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Pampers & UNICEF – Lasst uns gemeinsam Leben retten

Pampers für UNICEF 2016: Projektreise nach Äthiopien mit Aktio

beitrag in kooperation mit pampers

„Lasst ihr eure Tochter impfen?“

Eine Frage, die sich eigentlich niemand stellen sollte, dennoch scheint es ein Luxusproblem zu sein diese Frage auf allen Kanälen im Internet und auch offline heiß zu diskutieren. Uns geht es gut, natürlich ist hier und da mal jemand krank, aber von „den schlimmen Krankheiten“ vor denen immer gewarnt wird, haben wir hier in unserem Breitengrad schon lange nichts mehr gehört. Tollwut, Polio, Diphterie sind einige von diesen Krankheiten, die durch Impfungen erfolgreich eingedämmt und teilweise auch nahezu ausgerottet werden konnten.
Und das liegt daran, dass wir uns alle gegen jene „schlimmen Krankheiten“ impfen lassen, bzw. unsere Eltern uns als kleine Kinder bei den regelmäßigen Untersuchungen beim Doc haben impfen lassen. Ein kleiner Pieks, bei einigen Impfungen brennt es kurz, ein paar Tränen auf den Schreck – aber bei Mama oder Papa auf dem Arm ist schon bald alles wieder gut. Auf hohem Niveau ein überlebenswichtiges Thema zu diskutieren, ist in meinen Augen ein No Go.

Tatsächlich ist es aber so, dass jede Familie in Deutschland sich die Frage selbst stellen darf und kann: „Ja oder nein? Impfen oder nicht?“. So will es der Gesetzgeber.

Impfungen können Epidemien verhindern und schwerwiegenden Folgen einer Infektionskrankheit vorbeugen

Viele Impfungen bewahren zudem vor gefährlichen Folgeerkrankungen einer Infektionskrankheit – auch hier soll ein Beispiel den Zusammenhang verdeutlichen: Eine Grippeerkrankung schwächt die körperliche Abwehr. Weitere Erreger können eindringen und sich schneller ausbreiten. So entwickelt sich im Verlauf einer Grippe oftmals auch eine Mittelohr- oder sogar eine Lungenentzündung, die tödlich verlaufen kann. Wehrt das durch die Impfung aktivierte Immunsystem die Grippeviren jedoch ab, verhindert es dadurch auch mögliche Folgeerkrankungen.

Über den Schutz des Einzelnen hinaus verhindern Impfungen, dass sich eine Infektionskrankheit in der ganzen Bevölkerung ausbreitet. Diese Eigenschaft wird Herdenimmunität genannt und setzt hohe Impfraten in einer Gemeinschaft voraus. Sind beispielsweise rund 90 Prozent der Bevölkerung gegen Masern geschützt, kann sich die Erkrankung nicht mehr verbreiten. Der Grund: Viel weniger Menschen stecken sich an und geben den Erreger weiter – so endet ein Masernausbruch oftmals, bevor er richtig begonnen hat. Auf diese Weise profitieren auch Personen, die sich nicht impfen lassen können, weil beispielsweise gesundheitliche Gründe dagegen sprechen.

Pampers für UNICEF 2016: Projektreise nach Äthiopien mit Aktio

Oder aber auch Möglichkeiten. In einigen Ländern sind die Optionen auf Impfungen sehr rar, kosten verhältnismäßig zuviel Geld oder die Krankheiten, die bei uns bei einer einzelnen Impfdosis zu behandeln sind, lassen sich aufgrund ihrer anderen Intensität nicht so schnell behandeln. In Deutschland wird man bei tiefen Verletzungen prophylaktisch bei der Behandlung gegen Tetanus geimpft. Warum? Weil die Krankenkasse das bezahlt. Und weil wir es können. Ganz simpel.

Als Tochter einer Krankenschwester habe ich so manch eine Story aus der Notfallambulanz gehört und weiss, dass der sogenannte Wundstarrkrampf kein Spaß ist und die Tetanus-Bakterien sogar bei den leichtesten Hautverletzungen eindringen können.
Tetanus ist weltweit verbreitet. Da es keinen natürlichen Schutz vor Tetanus gibt, besteht der einzige Schutz vor der Tetanus-Erkrankung in der Impfung. Es erkranken nur nicht geimpfte oder ungenügend geimpfte Personen, daher ist ein Impfschutz gegen Tetanus für jedermann lebenslang erforderlich und sollte regelmäßig aufgefrischt werden.

Wichtig: Jeder muss aber für seinen eigenen Schutz sorgen, denn die Impfung gegen Tetanus schützt nur das Individuum, nicht jedoch die Gemeinschaft. Aus diesem Grund sollten die Durchimpfungsraten bei 100% liegen. Doch leider werden die notwendigen Auffrischungen im Erwachsenenalter häufig vergessen und so nimmt auch in den Industriestaaten mit zunehmendem Alter die Durchimpfungsrate ab. Nur etwa 50 Prozent der Erwachsenen sind ausreichend geimpft. Besonders gefährdet sind Menschen über 60 Jahre, da in dieser Altersgruppe ein Impfschutz bei etwa zwei Drittel der Personen fehlt.

Was bei uns in Deutschland Gang und Gebe ist, sogar eine frei zu entscheidende Wahl eines jeden einzelnen ist, ist zum Beispiel in Äthiopien eine lebensnotwendige Sache. Die Frage und das Luxusproblem nach Pro und Contra, für oder gegen eine Impfung, ob oder nicht und überhaupt stellt sich den Menschen gar nicht. Sie wollen leben.

Am 1. November 2016 startete zum elften Mal die Initiative von Pampers für UNICEF mit dem Ziel, Tetanus bei Müttern und Neugeborenen weltweit zu eliminieren. Dieses Jahr konnte ein großer Meilenstein erreicht werden: In 19 Ländern – das ist die Hälfte der zu Beginn der Partnerschaft betroffenen Länder – konnte der Eliminierungsstatus erreicht werden. Aber es bleibt immer noch viel zu tun, denn in den restlichen 19 Ländern sind weiterhin noch 67 Millionen Frauen und ihre Neugeborenen durch die Infektionskrankheit bedroht. Deshalb ruft Pampers auch in diesem Jahr wieder dazu auf, die Initiative „1 Packung = 1 lebensrettende Impfdosis“ zu unterstützen.

Eine Pampers Packung im Tausch für eine lebensrettende Impfdosis, um Menschen in Entwicklungsländern zu unterstützen und ihnen ein Stück der Normalität für ein sicheres Leben, wie wir es kennen, mit auf den Weg zu geben. Für viele Moms und Dads, die eh Pampers kaufen, ändert sich nichts: Eine Packung der Windeln kaufen, die wir ohnehin für unsere Kids brauchen und wir helfen Leben zu retten. Schnappt euch eine Packung Pampers, auf der das UNICEF Pampers Symbol prangt und ihr habt nicht nur euer Kind trocken gelegt, sondern auch einem Kind das Leben gerettet.

Als diesjährige Aktionsbotschafterin der Initiative ist Jasmin Gerat im Sommer nach Äthiopien gereist und hat sich vor Ort ein Bild von der Arbeit der Helfer und den Lebensbedingungen der Menschen vor Ort gemacht. Äthiopien ist eines der ärmsten Länder der Welt, ein Großteil der Bevölkerung lebt in ländlichen Regionen und das Land leidet seit 2014 unter einer der schwersten Dürren der letzten 50 Jahre. Während ihrer Reise nach Äthiopien erlebte Aktionsbotschafterin Jasmin Gerat in der Region Oromia, wie die Menschen vor Ort leben und welcher Anstrengungen es bedarf, damit Schwangere und Mütter gegen Tetanus geimpft werden können. Das ist keine einfache Aufgabe in einem Land, in dem über 80 verschiedene Sprachen gesprochen werden.

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7 Comments

  • Reply
    Heide
    17. November 2016 at 12:40

    danke dass du über so viele wichtige Dinge schreibst (ohne aus irgendwelchen Gründen anzunehmen, dass das im Widerspruch zu einem Mode-, Beauty-, Lifestyle,- Influencerblog steht, das Gegenteil ist der Fall)!

  • Reply
    Lia
    18. November 2016 at 10:05

    Ich finde, es super, dass man selbst auch dazu beitragen kann andere zu unterstützen. Und Windeln braucht man ja eh. Als mein Sohn klein war hatten wir auch immer Pampers.
    Meine Mutter ist beispielsweise eine Impfgegnerin. Masern, Windpocken und Röteln hatte ich alles als Kind. Als Erwachsene habe ich mich dann zusammen mit meinem Sohn gegen den Rest impfen lassen, also auch dann erst Tetanus.

    • Reply
      Anna Frost
      18. November 2016 at 10:45

      das finde ich stark von dir!! <3

  • Reply
    Beauty Butterflies
    18. November 2016 at 11:57

    Ich finde es super, dass du das Thema ansprichst! Diese ganze Impfdebatte kann ich absolut nicht nachvollziehen – wir sollten uns glücklisch schätzen in einem Land zu leben, wo wir diese Möglichkeiten haben! In meiner Familie war das nie ein Thema ob man sich impfen lässt – liegt sicher auch daran, dass ich in den neuen Bundesländern geboren wurde, aber da wurde zB gar nicht gefragt – da hat jedes Kind alle Impfungen bekommen und fertig. Ich denke auch nicht, dass ich etwas wichtiges verpasst habe, weil ich nie die Masern hatte. Die Auffrischungen habe ich erst letztes Jahr während eines wahren Impfmarathons gemacht. So eine Uganda Reise bedarf noch einiges mehr. Da wurde mir besonders bewusst wie wichtig es ist Menschen zu unterstützen, die unsere Versorgung nicht haben! Ich brauche zwar keine Pampers, aber unterstütze mein Patenkind in Uganda, so dass sie auch die medizinische Versorgung bekommt, die wichtig ist!
    Also – Daumen hoch Anna … Mal wieder ^^

    • Reply
      Anna Frost
      18. November 2016 at 13:45

      <3

  • Reply
    Katharina
    19. November 2016 at 21:27

    Liebe Anna, danke für den Beitrag. Ich bin selber Mama einer 7 Monate alten Tochter und froh, dass wir hier alle Möglichkeiten haben, um unsere Kinder gesund zu erhalten. Bei der Aktion von Pampers allerdings komme ich ins Grübeln. P&G ist ein Multimilliarden Dollar Konzern, der sich bei dieser Aktion damit rühmt, dass sie 0.078€ einer Packung spenden. Eine Packung Pampers Premium 54er in Größe 4 kostet ca 16€. Das sind also 0,5% der Packung. Wäre da nicht mehr drin als 1 Impfdosis? Ausserdem steht im Kleingedruckten, dass das Baby mit einer Dosis die ersten 2 Lebensmonate geschützt ist-was kommt danach? Das Thema ist wichtig und sicher eine gute Aktion. Aber ich finde auch, dass man auch kritisch hinterfragen sollte, ob das nicht mehr PR und weniger humanitäre Hilfe eines globalen Großkonzerns ist.

  • Reply
    Meri
    21. November 2016 at 10:55

    Das Thema Impfen finde ich unglaublich wichtig und auch darüber zu schreiben und zu sprechen ist ebenfalls wichtg. Aber komischerweise hatte ich den selben Gedanken wie @Katharina.

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