BABY

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Ich denke in letzter Zeit viel nach.

Über uns. Über mich. Über ein weiteres Baby.

Mag daran liegen, dass viele meiner Bekannten gerade wieder schwanger sind oder waren und ihre Babies einfach zum Fressen sind. Der Geruch von Babies bringt meinen Uterus zum Glühen und ich bin da ehrlich – ich halte sie auch einfach gerne auf dem Arm. Das war damals anders. Ich hatte Angst vor Babies. Angst sie zu halten und sie kaputt zu machen. Wie viele junge Frauen hatte ich auch Angst überhaupt schwanger zu werden. So ist es ja meist. Erst hat man sein halbes Leben Angst, schwanger zu werden und dann die Angst, es nicht werden zu können. Verrückte Welt.
Als ich selbst Mom wurde, hat sich das mit der Angst geändert, denn ich habe festgestellt, dass so kleine Babies ziemlich robust sind und man sie nicht einfach kaputt machen kann. Auch wenn einem die Müttermaffia das gerne mal vorwirft. Vor allem sind Babies auch relativ geduldig mit ihren völlig unerfahrenen Eltern, die das ganze zum ersten Mal machen. Bringen sie zwar zur Weißglut aber lassen ihnen Zeit, ihre elterliche Intuition zu entdecken und viele Dinge einfach eben intuitiv richtig zu machen.
Wir gehörten nicht zu den Eltern, die sich zu 100% auf diese Elternprüfung vorbereitet haben. „Mut zur Lücke“, war das Motto. Wie in der Schule. Wie im Abi. Macht das nicht nach, Kiddos! Also die Sache mit dem lückenhaften Lernen fürs Abi.

Intuitiv haben wir echt ne Menge als frisch gebackene Eltern richtig gemacht. Was wir nicht wussten, haben wir ergooglet (macht das nicht) oder bei anderen erfragt (macht lieber das!). Hat funktioniert. Wir als Team haben funktioniert.

Und während mir befreundete Moms von ihren Traumgeburten erzählen oder dass sie bei der zweiten Geburt endlich das aufarbeiten konnten, was bei der ersten nicht nach Plan verlief, mache ich mir Gedanken darüber, ob ich etwas anders machen würde bei einer eventuellen zweiten Geburt.
Und dann überkommt mich wieder die Angst. Die Angst, die ich lange schon vor der ersten Geburt hatte: Die Angst vor der Geburt. Und vor den eventuell erneut auftretenden Problemen in der Schwangerschaft.
Monatelang ging es mir dreckig. Schon in der 9. Schwangerschaftswoche mussten wir die Bombe platzen lassen, da ich es nicht mehr verstecken konnte, dass ich schwanger war. Tagelang lag ich flach und übergab mich mehrfach. Das ganze bis in den 8. Schwangerschaftsmonat. Ich musste einige Medikamente nehmen, die mich nur noch mehr haben schlafen lassen, sodass ich oft scherzte, die Hälfte der Schwangerschaft einfach verpennt zu haben. Die Geburt hätte anders, unkomplizierter verlaufen können, wenn ich nicht so viel Angst gehabt hätte. Aber alle waren sehr geduldig mit mir – ich hatte sehr viel Glück. Vielleicht hat sich das Glück bis dahin aufgehoben, denn ich hatte während meiner Schwangerschaft keine Hebamme, die mich begleitet hat, noch eine enge Vertraute in der direkten Umgebung, der ich mich zwischendurch mal öffnen konnte, die meine Zipperlein verstand. Beim Osteopathen hab ich ein paar der tief sitzenden Dinge und Verspannungen aufgearbeitet. Der Kopf muss noch hinterher kommen.
Ein Mal wurde ich gefragt, ob ich „es“ bereut hätte. Damit war die Schwangerschaft gemeint. Das habe ich nie und der Gedanke kam mir auch nie. Tatsächlich machte mich die Frage wütend, denn es gibt nichts zu bereuen.
Klar war ich ein bisschen neidisch auf die vielen Frauen, die ihre Schwangerschaft genießen konnten, so aktiv waren und ein neues, aufregendes Körpergefühl erfuhren. Schade war es um einige Reisen, die wir in der Zeit machten, die ich fast zu 1/3 der Zeit im Bett verbrachte. Mir ging es einfach nur dreckig. Aber ich wusste, dass es für ein kleines Kind sein wird. Und da bereut man einfach nix. Eine Schwangerschaft ist keine Krankheit, so fühlte es sich auch nicht an. Für mich fühlte es sich eher wie der Versuch an, mit ausgeworfenem Anker, Fallschirm und angezogener Handbremse zu fahren. Ich wollte mehr, als ich konnte. Und ich habe schon immer das Gefühl gehasst, mich selbst auszubremsen, etwas nicht zu können und keine schnelle Lösung dafür zu finden. Ohne Frage, meine Tochter ist meine Tochter – sie hat dieses innere Feuer ebenso. Die Angst, dass eine eventuelle zweite Schwangerschaft ebenso verläuft, ist groß. Für Selbstständige ist so etwas ein Genickbruch und ich habe später lange gebraucht, um den Knick wieder auszubügeln.

Tatsächlich wurde ich (offline) erst zwei Mal gefragt, wie es denn bei uns mit einem weiteren Kind aussieht. Und das auch gar nicht fordernd, nervig oder übertrieben mit zuckenden Augenbrauen und knuff in die Seite. Offensichtlich haben wir weder die abartige Familie oder die nervigen und taktlosen Freunde, die andere Menschen mit und ohne Kinder oft beschreiben, wenn es um Familienplanung geht. Somit verspüren wir keinerlei Druck von irgendeiner Seite und können uns ganz darauf konzentrieren, was wir eigentlich wirklich wollen.
Online hingegen werde ich oft gefragt und habe meist ein und die selbe Antwort: „Mal sehen.„. Und meine es auch so.
Natürlich geht es keinen wirklich was an. Aber da ich selbst eine äußerst neugierige Person bin und jede schwangere Frau am liebsten sofort fragen will „UND???? WANN IST ES SOWEIT? WAS WIRD ES?? WIE SOLL ES HEIßEN???„, habe ich Geduld und Verständnis für derlei Fragen. Vielleicht weil ich generell mit Menschen geduldig bin. Oder weil ich eben weiß, wie quälend solche Fragen unter den Nägeln brennen können. Online sind die Hürden auch anders und da ich viel von meinem Leben preis gebe, ist das auch völlig ok für mich.

Und du hättest auch kein Problem damit, ein Einzelkind großzuziehen?“ wurde ich von einer Mom, die ich wahnsinnig schätze, gefragt und diese Frage beschäftigt mich auch fast ein Jahr später noch. Nein, ich hätte kein Problem damit. Aber ich habe mir auch nicht gedacht, dass das ein Problem werden könnte. Ich glaube es auch nicht.
Als ich vor einiger Zeit eine Mom kennenlernte die zu mir meinte, dass sie relativ schnell feststellte, dass ihre Familie einfach ein Dreier-Team ist und es auch einfach sein sollte, fühlte ich mich verstanden. Verstanden mit dem Gedanken, dass man nicht Normcore in Sachen Familienplanung sein und definitiv ein zweites Kind oder mehr haben muss. Obwohl das ja auch hin und wieder scharf beäugt wird, wenn man mehr als zwei Kinder hat. Da hört mein Verständnis mit Menschen jedoch auf – Soll doch jeder so, wie er mag, kann und fühlt. Und vor allem nicht darauf hören, was andere meinen.

Aktuell bin ich einfach der Meinung, dass gerade alles perfekt ist. Und es gibt keinen Grund etwas richtig gutes noch zu verbessern. So, wie es gerade ist, ist es gut. Und so soll es erst einmal bleiben. Vielleicht ändert es sich ja irgendwann. Oder bald. Demnächst. Nichts ist in Stein gemeißelt.

Mal sehen.

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23 Comments

  • Reply
    Beauty Butterflies
    2. August 2017 at 10:21

    Als Einzelkind kann ich dir sagen – Es ist sowas von nichts falsch daran zu dritt glücklich zu sein! Ich war immer sehr glückliches Einzelkind. Warum auch nicht – Für soziale Kontakte hatte ich genug Freunde und trotzdem zu Hause die Freiheit auch mal alleine und für mich zufrieden zu sein. Ich musste nicht teilen – auch wenn das egoistisch klingt -> das ist total super! Warum man damit als Elternteil Probleme haben sollte ein Einzelkind aufzuziehen kann ich nicht verstehen! Mir konnte im Grunde nichts besseres passieren, da mir meine Eltern eine perfekte Kindheit beschwert haben. Geld saß nicht immer locker und trotzdem hatte ich keine Entbehrungen – das hätte mit einem Gewisterchen anders ausgesehen. Ich zumindest vermisse nichts – ich habe Freunde, ich brauche keine Geschwister um mich vollkommen zu fühlen :)

  • Reply
    Yvonne
    2. August 2017 at 10:33

    Ein schöner Text den ich wirklich sehr gerne als Nicht-Mama mit Mitte 30 gelesen habe.
    Jaja. Man macht sich doch ständig Gedanken dazu. So natürlich auch ich. danke :)
    Liebe Grüße, Yvonne

  • Reply
    Janina
    2. August 2017 at 10:56

    Diese Zeilen haben mich mitten ins Herz getroffen.
    Danke dafür <3

  • Reply
    Melli
    2. August 2017 at 13:02

    Kann viele Gedanken von dir unterschreiben! Hatte zwar eine unkomplizierte Schwangerschaft, aber diese Schwerfälligkeit passte echt gar nicht zu mir. 😉 ich mag unser Leben auch, so wie es ist, gerade jetzt mit 1,5 Jahren, hat man als Eltern doch schon wieder viele Freiheiten. Ich habe aber auch Angst, den Moment für in zweites zu verpassen uns das dann später zu bereuen. Aber ich denke, man spürt einfach ob und wann man soweit ist. ❤️

  • Reply
    Ines Jana
    2. August 2017 at 13:14

    Ich denke auch, dass das jede Familie für sich entscheiden muss. Meine Tochter ist ein Einzelkind, was nicht geplant war, aber aus den Umständen in meinem Leben leider nicht anders möglich war.
    Später hat sie sich mal beklagt, dass sie gerne Geschwister gehabt hätte, da sie sich nie mit Jemandem über Ihre Familie und die Eltern austauschen konnte und sie später im Alter die Sorge für uns alleine trägt. Aber sie ist mit Cousinen aufgewachsen und war auch ein glückliches Kind.
    Lass Dir einfach Zeit und wenn es sein soll, dann wirst Du ( Ihr) schon die richtige Entscheidung treffen. Ein sehr schöner Blogpost, danke dass Du Dich für Deine LeService so öffnest. Liebe Grüße Ines

  • Reply
    Claudia
    2. August 2017 at 13:53

    Sehr schön geschrieben liebe Anna. Meine Tochter ist genauso alt wie Emma und eigentlich war auch mich klar, dass sie ein Einzelkind bleiben soll. Eigentlich. In letzter Zeit erwische ich mich immer öfter mit dem Gedanken „was wäre wenn…?“. Ich glaube, wenn die Gedanken kreisen, dann hat man doch noch nicht ganz abgeschlossen mit dem Thema, oder? Mal sehen :-)

  • Reply
    Isabelle
    2. August 2017 at 14:22

    ich mag es wirklich sososo gerne, wenn du solche persönlichen Texte und Kolumnen abseits von Mode oder Lifestyle-Produkten schreibst! Nicht falsch verstehen, alle deine Artikel sind qualitativ superhochwertig und toll zu lesen, aber solche Texte wie dieser versprühen doch noch eine ganz besondere, nachdenklichere Atmosphäre, die ich sehr schätze :)
    Und zum Thema: jede Familie und jedes Paar sollte eh für sich entscheiden und sein Ding machen, wenn es um die Kinderplanung geht! Wenn man sich ganz auf sich konzentriert und auf seine Wünsche und Bedürfnisse hört, kann man sich gar nicht falsch entscheiden. Ich habe selbst 2 Brüder und liebe es, so eine große Familie zu sein (auch wenn es manchmal laut ist :D). Mal sehen, wie es dann bei mir sein wird mit den Kindern…

  • Reply
    Andrea
    2. August 2017 at 14:37

    Hey Anna, vielleicht ist auch ein großer Altersunterschied auch eine Möglichkeit die Zeit für sich sprechen zu lassen. Aus meiner eigenen Erfahrung war es damals die richtige Entscheidung. Zwischen meinen Kindern liegen 7 Jahre und trotz des großen Altersunterschiedes haben sie eine enge Bindung und finden einen Weg miteinander zu spielen. Und mein persönlicher Vorteil: Ich kann sie beide intensiv genießen, ohne gestresst und gehetzt zu sein. Den ersten lange und intensiv, den zweiten ebenfalls, da der Große eine andere Zuneigung genießt.

    Liebe Grüße Andrea

  • Reply
    Jenny O / Stuss Hamburg
    2. August 2017 at 15:23

    Wir haben uns auch Zeit gelassen. Als meine zweite Tochter zur Welt kam, war die große Schwester schon fast 5.
    Jetzt sind sie 2,5 und 7 Jahre alt und ich ueberleg ob ein drittes nicht auch schön waer. Aber der Schritt ist irgendwie nochmal größer.

    Ihr macht das schon so wie es für euch passt :)

  • Reply
    Mrs Unicorn
    2. August 2017 at 15:40

    Ein toller Beitrag und so schöne Gedanken!

    Liebe Grüße und noch eine traumhafte Woche.
    Celine

  • Reply
    Tanja
    2. August 2017 at 15:42

    Liebe Anna,
    meine Schwangerschaft und auch die Geburt war zwar unproblematisch, trotzdem kann ich deine Gedanken gut nachvollziehen. Warum ist es für viele oft nicht ok, wenn man nur zu dritt sein will? Manche Leute schauen einen ja an, als wäre dass das unnormalste und schlimmste was einem kleinen Kind passieren könnte, nämlich als ein Einzelkind aufzuwachsen. OHMEINGOTTWOKOMMENWIRDADENNHIN?!?! Da kann man nur den Kopf schütteln.
    Wir sind erst seit 13 Monaten eine kleine Familie, aber wir finden es super so wie es ist und auch hier heißt die Antwort nach Kind Nr. 2 „schau ma mal in 2 Jahren“….
    Dein Text trifft somit für mich mal wieder ins Schwarze. Danke <3

  • Reply
    Anni
    2. August 2017 at 18:23

    Ein sehr schöner Text, ich finde es toll, wie du auch so persönliche Gedanken mit uns teilst. Man kann sich sehr gut in dich hineinversetzen.
    Wenn ihr euch zu dritt komplett fühlt, dann ist das super! Ich glaube, ich würde nicht nur ein Einzelkind haben wollen und das einfach aus dem Grund, weil ich eine sehr gute Beziehung zu meinen drei Geschwistern habe und das für meine Kinder auch möchte. Ich habe so vieles von ihnen gelernt und das möchte ich nicht missen. Und wenn man älter wird, ist es noch wichtiger. Sich irgendwann alleine um die Eltern kümmern, das fände ich unglaublich schwer… Diesen Zusammenhalt als Familie finde ich toll und der wird mit mehr Mitgliedern irgendwie stärker, finde ich. <3

  • Reply
    Andrea
    2. August 2017 at 18:34

    Ich denke, so ganz persönlich für mich, das man sich ein weiteres Kind tatsächlich leisten können muss…zeitlich wie Geldtechnisch. Als Erzieherin sieht man sooft wie glücklich die Mamas vor der Geburt des zweiten Kindes sind und dann feststellen: ICH WEIß NICHT WIE ICH DAS SCHAFFE!
    Das macht mich traurig, dass man darüber nachdenken muss, denn ich kenne Menschen die selbst mit 5Kindern noch alles wuppen würden und einfach bewundernswert wären aber an den Rand ihrer finanziellen Grenzen kommen. Und dann sehe ich die Eltern, die nicht mal mit einem zurecht kommen und nur ein Kind haben, weil es wohl an der „Zeit“ war. Oder noch treffender, solche die ein Kind als perspektive zu ihrer eigenen Ziellosigkeit bekommen haben…ja tatsächlich auch Sowas habe ich schon gesagt bekommen. Das sitzt tief wenn man wie ich einen Beruf mit Leidenschaft ausübt und eine wahnsinnig große Kinderliebe mit in die Wiege gelegt bekommen hat.
    Wer bereit ist sich diesem wahnsinnig anstrengenden, aufregendem, unüberschaubaren Wunder das man nunmal mit einer Geburt vollbringt zu stellen, hat meinen vollsten Respekt. Deshalb lese ich auch so gern deinen Blog. Du hattest Angst, du hast vieles nicht gewusst, du wolltest arbeiten ABER durch dieses öffentliche Leben sieht man sehr deutlich, das ihr ein Team seid. Erziehung geht nämlich immer beide Elternteile was an und DAS fehlt unserer Gesellschaft im Moment und es wird immer schlimmer. Es gibt immer diese „Guten“ Familien bei denen es läuft…aber nur durch Arbeit, Vertrauen und Zusammenhalt. Nicht falsch verstehen aber natürlich zeigen sich solche Familien auch viel öffentlicher generell. Das die Dunkelziffer die genauso zerissen sind wie du jetzt, bzw unschlüssig viel höher ist und auch ein Druck von Außen herrscht, der enorm ist, bedenken viele unbedarfte „Frager“ auch garnicht. Ich werde sooft gefragt:“wann bist du dran?“ Diese Frage schmerzt…es ist bei mir nicht so gelaufen wie gedacht aber ich denke, dass alles seine Zeit hat. Ich hätte so gern, dass die Leute ein bisschen mehr Selbstreflektion an den Tag legen würden.
    Mach was du für richtig hälst, nicht was jemand will:) so und nicht anders!👍

  • Reply
    Nicole
    2. August 2017 at 21:43

    Hallo Anna,

    Ein sehr schöner Einblick in deine Gedanken! Hört auf euren Bauch und nicht auf Nachfragen oder Einzelkind-Vorurteile! Was ich nicht versteh: wo steht denn geschrieben, dass das zweite Kind nach 2-3 Jahren kommen soll?
    Bei uns hat es nach dem ersten Kind lange gepasst wie es war- wir waren froh Familie und Jobs unter einen Hut zu kriegen und dann hat es lange nicht geklappt- jetzt liegen 5 Jahre zwischen den Kindern… das ist für viele zu groß aber ich kann es nicht nachvollziehen! Das größere ist wie man so sagt aus dem Gröbsten raus, ich habe keine zwei Wickelkinder und spielen können sie auch noch miteinander- das ist ja immer das nervigste Argument! Dabei hängt das doch auch vom jeweiligen Charakter ab…
    Vielleicht wächst irgendwann ein großer Wunsch aus den jetzigen Gedanken und ihr bekommt ein zweites Kind aber bitte nicht wegen dem gesellschaftlichen Druck- so einen Quatsch hab ich erst neulich gehört! Die Entscheidung dafür sollte schon liebevoller und romantischer sein.
    Und achja, die Schmerzen… meine Tochter (6) hat mich mal gefragt, warum ich noch ein Kind gewollt habe nach ihr, weil doch die Geburt so weh tut…. Ich hab ihr dann geantwortet, dass das wie mit ihren Ohrlöchern ist, die gestochen wurden: das tut nur kurz weh und dann hast du ein Leben lang Freude daran! ;-)
    Liebe Grüße!

  • Reply
    Bell
    3. August 2017 at 14:16

    Ich bin auch Einzelkind und hatte nie ein Problem damit. Für meinen Sohn wollte ich allerdings von Anfang an ein Geschwisterchen. Rein aus dem Gedanke, dass er nie allein sein wird. Blut und Wasser, du weißt vielleicht worauf ich hinaus möchte. :D

    Aber wieso etwas ändern, wenn es sich jetzt richtig anfühlt? Bei mir kam der Wunsch nach einem zweiten Kind innerhalb von ein paar Wochen.
    Die Angst vor der Geburt kann ich ebenfalls verstehen. Auch wenn ich wahrscheinlich eine von denen bin, die nichts negatives darüber sagen können, oder verarbeiten müssen. Angst hatte ich trotzdem.

    Du/ihr wirst/werdet dich/euch richtig entscheiden, wenn es soweit sein sollte. :)
    Bis dahin funktioniert ihr einfach weiter so super als Team.

    Wir liefen immer unter dem Motto: 3 is ne Party

  • Reply
    Andrea
    4. August 2017 at 1:06

    <3 am Ende zählt nur, wirklich nur was ihr fühlt und wollt!
    Lieber Gruß von einer dreifach Mama 😉

  • Reply
    Tanja
    10. August 2017 at 11:44

    PS. ich bin übrigens auch Einzelkind – hatte immer Tiere! Mir hat nichts gefehlt.
    Happy Day.
    xo Tanja

  • Reply
    Finja
    13. August 2017 at 19:31

    Ich bin inzwischen Mami und das mit Herz & Seele. Und irgendwann darf gern ein zweites folgen -aktueller Stand. Dabei gilt: IRGENDWANN und VIELLEICHT. Denn ein KInd bedarf genauer Überlegung. So unromantisch, wie es klingt, aber: Kann man sich ein zweites leisten? Und: Schafft man es, Zeit für zwei Kinder aufzubringen; beiden gerecht zu werden? Sieht man es in ein paar Jahren noch immer so, dass zwei die persönliche Glückszahl ist? Oder ist man dann ein Team, die drei Musketiere, wo einfach kein Platz mehr für eine Nummer 4 ist? Fragen über Fragen. Aber wie du meinst. Im Grunde geht es niemanden etwas an, außer das Paar selbst. Und als solches muss man zu gegebener Zeit schauen, welcher Ist-Zustand vorherrscht. Man sollte sich dabei nicht von außen drängen lassen „drei ist das neue zwei“ oder „ab dem 4. wird’s … nun ja“ oder „auf jeden Fall zwei, sagt ja schon die Statistik“. Jeder sollte selbst schauen (dürfen), was zu seinen Bedürfnissen, seinem Lebensmodell, seiner persönlichen Situation passt.

    Schöner Artikel, regt zum Nachdenken an. Vielleicht lasse ich meine Gedanken auch einmal intensiver auf dem Blog dazu durchlaufen! Daumen hoch.

    Und für dich: Eine entspannte Zeit ohne allzu viele weitere Nachfragen. Ihr werdet euren Modus auch langfristig finden. Und so oder, ob für eines oder mehrere Kinder, bist du eine tolle Mami!

    Liebe Grüße, Finja

  • Reply
    Tine D.
    13. August 2017 at 20:58

    Ein sehr schöner Text! Mir hat bei so einer Entscheidung immer mein innerer Blick in die Zukunft geholfen: Wie sehe ich unsere Familie, wenn ich die Augen schließe? Und das war bei uns schon immer eine Familie mit zwei Kindern.
    So eine innere Vorstellung hilft ungemein, den Kopf außen vor zu lassen. Und wenn du dich als Trio siehst…perfekt!

  • Reply
    Suelovesnyc | Erwachsen sein: Warum wird man ständig verurteilt?
    17. August 2017 at 9:34

    […] geht, dann wird es nur noch schlimmer. Da muss man sich ernsthaft dafür rechtfertigen, dass man nur ein Kind bekommen möchte (das wäre mir nicht mal in den Sinn gekommen, geht es mir als Einzelkind doch […]

  • Reply
    Leni
    20. August 2017 at 20:02

    Sehr schön geschrieben!
    Für uns war schon vor Schwangerschaft klar, dass es für uns bei dem einen Kind bleibt. Während der Schwangerschaft hatte ich kurz, wahrscheinlich hormonell bedingt einen „Aussetzer“ und konnte mich plötzlich nicht mehr mit dem Gedanken anfreunden, dass dies meine letzte Schwangerschaft, das erste und letzte Mal sein sollte. Schon zwei Stunden nach der Geburt, waren diese Gedanken wieder komplett gelöscht.
    Grade habe ich auf einer Hochzeit von einer Frühchenmama einen „Blick“ geerntet, als ich mit Überzeugung gesagt habe, dass es bei uns kein zweites geben wird. Aber mir ist das tatsächlich egal und ich finde nichts schlimmer wie „Mommy-shaming“.
    Jede Mama, jeder Papa und jede kleine Familie sollte selbst entscheiden, was für sie individuell das richtige Modell ist und eines finde ich überhaupt in dieser ganzen Thematik ums Kinderkriegen, Schwangerwerden und Gebären besonders wichtig – habt Verständnis, ihr wisst NIE, was dahinter steckt.
    Von daher, don’t worry, be happy <3

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