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Kein Alkohol in der Schwangerschaft – Mein Kind will keinen Alkohol || Anzeige

 

 

Rückblickend war das unser letzter Weinabend, vor beinahe 9 Monaten. Das wussten wir damals noch nicht und dennoch hab ich was geahnt. Irgendwas lag in der Luft.
Sie brachte den guten Weißen mit, musste mir ganz vieles dringend erzählen und auch ich hatte einiges auf dem Herzen, was ich unbedingt loswerden wollte. Sie war 3 Wochen weg und einiges hatte sich angestaut – dieser Abend war mehr als notwendig! Diese Abende, gemütlich auf der Couch oder auch in lauen Sommernächten auf der Terrasse liebe ich. Ein Glas, vielleicht ein zweites und ein paar Snacks dazu und lange, intensive Gespräche. Gespräche über Männer, ihre Sommerromanze, die zu einer Fernbeziehung wurde, das Liebesleben und auch gerne mal politische Themen, die einen gerade beschäftigen. Es gibt immer was zu erzählen und mit einem Glas Wein ist alles nochmal so geselliger. Ich trinke gerne Wein. Letztes Jahr reisten wir mit dem Wohnmobil durch die Toskana und ich nahm mir nicht nur aus jedem Ort eine oder zwei Flaschen Wein mit, sondern kurz vor Ende noch eine ganze Kiste meines roten Lieblingstropfens. Vollmundig, aber nicht zu schwer, fruchtig, nicht zu süß und steigt vor allem nicht direkt in den Kopf.
Früher war das anders, da wurde ich von Rotwein schnell müde; als junge Erwachsene trank ich daher gerne Weißwein, gerne auch als Schorle.
Heute mag ich Rot sehr gerne und favorisiere ihn oft. Kommt vielleicht auch durch die angeheiratete Familie auf Jakobs Seite. Zu jeder Gelegenheit wird ein edler Tropfen geöffnet, denn Wein ist Genuss. In eine Familie von Weinkennern einzuheiraten ist zu besonderen Anlässen und Feiertagen besonders schön!

Jakob ist nicht so der Weintrinker. Er favorisiert eher Cocktails. Die mit Gin oder ganz bunt mit fancy Schirmchen. Am besten beides :)
Ich würde nicht sagen, dass Alkohol ein wichtiger Faktor in unserer Beziehung ist, aber wenn wir ausgehen, dann trinken wir auch gerne mal jeder den einen oder anderen Drink. Auch trinke ich einfach gerne mal an manch einem Abend ein Glas Wein – zum Film, zum späten Abendessen wenn das große Tochterkind längst im Bett ist oder auch mal zum Arbeiten. Manch richtig gute Texte habe ich schon mit der Hilfe von zwei Glas Wein geschrieben.
Man könnte meinen, wir haben in unserer Zeit als junge Erwachsene genug mit Alkohol experimentiert um zu wissen, wo die Grenze liegt und wann man besser aufhören sollte. Spätestens, wenn man Kids hat, ist ein Kater alles andere was man braucht! Alkohol als Genussmittel zu bezeichnen, ist vermutlich das erwachsenste, was man tun kann. Hochpreisige und edle Tropfen Alkohol aller Art im Schrank zu haben, den teuren Tequila aus Mexiko mitbringen und mit Freunden in der Küche stehen und diesen Genießen und nicht unter Gebrüll mit Zitrone und Salz runterzukippen (übrigens ein absolutes No Go in Mexiko!) ist next Level Adulthood.

An jenem Abend war aber irgendwas anders. Der Wein wollte nicht so recht schmecken. Seltsam, war es doch genau der Wein, den wir vor geraumer Zeit zu unserem Favoriten auserkoren hatten und sollte eine von uns nicht eine besondere Entdeckung machen, wird eben dieser mitgebracht. Ich streckte meinen heimlich mit Sprudelwasser, aber auch das wollte nicht helfen.
Nichtsdestotrotz hatten wir einen wundervollen Mädelsabend, lange Gespräche bis spät in die Nacht und anschließend setzte sie sich ins Taxi und düste heim.
Ich hatte eine leichte Vorahnung, wollte in meinem Kopf jedoch nichts überstürzen und machte mich am nächsten Tag auf den Weg in die Drogerie. Jakob war beruflich für Vorträge 2 Tage nicht in Hamburg und anders, als beim ersten Mal, machte ich meine Gedanken und die Vorahnung mit mir selbst aus.

Den Rest könnt ihr euch denken – ich testete positiv und verkündete Abends Jakob die frohe Nachricht. Dass alles doch so schnell ging, hatten wir uns nicht ausgemalt, aber die Freude war riesig! Verrückt, dass mein Körper schon wusste, was er nicht mehr braucht, bevor der Kopf hinterher kam…

Kurz dachte ich über den Vorabend nach und den Wein, den ich trank. Hatte ich damit schon dem Embryo geschadet? Auch wenn man schon einmal schwanger war – so ganz hat man alles auch nicht mehr im Kopf. Mein Frauenarzt versicherte mir jedoch, das der Embryo in den ersten Wochen noch nicht über die Nabelschnur und die Plazenta mit der Mutter verbunden ist, sich statt dessen vom Dottersack ernährt, der im dritten Schwangerschaftsmonat verschwindet. Das hat die Natur ganz geschickt angestellt, denn viele Frauen merken erst recht spät, dass sie schwanger sind, konsumieren Alkohol, rauchen noch oder ernähren sich für das Baby ungesund. So ein natürlicher erster Schutz für das Kind ist äußerst praktisch.
Schwierig fürs Baby wird es dann, wenn eine Frau trotz bekannter Schwangerschaft weiterhin Alkohol zu sich nimmt. Und damit meine ich jegliche Form und Menge von Alkohol – es gibt nämlich keine Schwellendosis, unter der Alkoholkonsum schädlich ist (laut WHO) – mit 0,0 Nix Alkohol ist da die optimale Situation.

Warum sollte man in der Schwangerschaft keinen Alkohol trinken?

Wer eine grobe Vorstellung davon hat, wie eine Schwangerschaft abläuft, kann sich die Antwort eigentlich denken.
Das Baby im Bauch der Mutter ist über die Nabelschnur mit der Mutter verbunden, es trinkt und isst über die Nabelschnur das, was auch die Mutter trinkt und isst.
Ergo: Trinkt die Mutter in der Schwangerschaft Alkohol – trinkt auch das Baby Alkohol. Die Frage, ob ihr eurem Baby Alkohol zu trinken geben würdet, muss ich nicht stellen.

Die Risiken von Alkoholkonsum in der Schwangerschaft sind in Deutschland noch nicht fest in den Köpfen verankert. In Deutschland kommen in jedem Jahr 10.000 Kinder mit alkoholbedingten Schädigungen auf die Welt. Davon leiden rund 2.000 Säuglinge unter dem Vollbild des sogenannten Fetalen Alkoholsyndroms (FAS).
Die Auswirkungen der pränatalen Schädigung durch Alkohol belasten die Kinder ein Leben lang. Denn therapierbar ist FAS nicht. Die im Mutterleib erworbenen alkoholbedingten Schäden, die von Gesichtsauffälligkeiten und Wachstumsstörungen über Verhaltensstörungen, fehlender Alltags- und Sozialkompetenz bis zu kognitiven Defiziten reichen, sind irreversibel. Und wären zu 100 Prozent vermeidbar gewesen. Bei FAS-Betroffenen muss davon ausgegangen werden, dass eine erhöhte Gefahr für eine Suchtentwicklung besteht, da die frühe Gewöhnung an ein Suchtmittel eine Suchtentwicklung begünstigen kann.

Um körperliche und geistige Behinderungen des Ungeborenen zu verhindern, sollten Frauen während der Schwangerschaft vollständig auf Alkohol verzichten. Nur so ist eine normale und gesunde Entwicklung des Babys im Mutterleib möglich.

Man könnte jetzt sagen, „Jaja, das sindse hier, die RTL2 Gucker und Bauer sucht Frau Enthusiasten, die nicht kapieren, dass zwei oder fünf kalte Bierchen die Woche dem Baby schaden!„, aber das Unwissen, das Ignorieren oder Runterspielen der Fakten trifft auf jede Gesellschaftsgruppe zu, egal welcher Wohnort, welcher Bildungsstand oder welches Einkommen. Ob es nun die Mon Cherie sind, die man gerne mal knabbert, das Gläschen Champagner zum Brunch am Sonntag oder auch nur der kleine Schluck Sekt mit ganz viel O-Saft aufgefüllt zu Omas Geburtstag ist das, was direkt zum Baby geht. Das vermeintlich unbedenkliche „Gläschen in Ehren“ trinkt das Baby im Mutterleib zwangsläufig mit. Alkohol ist wasserlöslich und gerät über den Mutterkuchen (Plazenta) und die Nabelschnur ungehindert zum Fötus. Dieser erreicht schnell annähernd den gleichen Promillewert wie die Mutter.
Der erste Vollrausch, noch bevor das Baby geboren wurde? Nein, Danke!
Da die Leber des Babys jedoch noch nicht vollständig entwickelt ist, braucht es 10 Mal länger als die Mutter, um den Alkohol abzubauen. Ein ziemlich lang anhaltender Rausch, den ein Baby im Bauch durchmachen muss… Daher raten Mediziner schwangeren Frauen zur vollständigen Abstinenz – zum Wohle des Kindes. (Quelle: Klinikum Augsburg)
Ich hatte sowohl in meiner ersten, als auch in meiner zweiten Schwangerschaft Glück, dass ich einfach keinen Appetit auf ein Glas Wein oder weiteren Alkohol hatte. Mein Körper hat mich vor Fehlern bewahrt und es fühlte sich gut an, einfach nur auf meinen Körper und seine Bedürfnisse zu hören. Klar, gegen Ende des 2. Trimesters mit dem Rocketboy im Bauch und den steigenden Temperaturen kam mir mal hier und da der Gedanke, dass eine Weinschorle oder Bowle an manch einem lauen Sommerabend nicht verkehrt wäre. Aber ich wusste genau, dass dies ein Fehler für die Zukunft meines Kindes sein könnte.
Auch in der Schwangerschaft mit dem Tochterkind war die Versuchung und auch die Verlockung groß: Reisten wir doch ein paar Tage durch Südafrika und wer sich ein wenig mit der Kulinarik des Landes auskennt, der weiß um den wirklich guten Wein, den es dort gibt. Mhmm… viele Abende gab es, bei außergewöhnlich gutem Essen, die einer der vielen, vielen hervorragenden Weine noch schöner gemacht hätten. Aber nein. Die Verantwortung lag bei mir und ich musste sie ernst nehmen. Ich hätte es mir nicht verzeihen können nur für einen Augenblick des Genusses das Leben meines Kindes zu ruinieren.
Auch kriegt man als sichtbar Schwangere nicht mehr einfach so Alkohol ausgeschenkt. Das war vielleicht mal anders, vielleicht haben sich Kellner/innen früher nicht getraut etwas zu sagen, aber heute ist das anders. In Südafrika damals vor 4 Jahren bekam ich die Weinkarte nicht einmal aus Entfernung zu sehen, sondern bekam direkt alkoholfreie Apperetif angeboten und auch in Deutschland habe ich es schon häufiger beobachtet, dass Schwangeren auch das halbe Glas Sekt mit O-Saft verweigert wird oder zumindest genauer nachgefragt wird, ob sie sich wirklich sicher ist, dass sie das trinken möchte.
Klar, es sind nur etwa 40 Wochen (+-2 Wochen), aber wer gerne Alkohol trinkt oder in einer Gesellschaft verkehrt, in der gerne und zu jeder Gelegenheit in moderaten Mengen Alkohol getrunken wird, dann kann es schwer werden.

Oft macht sich auch niemand Gedanken darüber, was „die Schwangere“ dann trinken kann, wenn alle zum guten Wein oder den Cocktails greifen und nicht selten bleibt da nur eine kleine Auswahl Softdrinks und das obligatorische Wasser.

Ach Mist, jetzt hab ich ganz vergessen, dir was besonderes zu besorgen…„, kriegt man dann vielleicht mal zu hören. Dabei ist der Verzicht auf Alkohol noch nicht einmal nur auf Schwangere beschränkt – mittlerweile gibt es einige Menschen, die hier und da aus diversen Gründen keinen Alkohol zu sich nehmen und auch diese Freunde werden in unserem Freundeskreis mehr und mehr. Auch eine Entwicklung, die zum Erwachsenwerden dazu gehört.

Und aus eben jenen Gründen, also weil wir vermehrt auch Freunde haben, die keinen Alkohol trinken und ich einfach zur Zeit nicht trinke, bin ich ein kleiner Experte in Sachen alkoholfreie Drinks geworden. Und hey, wenn alle anderen ihre fancy Cocktails schlürfen, möchte ich nicht unbedingt an der schnöden Fanta nuckeln. No way, José! Ich hätte es auch gerne bunt und mit Schirmchen oder einfach ein wenig fancy! Und das Beste: Auch die Kids können mittrinken!

Meine Lieblingsrezepte habe ich hier für euch, weitere tolle alkoholfreie Cocktailrezepte findet ihr hinter diesem Link.

Frucht Punsch

20 ml Grenadine
60 ml Orangensaft
60 ml Grapefruitsaft
60 ml Ananassaft

Zubereitung:

Alle Zutaten im Mixer durchmischen und in ein mit Eiswürfeln befülltes Glas geben. Den Glasrand mit Obstspalten dekorieren.

 

Pineapple Dream

1 Ananas
1 Banane
400 ml Orangensaft
4 EL Kokoscreme

Zubereitung:

Die Ananas vierteln, den harten Strunk entfernen und schälen. Das Fruchtfleisch etwas zerkleinern und in den Mixer geben. Die Banane schälen und in Scheiben schneiden und ebenfalls in den Mixer geben. Orangensaft und Kokoscreme dazugeben und alles pürieren.
Den Drink mindestens 1 Std. kühlen, dann in Gläser verteilen und genießen.

 

 

Green Mint

1 Limette
1–2 Teelöffel Puderzucker
6 Minzeblätter
10 ml (grüner) Pfefferminzsirup
Mineralwasser zum Auffüllen
Limettenscheibe zum Garnieren

Zubereitung:

Die Limette auspressen und den Saft in ein Glas geben. Den Puderzucker im Limettensaft auflösen, den Pfefferminzsirup und die Minzeblätter dazugeben und kurz durchmischen. Das Glas mit dem Mineralwasser auffüllen und nach Belieben noch ein paar Limettenscheiben und Eiswürfel dazugeben.

 

Denkt dran:

Alkohol in der Schwangerschaft ist ein no go! Und ja, es ist manchmal hart, auf Alkohol zu verzichten, gerade in Gesellschaft und wenn man gerne mal einen Schluck Alkohol trinkt. Also unterstützt eure schwangeren Freundinnen, indem ihr zB. alkoholfreie Drinks für sie bereit stellt. FAS ist kein Spaß, sondern eine Krankheit die das Leben und die Zukunft eures Kindes beeinträchtigt. Mehr Infos, mehr Aufkärung und auch Rezepte findet ihr auf www.mein-kind-will-keinen-alkohol.de .

 

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6 Comments

  • Reply
    Katja
    5. September 2018 at 10:17

    Du bist die Erste die mich überhaupt aufklärt warum es in den ersten Woche nicht schlimm ist. Das ist nämlich immer meine größte Sorge gewesen,..ist ja nicht so als hätte ich im direkten Umfeld mittlerweile 7 Kids umherschwirren, keine der Mütter hat mir aber diese Antwort gegeben es heißt immer nur: „Das ist halt einfach nicht so schlimm..“ Danke Anna :)

  • Reply
    Isabelle
    5. September 2018 at 11:11

    Ein super wichtiger Beitrag, finde ich toll, dass du dich dem Thema annimmst! Ich finde es auch häufig sehr schade, wenn man als Schwangere nur Apfelschorle, Wasser und die 3 bekannten Softdrinks angeboten bekommt – letztens erst wieder so erlebt auf einer Hochzeit von guten Freunden, auf der es mehrere Schwangere und stillende Mütter gab.
    Mich kann man auch mit fancy Schorlen glücklich machen: Maracuja, Kirsche, Mango, Cranberry oder Fruchtsaftmischungen als Schorle. Man kann auch einfach einen Schuss Holunderblütensirup und Limette in Mineralwasser geben und schon hat man einen easy alkoholfreien Hugo. Ist ja nicht so, als gäbe es da keine Alternativen ;)
    Den Green Mint muss ich unbedingt mal ausprobieren!

  • Reply
    Jitka
    5. September 2018 at 20:25

    Als jetzt stillende Mami kann ich den Artikel sehr gut gebrauchen! Da ich etwas länger auf mein Wunschkind warten musste hab ich such in der Kinderwunschzeit irgendwann komplett aufgehört Alkohol zu trinken – soll ja die Fruchtbarkeit reduzieren und wenn man verzweifelt ist hält man sich irgendwann an jeden Tipp/Ratschlag/Halbweisheit ( ja, auch ich hab irgendwann ein Kissrn unter den Po geschoben nach dem Sex 🙈🙄)
    Verrückt war aber wirklich, dass ich mit eintretendr Schwangerschaft total Lust auf Sekt bekam! Hab dann alkoholfreien gekauft… dann kam das Gelüst auf Wein und später hab ich tatsächlichvon Schnaps geträumt!! Verrückt und ich weiß such nicht woher das kommt… ich trinke wirklich nie(!) Schnaps…

  • Reply
    Priscilla
    6. September 2018 at 7:43

    Toller und wichtiger Beitrag liebe Anna :)!

    So wie es dir mit dem Wein erging, erlebte ich es mit Kaffee. Ich konnte von einem Tag auf den anderen keinen Kaffee mehr trinken oder riechen – dabei liebe ich ihn sonst.

    Liebe Grüße
    Priscilla

  • Reply
    Tine
    19. September 2018 at 7:42

    Meine Frauenärztin war bei mir unten durch als sie mir in der Schwangerschaft sagte, gegen ein Glas Rotwein ab und an würde nichts sprechen…ich war wirklich schockiert!

  • Reply
    Kathrin
    19. September 2018 at 15:40

    So ein wichtiger Beitrag! Danke dafür, das musste ich nur mal loswerden . Rezepte werden vielleicht bald mal ausprobiert. Ich bin erst ganz am Anfang der Schwangerschaft, noch macht mir der Verzicht nichts aus, aber die Situationen kommen bestimmt ;)

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