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Das neue Tattoo und: wie pflege ich meine Tattoos?

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Ich habe mir vor einiger Zeit einen kleinen Wunsch erfüllt, bzw. eine Wunsch von meiner „das will ich mir noch stechen lassen“ Liste abgehakt und mich erneut tätowieren lassen – zwischen und unter meinen Brüsten sitzt nun ein feines, nicht unbedingt kleines Kunstwerk und ich bekomme ständig Fragen dazu – „Wo hast du es dir stechen lassen?„, „Tat es weh?„, „Wie ist die Heildauer an dieser empfindlichen Stelle?„, „Wie pflegst du es??„, „Was hast du dir da genau stechen lassen?„, „Hat dein Tattoo eine Bedeutung?“
Wer fleißig den weekly Vlog verfolgt, der hat mitgekriegt, dass ich es mir haben stechen lassen und auch schon einen ersten Blick drauf gehabt. Hin und wieder sah man es im Ausschnitt hervor blitzen. Wird Zeit, ein paar eurer Fragen zu beantworten.
Ich möchte an dieser Stelle kurz erwähnen, dass jeder für sich selbst entscheiden soll, ob und wo er/sie sich ein Tattoo stechen lässt. Ein Tattoo ist unter der Haut und sollte wohlüberlegt sein – eine Entfernung ist möglich, jedoch ist das ein schmerzhafter und langwieriger Prozess. Lasst ihr euch ein Tattoo stechen, solltet ihr euch zu 102% dafür entschieden haben!!

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Wo hast du dir dein Tattoo stechen lassen?

Ich war wieder bei meiner lieben Kokosmädchen und sie hat mit der Stick & Poke / Handpoke Technik die Farbe per Hand – Punkt für Punkt unter meine Haut gebracht. Ich finde diese Technik nicht nur schön, weil sie filigrane Arbeiten zulässt und sie ganz genau arbeiten kann, sondern weil es auch angenehm ist, dass kein lautes Surren Gespräche stört. Es hat doch immer wieder etwas Meditatives..

Tat es weh?

Jedes Tattoo tut weh, auch Handpoke Tattoos tun auf eine gewisse Art und Weise weh – jedoch kommt es auf die Körperstelle an, wie sehr es piekt. Die Haut zwischen und unter den Brüsten ist sehr fein, empfindlich und nicht durch eine dicke Fettschicht, Muskelmasse oder robustere Haut geschützt, wie zB. am Oberschenkel oder aber auch an den Fingern. Das erste Mal haben Kokosmädchen und ich uns für meine Fingertattoos getroffen. Auch wenn ich finde, dass Handpoke Tattoos weniger bis fast gar nicht weh tun, tat es an einigen Stellen echt weh. Gerade dann, wenn in Richtung Brustkorb gepoked wurde. Autschn!

 

Wie ist die Heildauer an dieser empfindlichen Stelle?

Ein Tattoo zwischen den Brüsten ist nicht unbedingt praktisch während der Heilphase, denn auf einen BH musste ich einige Zeit verzichten. Die Reibung hätte zu groß sein können, sodass die Haut nicht anständig und vor allem in Ruhe abheilen kann. Weite Kleidung schützt die Haut vor Reibung und zögert den Heilungsprozess nicht unnötig hinaus.
Letzten Endes ist die Heildauer von Körper zu Körper unterschiedlich und nur ihr kennt eure Haut am besten. Wenn ihr genau wisst, dass eure Haut empfindlich ist, eine lange Heildauer benötigt, dann würde ich euch abraten, euch im Winter an besonderen Stellen tätowieren zu lassen, denn die dicke Winterkleidung, die meist auch einen hohen Wollanteil hat, kann die Haut unnötig reizen. Hochsommer ist auch nicht der perfekte Zeitpunkt, denn mit einem frisch gestochenen Tattoo sollten man die Sonne für ein paar Wochen meiden. Auch ein Bad im Meer oder Pool ist mit neuem Tattoo tabu, denn Salz- und Chlorwasser können die Wunde reizen und die Heilung hinauszögern.
Wunde ist auch das richtige Stichwort: Ein Tattoo ist eine kunstvolle Wunde und euer Körper ist voll und ganz auf die Heilung konzentriert. Leider ist er in dieser Zeit auch anfällig für Krankheiten, denn das Immunsystem ist geschwächt. Gönnt euch Ruhe, lasst dem Tattoo und eurem Körper Zeit, um zu heilen. Es dauert einfach so lange, wie es dauert.

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„Was genau hast du dir da stechen lassen? Was bedeutet dein Tattoo?“

Mein Tattoo ist ein Mix aus einem Sternum und Lovie. Ein Sternum sitzt unter den Brüsten, ein Lovie dazwischen, bzw. guckt noch ein bisschen im Ausschnitt heraus.
Es ist eine Lotusblüte und als Symbol haben sie eine ganz besondere, tiefsinnige Bedeutung: Die Lotusblume gehört zu den tiefsinnigsten Symbolen der Erde und steht für Vollkommenheit, Liebe und Erleuchtung. Unberührt versinnbildlicht der Lotus die Klarheit des Geistes und die Reinheit des Herzens. Der Lotus wächst in schlammigen Gewässern und zeigt seine Blüten in vollendeter Farbenpracht. An den Blütenblättern perlt jeglicher Schmutz ab, was in der Wissenschaft als Lotuseffekt bekannt ist und ziemlich faszinierend ist.
Welche Bedeutung das Tattoo ganz speziell für mich hat, behalte ich jedoch für mich :)

 

„Wie pflegst du dein Tattoo?“

Für die erste Zeit gibt es vom Tätowierer entweder einen Verband aus transparenter Folie oder ein elastisches Duschpflaster aufgeklebt. Das schützt das frisch gestochene Tattoo vor Keimen und äußerlichen Einflüssen. Im Anschluss sollte das Tattoo regelmäßig gewaschen und eingecremt, sowie insgesamt vorsichtig behandelt werden. Wann du das Pflaster ablösen und das erste Mal dein Tattoo vorsichtig mit sauberem Wasser abspülen darfst, wird dir dein Tätowierer sagen.

  • Dass die Haut während der Heilung juckt, ist ganz normal. Kratzen sollten Sie aber möglichst vermeiden, sonst könnten Narben entstehen. Cremt die Haut dann lieber noch mehr ein, um sie mit Feuchtigkeit zu versorgen und den Heilungsprozess zu unterstützen. Es sollen sich möglichst wenige Krusten bilden.
  • Durch Berührung können Keime auf die Wunde übertragen werden. Also Finger weg, solange es nicht nötig ist. Zum Eincremen mit Tattoosalbe könnt ihr euch zB. die Hände vorher desinfizieren.
  • Nach ungefär 3 Tagen bildet sich eine dünne, hauteigene Schutzschicht. Die Tätowierung vor dem Zubettgehen einzucremen, bleibt dennoch wichtig – damit sich möglichst wenig Wundschorf bildet.

Zu welcher Tattoosalbe ihr greift, ist euch überlassen. Es gibt von verschiedenen Herstellern Tattoo Ointments, die sich wie ein Film über die Haut legen, das Tattoo schützen und pflegen. Ob ihr euch in eurem Tattoostudio, in der Apotheke oder spezielle Salben online ordert, liegt ganz in eurem Ermessen. Die Mehrheit der Salben sind übrigens Cruelty Free und Vegan, wie zb diese hier:

 

Ist das Tattoo abgeheilt, könnt ihr es genauso mit Bodylotion eincremen und mit einem milden Duschgel waschen, wie euren restlichen Körper auch. Ich liebe da übrigens die Serien von Mixa, mit ihren milden Duschgels und pflegenden Lotions, die speziell für sensible Haut entwickelt sind; besonders aber die Wundheilcreme Cica Creme, die die beanspruchte und wunde Haut heilt. Wenn die Haut nämlich gut mit Feuchtigkeit versorgt ist, wirken schwarze Tattoos übrigens dunkler und bunte Farben intensiver.

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Generell aber gilt: Hört auf euren Tätowierer / eure Tätowiererin! Sie wissen am Besten, wie ihr euer frisch gestochenes Tattoo pflegen könnt und sollt und werden euch mit Sicherheit noch ein paar Tipps auf den Weg geben.

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2 Comments

  • Reply
    Anton
    6. Dezember 2017 at 16:56

    Ein Tipp den ich von einem Tättowierer gelernt habe: Das Tattoo mit Anti-Bakterieller Seife abwaschen. Dadurch bekommt man weniger Kruste. Ist auch bei sehr dunklen Tattoos (von denen ich ein paar habe) sehr gut.

  • Reply
    Katja von Schminktussis Welt
    17. Dezember 2017 at 17:02

    Das Tattoo sieht wirklich toll aus.

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