BABY

#TeamBigBump

Dass ich schwanger bin, sah man mir bereits in der 8. Woche an. Nicht, weil ich einen besonderen Glow hatte, wallendes Haar oder eine besondere Aura. Nein, es lag schlicht und ergreifend daran, dass mein Bauch schon ziemlich sichtbar gewölbt war.
Bereits in meiner ersten Schwangerschaft sah man es mir vor der 12. Wochen Marke schon an und ich musste recht früh zusehen, dass ich meinen Bauch in Hosen mit einem extra Einsatz quetschte, bis ich mich dann überwunden und der Umstandsabteilung bei H&M einen Besuch abstattete.

Ich gehöre zu den Frauen, die in der Schwangerschaft einen doch recht großen Bauch haben.

Mich persönlich stört der Bauch nicht. Was mich jedoch stört, sind die ungebetenen Kommentare, die dazu führen, dass ich mich doch irgendwie unwohl fühle. „Ist da wirklich nur eins drin?„, „Du musst ja schon bald deinen ET haben, oder?“ sind nur wenige Kommentare, die ich bekomme. Es geht aber auch in die andere Richtung: „Ich wünschte, mein Bauch wäre auch schon so groß…„.
Schwanger ist Frau um die 40 Wochen und jeden Tag verändert sich der Bauch, wird größer, wächst und sieht morgen nicht mehr so aus, wie er gestern aussah. 40 Wochen (plus/minus 1-3 Wochen), danach ist das Baby da, ein leicht ausgeleierter Bauch bleibt zurück, der sich nach und nach wieder (hoffentlich) in seine ursprüngliche Form zurückbildet. Kein Wunder also, sind Frauen in dieser Zeit unsicher, schauen nach links und rechts und vergleichen sich mit anderen Frauen, die ebenfalls schwanger sind. Das mache ich auch – davor kann man sich nicht schützen.

Jeder Bauch ist anders. Einige größer, andere kleiner, aber jeder schön.
Das hat unterschiedliche Gründe, der wichtigste ist aber: Jede Schwangerschaft und jede Frau ist einfach anders. Kein Bauch gleicht dem anderen. Ein Vergleich von Bäuchen ist hinfällig, denn jede Frau, ihr Körper und ihre Schwangerschaft ist unterschiedlich.
In den ersten Monaten hat die Gebärmutter „Luft“ nach oben und füllt die Bauchhöhle mit aus, danach verschwindet die Taille peu à peu und der Bauch wächst und wächst.
Es kann medizinische Gründe für einen großen oder eher kleineren Bauch geben. Unter anderem ist die Gebärmutter Schuld, wie arg sich der Bauch nach außen wölbt. Es gibt den sogenannten retrovertierten Uterus – eine sich nach innen neigende Gebärmutter, die dafür sorgen kann, dass sich der Bauch nicht so stark oder erst spät nach außen wölbt.

Andere Frauen sind gut trainiert, haben einen muskulösen Waschbrettbauch und sind keine Couchpotatoes, wie ich (hust). Deren Bauch wird mit Sicherheit in der ersten Zeit ein wenig kleiner bleiben, da das Baby unter einer Muskelwand wächst. Wir alle kennen sicherlich die Bilder von „Fitness Moms“, die so krass trainiert sind, dass ihr Schwangerbauch auch im 9. Monat noch eher danach aussieht, als hätten sie beim Buffet ordentlich zugeschlagen. Ein schönes Beispiel für unterschiedlich große Bäuche in der Schwangerschaft bei fast gleichem Fortschritt, aber unterschiedlichen Körperformen und Trainingszuständen, seht ihr hier.

Eine körperlich eher fülligere Frau wird vermutlich erst spät ihren Babybauch präsentieren können, während eine vergleichsweise schlankere Frau sehr wahrscheinlich früher einen runden Bauch zeigen kann.

Wenn eine Frau schnell Wasser einlagert, wird auch ihr Bauch mit Sicherheit früher kugelrund werden, als bei Frauen, die weniger zu Wassereinlagerungen tendieren. Auch spielt es eine Rolle, ob eine Frau mit dem ersten, zweiten oder dritten Kind schwanger ist, wie schnell und wie groß ein Babybauch wird. Das liegt daran, dass die sogenannten Abdominalmuskeln bei Frauen, die bereits schwanger waren, einfach elastischer sind.

Stress wirkt sich auch auf die Größe des Bauches aus. Frauen, die ihre Schwangerschaft verdrängen und sie erst spät bemerken, haben zum Beispiel einen kleinen Bauch (Captain Obvious lässt grüßen!).

Auch die Körpergröße spielt bei der Bauchgröße eine Rolle. Kleine Frauen haben häufiger größer wirkende Babybäuche, die sich mehr nach außen wölben. Das hat damit zu tun, dass ein kleinerer Oberkörper weniger Platz zwischen dem Becken und den Rippen für das Ungeborene und die wachsende Gebärmutter bietet. Dies ist zum Beispiel bei mir der Fall und mein Bauch sitzt quasi direkt unter meinem Busen. Ich bin nur 1.66 groß und meine Gebärmutter schiebt sich in alle Richtungen, um Platz zu finden. Der Bauch einer Frau, die vielleicht 20 cm größer ist, als ich, wird mit Sicherheit nicht so groß wirken, wie mein Bauch. Und der Bauch einer kleineren Frau, wird mit großer Wahrscheinlichkeit größer wirken, als meiner.

 

 

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