Ich laß vor ein paar Tagen einen Artikel, in welchem es um den ehemaligen Koch Chris Irving der Beckhams geht, der den Namen seiner ehemaligen Cheffin werbewirksam in jedem zweiten Satz bei der Eröffnung seines eigenen Restaurants erwähnte. Funktioniert, denn sein Restaurant ist wohl gut gebucht. Man könnte sich jetzt natürlich fragen, was ein Koch denn bei VB zu suchen hat, der müsse ja vor Langeweile eingehen. Grünkohlchips, geröstete Kichererbsen und Obst seien die Leibspeisen der gertenschlanken Designerin. Damit wir uns nicht falsch verstehen, dass hier wird kein Beckham Bashing – ich vergöttere Victoria! Sie war mein Lieblingsspicegirl und auch sonst halte ich viel von ihr als Designerin und Geschäftsfrau. Nur, weil mir ihre Ernährungsweise nicht schmeckt, reduziere ich sie nicht allein darauf. Jedoch machte mich dieser Speiseplan neugierig und ich googlete weiter. Kale Chips, ich erinnere mich, (So nennen sich die Grünkohlchips in fancy Englisch) waren eine Zeit lang mega gehyped im Staate Bloggosphere, jeder zweite Fashionblog oder Instagramaccount zeigte sein Rezept zum Grünkohl backen. In Amerika der heiße Shit, also auch bald hier. Gut, Grünkohl steckt voller Vitamine und Mineralien, so hat das Grünzeug mit 150 mg pro 100 Gramm 25mg mehr Kalzium, als Milch in der gleichen Menge. Eine Tasse gehackter Grünkohl deckt 134 Prozent des Tagesbedarfs an Vitamin C und ist damit gesünder als eine mittelgroße Orange mit 113 Prozent Vitamin C. Damit hat das Gemüse rund die doppelte Menge an Vitamin C, wenn man das Gewicht berücksichtigt. Zudem deckt eine Tasse Grünkohl 133 Prozent des täglichen Bedarfs an Vitamin A, welches wichtig ist für Wachstum, Funktion und Aufbau von Haut, Blutkreislauf, Stoffwechsel und Augen.
Schön und gut. Aber satt wird man davon nicht. Geröstete Kichererbsen? Es gibt sie als Partysnack mit Wasabi oder Paprikapulver. Ich zB esse sie sehr gerne mit kleinen Kartoffelwürfeln in der Pfanne gebraten mit Paprikagewürz und Chilli. Oder als Kichererbsensalat. Die Verarbeitung der kleinen lustigen Erbsen zu Hummus kennt ja jeder. Aber da macht es die Menge und die zusätzlichen Zutaten, die satt machen. Davon steht nichts in der Aufzählung des Kochs.
Ebenso ein Trend, der immer mal wieder aufflammt, besonders kurz vorm Sommer: Detox hier, Detox da – letztendlich geht es nicht um „entschlacken“, sondern um zügiges Abnehmen. Die einwöchige Zitronensaft-Chilli-Sirup Kur von Heidi Klum und Beyonce? Die ist dazu da, um schnell ein paar Pfunde loszuwerden. Vielleicht auch, um den Körper zu resetten. Alles auf Anfang. Körper ausspülen, Darm entleeren, um dann einen Neustart zu versuchen und dem Körper weniger Unfug (Zucker, Junkfood und unnötige Fette) zuzuführen. Jedoch bringt das alles nur etwas, wenn man sich vorab informiert hat und auf eventuelle Entzugserscheinungen einstellt.
Groß angekündigte Detox Wochen auf diversen Blogs



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