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how to stay positive and happy

Dinge, die zum eigenen Wohlergehen beitragen, sind unter anderem die, die einen glücklich machen. Das ist ein no-brainer.
Aber was wir oft vergessen ist, dass wir uns diese Dinge noch einmal bewusst machen sollten, wertschätzen und uns erneut darüber freuen, dass sie uns glücklich gemacht haben oder noch immer machen. Zwischen all dem Stress und vielen Dingen, die nicht ganz rund laufen im Alltag, gehen schöne, wunderbare und manchmal auch einzigartige Momente und Dinge leider ein wenig unter. Das passiert mir ab und an, wenn es besonders stressig wird, ich innerhalb kürzester Zeit von A nach B und von dort nach C reise, mehrere Termine an einem Tag habe, Shootings und Dreharbeiten für mega tolle Projekte in den Terminkalender quetsche, mich zwischendurch um das Löschen diverser Brände kümmern muss und Kühe vom Eis hole. Verschnaufpausen und in diesen dann die wahnsinnig tollen Situationen und positiven Erlebnisse Revue passieren zu lassen, gibt es selten. Dass irgendwo zwischen Stress und wenig Zeit grandiose Nachrichten, prima Jobs, vielleicht die eine oder andere wahnsinnig tolle Shoppingausbeute und schöne Momente mit Freunden und Familie waren, geht oft unter.
Kleine Dinge, die uns glücklich machen, sind genauso wertvoll wie große Dinge, die uns glücklich machen – man muss sich nur immer wieder bewusst werden, welch ein Glück man hat.

Deswegen nehme ich mir gerne einen Tag in der Woche, oft ist es der Sonntag, denn da kommen selten Aufträge, Jobs und Anfragen rein, ich habe Zeit um zu entspannen, runterzufahren und mit der Familie zu verbringen und lasse die Woche Revue passieren. Das ist wichtig. Sehr wichtig sogar, denn sonst glaubt man, dass die negativen und unerfreulichen Situationen, vielleicht eine Projektabsage oder das Verschieben eines Launches, ein Streit oder einfach purer Stress und wenig Schlaf die Woche bestimmen. Man sieht den Wald vor lauter Bäumen fast nicht. Oft ist dem nämlich gar nicht so und wir vergessen schnell die positiven Dinge, lassen statt dessen die wenigen negativen in unserem Kopf überhand nehmen. „Ach, das war ja auch diese Woche! Fast vergessen…“.
Dankbar zu sein, für die vielen kleinen und großen schönen Dinge im Leben und sie nicht als gegeben annehmen, sie wertschätzen und sie ein Stück weit für sich zu zelebrieren verändert schnell die Sicht auf viele Dinge im Leben, auf die Beziehung und sich selbst. Natürlich verhindert eine positive Sicht nicht, dass negatives passiert, aber es hilft wahnsinnig, diese zu verarbeiten, wegzustecken oder auch an ihnen zu wachsen.

Diese 3 Punkte helfen mir, an Problemen und negativen Situationen zu wachsen, sie zu verarbeiten und nicht an Hindernissen kaputt zu gehen:

Finde den positiven Aspekt in dieser beschissenen Situation! 

So banal, wie wirkungsvoll und hat mir fast immer geholfen, über jede noch so beschissene und schief gelaufene Sache hinwegzukommen. Ich bin gescheitert, habe Fehler gemacht, jemand anderes hat Mist gebaut und das Projekt droht zu scheitern? Ok, Luft holen, aufregen, runterfahren, Flasche Wein aufmachen und sich selbst folgende Fragen stellen:

* Ok, gibt es irgendwas positives, was ich aus dieser Situation ziehen kann? Habe ich was draus gelernt? Kann ich vielleicht aus meinem Fehler einen Case machen und anderen helfen?

* Welche Möglichkeiten habe ich, nun in dieser Situation das Ruder rumzureißen? Wie kann ich von dieser neuen Ausgangssituation aus weitergehen?

Früher habe ich mich eher verkrochen, bin in Panik verfallen und habe noch selbst auf mich eingekloppt, während ich schon am Boden lag, mich und die Situation noch schlechter gemacht, als sie eigentlich war. Es ist wichtig zu wissen, dass egal wie beschissen und verfahren die Situation zu sein scheint, es immer (!!) mindestens zwei Wege gibt – Links oder Rechts abbiegen!

Mach aus einer Mücke keinen Elefanten! 

Es ist einfach, die Perspektive zu verlieren und vorschnell zu handeln. Schnell lassen sich auf Twitter nach einem Streit ein paar Non-Mentions absetzen, seinem Ärger in einer Kolumne auf dem Blog oder auf den anderen Social Kanälen Luft machen. Die Frage, die man sich jedoch stellen sollte ist: „Ist es das wert?!“
Manchmal sind Situationen auch gar nicht so big und wichtig, wie sie eventuell in dem Moment erscheinen. Für sich STOP sagen, kurz um den Block laufen, Luft holen, eventuell mit jemandem darüber sprechen kann helfen, die Situation und ihre eventuelle Tragweite richtig einzuschätzen und neu Fokussieren. Ist es morgen noch wichtig? Ist es für die Karriere relevant? Und immer dran denken: Die eigene Filterblase ist nicht die ganze Welt ;)
Vorschnelles Handeln macht schnell aus einer Mücke einen Elefanten. Aus einem Maulwurfshügel einen Berg. Nicht jeder kleine Sturm im Glas wird ein Shitstorm! Vor allem dann nicht, wenn man mit einem kühlen Kopf und einer Portion Humor an die Sache geht.

Lass es raus und arbeite an deinem Selbstwertgefühl

Es gibt Situationen, die lassen sich nicht schnell wegstecken, weglächeln oder man findet auch nach mehrfachen Grübeln nichts wirklich positives, was man draus lernen kann. Shit happens. Echt jetzt. Scheiße passiert und manchmal ist es auch nichts anderes, als stinkende Scheiße. Da kann man versuchen, zu dekorieren oder es schön zu reden, ein Häkeldeckchen drüber legen, aber Scheiße stinkt nunmal und ist auch einfach nur Mist. In solchen Fällen helfen mir folgende zwei Dinge:

*Drüber reden und allen Kummer, Frust und Ärger rauslassen!
Es gibt einen Menschen in meinem Leben, mit dem ich über alles reden kann, mit zweien über alles andere. Das ist wichtig und diese drei Menschen werden zu Rate gezogen, wenn die Kacke so richtig am Dampfen ist. Die Perspektive von vertrauten Menschen kann sehr oft in vermeintlich verfahrenen Situationen zu helfen. Hier geht es nicht darum, dass Frust und Ärger noch zusätzlich angefeuert werden und der Karren noch weiter in den Dreck gefahren wird, sondern eher darum, in einem wertfreien Raum zu reden, sich Luft zu machen und mit Ideen, Lösungsansätzen und Ideen um sich zu werfen.
* Arbeite an deinem Selbstwertgefühl!
Ich habe festgestellt, wenn mein Selbstwertgefühl ok ist, auf einem bestimmten Level, dann können mir verfahrene Situationen, mistig gelaufene Projekte oder andere shittige Dinge nicht so viel anhaben. Auch bouncen negative Menschen und ihre negativen Einstellungen schneller von mir ab und ziehen mich nicht runter. Sich mit positiv eingestellten Menschen zu umgeben und selbst einer zu sein, macht unheimlich viel aus.

 

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4 Comments

  • Reply
    Anni
    26. August 2016 at 16:58

    Ganz wichtige Tipps, die ich mir selber etwas mehr zu Herzen nehmen sollte.
    Aktuell sitze ich etwas im Hamsterrad fest und bin absolut nicht zufrieden, aber so beschissen so manch eine Situation auch war, sobald man das Licht am Ende des Tunnels gesucht hat wurde es tatsächlich besser.
    Auch das mit dem Selbstwertgefühl ist einfach so wahr. Ich dachte lange Zeit „Das ist jetzt eben alles so“ bis ich morgens einfach mal gedacht habe „Nein – so NICHT! Du bist mehr wert“ und siehe da endlich habe ich auch selber den Po hochbekommen um etwas an meiner Situation zu ändern.

    Viele liebe Grüße
    Anni

  • Reply
    Julia
    27. August 2016 at 17:36

    Toller Artikel. Trifft meine Meinung genau! <3

  • Reply
    Linn
    28. August 2016 at 20:51

    Richtig gute Tipps, auf die ich in Zukunft hören werde! Ich finde es so wichtig, was du oben sagst, dass man eben nicht wie früher sich nur noch selbst schlechter machen soll, sondern versuchen muss, das beste aus der Situation herauszuholen! Und sich selbst halt auch klar zu machen, dass vieles noch lange nicht so aussichtslos ist, wie es auf den ersten Blick scheinen mag!

    Alles Liebe und einen fantastischen Start in die Woche!
    Linn

  • Reply
    Heide
    29. August 2016 at 11:57

    Word! <3

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