BABY

Schwangerschaftsupdate Woche 39

Da ein Kaiserschnitt geplant ist, weiß ich, dass dies das letzte Update ist. Auch, weil ich dieses Posting gezielt getimed habe. Ein wenig seltsam ist das schon. Nachdem das Tochterkind jedoch auch pünktlich am errechneten Termin damals spontan zur Welt kam, ist das Gefühl mit der festgelegten Deadline auch nicht sooo viel anders. Und doch ganz anders. Ganz anders.
Ich bin aufgeregt und nervös, zugleich entspannt und gelassen. Nervös, weil es zwischendurch immer mal kleine Anzeichen gab, dass der Bub und ich vielleicht doch eher in die Klinik müssten… Dem war aber nicht so…
Respekt habe ich vor dem Eingriff und bin zugleich ungeduldig, das Kind kennen zu lernen.
Rückblickend also von Jakob und mir zusammen ein letztes Update – Er schrieb aus seiner Sicht. Denn während ihr diese Zeilen hier lest, ist Rocketboy schon da, bzw. wir beide sind in der Klinik und warten darauf, dass wir Ende der Woche nach Hause können. Verrückt… diese getimeten Artikel :)

  • Schwangerschaftswoche:
    Anna: 39. Woche
    Jakob: Joa, kurz vor Ende halt.
  • Bauchnabel:
    Anna: Mhm?? Wer?
    Jakob: Fussel.
    Anna: Hahaha! 
  • Fehlt was?
    Anna: Puh… eine ganze Nacht Schlaf wäre mal prima. Mittlerweile wache ich drei bis vier Mal die Nacht auf, muss auf Klo oder bin einfach wach. Das einfach wach sein nervt ungemein, vor allem, weil mein Kopf dann das Denken anfängt und ich dann nicht mehr einschlafen kann. Die letzte Nacht war ich um etwa 04:30 wach und war dann auch einfach zu 100% wach. Jakob hat mich dann morgens überredet, mich noch einmal hinzulegen, was ich definitiv brauchte. Uff. Ich erinnere mich noch, dass ich während der Stillzeit solche Nächte mehr oder weniger locker weggesteckt habe. Die Energie durchs Stillen ist magisch! Im schwangeren Zustand macht man das eher nicht so easy, vor allem, weil man einfach keine großartig bequeme Liegeposition mehr hat :D
    Jakob: Zwei Wochen Urlaub
    Anna: Lass uns einen Camper mieten und durch Schottland fahren! ODER NACH DISNEYLAND!
  • Symptome:
    Anna: Es zwickt ordentlich hier und da, der Druck auf den Muttermund steigt seit geraumer Zeit enorm und ist teilweise wirklich echt unangenehm und auch Rücken und die Hüfte schmerzen. Rocketboy hantiert gut im Bauch herum und teilweise sieht es echt gruselig aus, wie er versucht sich Platz zu machen. Mein Körper und das Baby lassen mich definitiv spüren, dass es dem Ende zugeht und wir alle am Limit sind.
    Zusätzlich hatte ich eigentlich gehofft, dass wenn die Temperaturen wieder sinken, dass sich auch die Wassereinlagerungen in meinen Füßen, Beinen und insgesamt in meinem Körper zurückbilden. Taten sie auch teilweise, jedoch hat mein rechtes Bein das Memo nicht bekommen und sprengt beinahe meine Schwangerschaftsleggins und der Fuß kommt nur mit Mühe in den Birkenstock rein. Er hat zwar noch keine eigene Postleitzahl, aber steht wenige Millimeter Schwellung davor, seinen eigenen Instagramaccount zu bekommen…
    Jakob: Müdigkeit.
    Anna: Und irgendwas ist mit deinem rechten Ohr…
    Jakob: Wie bitte?
  • Heißhunger:
    Anna: NUDELN! Ich könnte morgens, mittags und abends Pasta essen <3
    Jakob: Immer.
    Anna: Hahaha! 
  • Abneigungen:
    Anna: Nix neues an der Front. Bin gespannt, ob ich nach der Geburt wieder mehr Fleisch essen werde, Lust und Appetit drauf habe oder ob der aktuelle Zustand weiter bestehen bleibt.
    Jakob: Aufstehen.
  • Schlafverhalten:
    Anna: Ich schlafe noch schlechter, als vergangene Woche, als es noch so heiß war. Mittlerweile haben sich die Temperaturen ja wieder normalisiert und ich kann mich wieder in meine Decke einkuscheln (ich schlief Wochenlang ohne Decke, nur mit dem Stillkissen, was für mich normalerweise nie in Frage kommt), was sich gut anfühlt. Allerdings schmerzen mein Rücken und Nacken so arg, auch ist der Bauch so schwer, dass bequemes Liegen eher unmöglich ist.
    Jakob: Gerne. Immer. Viel. 
  • Schwangerschaftskleidung:
    Anna: Keine neuen News. Ich habe die Tage meine Kliniktasche gepackt und darin sind schon viele Dinge für die Tage nach der Entbindung (zB. supi bequeme Omi Schlüppers, der Kaiserschlüpfer und ein stillfreundliches Nachthemd). Die sind teilweise neu gekauft, mehr aber nicht.
    Jakob: T-Shirts in XL.
    Anna: Vermutlich brauchst du auch neue Boxershorts, weil ich deine ausgeleiert hab…
  • Kindsbewegungen:
    Anna: Dass der Bub kaum noch Platz hat und wir auch so langsam dem Ende entgegen kommen, lässt ihn nicht ruhiger werden. Obwohl das ja auch unterschiedlich ist, ob die Babies sich vor der Geburt im Bauch noch einmal ordentlich austoben oder sich ganz ruhig verhalten.
    Jakob: Ein Bauch, der sich von selbst bewegt ist immer noch creepy. Auch bei Anna.
  • Neuzugänge für die kleine Rakete:
    Anna: Wir haben diese Woche den finalen Check gemacht, ob wirklich alles da ist. Möbel, Accessoires, Kleidung – alles ist soweit da und sollte doch noch irgendwas fehlen, kann man das ja besorgen.
    Jakob: Ich hab die Babyschale ins Auto eingebaut. Mit zwei Kindersitzen im VW Touran haben wir jetzt endgültig die ultimative Familienkutsche. Und ich liebe es.
  • schönster Moment:
    Anna: Emma händigte mir die Tage einen Zettel mit Krikelkrakelschrift aus und sagte, den Brief solle ich in der Klinik den Ärzten geben. Auf meine Frage hin, was denn dort steht, sagte sie: „Da steht, dass die Ärzte gut für dich und meinen Bruder sorgen sollen, damit ihr gesund bleibt!„. #instantuglycry
    Das war echt Zuckersüß und mir kullerten ein paar Tränen <3
    Jakob: Wie Emma zum wiederholten Mal anbietet, dass sie sich um ihren Bruder kümmert, wenn wir nicht da sind. Ich buche dann mal zwei Wochen Malediven.
    Anna: DISNEYLAND!!! ODER NOCH LIEBER DISNEYWORLD!!!! 
  • Unschönster Moment:
    Anna: Der war letzte Woche Freitag und hat mir enorm Sorgen gemacht. Jakob und ich werkelten noch ziemlich viel in der Wohnung herum, ich sortierte Emmas Kleiderschrank aus und um, wir hingen endlich die Bilderrahmen im Flur auf, hier und da wurde aufgeräumt, Dinge organisiert und der Vor-, sowie Nachmittag war ich gut beschäftigt und aktiv. Ich habe mich ziemlich gepushed, denn meine To Do Liste sollte endlich kürzer werden. Ich machte zwar zwischendurch Verschnaufpausen, aber im Nachhinein betrachtet ging ich übers Limit. Jakob schimpfte zwischendurch immer mal wieder, ich solle mich doch jetzt hinlegen, aber noch ging es mir gut. Also warum hinlegen?
    Als er dann am Nachmittag losfuhr, um Emma von der KiTa zu holen, saß ich am Laptop um ein paar Mails abzuarbeiten und merkte, wie meine Sicht immer schlechter wurde, bis ich innerhalb kürzester Zeit alles verschwommen sah. Meine Augen konnten nichts mehr scharf stellen, nichts mehr lesen, es sei denn, ich hielt das Objekt nur wenige Zentimeter vor meinen Augen. Als Jakob mit Emma heim kam und ich ihm von meinem seltsamen Zustand erzählte, schimpfte er erneut mit mir (ja, er schimpft in letzter Zeit sehr viel mit mir, er hat aber meistens recht :D ). Da es mir sonst ausgesprochen gut ging und ein kurzer Whatsapp Chat mit der Hebamme aus meiner Praxis mir die Sorge auf HELLP oder Präklampsie nahm, legte ich mich erst einmal hin, schlief für eine Stunde und wir wollten danach gemeinsam entscheiden, ob ein Trip in die Klinik notwendig ist. Nach dem kurzen Schläfchen war jedoch alles wieder in Ordnung.
    Erschreckend, was der Körper für absurde Signale sendet, wenn der Kopf meint, es sei doch alles tutti… Und beinahe von jetzt auf gleich nicht mehr richtig sehen zu können, lässt einem das Blut in den Adern gefrieren.
    Jakob: Als alle Vorbereitungen abgeschlossen waren und das Warten begann.
    Anna: Das ist für dich „unschön“?
    Jakob: Ja, weil ich jetzt gar keine Aufgabe mehr habe. Die Schwangerschaft über war der Deal, dass du das Kind produzierst und ich mich um den Rest kümmere. Und jetzt habe ich bis zur Geburt nur noch die Aufgabe, dich davon abzuhalten, aufzustehen und Marmortische durch die Gegend zu schieben.
  • Allgemeine Stimmung:
    Anna: Die Schwiegermutter kam endlich und ist dann für eine bestimmte Zeit da. Das lässt mich jetzt schon tiefenentspannt sein und beruhigt mich, weil wir ab dem Moment nicht mehr auf Notfallpläne (zB. wo bleibt Emma, wenn es jetzt ganz plötzlich mitten in der Nacht vor dem geplanten Termin losgeht?) zurückgreifen müssen, sondern haben den ultimativen Plan. Mir fielen so viele Steine vom Herzen, als sie herkam, weil ich spürte, dass jetzt einfach nix schief gehen kann.
    Ansonsten sind alle hier sehr aufgeregt und freuen sich auf die Ankunft des Buben diese Woche.
    Jakob: Müde. Ungeduldig. Aufgeregt. Rastlos. Wochenlang alle möglichen Vorbereitungen getroffen, ausgemistet, aufgebaut, umgeräumt, dieses und jenes erledigt. Und nun irgendwie nichts mehr wirklich zu tun, außer warten. Bisschen wie nach dem schriftlichen Abi. Lange Zeit daraufhin gearbeitet und jetzt abwarten, was bei rumkommt.

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4 Comments

  • Reply
    Karla
    15. August 2018 at 13:53

    Herzlich willkommen auf der Welt kleiner Junge! Euch nun ein schönes Ankommen zu 4. ❤

  • Reply
    Mela
    15. August 2018 at 20:55

    Ich wünsche euch vieren Alles Gute und Liebe und Vorallem Gesundheit.
    Eine süße Rakete hast du zur Welt gebracht.

  • Reply
    Raffaela
    15. August 2018 at 21:15

    Herzlichen Glückwunsch!! Schön auch Jakobs Sicht im Update lesen zu können und ich bin gespannt auf die Namenswahl von der Rakete!
    Ach ja… das Bild von Emma mit dem Kleinen in deiner Story ist gefährlich für Diabetiker!!!

  • Reply
    Anne
    16. August 2018 at 19:03

    Hach, so schön geschrieben… Ich bin sehr gerührt von diesen Worten <3 Ich habe deine Schwangerschaftsupdates geliebt!! Ich bin fast ein bisschen traurig, dass sie nun vorbei sind. Und sie haben mich das ein oder andere Mal echt beruhigt, weil ich auch grad schwanger bin… Ich wünsche euch von Herzen eine tolle Zeit mit Paul <3 Ihr seid toll!

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