenn die Beziehung der beiden weiterhin so bleibt, also dass sie voneinander und miteinander lernen, sich gern haben und wir Eltern nicht großartig ein Miteinander der Beiden forcieren, sondern es einfach geschehen lassen, es sich von allein entwickeln lassen, glaube ich, dass die beiden nicht nur tolle Geschwister, sondern auch gute Freunde werden können. Etwas ganz wertvolles, was leider nicht jedes Geschwisterpaar hat…

Wie ist das mit euren Kids? Verstehen sie sich gut? Lernen sie von- und miteinander? Oder existiert da schon Rivalität und Streit? Wie geht ihr das an?

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1 Comment

  • Reply
    Svenja
    2. Juli 2019 at 16:57

    Liebe Anna, ich liebe es eine solchen Einblick in euer Leben zu bekommen.
    Vielleicht besonders, weil ich anscheinend genau das selbst als grosse Schwester mit meinem Bruder gemacht habe – meine Mutter sagt heute noch, dass wir häufig Stunden im Zimmer waren, und mit Barbies oder Lego gespielt haben. Das Schöne daran? 24 Jahre später sind wir Freunde, fahren teils zusammen in den Urlaub und schaffen es auch, 6 Woche in einem Zimmer in London zu pennen. Es wird bestimmt auch bei euch Streitereien geben, aber auch das gehört zur Geschwisterliebe dazu.
    Ich wünsche eurer Familie weiterhin alles Liebe und Gute – und so viel Gelassenheit als Eltern :)

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