BABY BEAUTY OUTFIT

Hautpflege in der Schwangerschaft : Cremes und Öle gegen Dehnungsstreifen

 

Setzt man 10 Mütter in einen Raum und stellt ihnen die Frage, wann bei ihnen Schwangerschaftsstreifen aufgetreten sind, kriegt man 10 verschiedene Antworten, die von „Gar nicht!“ über „Sofort und täglich neue!“ bis „erst in den letzten 4 Wochen“ variieren.

Dehnungsstreifen sind feine Risse im Bindegewebe der Unterhaut, der Subkutis. Meistens treten sie bei Männern und Frauen in der Pubertät oder in der Schwangerschaft auf, bei Extremsportlern oder bei schneller Gewichtszunahme. Ob man Dehnungsstreifen bekommt oder nicht, hängt maßgeblich von der individuellen Beschaffenheit des Bindegewebes ab. Heißt im Klartext: Man kann genauso gut würfeln oder eine Münze werfen, wie die Chancen stehen, dass man mit ordentlich Streifen aus der Schwangerschaft geht oder eben nicht.

Genetik ist auch ein schönes Stichwort: Wer ein gutes Bindegewebe hat, hat eine recht elastische Haut. Diese kann dann auch entsprechenden Belastungen standhalten. Ist das Bindegewebe dagegen schwach, so reißt die Haut bei entsprechenden Belastungen schneller ein. Wie das Bindegewebe eines jeden einzelnen beschaffen ist, hat in erster Linie eine erbliche Komponente: Frauen, deren Mütter viele Dehnungsstreifen haben, müssen davon ausgehen, dass sie ein eher schwaches Bindegewebe vererbt bekommen haben.
Man kann sich jetzt einfach damit abfinden oder anfangen zu cremen. Fragt man die ausgewählten 10 Mütter danach, was sie verwendet haben, um sich einzucremen und so vermutlich ihre Dehnungsstreifen behandelt oder ihnen vorgebeugt haben, wird es ebenso 10 Antworten geben, die zwischen „Ich hab keine besondere Creme benutzt, sondern meine normale Bodylotion nach dem Duschen verwendet“ und „Ich bestellte aus Australien den von Feen gefilterten Schweiß eines rosa Einhorns und schmierte mich täglich um Mitternacht bei Mondschein ein, während mein Mann zarte Klänge auf der Harfe spielte…“ variieren.

Dehnungsstreifen sind ein rein kosmetisches Problem, sie verursachen keinerlei körperliche Schmerzen. Nicht immer sind sie schön anzusehen und nicht immer kann man sich einfach mit ihnen abfinden und sie hinnehmen. Zwar verblassen die rötlichen Streifen mit den Jahren, aber je nach Intensität schimmern sie später silbern auf der Haut.

Es gibt unglaublich viele Produkte auf dem Markt, die damit werben eben jene Streifen zu verhindern, sie vorzubeugen oder bereits bestehende Streifen verblassen zu lassen.
Verhindern, das habe ich eingangs angerissen, lassen sich Dehnungsstreifen nicht zu 100%, denn die Faktoren Genetik und Elastizität des eigenen Bindegewebes spielen eine große Rolle.
Was aber diese vielen Cremes und Öle tun, ist der Haut unter diesen erschwerten Bedingungen helfen, geschmeidiger, elastischer zu sein, sodass der beinahe täglich wachsende Babybauch entspannt größer werden kann.

Ich gehöre übrigens zu der Sorte Frau, die sich gerne eincremt, weil das Hautgefühl danach einfach besser ist, die eh schon trockene Haut unter der Belastung leidet und vor allem juckt und ich meiner Haut bei diesem Stress helfen muss und will. Richtige Risse bekam ich tatsächlich in der ersten Schwangerschaft auf den letzten Metern, den letzten 4 Wochen, als der Bauch noch einmal täglich ordentliche Sprünge machte. Erste Risse bekam ich relativ früh an den Oberschenkeln. Hier in dem Artikel habe ich kurz über meine Streifen gesprochen, die ich aus heutiger Sicht als Pillepalle betrachte, denn sie sind recht schnell verblasst.
In der zweiten Schwangerschaft schimmern die alten Streifen nun durch und ich habe nicht gezählt, aber ich glaube, an den Oberschenkeln sind an der Innenseite neue dazugekommen. Weitere feine Risse sind um den Bauchnabel, der dieses Mal schnell herausgeploppt ist. Das ist auch ok und hat dieses Mal mit der Wassereinlagerung zu tun, die ich in der ersten Schwangerschaft nicht so hatte.

Ich habe mich die letzten Wochen und Monate durch einige Produkte, Cremes und Öle probiert und werde sie hier für euch bewerten.

Der große Schwangerschaftsöl und -Cremes Test gegen Dehungsstreifen

TINY RITUALS stretch mark tummy creme 

Die Tummy Creme von RITUALS kommt in einem 200ml Pott und macht es so recht easy, mit den Fingern eine ordentliche Portion zu entnehmen und sie auf dem Körper zu verteilen. Sie riecht mild, ist nicht übermäßig parfümiert und zieht schnell ein. Das Hautgefühl ist sehr angenehm nach dem Einreiben; die Haut fühlt sich entspannter an. Aloe Vera und Shea Butter sind enthalten, die meiner Meinung nach auch in Kombination für den angenehm milden Geruch verantwortlich sind.
Die Creme ist 6 Monate haltbar und bei täglichem Einreiben sollte sie auch maximal so lange halten. Ich nutze sie jetzt etwa 4 Monate abwechselnd mit den anderen Lotions und bin etwa zur Hälfte durch. ich kann sie wärmstens empfehlen, da sie wirklich ein schönes Gefühl auf der beanspruchten Haut hinterlässt. Preislich liegt sie bei um die 23€ und ist somit in der höheren Preisklasse – aber definitiv eine Investition wert.

Palmer`s Cocoa Butter Massage Lotion for Stretch Marks

Ich kaufte diese Lotion auf unserem Trip nach Kalifornien und Las Vegas im Frühjahr und bin seither ein großer Fan. Man kriegt sie ganz easy bei Amazon für knapp 7€ und ich werde sie definitiv nachkaufen müssen, da ich am liebsten in ihr baden möchte :D Der Geruch ist einfach wahnsinnig gut: Arganöl, Vitamin E, Mandelöl, Shea Butter und Kakaobutter riechen göttlich nach Schokolade (aber auf keinen Fall aufdringlich und zu intensiv) und pflegen die Haut!
Die Konsistenz dieser Creme ist etwas fester, hindert sie aber nicht daran, schnell einzuziehen. Es gibt nix nervigeres, als einen schmierig klebrigen Bauch, an dem der Schlafanzug kleben bleibt… oder nach dem morgendlichen Anziehen die Bluse. Ich hatte jedoch manches Mal das Gefühl, dass nach dem abendlichen Eincremen am nächsten Morgen noch ein leichter Film auf der Haut war – der weder klebte, noch schmierig war, mir aber das Gefühl gab, dass meine Haut noch immer durch die Creme geschützt war.
Mit 250ml im Pumpspender ist die Creme sehr ergiebig und hält 12 Monate.

BURT`S BEES – MAMA BEE Nourishing body Oil 

Wer eher auf Öle vertraut, statt auf Cremes und Lotions, ist mit dem Burts Bees Body Oil ziemlich gut beraten. Wer allerdings glaubt, er riecht nach dem Einreiben wie Winnie Pooh, nachdem er einen Honigtopf leergeschleckt hat, der irrt. Das Öl riecht nach Zitrone, vielleicht ein bisschen too much für meinen Geschmack und lässt einen wie einen frisch gebackenen Zitronenkuchen riechen. Muss man drauf stehen.
Typisch für ein Körperöl: Es hinterlässt einen glitschigen Film auf der Haut. Das kann genau das sein, was man möchte oder eben nicht. Ich bin kein Fan von diesem öligen Gefühl, möchte mich gerne nach dem Eincremen recht zügig auch anziehen, was mit dem Öl definitiv nicht möglich ist. Da muss man schon eine Weile warten oder eben in Kauf nehmen, dass der Schlafanzug oder die Bluse am Bauch kleben bleibt und unschöne Fettflecken macht.
Anwendungshinweis auf der Flasche: Direkt nach dem Duschen auf die warme und feuchte Haut einmassieren, um die Feuchtigkeit einzuschließen.
Burt`s Bees stellt vegane und tierversuchsfreie Kosmetik her, was definitiv ein Pluspunkt ist!
Das Öl ist sehr ergiebig und eine kleine Menge reicht schon aus, um den Bauch ordentlich einzuölen. Mit um die 13€ für 115ml kommt man also sehr lange zurecht, 12 Monate ist das Fläschchen nach Anbruch haltbar. Ich kenne das Öl bereits aus meiner ersten Schwangerschaft und nutze es eher selten; höchstens, wenn meine Haut extrem spannt oder ich nach einer längeren Dusche merke, dass meine Haut gefühlt 2 Kleidergrößen geschrumpft ist.

 

Elemis Body Oil

Das Elemis Body Oil bestellte ich, als ich einen Tweet von meinem Girlcrush Victoria Beckham las, dass sie dieses Öl in allen ihren vier Schwangerschaften verwendete und davon schwärmte. #notsponsored
Entgegen meiner persönlichen Abneigung gegen Hautöle bestellte ich es. Ich war positiv überrascht, denn entgegen meiner Erwartung zog es relativ schnell ein, hinterlies ein angenehmes Hautgefühl und entspannte die Haut sofort. Allerdings gibt es zwei Faktoren, die eher negativ zu Buche schlagen: Zum Einen das Handling – das Öl ist ein festes Öl und muss vor der Benutzung aufgewärmt werden, damit es sich verflüssigt und aufgetragen werden kann. Zum Anderen der Preis: Mit 48€ definitiv einer der teuersten Kandidaten in dieser Liste.
Allerdings ist das Öl nicht nur und speziell für den Bauch geeignet, sondern für den ganzen Körper, riecht sehr gut und fühlt sich für ein Öl sehr angenehm auf der Haut an.

FreiÖl MassageÖl für Schwangere 

Ein dezenter, aber süßer Kamilleduft macht dieses Öl in der Nase sehr angenehm. Es erhöht die Hautelastizität mit Vitamin E, Pflegt intensiv mit Omega 3 & 6-Fettsäuren aus pflanzlichen Ölen, beruhigt die beanspruchte Haut mit Bisabolol aus der Kamille. Es wird empfohlen, das Öl ab dem 3. Schwangerschaftsmonat täglich mit der Zupfmassage anzuwenden. 

Das Öl ist eher wässrig, nicht zähflüssig, wie man sich eben ein Öl vorstellt, zieht somit recht schnell ein, hinterlässt allerdings einen Film auf der Haut. Dieser ist aber weder klebrig, noch glitschig, auch kleben die Finger nicht nach dem Eincremen.
Mit knapp 13€ und einer Haltbarkeit von 6 Monaten reicht eine Flasche bei täglich zweifacher Anwendung ab dem 3. Monat vermutlich  bis zum Ende der Schwangerschaft, denn das Öl ist ergiebig.

 

Clarins Stretch Mark Minimizer

Von der Konsistenz erinnert der Stretch Mark Minimizer eher an eine sehr reichhaltige Bodylotion und zieht auch genauso schnell ein. Der Duft ist angenehm frisch, nicht aufdringlich. Einige Zeit nach dem Eincremen verbleibt ein leichter Film auf der Haut, der aber nicht stört, also weder klebt noch glitscht, statt dessen einem das Gefühl gibt, die Creme wirkt noch länger nach.

Mit 45€ nicht unbedingt von der preiswerten Sorte, aber sein Geld wert, eben auch weil sie recht ergiebig ist. Wer die Clarins Pflegeprodukte kennt, der weiß, dass man sich dort gerade mit beanspruchter Haut auskennt.

Clarins Tonic Body Treatment Oil 

Das Körperöl strafft und stärkt das Gewebe, wirkt Spannkraftverlust und Dehnungsstreifen entgegen und verbessert die Hautelastizität. Es macht die Haut glatt, seidenweich und schützt sie vor dem Austrocknen.
Das Öl ist tatsächlich sehr angenehm auf der Haut und das kommt von mir – jemandem der jederzeit eine Creme einem Body Oil vorziehen würde. Die Hochwertige Glasflasche macht optisch was her und der Duft des Öls, verschiedene Kräuter, ist gerade im Sommer sehr angenehm auf der Haut und in der Nase. Es zieht flott ein, stimuliert mit seinem Geruch die Sinne und macht die Haut geschmeidig. Auch hier empfiehlt es sich besonders nach dem Duschen auf feuchter und warmer Haut das Öl am ganzen Körper aufzutragen. Es ist aber auch gut geeignet, es partiell auf Bauch und Oberschenkel einzureiben. Aufgrund des eher anregenden Geruchs eher ein Öl für den Tag, nicht für die Nacht.

Die Preise variieren stark von 46€ bei Amazon und 55€ bei Douglas für 100ml.

 

BiOil

BiOil ist das Öl, zu dem vermutlich jede Frau als erstes greift, wenn es um das Thema trockene Haut, Dehnungsstreifen und Narben geht. Wichtig ist jedoch: BiOil sollte erst ab dem 2. Trimester angewendet werden aufgrund der Menge Vitamin A in dem Öl.
Mit 7,75€ ist es noch im unteren Preisfeld und wer Öle mag, dem wird auch dieses gefallen. Der Duft ist leider sehr stark und erinnert mich an einen vermosten und vermoderten Garten mit zartem Zitrusduft. Verstehe nicht ganz, warum viele Produkte für Schwangere, die oft auch über Geruchsempfindlichkeit klagen, so viele Duftstoffe beigemischt werden…
Das Öl zieht jedoch schnell ein, hinterlässt aber einen leichten Film auf der Haut, was ein sofortiges Anziehen nicht ermöglicht.
Im Grunde bin ich kein Fan dieses Öls, was nicht nur am Geruch und an dem Fakt liegt, dass es ein Öl ist, sondern auch aufgrund der Inhaltsstoffe. Die Liste ist ziemlich lang für ein simples Öl, was mich stutzig gemacht hat, weswegen ich ein wenig in die Tiefe recherchierte: Die Basis ist ein billiges Erdöl, BHT steht unter Verdacht krebserregend zu sein, genauso wie der enthaltene Farbstoff CI 26100. Des weiteren sind jede Menge Parfüme enthalten, sowie andere pflanzliche Öle, damit das Öl schneller einzieht. Kein Öl, was ich ohne weiteres empfehle.

BellyButton Streifenlos Body Balsam

Mit 5,45€ gehört der BellyButton Balsam zu den günstigeren Produkten und sollte deswegen nicht weniger Aufmerksamkeit bekommen. Mit 200ml im Töpfchen und einer Haltbarkeit von 6 Monaten könnte man beinahe seine ganze Schwangerschaft mit dem Pott auskommen (startet man erst mit 12 Wochen), denn die Creme ist auch noch super ergiebig. Beim Ersten Eincremen hatte ich viel zu viel Produkt entnommen und rieb noch Jakobs halben Körper mit dem Rest ein.
Die Creme kommt ohne Silikone, Mineralöle, Farbstoffe und PEGs aus, ist vegan und ohne sonstige tierische Rohstoffe. Einziges Manko ist der wirklich extrem starke Duft, der ewig nicht verfliegen will und mich wahnsinnig gemacht hat. Das war auch der Grund, warum ich die Creme zur Zeit nicht benutze – leider kriege ich von dem intensiven Duft einen Brummschädel, da ich eh so geruchssensibel in der Schwangerschaft bin. Wer auf den Duft, den ich tatsächlich nicht wirklich identifizieren kann, steht, hat mit der Creme seinen Heiligen Gral erwischt.

Lumunu Babybauch & Massage Öl

Über das Babybauch und Massage Öl von Lumunu bin ich durch Zufall auf Amazon gestoßen. Die Reviews waren gut, also ab in den Einkaufswagen und bestellt. Kurze Zeit später, als ich es ausprobierte, fing ich erst mit der Recherche an: Kurze Liste der Inhaltsstoffe bestehend aus diversen Ölen, Deutscher Hersteller in Bremen „Made in Germany“ und einer Webadresse, die mich zu einem Online Sexshop führt. Hä? Ok?!
Eigentlich gar nicht mal so verkehrt, denn gerade bei Ölen für sinnliche Liebesspielchen, bei denen auch Toys involviert sind, muss extrem auf die Inhaltsstoffe geachtet werden. Zu schnell kann ein Öl die silikonhaltigen Toys angreifen und zerfressen oder einen schmierigen, kaum abwaschbaren Film hinterlassen. Wundert mich nicht, wenn sich die Profis in Sachen Öle auch auf andere Nutzungsbereiche ausweiten.
Das Öl besteht aus 5 hochwertigen Ölen: Avocado-, Jojoba-, Wunderbaum-, Mandel- und Kokosöl, wobei das Kokosöl anfangs dominant ist, bald verlfiegt und einen zarten Mandelduft auf der Haut zurücklässt. Ich finde das Hautgefühl schön und dadurch, dass es nicht ratzfatz einzieht, lädt es auch wirklich zu einer Massage der betroffenen Hautstellen (oder auch dem Rücken) ein. Das Öl riecht nicht stark oder intensiv, sondern angenehm zurückhaltend. Es ist Öl ist vegan, ohne Tierversuche und nach Anbruch 6 Monate haltbar. Und sollte doch noch was nach der Schwangerschaft übrig bleiben, findet sich sicherlich für das Babybauch und Massage Öl eine andere Verwendungsmöglichkeit :) Von mir gibts für dieses Öl definitiv eine Empfehlung!

 

La Mer The Body Creme

The Body Creme ist eine extrem reichhaltige Creme von La Mer, spendet selbst trockenster Haut intensiv Feuchtigkeit. Ein Mikroalgenkomplex hilft, die Feuchtigkeit zu binden, um die Haut den ganzen Tag über kontinuierlich mit Feuchtigkeit zu versorgen. Das Blue Algae Lift Ferment trägt dazu bei, Hautverfärbungen auszugleichen und die Straffheit sowie die Elastizität der Haut zu verbessern. Die Haut wirkt strahlend schön und fühlt sich geschmeidig-zart an.
Dass ich ein Fan von La Mer bin, ist keine Neuigkeit und die Body Creme ist definitiv ein Favorit. Für eine stark beanspruchte Haut am Bauch in der Schwangreschaft ist die Creme meiner Meinung nach bei besonders großen Wachstumssprüngen nicht ausreichend genug. Zwischendurch jedoch einfach eine Wohltat für die trockene Haut am ganzen Körper.

 

Vichy Schwangerschaftsstreifen Creme

Die Anti Stretch-Cream von Vichy ist ein selbsternannter Alleskönner, denn die Creme will Streifen verhindern und bestehende Streifen mindern. Die zarte Creme, die von der Konsistenz auch an eine besonders zarte Gesichtscreme erinnert, liegt länger wie ein feuchter Film auf der Haut, bevor sie vollständig einzieht. Ist im ersten Moment etwas überraschend, lädt somit aber zum Massieren der Haut ein, wodurch sie auch zügiger einzieht.
Zur Vorbeugung von Dehnungsstreifen wird die Creme ab dem 4. Schwangerschaftsmonat zur täglichen Anwendung empfohlen. Zur Milderung von bereits bestehenden Streifen soll die Creme mindestens 3 Monate ohne Unterbrechung angewendet werden.
Der Duft ist unspektakulär und riecht, wie die Verpackung verspricht: Unparfümiert und ohne Alkohol. Find ich tatsächlich extrem gut! Zur Minderung der Streifen kann ich noch nichts sagen, allerdings ist das Hautgefühl an Bauch, Busen und den Schenkeln extrem angenehm nach dem Eincremen.
Mit 20€ liegt die Creme im oberen Mittelfeld, lohnt sich aber meiner Meinung total, eben auch aufgrund der Konsistenz.

 

Mother`s Select Advanced Stretch Mark and Cellulite Complex

Auch hier bin ich durch Zufall auf Amazon auf das Produkt gestoßen, las mich durch die vielen Produktreviews und bestellte. Mit 22,77€ nicht unbedingt besonders preiswert für 50ml, aber noch im Rahmen und ein Versuch ist es wert.
Die Creme kommt in einem handlichen Pumpspender mit schlanken 50ml Inhalt. Wenige Pumpstöße reichen für einen großen Bauch aus. Die Konsistenz ist extrem zart, die Creme riecht leicht süßlich, aber sehr gut; erinnert mich ein wenig an Traubenzucker oder Zuckerwatte – aber wirklich nur ganz dezent, ein fast nicht wahrnehmbarer Duft. Angenehme Abwechslung zu den teilweise überparfümierten Ölen und Cremes. Die Creme ist kühl auf der Haut, was gerade im Sommer besonders angenehm ist und zieht auch zügig ein. Anziehen nach dem Eincremen ist sofort möglich.
Zur Reduzierung der Dehnungsstreifen kann ich noch nicht viel sagen, jedoch ist es so, dass bei mir die Streifen recht schnell auch wieder verblasst sind und eigentlich kaum dunkelrot sind. Ob es mit der Creme zusammenhängt, kann ich nicht sagen.

 

Falls sich wer wundert, warum das von vielen Seiten gehypte Weleda Schwangerschaftsöl hier in der Auflistung fehlt: Ich habe dieses Öl weder in meiner ersten noch in meiner zweiten Schwangerschaft getestet, was damit zusammenhängt, dass ich kein Fan der Marke bin. Ich reagiere auf einige Produkte der Naturkosmetik Marke allergisch und habe sie somit gänzlich von meiner Produktpalette gestrichen. Zur Zeit gibt es aber ein paar schwangere Bloggerinnen, die ausführlich über das Öl im Rahmen von Kooperationen geschrieben haben, die euch sicherlich weiterhelfen, solltet ihr euch für dieses Öl interessieren.

 

Sollte ich diese Schwangerschaft am Ende nicht großartig mehr Streifen haben, dann liegt es unter Garantie daran, dass ich mich mit allen diesen Produkten teilweise gleichzeitig eingerieben habe :D
Und auch, wenn es eben ein genetisches Ding und von eurem Bindegewebe abhängig ist, ob ihr zu Dehnungsstreifen neigt oder nicht, ist es einfach ein angenehmes und schönes Gefühl, sich Morgens und/oder Abends oder wann auch immer mit einer gut duftenden Creme oder einem Öl einzureiben. Auch kann es ein schönes Ritual für den Partner oder auch die älteren Geschwister werden.

 

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7 Comments

  • Reply
    Fioma
    13. Juni 2018 at 15:55

    Mir ging es mit einigen Produkten wie zb belly Button und freiöl ähnlich.
    Was ich am Anfang ergänzen würde, wäre noch, dass natürlich nicht nur die Genetik der eigenen Mutter sondern auch die des Vaters eine Rolle spielt, meine zb hat ein super Bindegewebe, ich nicht. Danke papa!
    Das Alter in der man schwanger ist, spielt auch eine große Rolle, je jünger die Mutter, desto straffer die Haut – höhere Chance Dehnungsstreifen zu bekommen.
    Und dehnungsstreifen sind nicht immer nur kosmetisch ein „Problem“ sie können sich wie andere Narben auch entzünden, gerade wenn sie Richtung schambereich sehr breit sind und Haarwurzeln in der Nähe sprießen.

  • Reply
    Christina
    13. Juni 2018 at 16:01

    Ein wahrer Text, bei meiner ersten Schwangerschaft habe ich zweimal am Tag gecremt, gezupft und massiert. Bis zum et hatte ich einen kleinen Streifen. Dann habe ich übertragen und mein Bauch ist explodiert, inkl. der Haut. Meine Frauenärztin war schockiert. Nun beim zweiten Mal Creme und massiere ich Trotzdem, weil es gut tut und ich es auch als Kontaktpflege zum little Boy sehe.
    Lg

  • Reply
    Sabrina
    13. Juni 2018 at 19:07

    Ich lasse mir von meinem Mann jeden Abend den Bauch mit einer Trockenbürste bürsten 😄 und dann kommt Bodylotion drauf. Bin jetzt in der 34 Woche und bis jetzt sieht noch alles gut aus und die Haut ist wunderbar weich *toitoitoi*
    Wechselduschen sollen wohl auch vorbeugend wirken. Das ist aber nicht wirklich mein Ding und wird nur ganz selten gemacht 😜

  • Reply
    Dani
    14. Juni 2018 at 1:33

    Das mit bioil hat mich wirklich schockiert, es ist tatsächlich eins meiner Lieblingsprodukte – auch schon vor der Schwangerschaft.
    Ich steige jetzt ziemlich sicher um. Solche Inhaltsstoffe braucht keiner… Ich ärgere mich nur, dass ich das nicht schon früher überprüft habe. Daher: danke!! 😑

  • Reply
    Isabelle
    14. Juni 2018 at 23:58

    Wow, das nenne ich echt mal einen sehr ausführlichen Testbericht – mega :) Danke!
    Ich persönlich mag Körperöle und auch das besagte von Weleda sehr gerne – aber wie du schon sagst, jeder hat da andere Präferenzen und bei allergischen Reaktionen sollte man einfach die Finger davon lassen. Was ich den Körperöl-Fans noch empfehlen kann: das Schlehenblütenöl von Dr. Hauschka! Auf der Website kann man lesen, dass es sich besonders in der Schwangerschaft bewährt, da es für mehr Straffheit und Elastizität sorgt, es duftet ganz toll und zieht auch gut ein, wie ich finde. Genau wie das Weleda-Öl hinterlässt es ganz weiche, super gepflegte Haut, ich mag das Gefühl sehr gerne :)

  • Reply
    Ulrike
    18. Juni 2018 at 15:11

    Wow, was für ein ausführlicher Test!
    Ich fand das Bioil in meiner ersten Schwangerschaft auch ganz schrecklich (konnte den Geruch gar nicht ertragen). Aktuell benutze ich auch die Creme von Vichy und finde sie super! Alles Gute dir weiterhin für die Schwangerschaft 💚

  • Reply
    Sarah
    21. Juni 2018 at 11:25

    Ich finde die Creme von Rituals aufgrund der supertollen Konsistenz klasse (als nicht Mami) und empfehle sie auch regelmäßig weiter, wenn man sich mal was gönnen möchte.
    Das mit dem BiOil hat mich erschreckt. Das ist schon relativ teuer und das sowas.

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