FOOD

die weltbeste homemade Pizza – Rezept

Pizza habe ich schon viele gegessen und tatsächlich die beste und leckerste Pizza in Italien, während unseres Roadtrips mit dem Wohnwagen. Eine kleine, unscheinbare Pizzeria neben unserem Campingplatz. Mhmm… Diese Pizza war einmalig! Von Hand gekneteter Teig, kunstvoll in der Luft gezwirbelt, auf Stein gebacken, zart geschmolzener Käse, krosser Boden… aaaah… So guuuuut!

Die beste Pizza auf Reisen aß ich in Californien bei Za`s Pizza (schaut mal in meine Instagram Story Highlights – da gibts einen Extra Highlight für Reise). New York Style Pizza ist mit Abstand mein Favorit – dünner Boden, krosser Rand und ordentlich sibtschig in der Mitte, jede Menge Käsefäden, dazu Peperoni Salami. Zum Niederknien!
Aufgewachsen bin ich in Bochum, im Ruhrgebiet, mit einer ziemlich guten Pizzeria die zu Fuß keine 5 Minuten von meinem Elternhaus entfernt war. Sie war nicht nur praktisch, weil sie easy zu erreichen war und wir Teenies da oft abhängen konnten, Dates hatten oder einfach nach der Schule eine Tüte Pizzabrötchen (mit der weltbesten Kräuterbutter!) kauften, nein, es war auch ein richtig gutes italienisches Restaurant mit genialer Lasagne, diversen anderen Nudelgerichten, Salaten… alles! Ein kleiner Familienbetrieb. Es wurde dort italienisch gesprochen, jeder Gast herzlich begrüßt und Sonderwünsche auf der Pizza waren null problemo.

Hier in Hamburg fehlt uns einfach eine richtig gute Pizzeria. Klar, es gibt ein paar gute Pizzerien (und Geschmäcker sind ja auch verschieden), aber Zeit zum Ausgehen ist aktuell nicht so, ein Mal quer durch Hamburg fahren ist dann auch ne halbe Weltreise und mimimi und määäh. Hinzu kommt, dass viele Pizzerien, die doch schon gute Pizzen machen einfach nicht in unsere Ecke liefern und die Systempizzerien, wie Dominos oder Call a Pizza sind zwar auch zwischendurch mal ok, aber nicht der ultimative kulinarische Kick. Außerdem liegen die oft wie ein Stein im Magen… nicht unbedingt das geilste.

Also habe ich selbst rumexperimentiert, recherchiert und herausgefunden: Das Geheimnis einer guten Pizza ist Zeit. Und ein Pizzastein. EIN PIZZASTEIN!! Verneigt euch vor dem HOLY GRAIL OF PIZZAMAKING!!
Nein, im Ernst! Ein Pizzastein macht eine Pizza einfach 100% besser. Der Teig braucht Zeit um zu reifen, Geschmack zu entwickeln. Der Pizzastein hilft, dass der Boden richtig schön knusprig wird.

Das Rezept, welches ich euch weiter unten gebe, benötigt 24 Stunden (schmeckt nach 48 Stunden sogar noch besser!). Lässt sich aber easy am Vorabend vorbereiten. Und glaubt mir: Es lohnt sich!! Ihr werdet danach nie wieder eine andere Pizza machen und gerne am Vorabend den Teig vorbereiten.

Mein Herz ging auf, als auch Emma neugierig auf die Pizza war und tatsächlich probieren wollte. Zwar nur den knusprigen Rand (weil geschmolzener Käse und Tomatensauce sind bäääh! Bin mal gespannt, was sie von ihrer Aussage als 4jährige in ein paar Jahren sagt…), aber immerhin! Den hat sie in Null Komma nix weggeknabbert, als wäre es ihre Henkersmahlzeit gewesen :)

Vielleicht führen wir jetzt bei uns den Pizzafreitag oder -samstag oder -sonntag ein… mal sehen!

Der Teig

  • 350 ml warmes Wasser (nicht heiß, um die 30°C)
  • 13 g Salz
  • 1,5 g Trockenhefe
  • 500 g Mehl

Sauce

  • 1 Dose ganze, geschälte Tomaten
  • 8 g Salz

Belag für die Pizza

  • Olivenöl
  • 1 Mozzarella
  • frischer Basilikum

Alternativen

  • Parmesan (optional)
  • diverser Käse (optional)
  • Salami / Schinken etc. (optional)
  • Gemüse (optional)

Probiert die Pizza jedoch auf jeden Fall ein Mal ganz minimalistisch, nur mit Sauce und Mozzarella und Oregano – ihr werdet merken: Die Pizza braucht keinen fetten Belag, um richtig geil zu schmecken!!

Wichtige Utensilien

Und so gehts:

Am Vorabend / ca. 24h bevor ihr die Pizza backen wollt:

  1. Warmes Wasser in eine große Schüssel geben.
  2. Salz hinzugeben und so lange rühren, bis es aufgelöst ist.
  3. Gebt die Trockenhefe hinzu und wartet einen Moment, bis sie sich mit Wasser vollgesogen hat. Rührt um, sodass sie sich auflöst.
  4. Nun gebt ihr das Mehl hinzu. Ihr könnt von Hand kneten oder die Küchenmaschine dazu nutzen.
  5. Lasst den Teig für etwa 30 Minuten ruhen.
  6. Bemehlt nun eure Arbeitsfläche und knetet den Teig von Hand für etwa 1-2 Minuten gut durch.
  7. Gebt ein paar Tropfen Öl in eure Schüssel, schwenkt sie, damit sich das Öl verteilt und gebt den Teigball mit der „Teignaht“ nach unten hinein. Bedeckt die Schüssel mit einem Handtuch und lasst sie über Nacht stehen.

Am nächsten Morgen:

Wichtiger Hinweis, bevor ihr loslegt:
Das ist kein Backen, bei dem man die Pizza in den Ofen schiebt und die Küche verlässt, um sich die Nägel zu lackieren, etc. Ihr müsst – gerade beim ersten Mal Backen – auf jeden Fall neben dem Ofen stehen bleiben, beobachten und evtl. Backzeiten variieren. Insgesamt ist die Pizza auch nur um die 8 Minuten im Ofen; das ist also machbar :) Und die besten Parties finden eh in der Küche statt.

  1. Bemehlt eure Arbeitsfläche und holt euren Teig, der sich nun hoffentlich vergrößert hat und ordentlich Bläschen geworfen hat heraus. Teilt den teig nun in 4-5 gleichgroße Stücke. (4-5, weil es davon abhängt, wie groß eure Pizzen werden sollen)
  2. Formt die Teigstücke nun zu festen Teigbällchen. Knetet /rollt den Teig auf der Arbeitsfläche und formt ihn anschließend mit euren Händen zu Bällen.
  3. Schnappt euch eine Auflaufform, legt diese mit Backpapier aus, bemehlt sie etwas und legt eure Teigbällchen dort hinein. Achtet darauf, dass ihr genug Abstand zwischen den Bällchen lasst, damit sie noch etwa auseinander gehen können. Streut vorsichtig ein wenig Mehl auf die Bällchen und stellt die Form in den Kühlschrank. Wenn ihr es zur Hand habt, könnt ihr die Backform mit Klarsichtfolie abdecken.
  4. Lasst die Teigbällchen bis zum Abend im Kühlschrank. (Ihr könnt die Teigbällchen bis zu 24 Stunden im Kühlschrank lassen, bevor ihr sie backt. Sollte sich euer Pizzaabend verschieben, würde ich die Teigbällchen nach den 24h im Kühlschrank auf jeden Fall einfrieren. Wir haben mit 4 Teigbällchen zu zweit an 2 Abenden Pizza gegessen, somit reifte der Teig beim 2. Abend die vollen 24h im Kühlschrank und schmeckte fast noch besser.
  5. Holt die Teigbällchen etwa 1 Stunde vor dem Backen aus dem Kühlschrank.
  6. Nach 30 Minuten legt ihr euren Pizzastein in den Ofen und schaltet ihr ihn auf Ober-/Unterhitze auf der höchsten Stufe (vermutlich 290 oder sogar 300°C). Lasst den Ofen mitsamt Pizzastein für 30 Minuten aufheizen.
  7. Jetzt geht es an die Sauce: Tomaten und etwas Salz in den Mixer geben und pürieren. Fertig. Vertraut mir – mehr braucht eure Pizza nicht!
  8. Schneidet Backpapier auf die Größe eures Pizzasteins zu.
  9. Bemehlt eure Arbeitsfläche und nehmt euch einen Teigball. Dieser wird mit den Fingern vorsichtig in Form gebracht, indem ihr den Teig von der Mitte nach Außen schiebt.
  10. Platziert den Pizzarohling auf das Backpapier. (oder formt den Teig direkt auf dem Backpapier. Was für euch einfacher ist)
  11. Löffelt nun die Pizzasauce drauf. Vorsichtig: Nicht zu viel, sonst wird die Pizza arg matschig (wenn ihr das so wollt – ok! Experimentiert da mal herum). Ihr habt später, nach Ablauf der ersten 4 Minuten Backzeit noch die Chance, nachzulegen, sollte die Sauce zu stark eingebacken sein. Denkt an den obligatorischen Pizzarand, an den keine Sauce kommt.
  12. Platziert eure Pizza mitsamt Backpapier auf den Pizzastein. Nutzt dazu einen Pizzaschieber oder ein Brettchen – so ein Pizzastein wird heiß!! Backt die Pizza nur mit Tomatensauce nun für 4 Minuten.
  13. Holt euch die Pizza zurück auf die Arbeitsfläche (ihr könnt nun das Backpapier entfernen, wenn ihr möchtet) oder ihr habt so einen smarten Ofen wie ich und könnt das Rost ganz stabil nur ein Stück herausziehen und direkt am Ofen weiterarbeiten.
  14. Gebt einige Tropfen Öl auf die Pizza, gebt eventuell noch ein wenig Tomatensauce auf die Pizza (sollte die Tomatensauce zu stark verbacken sein und die Pizza trocken aussehen. Seid da aber vorsichtig, die Pizza wird sonst zu matschig!) und belegt sie mit Mozzarella und Oregano. Oder Burrata, Salami, Paprika… Das was euch gefällt!
  15. Schiebt die Pizza zurück in den Ofen für 2 Minuten.
  16. Nach Ablauf er 2 Minuten schaltet ihr auf die Grillfunktion eures Ofens und backt die Pizza für 1-2 Minuten, bis die Pizza den gewünschten Bräunegrad erreicht hat. Jeder hat da unterschiedliche Vorlieben – ich mags an einigen Stellen sehr gerne ein bisschen verbrannt und lasse sie bei diesem letzten Schritt in meinem Ofen bei 300°C für 90 Sekunden brutzeln.
  17. Holt die Pizza aus dem Ofen und lasst sie für etwa 1 Minute ruhen.
  18. Mit dem Pizzaschneider teilt ihr nun eure grandiose Pizza in 8 Stücke und genießt sie entweder direkt in der Küche im Stehen oder scharrt euch am Esstisch um sie herum.
  19. Mehr? Aber sicher doch! Startet einfach wieder bei Schritt 9 oder ihr habt direkt alle Teigbällchen vorbereitet, in Form gezogen und mit Tomatensauce bestrichen. Dann gehts direkt weiter mit 4 Minuten auf Ober-/Unterhitze.

Guten Appetit!! 

Solltet ihr die Pizza machen und vielleicht in euren Instastories oder auch auf Instagram posten – taggt mich doch –> @annafrost !! Bin gespannt, wie ihr sie findet und mit was ihr eure Pizzen belegt <3
(Nur eine wichtige Sache noch: Ananas gehört nicht auf eine Pizza.)

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12 Comments

  • Reply
    ella
    8. Januar 2019 at 13:38

    ich schwöre ja auf den Teig aus dem Thermomix. Morgends vorbereitet in den Kühlschrank und dann Abends Pizza.

    Pizzastein wollte ich aber schon ewig mal ausprobieren.

  • Reply
    Anni
    8. Januar 2019 at 16:49

    Hi Anna,

    danke für das Rezept! Klingt großartig, mache ich auf jeden Fall nach!
    Da ich auch ein gebürtiges Ruhrpott-Mädel bin die naheliegende Frage – wo ist denn diese grandiose Pizzeria, von der du so geschwärmt hast? =)

    Liebe Grüße, Anni

    • Reply
      Anna Frost
      10. Januar 2019 at 9:27

      Das war der Toni im Kirchviertel, in Bochum, Wiemelhausen.
      Seine Calzone war auch ziemlich geil.

  • Reply
    istanbulda gezilecek yerler
    8. Januar 2019 at 18:54

    Du siehst wirklich toll aus. Vielen Dank.

    • Reply
      Anna Frost
      10. Januar 2019 at 9:26

      die Pizza bedankt sich für das Kompliment

  • Reply
    Lisa
    9. Januar 2019 at 8:00

    Kennst du den Pizzaofen Alfredo? :) Musst du mal nach googlen. Den haben wir seit über einem Jahr und es war die beste Investition. Seitdem gibt es bei uns die weltbeste Pizza :) Der Ofen heizt sich auf ca. 400 Grad hoch und dadurch ist die Pizza in nur 3-4 Minuten fertig. Den Teig machen wir natürlich immer selber, im Prinzip so wie in deinem Rezept. Ist auch immer super auf Parties, wenn eine Pizza fertig ist wird sie einfach auf den Tisch gestellt und jeder kann sich bedienen. Homemade pizza is the best!
    Lieben Gruß aus Oldenburg, Lisa

  • Reply
    Lisa
    13. Januar 2019 at 16:09

    Die sieht aber wirklich lecker aus!

  • Reply
    Lou
    17. Januar 2019 at 12:55

    Liebe Anna, leider funktionieren die Link zu den Pizzasteinen nicht mehr – könntest du die bitte aktualisieren? Grüßchen, Lou

    • Reply
      Anna Frost
      17. Januar 2019 at 13:56

      hi Lou! Ich habs gerade in mehreren Browsern getestet – die Links funktionieren. Hast du einen Add-Blocker cielleicht mit besonderen EInstellungen aktiviert? Leere mal deinen Cache, vielleicht hilft das.

      Liebe Grüße <3

  • Reply
    Isa
    19. Januar 2019 at 0:59

    Hi Anna, das sieht unheimlich lecker aus. Ich habe bei dir auf ein glutenfreies Rezept gehofft. Hast du den Teig auch mal mit einem anderen Mehl getestet?
    Liebe & hungrige Grüße :)

  • Reply
    Iris
    19. Januar 2019 at 13:48

    Liebe Anna, ich versuche mich grad an Deinem Rezept und hab 2 Fragen. Sollen es tatsächlich nur 1,5 Gramm Trockenhefe sein? Und bei mir ist der Teig vor dem ersten Ruhen recht „flüssig“, muss das so?

    Lieben Gruß,

    Iris

    • Reply
      Anna Frost
      19. Januar 2019 at 16:07

      Hallo liebe Iris!

      ja, nur 1,5gramm. ich hab ihn gestern nochmal für heute abend gemacht und mir ist die tüte ausgerutscht – heute sind es 2 gramm. das ist aber nicht schlimm.
      warum er flüssig ist…. ferndiagnose ist schwer. hast du dich exakt an die mengen gehalten?
      der teig sollte eigentlich typisch teigig sein.

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