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California Almonds – Mandelblüte in Kalifornien

 

 

Anfang des Jahres flogen Jakob und ich nach Kalifornien, um die Mandelplantagen der Farmer, die mit dem Almond Board of California zusammenarbeiten, zu besuchen und die Mandelblüte aus nächster Nähe zu bestaunen.
Ich habe schon oft Fotos von der Mandelblüte gesehen und war mehr als gespannt, all die zarten, weißen Blüten zu sehen, die in der Masse ein Blütenmeer ergeben.

Um uns einen kleinen Babymoon (ganz ohne Kinder) zu verschaffen, reisten wir auf eigene Kosten einige Tage eher an, flogen im Anschluss nach der Pressereise noch nach Las Vegas und verlängerten dort unseren Aufenthalt in den USA. Einige von euch haben sicherlich die Instastory verfolgt oder den Vlog aus diesen Tagen gesehen.

Zwischen vielen Vorträgen, jeder Menge Kostproben, vielen vielen leckeren Mandeln und auch die Berichte der Mandelbauern und Bienenzüchter, konnten wir unsere Fragen stellen. Alle nahmen sich viel Zeit und stellten sich auch unseren teilweise kritischen Fragen zu Themen wie Wassermanagement oder Bienen.

Mandeln gibt es schon seit Jahrhunderten, sogar Pharao Tutanchamun hatte einige als Grabbeigabe in seinem Sarkophag.  Man wusste damals schon um den Geschmack und auch die Wirkung der Nährstoffe. So gibt es zum Beispiel einige medizinische Schriften, die auch die Verwendung von Mandeln beinhalten.
Selbst in der ayurvedischen Gesundheitslehre ist die Mandel keine unbekannte Komponente. Die Mandel wird „Suphala“ genannt, was soviel heißt wie „die überlegene Nuss“ und gilt als Booster für Haut- und Nerven- und Herzgesundheit.

Gerade das Thema Herzgesundheit ist spannend und wurde bereits in der allerersten Studie (jedoch nicht vom Almond Board of California finanziert) geprüft: Können Mandeln den Cholesterinspiegel senken?
Die kurze Antwort:  Ja, können sie.
Mandeln enthalten die Fettsäure Linolsäure, die zur Aufrechterhaltung des normalen Cholesterinspiegels im Blut beiträgt. Diese günstige Wirkung wird durch eine tägliche Einnahme von 10 g Linolsäure erreicht. Mandeln liefern 12 g Linolsäure pro 100 g. Zahlreiche randomisierte, kontrollierte Studien über zwei Jahrzehnte hinweg wurden durchgeführt, um die Beziehung zwischen dem Verzehr von Mandeln und Herzgesundheitsmarkern wie Gesamt- und LDL-Cholesterin, HDL-Cholesterin, Blutdruck, Bauchfett und Entzündungen zu untersuchen. Wissenschaftliche Studien liegen dem Almond Board am Herzen und daher unterstützt das Board auch Forschungen in den verschiedenen Bereichen.
Nun könnte man meinen, dass vom Almond Board finanzierte Studien genau die Ergebnisse liefern, die sich das Board wünscht und so lange an den Zahlen herumgedreht wird, bis alles so passt, wie man es haben möchte. Habe ich mich auch gefragt. In wie weit sind die Studien unabhängig und frei, wenn sie vom Almond Board finanziert werden, fragte ich in die Runde und habe eine ehrliche Antwort bekommen: Niemand ist an Fake-Studien interessiert. Das Almond Board finanziert Forschungsvorhaben, die von Forschungseinrichtungen und Universitäten eingereicht werden. Ein Ernährungsausschuss, der die Anträge unabhängig prüft, wählt sie nach Relevanz aus. Von Anfang bis Ende hat der Geldgeber keinen Einfluss auf die Studie und erhält die Ergebnisse erst nach Abschluss der Studie. Auf diese Weise kann garantiert werden, dass keinerlei Befangenheit bei den Wissenschaftlern besteht.


Eine andere große Frage, die mich von einigen auch via Instagram erreicht hat, war die Frage nach den Bienen.
Bienen sind, wie bei vielen Lebensmitteln, unverzichtbar. Sie holen sich den Nektar aus den Blüten und bestäuben sie dabei. Wegen der wesentlichen Rolle der Honigbienen in der Mandelproduktion hat das Almond Board of California mehr in die Gesundheitsforschung der Honigbienen investiert als jede andere Pflanzengruppe und die Farmer haben freiwillig Maßnahmen ergriffen, um die Bienen auf den Mandelplantagen zu schützen. Um den Mandelbauern zu helfen, die Bienen zu schützen, hat das Almond Board of California in Zusammenarbeit mit Universitäten, Regierungsbehörden, Non-Profit-Organisationen und anderen die Honey Bee Best Management Practices (BMPs) für kalifornische Mandeln entwickelt. Die Bienen-BMPs geben allen am Bestäubungsprozess Beteiligten wichtige Empfehlungen, um die Mandelplantagen zu einem sicheren und einladenden Ort für Honigbienen zu machen und gleichzeitig den Schutz der sich entwickelnden Kulturpflanzen zu gewährleisten.
Da Bienen aber, wie auch wir Menschen, eine abwechslungsreiche Ernährung brauchen, pflanzen viele Mandelbauern zwischen den Mandelbaumreihen Wildblumen oder legen dafür extra eigene Felder an. Auch ist es so, dass ein Mandelbauer nie nur eine Sorte Mandelbäume anbaut, sondern mindestens zwei, eher mehr.
Wir sprachen vor Ort mit einem Bienenzüchter, der seine Bienen und seine Dienstleistung den Mandelbauern anbietet und sprachen ihn auf die Sicherheit der Bienen beim Transport an und sprachen mit ihm zur Sicherheit der Bienen beim Transport sowie eventuellem Pestizideinsatz, der den Bienen schaden könnte.
Er sagte uns klipp und klar, dass er nur mit Mandelbauern arbeitet, die ihn und seine Bienen zu schätzen wissen. Wer ein Mal ein Pestizid versprüht, dass seinen Bienen schadet, hat zum letzten Mal mit ihm gearbeitet. Ihm liegt natürlich nahe, dass es seinen Bienen gut geht und diese unbeschadet ihre Arbeit verrichten können. Mandelbauer und Bienenzüchter arbeiten eng miteinander, sprechen sich bezüglich eventueller Fressfeindbekämpfung miteinander ab. Auch achtet er darauf, dass die Mandelplantagen genügend abwechslungsreiche Pflanzen für seine Bienen anbieten; also Wildblumen oder andere Pflanzen außer einer Sorte Mandeln. Allerdings versorgen die Mandelpollen die Bienen mit 10 wichtigen Aminosäuren, die wichtig für ihre Ernährung sind. Ein paar Tage sumsebrumm auf einer Mandelplantage versorgt die Bienenvölker also extrem abwechslungsreich und nachhaltig, sodass sie nicht nur für die Rückreise gestärkt sind, sondern auch für den Winter und für die Mandelernte einige Monate später sind die ersten Schritte getan.
Transportiert werden die Bienenvölker in speziellen geschützten Bienenstöcken und sie bekommen genug Ruhe, um sich nach getaner Arbeit zu entspannen. Außerdem dürfen die Bienen ihren Honig behalten, was heutzutage eine Seltenheit geworden ist. Normalerweise sammeln Bienen den Nektar, verarbeiten ihn zu Honig um so ihre Brut zu ernähren und über den Winter zu kommen. Der Mensch hat irgendwann erkannt, dass Honig eine Delikatesse ist und nahm sie den Bienen weg – Die Bienen bekamen Zuckerlösung, um den Winter zu überstehen.
Bei dem Bienenzüchter, mit dem wir ausführlich sprechen konnten, ist das eben nicht der Fall. Er lässt seinen Bienen all ihren Honig, damit sie auch was von ihrer Arbeit haben. Ob das nun bei allen Bienenzüchtern der Fall ist, die für das Almond Board in Kalifornien arbeiten, kann ich nicht sagen.
Aufgrund ihrer besonders wichtigen und einzigartigen Rolle in der Mandelproduktion, hat das Almond Board bis heute mehr als 113 Studien unterstützt, die sich um die Arbeit mit den Bienen, die Bienen selbst, ihre Gesundheit und Ernährung drehen. Nicht umsonst legt das Almond Board allen Plantagenbesitzern nahe, Wildblumen zu pflanzen und eng mit den Beekeepers zu arbeiten und die Bienen-BMPs zu befolgen.

Eine weitere Frage, die vielen auf Instagram und auch mir unter den Nägeln brannte, war die nach dem Wasser. So eine Mandelplantage benötigt für seine um die 40 Hektar eine Menge Wasser, besonders im sonnig warmen Kalifornien. Wie werden also die Mandelplantagen bewässert?

Kalifornien wird auch der „Bread Basket of the World“ genannt, also der Brotkorb der Welt. Das kommt daher, dass Kalifornien der 5. größte Hersteller von Lebensmitteln und Agrarrohstoffen ist; darunter zählen Milchprodukte, Trauben, Mandeln, Walnüsse, diverse Früchte und Gemüse. Kalifornien besitzt nur etwa 4% der Farmen in ganz Amerika, versorgt jedoch als Hersteller an erster Stelle die ganze Nation. Mandeln werden speziell in Kalifornien angebaut aufgrund des besonderen Wetters und der Temperatur. Mandeln mögen es eben sonnig!
Was unter anderem ein Grund für die Nachfrage nach der Bewässerung war. Auf den Mandelplantagen, die wir besuchten, konnten wir die Bewässerungsanlagen sehen – kilometerlange Schläuche schlängelten am Boden der Bäume entlang, gingen an manchen Stellen in den Boden und traten an anderer Stelle wieder aus. Diese speziellen Bewässerungssysteme helfen, das Wasser direkt zu den Wurzeln der Mandelbäume zu bringen, um keinen Tropfen zu verschwenden. Das Bewässern der Bäume ist zu einer Wissenschaft geworden: Wie kann mit wenig Wasser ganz gezielt die Plantage bewässert und den Bäumen das gegeben werden, was sie brauchen?
Unter anderem wird das Wetter beobachtet (wenn es eh regnen wird, muss niemand gießen), der Boden kontrolliert und die Blätter der Bäume begutachtet. Wenn die Bäume kein Wasser brauchen, werden sie auch nicht bewässert. Das macht natürlich mehr Arbeit, statt einfach nach einem festen Plan wild die Bäume zu bewässern, ist aber notwendig.
Viele Plantagen haben mittlerweile Sammelbecken, um Regenwasser einzufangen um damit ihre Bäume zu bewässern. Hier findet ihr noch ein paar mehr Infos.

Über 90% der California Almonds Farmen sind Familienunternehmen, oft schon in der 3. oder 4. Generation. Das macht Sinn, denn die Lebenserwartung eines Mandelbaumes liegt bei etwa 25 Jahren und erst 3 Jahre, nachdem ein Mandelbaum gepflanzt wurde, trägt er das erste Mal Früchte. Somit werden, sobald die ersten Bäume nach etwa 25 Jahren gefällt werden, direkt neue gepflanzt, Farmen erweitert und weitere Generationen werden auf der Plantage groß – Menschen und Bäume.
Immer neue Generationen Mandelfarmer bedeuten auch immer wieder neue und frische Impulse im Familienunternehmen. So werden die Themen Bewässerung und Nachhaltigkeit dank des Einsatzes der Jüngeren und neuer Forschungsergebnisse weiterhin verbessert und erweitert.
Bei der Mandelernte fallen mindestens 2 Nebenprodukte ab: Die Mandelhülsen und die Schalen. Diese werden mittlerweile auch sinnvoll genutzt. Die weicheren Hülsen werden verarbeitet und unter anderem an die Rinder in Kalifornien verfüttert, die sonst Futter bekämen, für welches wiederum viel Wasser für den Anbau benötigt würde und die Mandelschalen werden unter anderem als Einstreu oder auch sogenanntes „Bioplastik“ weiterverarbeitet. Zur Zeit wird viel geforscht, was mit den Überresten schlaues gemacht werden kann, um nichts zu vergeuden.
Selbst die alten Bäume, die keine Früchte mehr tragen und abgeholzt werden, werden weiterverarbeitet. Sie werden klein geschreddert und dem Boden beigemischt, um die Bodengesundheit zu verbessern.

Zero Waste ist vielen eher ein Begriff im Haushalt – möglichst wenig Müll produzieren, zum Einkauf einen Jutebeutel mitnehmen, statt mit noch mehr Plastikbeuteln nach Hause kommen und auch zuhause möglichst wenig Müll produzieren.
Gerade auf Farmen und Plantagen entstehen beim Anbau von Lebensmitteln doch noch eine Menge Abfälle oder nicht weiterverwertbare Stoffe, die in der Masse einfach irgendwann untragbar sind. Umso spannender ist es, dass heutzutage auch auf die Abfallprodukte geachtet und experimentiert wird, was mit diesen Rohstoffen passieren kann. Schön zu wissen, dass Zero Waste ein Thema ist, das nicht nur im Supermarkt mit den Plastiktüten und der Müllproduktion in den eigenen vier Wänden stattfindet, sondern schon viel, viel früher ansetzt.

Zum Thema Zero Waste haben wir im Anschluss eine Cooking Class besucht, von der ich euch in einem weiteren Beitrag berichten möchte, inklusive der äußerst leckeren Rezepte für euch zum Nachkochen.

 

Dies ist ein Beitrag in Kooperation mit California Almonds

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2 Comments

  • Reply
    Katja
    11. Juli 2018 at 9:49

    Was für wunderschöne Bilder, ich habe mir direkt eins gemopst für meinen Desktophintergrund :D. Mir war gar nicht so bewusst wie gesund Mandeln sind, man weiß immer nur, dass halt Nüsse gesund seien aber so genau eben dann doch nicht. Danke :)

  • Reply
    Ella
    26. Juli 2018 at 22:52

    interessant :)
    Deren Seite sagt gar nicht, unter welchen Marken diese Mandeln vertrieben werden. Wenn Der Anbau so nachhaltig und pestizidfrei ist, warum haben sie keine Bio-Siegel? Ist das in den USA nicht so üblich?

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    Ich stimme zu.

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