BABY

Schwangerschaftsupdate 36. Woche

Ok. Wir sind nun offiziell an dem Punkt angelangt, an dem ich frei von der Leber weg sage: Ich habe keinen Bock mehr schwanger zu sein!
Ich finde, jetzt reicht es und Rocketboy kann kommen.
Nicht falsch verstehen! Dieses Kind wird jetzt schon immens geliebt und die Ungeduld, ihn kennen zu lernen ist groß. Aber mindestens genauso belastend ist diese Schwangerschaft mittlerweile für mich, denn zu diversen Zipperlein gesellen sich doch mehr und mehr Einschränkungen, Schmerzen und ein körperliches Unwohlsein, als mir lieb ist. Es wird einfach Zeit. Und wie die Erfahrung auch einfach gezeigt hat: Die letzten Wochen ziehen sich wie Kaugummi und wollen partout nicht enden.

 

  • Schwangerschaftswoche: 36. Woche
  • Bauchnabel: gibts nicht mehr. Ich hoffe inständig, dass er sich nach der Geburt irgendwie seiner ursprünglichen Form wieder annähert…

  • Fehlt was? Puh. Das ist die Frage, die ich gegen Ende der Schwangerschaft wie einen Roman beantworten könnte… Mir fehlt vieles – meine Klamotten, ein Glas Rotwein, Sushi… Aber tatsächlich am meisten fehlt es mir, alleinige Herrin über meinen eigenen Körper zu sein. Keine Schmerzen zu haben, niemanden der mir in die Rippen boxt oder in die Hooha tritt, nicht permanent müde zu sein, weil ein Menschlein in mir turnt und wächst und mich einfach mal wieder ohne Probleme bücken zu können. Auch fehlt es mir, mit Emma richtig zu toben. 15 Minuten mit ihr toben bedeutet, dass ich mich danach für 3 Stunden hinlegen und schlafen muss :D
  • Symptome: Ich schlafe viel und könnte jeder Zeit, bei jeder Gelegenheit einschlafen. Aus „Schatz, ich leg mich kurz für ein paar Minuten hin…Beine ausstrecken.“ wird gerne mal ein 4-stündiges Mittagsschläfchen während dessen Jakob mich mehrfach versucht zu wecken. Ich schlafe zur Zeit wie ein Stein. Einen Menschen zu produzieren ist wahnsinnig anstrengend, ich sags euch!
    Rocketboy liegt noch immer quer oder in BEL, jedoch nicht mittig in meinem Bauch, sondern auf der rechten Seite, sodass ich fast das Gefühl habe, ich trage ihn komplett auf der Seite und er wandert außen herum Richtung Rücken. Sein Kopf liegt entweder unter oder neben meinen Rippen, seine Füßchen treten in mein Becken und in die Hooha – äußerst unangenehm! Ich kann mich jedoch nicht entscheiden, was sich angenehmer anfühlt: Emma, die schon früh in Startposition lag und ständig mit ihren Füßen meinen Magen massiert hat oder eben Rocketboy, der sich gerne quer legt, ausstreckt und auf meinen Rippen Klavier spielt. Hat beides Vor- und Nachteile :D
  • Heißhunger: Milchbrötchen sind noch immer der heiße Scheiss! Ein paar Mal hab ich sie schon selbst gebacken und immer mal wieder bringt Jakob mir ein paar mit.
  • Abneigungen: Die Woche waren wir im Block House essen, Emma und Jakob hatten Appetit auf Steak und Burger und ich habe mir doch tatsächlich ebenfalls ein Steak gegönnt. Quasi das erste in Ewigkeiten und es war gut!
  • Schlafverhalten: Tiefschlaf zu jeder Zeit. Aber nur mit Stillkissen zwischen die Beine geklemmt, weil meine Hüfte sonst zu sehr schmerzt.

  • Schwangerschaftskleidung: Ich glaube, ich streiche diesen Punkt ab jetzt. Ich kann die Klamotten nicht mehr sehen und als mir heute morgen die Schwangerschaftsleggins mit Überbauch-Bündchen in den Bauch kneifte, hatte ich direkt den Kaffee auf. Mein Bauch ist nun offiziell riesig.
  • Kindsbewegungen: Dass der Bub schon so groß ist und der Platz immer enger wird im Bauch, scheint ihn null zu interessieren. Er turnt fleißig, streckt sich aus, legt sich quer oder wieder zurück in seine Lieblingsposition: Popo nach unten oder er verharrt in einer für mich unbequemen Querlage. Er zappelt, strampelt und tritt teilweise so heftig, dass mein halber Körper mit ruckelt und es manchmal schon arg weh tut. Schön, dass er putzmunter ist :) Auf Instastories hab ich den einen oder anderen Moment mal festgehalten und in die Highlights geladen. Der Kleine ist ein aktives Kerlchen.
  • Neuzugänge für die kleine Rakete: Diese Woche haben wir ausnahmsweise mal nix fürs Baby gekauft :) Ich glaube, wir sind auch endlich fertig. Ich werde die Tage einmal ordentlich durch alles mit meiner Checkliste für die Erstausstattung durchgehen und prüfen, was da ist und was eventuell noch fehlt.
  • schönster Moment: Da muss ich jetzt ernsthaft nachdenken. Ich mag mich auch nicht von Woche zu Woche wiederholen und erwähnen, wie aufgeregt Emma doch ist, ihren Bruder endlich kennen zu lernen oder niedliche Situationen beschreiben. ZB. wie sehr sie sich erschreckt, wenn sie ihre Hand auf meinen Bauch legt und der Kleine sich bewegt. Oder wie intensiv er auf ihre Stimme reagiert, wenn sie ihren Kopf auf meine Bauch legt und ihm etwas vorsingt. Ich glaube, besonders schöne Momente sind im Moment die, in denen ich einfach schlafen darf… :)
    Spannend finden die Kindergartenfreunde von Emma auch meinen großen Bauch und fragen jedes Mal, wenn ich sie abhole, ob da immer noch ein Baby drin ist. Emma erzählt dann immer ganz, ganz stolz, dass in Mamas Bauch ihr kleiner Bruder ist. Babybäuche und Babies sind für Kids einfach wahnsinnig spannend. Verständlich :)
  • Unschönster Moment: Nicht unbedingt unschön, aber etwas, was mir immer wieder mahnend in den Sinn kommt: Wir haben ja tatsächlich noch immer keinen Namen für Rocketboy. Also es gibt eine Liste mit ein paar schönen Namen und einige haben auch eine tiefer gehende Bedeutung für uns, weil sie besonderen und für uns wichtigen Verwandten gehörten. Aber so richtig festlegen konnten wir uns noch nicht. Wäre Rocketboy ein Mädchen geworden, stünden die Namen längst fest – auch Namen von Verwandten, die ich schon lange auf der Wishlist hatte. Ja, Namen. Plural. Wie auch Emma soll Rocketboy drei Vornamen kriegen. Bei Emma war es noch Zufall, dass es drei werden; es hatte sich einfach ergeben. Bei Rocketboy ziehen wir das Konzept nun einfach weiter durch. So kann er sich später aussuchen, welchen der Vornamen er gerne hauptsächlich nutzen möchte und einer Karriere als Bundeskanzler, Arzt, Astronaut, Schauspieler oder Barkeeper steht ihm so nix im Weg.
    Der Gedanke, ihn erst einmal kennenzulernen und zu schauen, welcher Vorname zu ihm am besten passt, kam uns auch schon in den Sinn. Bei Emma war es so, dass wir ab der ersten Sekunde wussten, dass die von uns gewählten Vornamen wie Arsch auf Eimer passen.
    Geben wir allerdings nicht schon in der Klinik die Vornamen für den Buben an, bleibt der bürokratische Kram an uns hängen und wir müssen innerhalb eines Monats nach der Geburt beim Standesamt einen Vornamen melden. Im Normalfall erledigt die Klinik das für einen und gegen eine Gebühr werden Geburtsurkunde und andere Unterlagen per Post zugeschickt. Wäre auf jeden Fall die sichere Variante, denn sollten wir feststellen, dass der in der Klink angegebene Name doch irgendwie nicht passt, ist eine Änderung beim Amt äußerst schwierig.
    Hat jemand von euch da Erfahrungen? Hat schon einmal jemand mit dem Namen fürs Kind lange gewartet und sich erst einige Zeit nach der Geburt festgelegt?
  • Allgemeine Stimmung: Ungeduld. Und zwar in vielerlei Hinsicht: Ungeduldiges Warten auf das Baby, Ungeduld mit mir selbst und dem, was ich (körperlich) nicht mehr kann…

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4 Comments

  • Reply
    Nena
    21. Juli 2018 at 11:13

    Ich weiß von meinen Eltern, dass sie für mich einen Namen hatten. Allerdings haben sie mich nach der Geburt angesehen und dachten: das passt nicht. Meinen jetzigen Namen hat meine Mama dann im Krankenhaus gehört, für gut befunden und mir dann eben kurz nach der Geburt gegeben. Ich weiß nicht, ob das dann bei euch auch noch geht, wenn ihr dem Kleinen den Namen nach der Geburt gebt und das Krankenhaus es dann anmeldet, oder ob das zu spät ist.

    • Reply
      Anna Frost
      23. Juli 2018 at 9:17

      nee. wenn ein mal ein name festgelegt und beim amt eingereicht und akzeptiert ist, kann er nicht mehr geändert werden. daher hat man eben diesen einen monat zeit nach der geburt. muss sich dann aber komplett selbst kümmern.

  • Reply
    Jana
    23. Juli 2018 at 12:00

    Hallo Anna,

    eine Bekannte von mir hat ihr Kind Valina genannt. Vorher wurde ein riesen Geheimnis um den Namen gemacht und niemand durfte ihn wissen. Der Name wurde eingetragen und vom Amt akzeptiert. Als sie dann mit dem Mädchen das KH verlassen haben und den ersten Freunden das Kind und den Namen vorgestellt haben, hat irgendjemand rumgeblödelt und gesagt „Haha, Valina Vagina, das reimt sich ja super“. Erst da ist meiner Bekannten aufgefallen, was man (beziehungsweise vor allem andere Kinder irgendwann mal) mit dem Namen machen könnten. Sie hat dann tatsächlich beim Amt eine Namensänderung erreichen können. Also anscheinend ist es schon möglich, aber ich denke, sich etwas Zeit zu lassen nach der Geburt und vielleicht auch enge Freunde und Familie zu befragen, was sie von dem Namen halten, ist der einfachere Weg.

    Alles Gute für die Geburt! Halte die letzten paar Wochen noch gut durch :)

  • Reply
    Vanita
    25. Juli 2018 at 19:37

    Würde mich über deine Vorschläge für Mädchennamen freuen. Bei uns ist es genau andersrum. Für einen Bub hätten wir fix Willibald gehabt, es wird aber ein Mädchen! Jetzt brauch ich auch ein wenig Inspiration.

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