BABY

Watte im Kopf

behind every great kid is a mother who reckons she is screwing it up

Du solltest echt dein Schlafverhalten überdenken!“, sagt sie besorgt. Was sie in dem Moment nicht ahnt ist, dass sie gerade mit einem Vorschlaghammer in ein Wespennest schlägt. Ich bin gerade sehr dünnhäutig, schnell reizbar, ein wenig mit der Situation überfordert, kann nicht richtig differenzieren und möchte ihr gerade eben mit jenem metaphorischen Vorschlaghammer den Kopf einschlagen. Das mache ich natürlich nicht.
Gesunder Menschenverstand verbietet es mir, derartige Gewalt auszuüben. Auch das Gesetz. Seien wir mal ehrlich, das wäre auch ziemlich übel. Was würde ich denn ohne sie machen? Sie würde mir fehlen. Zudem lassen sich Blutflecken nicht so gut aus diversen Materialien auswaschen und eine Renovierung wäre jetzt auch finanziell nicht unbedingt mal eben so drin. Zeitlich erst recht nicht. Mein Schlafmangel lässt mich gerade komplett abdriften. Schande. Was hat sie nochmal jetzt gesagt? Vielleicht knappse ich mir heute eine halbe Stunde Mittagsschlaf ab … Unter Schlafmangel scheint man weder gut zuhören zu können, noch zurechnungsfähig zu sein.
Ich sage ihr nichts von den Gründen für meine Müdigkeit, schiebe es auf den Stress, ein paar besorgte Gedanken und die Panik vor der Zahnbehandlung in 2 Wochen. Ein bisschen kommt man sich als Mutter ja selber doof vor, wenn man seine Mantras auf und ab betet und sie dann versucht denen zu erklären, die keine Kinder haben. Was nicht heißt, dass die Freunde ohne Kinder einen nicht verstehen würden … sie erleben es nur nicht aus erster Hand, wie nah Freud und Leid doch beieinander liegen können. Manchmal kriegen sie nur das Gemecker mit. Es ist alles nur eine Phase! Es ist alles nur ein klapprig dünner Strohhalm, an dem ich mich klammere. Und jeder noch so skeptische Lacher ist vielleicht der Windhauch, der ihn zerbricht …

Ich sitze auf dem mintgrünen Sessel in Emmas Zimmer – natürlich habe ich im schlaftrunkenden Zustand meine Strickjacke neben meiner Bettseite liegen gelassen und friere dementsprechend leicht – und spähe zwischen dem Gardinenspalt auf die Uhr an der Kreuzung gegenüber. Ich muss zwei Mal blinzeln, damit meine Augen scharf stellen. Diese Uhr auf der gegenüberliegenden Straßenseite ist ziemlich praktisch, beleuchtet und lässt sich somit auch aus dem dunklen Kinderzimmer lesen. Mittlerweile ist es kurz vor halb 5 Uhr Morgens und Emma ist in diesem Moment auf meinem Arm eingeschlafen. Ich saß also offenbar keine 5 Minuten hier? Kam mir länger vor … Das ist das faszinierende an Zeit: Sie ist relativ und vergeht mal schneller, mal langsamer. Behutsam lege ich Emma zurück in ihr Gitterbettchen, stelle das Babyphone wieder an, verlasse ihr Zimmer, schließe die Tür hinter mir und krieche zu Jakob zurück ins Bett.
Wie jetzt?!“, fragt er irritiert. Nachdem sie etwa 20 Minuten auf seinen Armen gebrüllt und gezetert hat, während er die Liste möglicher Systemfehler abgearbeitete, war es wieder einmal Mama, die das Ass aus dem Ärmel zauberte. Das Ass bin ich selbst. Offensichtlich … Seit einigen Tagen bin ich die Krisenbeauftragte für nächtliche Sperenzchen. Das Kind brüllt und die pure Anwesenheit von Mama ist das Allheilmittel. Bei dem Gedanken daran, dass ich morgen einen wichtigen Termin habe und irgendwie fit sein muss, wird mir anders …
Unser Tochterkind ist eigentlich eine Superschläferin. Von 20:00 bis 7:00 beherrscht sie den Tiefschlaf, wie keine Zweite und hält uns tagsüber dafür ordentlich auf Trab. So soll es sein. 1,5 bis 2 Stunden Mittagsschlaf sind auch noch drin, was echt nicht schlecht ist. Kann ich mit leben! Auch, wenn irgendwann der Mittagsschlaf kürzer wird. Echt! Für ihren nächtlichen festen Schlaf waren wir immer sehr dankbar. Nur jetzt scheint alles vergessen und nicht mehr gültig … Denn sie ist im Wachstumsschub.
Wachstumsschub … So manch einer Mutter oder Vater läuft es jetzt eiskalt über den Rücken, Nackenhaare stellen sich auf und die ersten haben aufgrund der Triggergefahr sicherlich schon weggeklickt. Wachstumsschübe sind der Grund für schlaflose Nächte und verwandeln Eltern in Zombies, Schatten ihrer Selbst. Ich bin da dankbar für ein Arsenal an Makeup und Cremes, Jakob hat da weniger Glück bezüglich dekorativer Kosmetik.
Schlaflose Nächte sind echt der Horror. Vor allem, wenn es sich über Tage und Wochen zieht. Mal eine schlaflose Nacht, das ist noch wegzustecken, aber wenn man den Schlafmangel über einen längeren Zeitraum mit sich trägt, wie ein Accessoire, dann wirkt sich das früher oder später auf die Leistungen tagsüber aus. Klar, ist eine kleine Auszeit mit Massage im Aspria, die wir uns letztens gegönnt haben Balsam, und das nicht nur für die Seele. Ein Mal nicht an Deadlines, Arbeit, Stress und schlaflose Nächte denken … herrlich! Aber eine Nacht mal wieder richtig durchpennen – das wärs schon. Es ist alles nur eine Phase!
Für mich kommt hinzu, dass ich generell Schwierigkeiten mit frühem Aufstehen habe und nachts nicht richtig funktioniere, es sei denn, ich bin richtig wach. Und Aufstehen ist leider erst möglich, wenn ich richtig wach bin. Ziemlich blöde, wenn das Kind einen nur kurz zum Hinlegen und Zudecken braucht und ich leider dafür dann erst einmal eine Stunde noch wach im Bett liege, weil ich – nunja – wach bin.
Damals, als ich noch stillte, war das alles anders. Ich lief auf Autopilot. Und das Stillen gab mir diese unglaubliche Energie, die ich heute extrem vermisse und nicht künstlich mit Kaffee oder Energydrinks aufrecht halten kann. Ich brauche Schlaf. Ich brauche wirklich meinen Schlaf, um zu funktionieren. Schon früh schlief Emma 6 Stunden nachts durch, allerdings erst ab 1:00, somit blieb ich zwischen den letzten Stillzeiten um 23:00 und 1:00 wach, stillte sie und legte mich dann schlafen. Funktionierte super. Legte ich mich jedoch vor 1:00 hin, lies mich dann von einem hungrigen Baby zwei Stunden später wecken, war ich nicht nur gerädert nie nix, sondern auch schlecht gelaunt, funktionierte nicht richtig und war am nächsten Morgen alles andere als ansprechbar.
Bei Wachstumsschüben kannst du nicht wirklich planen, wann und ob dich dein Kind nachts schlafen lässt oder wie oft dein Einsatz gefragt ist. Und Emma hat bisher jeden ihrer Wachstumsschübe mit nächtlichen Turbulenzen quittiert. Wachzeiten irgendwann zwischen 2:00 und 5:00 sind echt hart, Leute … Aber es ist nur eine Phase. Und die endet auch irgendwann!
Es gibt dieses Buch, „Oje ich wachse!“, dazu die App, in dem sind die Wachstumsschübe, die ein Kind von Geburt bis etwa 1,5 Jahren durchlebt, beschrieben. Auszurechnen, wann die Schübe ungefähr auftreten, lässt sich anhand des errechneten Geburtstermin. Die einen Eltern schwören drauf, für andere ist das Humbug, bei den einen passt es total, bei anderen überhaupt nicht. Für mich ist dieses Buch und die App eine kleine Hilfe, denn es gibt Aufschluss darauf, was denn das Kind jetzt gerade durchlebt, hilft verstehen und gibt einen Anhaltspunkt, wann der Terror wieder aufhört. Nein, hier trifft nicht die sogenannte self-fullfilling prophecy zu, sondern irgendwie passt es. Rückblickend betrachtet fing Emma durchschnittlich 4 Tage vor dem in der App angegebenen Zeitpunkt an nachts nicht mehr zu schlafen, wie sonst, wurde anhänglicher, quengeliger und auch noch wenige Tage nach dem angegebenen Ende. Wir hatten also immer Bonusrunden. Yeah. Laut App sind es noch etwa 18 Tage, bis wir diesen (hoffentlich letzten) Sprung überstanden haben und wieder schlafen werden.
Es ist alles nur eine Phase!
Als Eltern ist man glücklich über jeden Strohhalm, an dem man sich klammern kann. Besonders dann, wenn es schwierig, nervenaufreibend und wirklich anstrengend wird. Ob man nun selbst daran glaubt, dass alles nur eine Phase ist oder ob man dran glauben möchte, ist an der Stelle völlig egal.
Aber meine Freundin Lena hat auch ein Kind und die hat nie so geklagt, wie du!“
Vielleicht liegt es daran, dass ich teilweise ungeschönt und ungefiltert damit rausplatze, wie es mir gerade geht. Besonders im wertfreien Raum unter Freundinnen. Vielleicht hat ihr Kind auch die Phasen nicht so mitgenommen und währenddessen ihr Verhalten um 180° gedreht. Jedes Kind ist anders. Jede Phase ist anders. Jedes Kind durchlebt Wachstumsphasen unterschiedlich intensiv und unser Töchterchen nimmt in jeder dieser Wachstumsphasen alles an Emotion mit, was nur geht und lebt diese mit jeder Faser ihres kleinen Körpers aus. Sie durchspielt jedes Gefühl, jede Stimmung im Zehnminutentakt, arbeitet aktuell zusätzlich noch an allen ihren noch fehlenden Zähnen gleichzeitig, ist aber sonst ziemlich gut drauf. Ich sehe für sie eine grandiose Karriere im Showbusiness, Schauspiel oder sonst irgendwo on stage. Mein Strohhalm? Es ist aktuell alles nur eine Phase.
Mittlerweile ist es 5:47 Uhr, Jakob und ich sitzen beide müde im Wohnzimmer auf der Couch, Emma schläft noch immer, wir haben jedoch unsere Probleme, wieder in den Schlaf zu finden und es für diese Nacht komplett aufgegeben. Ein Ende ist in Sicht und zwar in etwa 18 Tagen. Dann ist der letzte Wachstumsschub in der Tabelle des Buches vorbei und unser Kind ist 1 1/2 Jahre alt. Dann folgen jede Menge anderer Phasen, aber von denen will ich jetzt erst einmal gar nichts wissen. Ich mache einfach das, was jede Mutter und jeder Vater an meiner Stelle tun würde: Wir vergessen einfach, dass es mit Babies manchmal – und besonders nachts – schwierig sein kann und freue mich über jedes Level Up unserer Tochter.

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18 Comments

  • Reply
    Nina
    6. April 2016 at 15:42

    Liebe Anna!
    Vielen Dank für ein richtigen Beitrag zur richtigen Zeit! Unsere Tochter steckt gerade im vorletzten Schub und hat dazu noch einen netten Virus mit 40 Grad Fieber. Ich hab‘ seit drei Tagen nicht geschlafen. Aber auch diese Phase geht vorüber, gell!? Liebe Grüße
    Nina

  • Reply
    Sabrina
    6. April 2016 at 20:14

    Oh ja Anna, ich fühle mit dir. Andere Kinder schlafen immer super, können mit 6 Monaten laufen, trotzen nicht und und und. Aber das Schlimmste sind die dazugehörigen Mütter: „Alles ist super!“
    Die lügen doch alle!

    Meine kinderlosen Freunde müssen auch durch die ungeschönte Wahrheit. Man muss sie doch vorbereiten:-)

    Halt durch, nur eine Phase.

  • Reply
    Anja Lena
    6. April 2016 at 20:32

    Oh, ich fühle mit dir (euch)!
    Unser kleiner Mann hatte grad das Durchschlafen entdeckt (NIE NIE NIE jemandem sagen, denn dann hört es auf!)… jetzt kommen nach dem ersten Geburtstag alle Zähne… und eine Erkältung… und eine Impfung alle vier Wochen… und immer wieder eine Phase… oder einfach nur schlechter Schlaf. Zur Zeit stehe ich an „schlechten“ Nächten im Stundentakt ab 22 Uhr auf… und anders als mein Mann kann ich nicht sofort wieder einschlafen… Ab vier nehme ich ihn dann meistens mit ins Elternbett, damit ich mal zwei Stunden am Stück schlafen kann… Aber es hilft zu wissen, dass man nicht alleine damit ist! Danke Anna! ♥

  • Reply
    Krissisophie
    6. April 2016 at 20:58

    Oh je, da hält die kleine Emma euch aber gehörig auf Trapp. Aber wie du sagst: Es ist alles nur eine Phase, das haltet ihr schon durch. Die App hört sich ja cool an und bei euch war sie ja gar nicht so weit weg mit ihren Berechnungen. :)

    Ganz liebe Grüße,
    Krissi von the marquise diamond
    http://themarquisediamond.de/

  • Reply
    Letti
    7. April 2016 at 8:38

    Liebe Anna, deine ehrlichen Worte tun so gut. Ich bin Mama einer 11-monatigen Entertainerin. Ich liebe sie! Auch wenn wir uns öfterd mal „streiten“ ;-)
    Ehrliche Worte sind schwerige zu finden in der Mamawelt, ist doch bei allen immer alles rosarot, komm ich um die Ecke zieh einmal vom Leder, guck ich in erstaunte Gesichter. Doch weiß, es geht uns doch allen gleich. Halte durch, die 18 Tage packt ihr auch noch und toi toi toi für den fiesen Zahnarztbesuch. Lg Letti

  • Reply
    Tine
    7. April 2016 at 10:20

    Liebe Anna, ich glaube zwar nicht an das Buch und die App, was aber nicht heißen soll, dass es euch keine Hilfe sein kann. Wir hatten Ende September 2015 bis Weihnachten 2015 so eine (für mich) sehr schlimme Phase mit täglicher Nachtstörung meines Schlafes. Ich war so dermaßen fertig, jede Nacht zwischen 30 und 120 Minuten beim Kind im Zimmer bleiben zu müssen und auch danach nicht schlafen zu können, weil ich wach war. Ich war schon kurz davor die Ferber Methode anzuwenden (bin ich gottseidank drumrum gekommen). Ich entwickelte schon richtige Hassgedanken gegen meinen Mann, der so einen tiefen Schlaf hat, dass er nie was mitbekommen hat und ich immer diejenige war, die raus musste. Aber auch diese laaaange Phase haben wir überlebt und mittlerweile ist es so wie immer. Ihr schafft das!! LG, Tine

    • Reply
      Anna Frost
      7. April 2016 at 10:26

      Es hilft halt sehr gut, den „Kummer“ mal niederzuschreiben oder sich mit anderen auszutauschen.
      Von Ferbern bin ich kein Freund, aber als Mom kann man ja eh raushören, ob das Rufen des Kindes eher nur ein Quaken zwischendurch ist und sie sich selbst wieder beruhigen und in den Schlaf finden oder eben nicht. Wir überleben es alle! TSCHAKKA!

      • Reply
        Tine
        7. April 2016 at 10:52

        Ich bin auch gar kein Freund von Ferbern, aber ich war körperlich und geistig einfach am Ende, so dass ich das tatsächlich in Betracht gezogen hatte. Ich bin aber wirklich sehr dankbar, dass ich das unserem Sohn nicht antun musste…Also dann *dingding* Auf in die nächste Runde!!

  • Reply
    Ori
    7. April 2016 at 10:36

    wäre familienbett was für euch? oder kann dann keiner mehr schlafen?
    meine jungs schliefen bei sich im bett ein und später hab ich sie dann immer zu mir ins große bett geholt. entweder nur einen (den schlechter schlafenden bzw. den nicht mehr gestillten ;) ) oder direkt beide. zum stillen eh super, aber auch später, als der kleine abgestillt war, kam ich so insgesamt auf deutlich mehr schlaf. wutz wacht auf, wird kurz gekuschelt und schlummert direkt wieder ein und ich auch. aufstehen und im kinderzimmer sitzen war mir immer zu anstrengend (und zu kalt ^^) und ich war dann hellwach.
    im moment schlafen beide auch schon bei mir im bett ein, sie bekommen nämlich bald ihr neues bett und hatten keine lust mehr auf gitterbett. muss sie dann nachts immer auseinander schieben, damit ich auch noch etwas platz bekomme ^^

    • Reply
      Anna Frost
      7. April 2016 at 10:54

      familienbett hatten wir anfangs, bis ich merkte, dass sie ihre ruhe braucht. ihr eigenes bett und zimmer hat sie von der ersten nacht an angenommen.
      wird sie jetzt wieder mit ins ehebett genommen, sieht sie das eher als einladung zum toben an. so ist keinem geholfen :)

      • Reply
        Ori
        8. April 2016 at 9:07

        nee, dann is das nix. familienbett passt m.M. nur, wenn so ALLE gut schlafen können!

        • Reply
          Anna Frost
          8. April 2016 at 10:40

          dabei finde ich den Gedanken vom Familienbett ganz schön. Jedenfalls ist unsere Schlafzimmertür immer auf, die Hundis sind auch im Bett und wenn sie irgendwann des nachts dazukrabbeln will, darf sie das.

  • Reply
    Stefanie
    7. April 2016 at 11:48

    Ich mag deine Ehrlichkeit! Ich versteh auch nie, warum andere Mütter mit dem (Schlaf)verhalten ihrer Kinder angeben, das ist doch nicht ihr Verdienst!?
    Ich stehe seit Monaten nachts auf, der Papa darf dann nicht mal in ihre Nähe kommen. Zum Glück schläft das Kind dann relativ schnell bei uns Bett wieder ein (mein Schlaf danach ist natürlich nicht super entspannend, aber besser als nix). „Man lässt Kinder doch einfach mal schreien damit sie es lernen!“ sagten gestern noch die kinderlosen Kollegen und ich nickte nur und lachte innerlich! You just wait!
    Laut meiner Mutter ging es bei mir übrigens erst ab 2 Jahren besser..Mal sehen! Wir schaffen das!

  • Reply
    Jasmin
    8. April 2016 at 8:07

    Hey du wunderbare Anna,

    ich liebe deinen Blog. Es ist tatsächlich alles nur eine Phase. Mein Hasenkind ist jetzt acht Monate alt und wir sind auch gerade voll im Schub. Sie entdeckt gerade ein neues Gefühl – Wut. Na halleluja! Die Schübe werden auch immer „schlimmer“, habe ich den Eindruck. Ich versuche mir immer wieder vor Augen zu halten, dass sie wieder tolle neue Sachen lernt und ich ihr dabei fasziniert zusehen darf. Nach jedem Schub wurde es tatsächlich immer noch schöner mit diesem kleinen perfekten Baby. Das versuche ich mir in Momenten, wo gefühlt gar nichts mehr geht, wieder ins Gedächtnis zu rufen.

    Ich drücke die Daumen, dass die Nächte schnell wieder ruhiger werden.

    Liebe Grüße,
    Jasmin

  • Reply
    Jenny
    8. April 2016 at 20:42

    Liebe Anna,
    auch wenn man weiß, dass es nur eine Phase bzw. ein Wachstumsschub ist, fühlt es sich nach einer halben Ewigkeit an, wenn man gerade mitten drin steckt. Und manchmal kann man leider nichts anderes tun, als abzuwarten. Mein Sohn war eine zeitlang jede Nacht für 2 Std. wach, meistens von 2 – 4 Uhr (trotz Familienbett). Ich fühle daher mit euch und drücke euch die Daumen, das die Phase bald vorüber ist. Schlafmangel ist nämlich wirklich etwas sehr fieses; vorallem wenn man berufstätig ist und nicht mit dem Kind dann ausschlafen kann.

    Ganz liebe Grüße

  • Reply
    Eva
    8. April 2016 at 22:19

    …und DANN , wenn Deine Kinder selber ins Bett gehen, wie die Steine durchschlafen und nächtliche Kröten Wanderung nur noch im akuten Krankheitsfall stattfindet (oder der schlafwandelnde Teenager Sohn ins Treppenhaus rennt,mit Decke, Lammfell und Handy unterm Arm, erfolgreich eingefangen wurde) – DANN liegst du mit dem dir jahrelang antrainierten ichwerdealle2-4Std.geweckt- Rhythmus WACH! Obwohl du durchschlafen könntest!!!
    Muhahaaar! Das zum Thema „es ist nur eine Phase“ …niemand sagt Dir, daß Du später die Phase BIST !
    Hahahaha :D
    (Psst, alles wird gut….kleine Kinder zu haben ist wirklich ein Kraftakt)
    LG Eva

  • Reply
    Verena
    9. April 2016 at 8:34

    Hallo Anna, ich fühle mit Euch und drücke die Daumen das es schnell vorbei geht.
    Meine Tochter ist gerade 5 Monate, ich stille noch voll.
    Greta hat noch nie mehr als 3 Stunden am Stück geschlafen, im Moment sind wir auf 1,5 Stunden zurück.
    Ja, ich funktioniere, aber Energie?
    Und ich finde auch das man sagen kann, wie es ist. Unsere Kleine hatte dazu Regulationsstörungen, die ersten
    Monate waren geprägt von viel Geschrei und noch mehr Nähe, da hat man seine Grenzen schon mal erreicht.
    Dann kann man als Mutter auch sagen, ja, ich liebe mein Kind, aber ich bin fertig mit der Welt und es ist nicht alles
    nur Regenbogen und Sonnenschein. Es ist fuc..ing hard.
    Also, liebe Grüße und hoffentlich habt Ihr es bald geschafft.
    Verena

  • Reply
    Julia
    15. April 2016 at 21:25

    Ich habe zwar noch keine Kinder und habe gefühlt von der Hälfte der Themen keine Ahnung, möchte dir aber einfach Mut zusprechen und sagen, dass alles irgendwann vorbei geht (auch wenn das kein Trost ist). Ehrlich gesagt habe ich deinen Blog Fashionpuppe nieeee gelesen, war einfach nicht meins, aber seit Fafine ist das ganz ganz anders. Du sprichst einfach auch mal Themen an, die etwas erwachsener sind und nicht nur 0815-Hübsche-Bloggerwelt! Du traust dich zu sagen: Ich bin müde. Ich bin fertig. Es läuft nicht alles gut. Ohne pseudooptimistisch zu sein, sondern pragmatisch. Das schätze ich sehr an dir und würde sagen: Du bist ein Vorbild für junge Mütter :)

    Julia | notyourcomfortzone.com

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