LIFESTYLE

get shit done!

notizbuch

Es gibt Tage, da habe ich so viel zu tun, dass ich den kompletten Überblick verliere und als Übersprungshandlung erst einmal prokrastiniere und die einschlägigen Online Designer-Vintageshops nach Dingen und Sachen durchsuche, die ich schon immer einmal haben wollte. Oder meine Habenwollen Liste mit Neuentdeckungen erweitere. Ehe ich mich versehe, ist meine Wishlist um einige Dinge erweitert, die Uhr schlägt Feierabend und das Kind möchte aus der Krippe abgeholt werden. Mistekiste, so war der Tag nicht geplant! Und die To Do Liste? Die wurde ebenfalls länger, denn eigentlich kommt ja im Laufe des Tages immer etwas dazu…

Dann wiederum gibt es Tage, da kriege ich so viel erledigt, putze nebenbei noch die Wohnung, wasche die Wäsche der letzten Wochen und verleihe mir zum Feierabend den Mom of the Year Award, denn abends steht auch noch warmes Essen auf dem Tisch, Projekte sind abgeschlossen, Artikel und Konzepte geschrieben, zudem sind diverse andere Dinge erledigt und das Kind ist glücklich, denn auch für sie hatte ich noch Zeit, alle Bücher im Tipi vorzulesen. Und ich bin erst recht glücklich! Perfekter Housewife Moment, wie man ihn in Filmen kennt. Nur, dass ich nicht „nur“ Hausfrau und Mutter bin, sondern auch Mompreneur.

Zuletzt beschriebenes Scenario passiert so in der Form nicht wirklich oft. Bin ja kein Oktopus mit 8 Armen. Hello? Beyoncé hat auch Assistenten. Aber es ist ein wahnsinnig gutes Gefühl, wenn die To Do Liste kurz und kürzer wird und man am Ende des Arbeitstages zufrieden mit sich sein kann. Aber wie wird man Herr seiner To Do Liste? Wie kriegt man all den Kram erledigt, ohne am Ende der Woche in so vielen liegengebliebenen To Dos zu ertrinken?

schreibtisch anna frost fafine 1

Eine Sache, die mir besonders geholfen hat, meinen Kram zu erledigen, war folgendes:

Ich habe mir ein Notizbuch zugelegt. 

Echt jetzt. Das hört sich jetzt total banal an und vielleicht nach einem Tipp, den man schon soooo oft gehört und mindestens genauso oft belächelt hat. Vermutlich gab euch euer Chef in eurem ersten Praktikum bereits ein Notizbuch und ihr habt euch gedacht: „Wat?“.  Aber glaubt mir, es funktioniert. Also das Abarbeiten von Aufgaben mithilfe eines Notizbuches. Man muss nur anfangen und dran bleiben. Seit etwa einem Jahr führe ich ein regelmäßig mein Notizbuch und habe meine To Dos mehr oder weniger im Griff.

Keine lose Zettelwirtschaft, kein Notizbuch mit Schnickschnack – ein simples, gebundenes Buch mit leeren Seiten, die darauf warten, von mir befüllt zu werden. Dieses Buch muss niemand außer mir sehen, niemand außer mir lesen und deswegen kann ich es führen, wie ich das will.

In diesem Buch befinden sich To Do Listen, Notizen zu Ideen oder gleich ausformulierte Pläne, Gedanken und Telefonnotizen – fest zusammengebunden. So geht nichts verloren und ich weiß, was wo steht. Dieses Buch geht mit mir in jede Besprechung und wird bei jeder Telefonkonferenz geöffnet und darin werden Notizen gemacht. Früher war es nämlich so, dass ich Notizen auf losen Zetteln machte, die dann irgendwo verloren gingen. Bei einer wahnsinnigen Zettelwirtschaft verliert irgendwann jeder den Überblick. Gerade bei Telefonaten ist es tricky, denn anders als bei einer Emailkonversation kann man nicht easy digital im Mailfach nach den besprochenen Dingen suchen. Nope. Sie müssen schnell notiert werden.

Wichtig: To Do Listen schreiben und die Fälligkeit der einzelnen Punkte dazu notieren! 

Oft beginne ich eine To Do Liste und sie wird im Laufe des Tages eher länger, statt kürzer. Da ich meine Zeit nicht damit vergeuden, die To Do Liste immer und immer wieder neu nach Fälligkeit der einzelnen Punkte zu sortieren, arbeite ich entweder mit unterschiedlichen Farbmarkern oder schreibe das Fälligkeitdatum dahinter.

Alles, was erledigt wurde, wird durchgestrichen. Auch Dinge, die vorher nicht auf der Liste standen!

Mir ist es oft passiert, dass ich Abends frustriert auf meine Liste schaute und nichts abhaken konnte. Laut Liste habe ich also nichts – rein gar nichts – getan, dabei habe ich doch den ganzen Tag Dinge und Sachen erledigt. Ich tat Dinge, die nicht auf der Liste standen, aber genauso, wenn nicht noch wichtiger waren. Es fühlt sich wirklich prima an, wenn etwas auf einer To Do Liste weggestrichen werden kann – also schreibt alles auf, was ihr getan habt, bzw. was euch zwischendurch noch eingefallen ist!! Durchstreichen ist aaawesome!

Schreibt wirklich alles auf, was ihr zu tun habt.

Wenn ich morgens, kurz nach dem Aufwachen die ersten Emails lese mit der Frage, wann dies, das und jenes denn fertig sei, möchte ich am liebsten die Decke wieder über den Kopf ziehen. Es hört sich nach so viel an und eigentlich habe ich keine Lust… Schreibe ich jedoch die einzelnen To Dos auf und notiere mir, was ich für welches Projekt noch zu erledigen habe, nimmt das dem Ganzen den Schrecken (oder macht erst bewusst, wie viel eigentlich doch noch zu tun ist, wenn eine Aufgabe vermeintlich easy ist…). Setzt euch mit den einzelnen To Dos auseinander, notiert in Unterpunkten, was benötigt wird.

Für ein Blogposting zum Beispiel benötige ich Presseinfos oder muss Details recherchieren, Fotos erstellen und bearbeiten und auch der Text muss geschrieben werden. Was wird für die Fotos benötigt? Muss ich noch Props, wie zB. Blumen, kaufen? Die Auseinandersetzung mit den To Dos spart hinterer Zeit und vor allem Stress.

Die To Dos bleiben, wenn sie nicht erledigt werden…

Das ist der Vorteil (oder auch Nachteil), wenn man ein Notizbuch mit seinen Listen füllt und die Seiten nicht rausreißt: es geht nichts verloren und auch nichts unter. Wenn ein paar Punkte einer Liste nicht erledigt sind, werden sie in eine neue und frische Liste übertragen. Da muss man streng mit sich selbst sein. Man kann auch Tage später noch die Notizen aus einem Telefonat schnell finden, da sie nicht auf einem losen Zettel vielleicht im Altpapier gelandet sind.

 

 

Was sind eure kleinen Helfer, um eure ganzen To Dos zu organisieren? 

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13 Comments

  • Reply
    Alissa
    7. Januar 2016 at 15:23

    Danke für deine Tipps! :) Hach ich liebe ja so Organisations- und Schreibwarenposts… Ich mache mir auch jeden Tag eine To-Do-Liste in meinem Kalender und du hast recht -durchstreichen ist echt das Beste! YES!
    Liebe Grüße
    Alissa
    http://www.alissaloves.de

  • Reply
    Dana
    7. Januar 2016 at 15:51

    Was bin ich froh, dass es nicht nur mir so geht! Herrlich, diesen Beitrag von dir zu lesen – ich musste doch an der ein oder anderen Stelle kurz innehalten und voller Stolz mein eigenes Notizbuch anlächeln. Es kennt alle meine wichtigen Inhalte, Email-Adressen und Termine und dafür liebe ich es. Danke für diesen schönen Beitrag :)

  • Reply
    Sonja
    7. Januar 2016 at 16:05

    So ein Notizbuch bewirkt wirklich Wunder! Ich habe mir gerade selbst erst wieder ein Neues zugelegt und ich finde es wunderbar, darin immer alles auf einen Blick zu haben. Ich bin sowieso ein großer Freund von To-Do-Listen und finde die altmodische, handschriftliche Variante viel besser, als sich Notizen ins Smartphone zu machen. Durchstreichen ist nämlich wirklich awesome :)

    Liebst
    Sonja
    http://goldfasanblog.de

  • Reply
    Silke
    7. Januar 2016 at 19:26

    Toller Beitrag. Genauso Handhabe ich meine to do’s auch. Und was noch etwas positiv daran ist: wenn man abends Feierabend hat, gehen einem die 100 Sachen, die man noch zu erledigen hat, auch nicht mehr ständig im Kopf herum, denn am nächsten Tag schaut man einfach wieder in sein Notizbuch und hat alle wieder auf dem Schirm.

    Liebe Grüße, Silke

  • Reply
    Janine
    7. Januar 2016 at 19:27

    ich arbeite auch mit notizbüchern bzw. kalenderbuch…und auch mit apps wie evernote und wunderlist. da habe ich vom einkaufszettel bis blogideen das wichtigte immer dabei…weil mein handy ist auch immer dabei.

  • Reply
    Viktoria
    7. Januar 2016 at 19:34

    Danke für diesen Post! Für mich kam er genau zur richtigen Zeit. Es tut gut zu wissen, dass auch andere Blogger solche Probleme haben. Schön dass du uns an deinen Lösungen teilhaben lässt.
    Wünsche dir weiterhin viel Erfolg, lese deinen Blog sehr gerne!

  • Reply
    Maja
    7. Januar 2016 at 19:40

    Bei mir hat ein Buch oder Blog irgendwann nicht mehr funktioniert. Zu unübersichtlich und spätestens 5 Seiten später ist es dann nicht mehr präsent und ist vergessen. Ich habe eine Excel Liste mit Reitern wie Arbeit Privat Kaufen. In der ersten Spalte steht in Rot „Eingang“, in gelb „In Arbeit“, in grün „Erledigt“. Wenn es Erledigt ist wandert die Zeile nach unten und oben sieht man nur noch die unerledigten. So weiss ich aber auch wann ich und was ich gemacht habe

  • Reply
    VM
    7. Januar 2016 at 19:47

    Ich habe einen Moleskine und diesen schön unterteilt :-) Ich organisiere mich auch immer besser!
    Ich finde es toll, wenn du ein paar praktische Tipps weiterreichst, denn gerade aus dem Projektmanagement, was ihr Bloggerinnen ja tagtäglich macht, kann ich was lernen!
    Vielleicht noch ein Youtube-Tipp (falls es überhaupt jemanden gibt, der sie nicht kennen sollte): Ich verschlinge alle Orga-Videos von EllatheBee. Sie ist da einfach eine super Inspiration!

  • Reply
    Ruhrpottperle
    7. Januar 2016 at 22:43

    Ein toller und für mich total passender Blogpost, liebe Anna! Ich habe mir selbst neulich ein Notizbuch angeschafft, in dem ich Ideen, Pläne und Notizen eintrage. Mit To Do-Listen sollte ich vielleicht auch wieder anfangen… Das fand‘ ich in der Schule eigentlich immer klasse und das Durchstreichen ist wirklich immer äußerst befriedigend! Leider mache ich das in letzter Zeit gar nicht mehr, und ich weiß gar nicht, warum. Danke auf jeden Fall für die Tipps!

    Liebe Grüße,
    die Ruhrpottperle

  • Reply
    coeurdelisa
    8. Januar 2016 at 8:28

    Ich habe das Notizbuch am Anfang meiner Ausbildung ehrlich gesagt auch etwas belächelt. Mittlerweile schlage ich jeden Tag eine neue Seite auf und schreibe morgens runter, was ich so zu tun habe. Wenn man sich erst mal daran gewöhnt hat, macht es echt vieles einfacher!
    Liebe Grüße,
    Lisa | http://coeurdelisa.de/

  • Reply
    lisa
    8. Januar 2016 at 10:10

    Super Post :)
    Gerade dieser Punkt, dass man den ganzen Tag irgendwelche Kleinigkeiten abgearbeitet hat und am Abend denkt, nichts geschafft zu haben, ist furchtbar…. Also wird deine Idee, auch solche Dinge aufzuschreiben, heute noch in die Tat umgesetzt :) Danke♡

  • Reply
    Sophia
    8. Januar 2016 at 19:25

    ich versuche mit im job und auch privat an to to listen. so richtig kann ich mich damit aber nicht anfreuden.
    oft wird mir alles zu viel oder selbst kleinkram nervt mich. aber gerade beim lesen des artikels dachte ich mir ‚ist doch gar nicht so schwer. ich werde nun wieder etwas konsequenter damit starten.

  • Reply
    Anna
    8. Januar 2016 at 20:35

    Ich bin ein großer Fan der App „ToDoist“. Dort sammle ich wirklich alles was zu tun ist, kann einfach ein Fälligkeitdatum vergeben (und bei Bedarf einfach verschieben), nach Lebensbereichen sortieren, mir nur anzeigen lassen, was tatsächlich heute zu tun ist und unwichtigere Dinge einfach erstmal ausblenden. Ich hab dort sogar meine Einkaufslisten drin. Der Hauptgrund, warum ich mich digital organisiere: ich hab über das Handy immer alles dabei, kann meine Listen trotzdem bequem am Rechner schreiben und muss keine Angst haben, dass ich mein Notizbuch irgendwo liegen lasse. Und ich liebe die Übersichtlichkeit & die Flexibilität, die mir eine App bietet.
    Leider fällt aber der wunderbare Akt des Durchstreichens weg…

    http://www.letsstartsomething.de/

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