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Virtual Reality hat ein Problem mit sexueller Belästigung

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Um mich herum laufen, stehen und springen fast identisch aussehende Polygonavatare auf einem, von einer Mauer umgebenen, Landschaftsstück herum. Einige tragen Kleidung, andere sind bis auf die nicht entfernbare Unterhose nackt. Es stehen Autos herum, die man über den kleinen Kartenabschnitt rasen lassen kann, und mich umgibt das dumpfe, sich wiederholend, mechanische Geräusch von Schlägen, die erklingen, weil die Spieler aus Spaß aufeinander einprügeln. Ich suche beim herumrennen nach meinen anderen Mitspielern. Wir haben vorher besprochen das wir uns beim Spielplatz treffen, da, bei der Rutsche und als ich meinen Avatar dorthin bewegt habe, nutze ich die Taste an der Seite meiner Maus um, wie viele andere, den live inGame Voice Chat zu nutzen um mit meinem Freund zu reden. Dieser funktioniert recht pragmatisch, man spricht und jeder der sich mit seinem Avatar in der näheren Umgebung befindet kann einen hören. Doch was dann folgt, erwischt mich irgendwie eiskalt. Umstehende können mich hören und kommen mit ihren Avataren näher. Ich höre fremde männliche Stimmen laut Dinge sagen, die mir noch nie eine fremde Person jemals gesagt hat. Sie sagen, dass sie meine Brüste sehen wollen, dass sie mich richtig hart ficken wollen und noch viel schlimmeres. Erst versuche ich mit meinem Avatar in dem abgeschlossenen Bereich weg zu laufen, doch eine größer werdende Menge von mit Sicherheit 30 Avataren folgt mir und zwischendurch höre ich einige noch “Thats an actual girl there!” rufen. Ich setze mein Headset ruckartig ab, starre auf meinen Bildschirm und erwische mich dabei wie ich beginne zu lachen… in einer Mischung aus Unglauben und Ekelgefühl beende ich das Spiel und ich habe es seitdem nicht mehr angefasst.

Nicht oft, aber oft genug, bekommt Frau zu spüren was es bedeutet wenn man sich in die Weite der Multiplayer begibt, die noch immer, besonders im Bereich Shooter, von Männern dominiert werden.

Suck a dick.” “Go back to the kitchen!” “Cyka Blyat” sind die harmloseren Sätze die ich im Multiplayer Chat bisher habe lesen dürfen und auch wenn es nicht richtig ist, ist es an der Tagesordnung, dass man sich in Multiplayer-Chats und Teamspeak-Sessions derart unzivilisiert gegenüber einander verhält. Mir ist dahingehend ein dickes Fell gewachsen. Die Beleidigungen in Textform sind unbedeutend für mich persönlich, oft machen wir uns im Spiel einen Spaß daraus. Die Beleidigungen in H1Z1: King of the Kill damals, fühlten sich aber anders an. Näher.. Persönlicher.. So nah, dass ich dem Spiel und der Community in diesem Spiel nicht zugehörig sein möchte. Man nennt solche Communities toxic und sie sind überall im Internet, egal ob in Spielen, auf Facebook, YouTube, Twitter oder jeder anderen Userinteraktion unterstützenden Plattform.

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Virtual Reality ist näher am Spieler als jede andere Technik zuvor

Jetzt ist Virtuelle Realität der heiße Scheiß. Im Fachjargon sagt man zu dem Effekt, den VR auslösen soll, Immersion und diese Immersion ist das höchste Gut. Wir wollen uns verlieren, die Spiele spüren und ein bisschen wach träumen, Welten formen, beeinflussen, wirklich dort sein und fast keinen Unterschied zur Wirklichkeit sehen. VR bietet uns diese Möglichkeit wie sonst nichts zuvor, doch kommt damit wirklich nur gutes auf uns zu? Besonders auf uns Frauen?

Eine virtuelle Realität eröffnet jedem Spieler der sie betritt etwas, dass noch näher am Spiel, die damit verbundenen Realitäten und Möglichkeiten ist. Virtuelle Realität ist gleichzeitig auch näher an uns als Person. Das ist auf der einen Seite ein Vorteil und auf der anderen gibt es Entwicklungen die nicht dafür sprechen, dass wir als Menschen wirklich für eine solche Interaktion im Netz bereit sind. Besonders dieser Artikel von Eva Wolfangel hat mich, trotz ihres Plädoyers am Ende wütend gemacht.

Frau Wolfangel hat sexuelle Belästigung innerhalb der virtuellen Welt am eigenen Leib erlebt und schreibt darüber, weißt auch auf andere Frauen im Gaming hin, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben, und wie man dem über Moderation und Kontrolle sowie Ristriktion entgehen kann. Aus meiner Erfahrung heraus weiß ich, dass diese Anonymität vielen Menschen den nötigen Abstand zu ihrem wirklichen Leben gibt, den sie brauchen, um eigene Grenzen zu überschreiten. Dabei ist es egal, dass am Ende mit Hilfe von Moderation und Kontrolle das Verhalten der User in VR Chatrooms oder generell im Internet eindämmbar ist. Dieses Verhalten lässt sich nicht verhindern.

Sexuelle Belästigung ist der Begriff, der hier über allem steht, und dieser Begriff ist so riesig, das jeder einzelne eine eigene Meinung, Sicht und Erfahrung mit ihm gemacht hat. Viele Menschen kämpfen ständig dafür, dass Gesetze verbessert und modernisiert werden um uns zu schützen. Wir kämpfen für ein positiveres Bild im Bezug auf den Umgang mit unseren Körpern und wir kämpfen für gleiche Chancen und Kommunikation auf Augenhöhe. Wir wollen uns sicher fühlen. Sicher im Umgang mit unseren Mitmenschen in jedem Bereich unseres Lebens und wenn dieser Bereich das Internet einschließt muss es etwas geben, das uns auch in einem virtuellen Raum schützt oder das Gefühl gibt sicher zu sein. Ich bin ehrlich, wenn ich sage, dass ich keinen Königsweg kenne. Wie erwähnt ist dieser Begriff und alles was er mit sich bringt so riesig, dass es vermessen wäre, wenn ich eine Lösung wüsste doch ich möchte damit anfangen darauf hinzuweisen, dass es dieses Problem gibt.

Virtual Reality hat ein Problem mit sexueller Belästigung.

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Doch wie geht man damit um?

Ich gehöre zu der Sorte Leute die nicht an die Lösung eines Problems glauben, indem man die Ursache einschränkt. Ich bin dafür die Ursache zu erkennen und im Fall von sexueller Belästigung im virtuellen Raum ist die Ursache der Mensch, der belästigt. Rechtlich gibt es für online Fälle bisher kaum Sicherung, so gut wie keinen Opferschutz, die Technik entwickelt sich schneller als die Exekutive oder die Judikative und die Mühlen des Staates mahlen langsam. Wir alle, die wir uns im virtuellen Raum bewegen, müssen uns dem also bewusst sein, dass wir eventuell nicht geschützt werden oder geschützt werden können weil die Gesetzgebung derartiges eventuell noch gar nicht vorsieht, denn das Internet hat ein Problem mit dem rechtlichen Raum. Also wie sollte man damit umgehen, wenn man sich in einem solchen Raum unwohl fühlt? Eine Grenze überschritten wurde?

Ich habe bei Anna und Jakob zuhause das erste mal kurz in die Spielwelt VR gucken dürfen und es ist Wahnsinn, wie immersiv die Erfahrung ist. Es war unglaublicher Spaß und ich will nicht, das dieses mächtige Stück Technik und der Spaß den es mit sich bringt darunter leidet, dass Menschen nicht wissen, wann sie persönliche Grenzen überschreiten und gerade diese Grenzen sind die wichtigsten. Es bringt jedoch auch nichts irrational Angst zu bekommen.

Passt auf Euch auf. Seid Euch dem Problem bewusst, dass es Menschen gibt die sich nicht zu benehmen wissen und ihr eigenes Verhalten gegenüber anderen nicht reflektieren. Solange uns unser Rechtssystem nicht schützt sind wir darauf angewiesen uns selbst zu schützen und der beste Schutz ist, nicht unvorbereitet zu sein! Macht euch bereit, beim zocken von einem Idioten unüberlegt etwas an den Kopf geworfen zu bekommen, dass so respektlos ist, dass euch die Spucke weg bleibt und wenn es geht, habt eine Antwort die Niveau hat und euer gegenüber mehr überrascht. Zeigt ihm, dass er euch nicht trifft und seid laut. Das gilt auch für den Fall, dass euch jemand in einem Virtual Reality Chat mit seinem Polygonavatar zu nah kommt, obszöne Gesten macht, euren virtuellen Körper bedrängt, anfasst und ihr Angst bekommt. Ihr setzt eure Grenzen. Leider ist die virtuelle Realität zu real, wodurch auch reale Probleme übertragen werden.

Wie geht ihr mit derlei Dingen im Internet um? Habt ihr schon einmal in einer solchen Situation gesteckt und wenn ja, wie seit Ihr ihr begegnet? Lasst es mich in einem Kommentar wissen!

Dieses Thema lebt davon, dass wir darüber sprechen!

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10 Comments

  • Reply
    Andre'
    4. Dezember 2016 at 18:42

    Hallo Nina, habe Deinen Blog gelesen. Meine Meinung nach finde ich die ganze VR Geschichte ist für das menschliche Gehirn viel zu intensiv um es gut zu finden. Wo bleibt da die Menschlichkeit und der Abstand zur Realität. Anderseits wie sollte man Fortschritt aufhalten. Den Benutzer sagen das ist gefährlich, macht das ganze erst wirklich interessant. Dem VR Spiel ein FSK18 Siegel draufkleben. Typisch Deutsch, ja kann man. Schützt aber auch nicht vor dem Gebrauch. Sex im Videospiel gibt es auch bei GTA und schon zum Anfang der Videospielgeschichte. Ob das weibliche Spieler gut finden? Und das ganze als sexuelle Belästigung abtun. Ist vielleicht etwas über den Ziel hinaus gedacht. Klar die Intensität macht es zu ein gefährlichen Medium. Was in Jahren wieder abgelöst wird durch 3D Hologramm (Holodeck wie in StarTrek), wer weiß? Also noch mehr Realismus in einer nicht vorhandenen Welt. Die Frage ist. Können Benutzer unterscheiden was ist Wirklichkeit, virtuelle Welt und Spiel? Es gibt keine Schublade dafür das jeder Mensch so gestrickt ist, wie man sich es im vorraus denkt. Und die momentane Technik Sony VR ist erst der Anfang im Massenmarkt. Die Verantwortung muss der Software Publisher tragen. Wie weit geh ich mit Sex und Gewalt im Spiel. Ich seh das jedenfalls so. Klar hab ich selber viele Fragen und keine Antwort darauf. In diesen Sinne alles Liebe! Andre‘

    • Reply
      oddnina
      5. Dezember 2016 at 11:37

      Ich will das gar nicht verteufeln, weil ich es viel zu großartig finde, was die Technik bereits erreicht hat. Nur gibt es eben dieses Problem und es sollte nicht versteckt bleiben. Ganz und gar nicht und eher im Gegenteil. Man muss sich das vor Augen führen um es zu überdenken und neue Lösungsansätze oder Strategien zu sehen. Respekt voreinander gilt überall, nicht nur im RL sondern gerade im Internet.

    • Reply
      Blackeye
      8. Dezember 2016 at 9:20

      Ich würde eher den Weg des Entwicklers einschlagen und dem Benutzer die Möglichkeit geben Personen zu muten oder gar auszublenden. Denn alles darüber hinaus, ist das was ich in der ComputerspieleWelt von DE so sehr hasse. FSK Siegel sind der letzte Witz genauso wie auch die Zensur. All das sollte das Individuum selbst entscheiden dürfen. Das man den Verkauf einschränkt ist zwar eine gute Sache, jedoch sollte dies ab dem Alter 18 aufhören. Ab dort sollte man eigens entscheiden können was man sich zumutet und was nicht. Außerdem hat das FSK Siegel eine zensurähnliche Wirkung auf die Firmen, da sie merken , sie müssen hier Spiel der Norm anpassen und das geht gegen das kreative Konzept von Spielen. Nun nochmal zurück zu VR. VR wird sterben, der Benutzermarkt ist bisher ein Exotenmarkt und wird es aufgrund der Kosten wohl auch bleiben. Was es eher geben wird, sind vermutlich Lokale die dies anbieten wie als Vergleich die Shishabars. Deshalb sollte man in diesen Technologiezweig nicht zu viel hirnschmalz zumindest in Richtung SPIELE stecken. Trotzdessen sollte man nie wirklich nie einer virtuellen Welt Gesetze aufbrummen. Das ist der falsche Weg und behindert den kreativen Prozess und die Evaluation der Spiele, da sie sich so einer Norm anpassen würde. Computerspiele, das kreative Gut, sollten immer frei davon sein. Multiplayerlastige Spiele, sollten jedoch schauen einen Mechanismus zur Wahrung der eigenen Menschenwürde zu besitzen. In diesem Falle zum Beispiel ein Mute-Button. Spiele, die dieses nicht haben, werden schlechter bewertet von den Spielern und es leidet die Spielerfahrung. der kapitalistische wirtschaftliche Druck des Marktes wird also dafür sorgen, dass Spiele dieses Feature einbauen ohne rechtliche Regelungen. Der Markt beeinflusst sich dadurch selbst und es werden die Spiele gefördert, die mehr zur guten Atmosphäre beisteuern, in den Vordergrund gerückt. Somit steht jeder Firma es frei, dies zu unterstützen oder nicht, es wird aber kein „HairCut“ mit Hilfe einer rechtlichen Regelung, die die kreative Komponente der Spiele eindämmt, vollzogen. So weit meine Meinung.

      Trotzdessen super Blog, Nina! :)

  • Reply
    Franka(diefranky)
    5. Dezember 2016 at 10:18

    Sehr schöner Post Nina und leider doch so wahr.
    Früher so ohne Voice over wars das alles kein Problem – man hat da mir der Masse mitgeschwommen aber seit dem es möglich ist auch über die Stimme im Multiplayer zu reden sind manche doch so verwirrt wenn plötzlich da eine Frau von einem steht, besonders dann wenn Sie nicht so aussieht (Male Charakter ausgewählt).
    Mit VR kann es definitiv passieren, dass Intimitäten nicht nur gesagt sondern auch gemacht werden.
    Durch den Layer des Spiels fallen bei manchen soviele Hemmschwellen weg, so sehr ich die anonymität schätze – so sehr wünsche ich mir, dass die Anonymität im Netz nicht mehr gelten darf. Denn schlussendlich sind wir hier auch eine Gesellschaft, die sich an die Regeln für das Zwischenmenschliche Miteinander halten müssen. Ergo wer sich daneben benimmt kann auch bei schlimmen „Delikten“ auch dafür haftbar gemacht werden.
    Ich denke, dass man nur so diese Art von Shaming, Belästigung, Mobbing entgegen wirken kann. Denn wie sagt man so schön „da wo kein Kläger – da auch kein Richter“.

    Ich bin gespannt wie das ganze sich weiterentwickeln wird..

    • Reply
      oddnina
      5. Dezember 2016 at 11:35

      Eben. Als ich mich in dieses Thema einlas wurde mir auch schnell bewusst, dass man darüber auch sein komplettes Lebenswerk verfassen kann. Das habe ich nicht vor, aber ich möchte, dass sichtbar wird, das es dieses Problem gibt und das man darauf vorbereitet sein muss wenn man sich nicht überraschen lassen will. Wie gesagt: Es gibt keinen Königsweg, aber Selbstschutz ist etwas das man in dieser emotionalen Hinsicht tatsächlich im Hinterkopf behalten sollte.

  • Reply
    Julia
    5. Dezember 2016 at 15:38

    Hi Nina,

    ich bin selbst schon lange im MMO-Bereich unterwegs. Bisher habe ich Sexismus nur von anderen Frauen in Form von Neid, Eifersucht und Revier markieren erlebt. Ja klar, man wird „besonders“ behandelt von den männlichen Mitspielern, aber auch nur anfänglich finde ich. Gottseidank blieben mir schlechte Erfahrungen bisher erspart. Beruflich siehts allerdings anders aus. Ich arbeite in einer „Männerbranche“ und als Frau ist es nicht immer einfach sich durchzusetzen oder für voll genommen zu werden. Selbst in der eigenen Firma ist es nicht leicht.
    Ich will es manchmal nicht so richtig wahrhaben, da es nicht in mein Weltbild passt und ich so etwas einfach niemals in Frage stellen würde, aber es ist schon erstaunlich, wir rückständig wir teilweise in Bezug auf Gleichberechtigung sind. Auf ganz vielen Ebenen.

    LG
    Julia

    • Reply
      oddnina
      5. Dezember 2016 at 22:18

      Hey Julia,

      etwas, dass ich ebenfalls ganz, ganz schrecklich finde ist dieses ewige Genicke von Kammerfrauen untereinander. Sie haben noch nie verstanden, dass wir zusammen halten sollten anstelle uns gegenseitig in den Karren zu pinkeln und das überträgt sich aber komplett in jegliche Richtung. Ich weiß genau was du meinst wenn man sagt „Man will es nicht wahrhaben“ weil es mir auch so geht. Ich bin selbst recht gut darin mich zwischen Männern zu behaupten und oft blind gegenüber der Ungerechtigkeit die damit eingeht.. aber genau deswegen müssen wir uns darauf einstellen das es solche Ausschreitungen gibt und es müssen nicht nur Männer sein die solche unflätigen Bemerkungen machen sondern können natürlich auch von Frauen sein.

      Beste Grüße
      Nina

  • Reply
    Dunja
    13. Dezember 2016 at 11:10

    Hi Nina,

    toller Beitrag und wichtig, dass du das ansprichst. Selbst hab ich wenig Erfahrung mit VR, stelle es mir um Bezug auf sexuelle Belästigung fast noch unangenehmer vor, als in der realen Welt. Virtuell ist ja irgendwie nur im Kopf. Das macht einfach mehr Angst, als in echt.

    Liebe Grüße,
    Dunja

  • Reply
    Katja
    16. Dezember 2016 at 12:01

    Hallo Ihr Alle – ich habe beim Lesen des Beitrags einige unangenehme Erinnerungen an das Spielen der letzten Jahre wieder erkannt. ich spiele fast ausschließlich weibliche Charaktere und sobald rauskommt, dass ein weiblicher gamer dahinter steckt, wirds für meine Figur oft unangenehm. Zumal ich auch den Eindruck habe, dass die Szene der Player immer jünger wird. Wenn man in einem Raid ausschließlich mit 14-16jährigen steht, fallen da Sprüche, bei denen man als (erwachsene und renitente :)) Frau nur den Kopf schütteln kann. Nun könnte man sagen, die sind noch jung, sieh drüber hinweg, lächle und eventuell mute oder sperre. Aber gesagte Sachen machen etwas mit einem, sie bleiben haften und kumulieren sich zu einem Gesamtkunstwerk an Machismen und Herablassung – deshalb bin ich mit Nina – wir müssen LAUT sein, muten hilft im gaming ebensowenig wie in den den sozialen Medien. Wenn die Masse sich wegduckt, lassen wir Ignoranten (ich wähle jetzt absichtlich nicht das Wort, das mir auf der Zunge liegt) das Feld. Und das darf nicht sein.
    Guter Artikel und wichtiges Thema. Auch 2016 leider nach wie vor.

  • Reply
    Vie
    3. Januar 2017 at 16:53

    Ich liebe Games. Ich liebe meine Play Station, fiebere auf den neuen Kingdom Hearts Teil hin, kann stundenlang LOL spielen, bin ausgeflippt als Pokemon Sonne und Mond raus gekommen ist und bin trotzdem eine Frau. Was dran so unglaublich schwer zu verstehen ist kann ich dir nicht sagen.
    Aber auch unabhängig von VR finde ich es furchtbar, dass Männer denken, sie hätten das recht Frauen sexuell zu belästigen. Ihnen Dick-Pics auf Instagram zu schicken, ihnen auf der Strasse hinterher zurufen und einem plötzlich auf der Rolltreppe ganz Nahe zukommen, dass man über Worte wie eine Armlänge Abstand nur laut lachen kann. Wie denn? Ich bin LAUT! Ich bin nicht feige und erst recht verstecke ich mich nicht. Ich suche bestimmt nicht die Gefahr, aber ich sehe es nicht ein es einfach hinzunehmen. Es zu akzeptieren, dass Männer einem in der Disco an der Po grabschen. Es hin zu nehmen, dass Männer einen ungefragt sexuell Belästigen.
    Ich meine Ernsthaft? Das sollen Männer sein? Versteh mich nicht falsch. Ich habe kein Problem damit an geflirtet zu werden. Auf Abstand, anständig & freundlich.
    Aber im achso anonymen Internet fühlen sich die Menschen wohl sicher. Also die Männer. Bzw. ein Teil dieser Männer. Frauen wird es schließlich schwer gemacht, wenn sie sich mal für mehr als Lifestyle Magazine und Modeblogs interessieren.
    Wie du siehst… Das Thema regt mich auf! Und ich finde es toll, dass du darüber schreibst!
    Mach weiter so :-)

    xx
    Vie von http://www.viejola.de

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