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Weihnachten ohne Religion? Das geht.

christmas

Dass ich mich einmal so intensiv mit Weihnachten, dem Glauben hinter diesem Fest und meiner persönlichen Einstellung zu Religion, der von Jakob als meinem Mann und Vater meiner Tochter, dem ach so verteufelten Konsumwahn zu Weihnachten und den Gedanken, wie wir als Familie es in Zukunft handhaben werden auseinander setzen werde, mit dem Hintergrund meines Erziehungsauftrages, hätte ich auch nicht gedacht. Aber gerade passt es und nach Halloween steckt jeder in den Vorbereitungen fürs Weihnachtsfest, weswegen mir ein paar Gedanken kamen, die ich in einem sehr langen und ausführlichen Gespräch mit Jakob besprach. Wie werden wir Weihnachten feiern, was wollen wir unserer Tochter von Weihnachten vermitteln und warum feiern wir eigentlich Weihnachten?
Im Grunde ist es ja ganz einfach, also die Geschichte von Weihnachten und warum wir es feiern – zumindest für mich. Ich bin zwar evangelisch getauft und konfimiert, genoss aber zusätzlich noch eine recht intensive katholische Erziehung seitens der Großeltern. Alles beginnt mit der Volkszählung, von Kaiser Augustus angeordnet, und jeder machte sich auf die Reise in seine Geburtsstadt, um sich zählen zu lassen. Auch Maria und Joseph machen sich auf die Socken, zu dem Zeitpunkt ist Maria bereits schwanger. In Nazareth / Bethlehem, ihrer Heimat, gibt es kein Zimmer mehr, wo die beiden unterkommen können, ein Gastwirt bietet ihnen jedoch seinen Stall an. Kurz darauf, am 24. Dezember ist das Christuskind geboren, der Heiland, der Sohn Gottes in besagtem Stall. Und das alles unter dem Deckmantel der unbefleckten Empfängnis. Unterdessen sind bereits die drei Weisen aus dem Morgenland (oder auch die heiligen drei Könige lt. neuem Testament) auf dem Weg, von einem Stern geführt, sich den Heiland anzusehen und ihm Geschenke zu bringen. Sie kommen erst am 6. Januar an, damals waren die Zugverbindungen ein wenig schlechter als heute.

Mein Großvater, ein begnadeter Schreiner, hatte diese wundervolle Krippe aus Holz mit wunderschönen Figuren – selbst geschreinert. Die ganze Vorweihnachtszeit steht sie auf der Kommode im Wohnzimmer und täglich ist Bewegung – die Tiere werden verschoben, Maria und Joseph bewegen sich langsam auf die Krippe zu, die Weisen aus dem Morgenland sind noch lange nicht in Sicht und das Jesuskind wird auch erst am 24. Dezember, abends, in den mit Heu gefüllten Futtertrog gelegt. Es ist eine schöne Erinnerung. Und vieles machte Sinn und war magisch zugleich. Vielleicht machte es auch keinen Sinn, aber damals irgendwie schon. Zumindest liegt ein Hauch Magie in Luft, wenn die Türen zum Wohnzimmer geschlossen werden, man sich herrichtet, noch schnell ein sauberes Kleid anzieht und mit einem Mal das Glöckchen klingelt und alle ins Wohnzimmer dürfen – das Christkind war da und hat Geschenke gebracht!

Moment.

Das Christkind. Nicht der Weihnachtsmann, der ja eher eine Symbolfigur des weihnachtlichen Schenkens ist, also des böööööööösen Konsums. Grauhaariger, wohlgenährter und äußerst freundlicher Mann in Rot mit einem Sack voller Geschenke. Kleine Zwerge, die nordischen Verwandten der Oompa Loompas haben in liebevoller Handarbeit die Geschenke für jedes Kind zusammengebaut und Santa auf den Schlitten gepackt. Die Rentiere Rudolph und seine Kollegen ziehen den Schlitten und Google stellt jedes Jahr den Santatracker zur Verfügung, die genau anzeigt, wo Santa denn gerade ungefähr ist. Brave Kinder stehen auf seiner goldenen Liste und bekommen ein Geschenk, unartige Kinder stehen auf der anderen Liste und bekommen bloß eine Rute. Kommt einem bekannt vor, denn am 6. Dezember, am heiligen St. Nikolaustag kommt ein eher schlanker Kollege daher, auch oft in rotem Gewand dargestellt, ist aber eigentlich ein Bischoff, heißt Nikolaus, kommt aus Myra und hat eine eher dunkle Gestalt dabei, namens Knecht Ruprecht. Beide haben ebenfalls Geschenke und Nüsse im Gepäck, sowie Ruten…
Bei uns kam Weihanchten nicht der Weihnachtsmann, sondern das Christkind.

Moment.

Das Christkind… Laut Bibel ja das Jesuskind. Der Heiland. Warum kriegen wir Kids denn an seinem Geburtstag Geschenke?
Und wer ist eigentlich dieses blond gelockte Mädel im weißen Engelskostüm, welches mir ständig als Christkind verkauft wird? Das ist das Christkind?
Jesus von Nazareth / Bethlehem war vermutlich alles andere, als blond gelockt. Oder weiblich…
Fragen über Fragen, die sich irgendwann auftun, wenn man sich mit den Klassenkameraden in der Grundschule unterhält. Wunschzettel kann man nun offensichtlich an den Weihnachtsmann schicken oder aber auch ans Fensterbrett legen und warten, dass das Christkind eben jenen handgeschriebenen und liebevoll geklebten Katalog voller Wünsche abholt. Doppelt hält besser, vielleicht gibts ja doppelt Geschenke – vom Christkind und auch vom Weihnachtsmann! Und irgendeiner kommt immer neunmalklug um die Ecke und posaunt heraus, dass es ja weder den Weihnachtsmann noch das Christkind gibt. Hmm…

Schmeißen wir Google an, unseren besten Freund, wird auch hier bei der Suche nach dem Christkind erklärt, dass es eine Symbolfigur des Weihnachtsfestes ist.

Letzten Endes sind also sowohl Weihnachtsmann, als auch das Christkind nur eine Symbolfigur. Was aber, wenn ich ein Problem mit beiden habe, beide nicht als die Figuren und Symbole ansehe, die für mich für Weihnachten stehen?
Ich bin hin und hergerissen, zwischen dem, was mich an meine Kindheit erinnert und mir die Weihnachtszeit magisch machte und dem, was ich heute, als Erwachsene, vertreten kann und meinem Kind von Weihnachten vermitteln möchte. Mein Problem, meine Schwierigkeiten und viele ungeklärte Fragen, sowie Enttäuschungen in Bezug auf Religion und das Christentum, das Ausleben der Religion, hat mit vielen Dingen zu tun, unter anderem auch mit nahen Verwandten, die für einen Job vom evangelischen in den katholischen Glauben konvertierten, als wäre es das Wechseln der Haarfarbe oder schlicht und ergreifend aus der Kirche ausgetreten sind, weil die Steuern zu hoch sind. Bekannte, die zwar eigentlich vom Christentum nichts halten, ihr Kind aber taufen lassen, weil „man das ja so macht und es Geschenke gibt„. Es wird weder gebetet, noch ein Sonntagsgottesdienst besucht, aber an Heilig Abend geht man halt in die Christmette, weil man das ja schon seit Jahren so macht. Vor allem, wenn man die Kids bei Oma lassen kann, damit die Eltern noch letzte Vorbereitungen treffen können.
Ich halte es für scheinheilig, das Jahr über keinerlei Gedanken an seine Religion zu verschwenden, aber an Weihnachten die Geburt Christi als Grund für das Weihnachtsfest zu feiern, letztendlich aber weder selbst großes Interesse für seine Religion zu haben, noch sie anständig an seine Kinder zu vermitteln. Ich stelle viel zuviel in Frage und habe mit vielen Dingen diesbezüglich abgeschlossen, als dass ich dahinter stehen kann und will, was ich als Kind gelernt habe. Besonders dann, wenn ich darüber nachdenke und feststelle, dass es für diejenigen, die es mir vorgelebt haben, eigentlich keine Rolle spielt.
Nun bin ich die Mutter, die es vorleben soll und frage mich, bzw. beleuchte einmal die andere Seite: Wie macht Weihnachten ohne Religion Sinn?
Ich will mich von versteiften und festgefahrenen Wegen lösen und den Gedanken „weil man das halt so macht“ hinterfragen. Nicht darüber nachzudenken und stur dem Trampelpfad folgen, weil es doch schon immer so war, macht für mich keinen Sinn. Die Chance, eine neue Tradition zu schaffen ist jetzt. Jetzt, wo wir als kleine, junge Familie die Möglichkeit haben, unsere eigenen Wege zu gehen.

Ich möchte eine Tradition schaffen, die wir als kleine Familie Jahr für Jahr zelebrieren können, sodass wir uns weder verbiegen noch allzu ausweichend reagieren müssen, sollten Fragen von unserer Tochter kommen. Mit zwei Jahren wird unsere Tochter noch nicht allzu viel hinterfragen, aber Traditionen schafft man heute und nicht erst morgen.

Weihnachten ohne christlichen Hintergrund funktioniert. Damit Weihnachten ohne Religion Sinn macht, muss man wissen, was denn eigentlich der Ursprung von Weihnachten ist. Also Abseits der Jesusgeschichte.

Löst man sich von der Bibel, den religiösen Geschichten und den kirchlichen Zeremonien, bleibt immer noch ein recht wertvoller Kern übrig. Und der ist viel älter als das eigentliche christliche Weihnachten: Das ist die Feier der Winter-Sonnenwende. Die Sonnenwende findet in der Nacht vom 21. auf den 22. Dezember statt und markiert den kürzesten Tag des Jahres. Ab dann werden die Tage wieder länger, das Licht kommt also zurück in die Welt. Außerdem bedeutet es, dass man sich langsam, aber sicher auf den Frühling und auf die Wärme freuen kann. Für die Seele ist das Licht ein Urbild der Hoffnung, es steht für die Rückkehr des Lebens in die Dunkelheit, in der gefühlsmäßig auch Angst und Tod angesiedelt sind. Die Bedeutung des Lichts in der dunkelsten Zeit des Jahres ist bis heute ungebrochen: Lichter und Kerzen gehören zu Weihnachten einfach dazu.
Das Fest der Sonnenwende wurde erst im frühen Mittelalter durch das christliche Weihnachtsfest abgelöst.
Weihnachten war für mich immer ein besonderes Fest, denn an Heiligabend und den zwei Weihnachtsfeiertagen war die gesamte Familie da. Alle waren sie da, kamen von Nah und Fern und waren beieinander. Es gab leckeres Essen, man hat sich von den guten und schlechten Dingen des Jahres erzählt, gelacht, getrunken, auch manches Mal gesungen und Streit spielte für kurze Zeit keine Rolle. An Weihnachten gingen die Uhren langsamer, die Zeit war wertvoller und das Beisammensein wurde genossen.
Und genau das ist die Quintessenz von Weihnachten.

Symbole helfen, Bilder der Seele sichtbar zu machen. Und weil Kinder (und ganz besonders ich) es geheimnisvoll und magisch lieben, braucht auch ein nichtchristliches Weihnachtsfest Symbole und magische Momente. Bleibt man beim Urgedanken von Weihnachten, also dem Fest der Wintersonnenwende, wird Licht zB. in Form von Kerzen ein besonders wichtiges Symbol. Der Adventskranz, der die Sonntage bis Weihnachten runter zählt, die Kerzen am Tannenbaum und auch die vielen anderen Lichter in Form von Lichterketten oder beleuchteten Papiersternen. Alle Lichter im Zimmer zu löschten und still nach und nach wieder anzuzünden, ist eine Möglichkeit die Sonnenwende, einen Neuanfang und das Licht zu symbolisieren und dem Moment etwas magisches zu verleihen, den Abend am 24. Dezember einzuläuten. Licht bedeutet Wärme, Liebe und ein Neuanfang – also genau das, was sich in den Herzen einiger Menschen eh an Weihnachten abspielt.

Ein Symbol für neues Leben, einen Neuanfang ist zum Beispiel auch die im Winter grünende Mistel, die in vielen Häusern zur Weihnachtszeit gern in einen Türrahmen gehängt wird. Bei den Kelten war sie ein Bild für die Wiedergeburt und für den Neubeginn des Jahreszyklus zur Zeit der Wintersonnenwende. Die Mistel ist außerdem weder Baum noch Strauch, sie steht sprichwörtlich irgendwo zwischen den Kategorien. Daher ist im Brauchtum auch jedermann frei von Einschränkungen, wenn er unter dem Mistelzweig steht: er darf küssen, wen er will… Und das nicht nur an Silvester ;)

babyfrost anna frost marie chantal engelsflügel strampler

Weihnachten bedeutet auch Geben. Kindern früh beizubringen, dass es an Weihnachten nicht nur darum geht, Geschenke zu bekommen, sondern auch etwas zu Geben, insbesondere Liebe, Wärme und Fürsorge, ist wichtig. Ob nun ein Paket an das Patenkind im Ausland zu schicken, Weihnachten im Schuhkarton oder auf anderen Wegen Menschen mit Liebe, Wärme und Fürsorge das Herz zu erwärmen – es gibt viele Möglichkeiten an Weihnachten zu geben.

Auch, wenn Weihnachten bei uns nichtchristlich wird, spielen die Krippengeschichte, der Weihnachtsmann und das Christkind bei uns eine Rolle: In Büchern, Liedern und natürlich auch in Erzählungen. In meinen Augen gehört es zum Allgemeinwissen über die christliche Geschichte Bescheid zu wissen. Spätestens in der Schule wird es ein Thema und unsere Tochter soll sich ihre eigene Meinung dazu bilden dürfen. So sollte es jeder handhaben – für sich und in der Meinung über andere. Jeder hat seine Motivation, seinen Grund an etwas zu glauben oder dies eben nicht zu tun. Die Freiheit, darüber selbst entscheiden zu dürfen, die sollte man sich nehmen und auch bekommen.
Christliche Symbole, wie etwa eine Krippe oder auch Kreuze wird es jedoch bei uns nicht geben. Meine Tochter bekommt die Freiheit, selbst entscheiden zu können, woran sie glauben möchte, was sie glauben möchte und wie viel sie glauben möchte. Sollte ich irgendwann merken, dass entweder das Christkind, der Weihnachtsmann oder etwas anderes ihr Interesse wecken, werde ich mich kurzfristig darauf einstellen. Die Tradition, Weihnachten als Fest der Liebe, Wärme und des Miteinanders zu feiern, wird aber weiterhin bestehen bleiben. Und dies sollte der Kern des Festes für alle sein, ob mit religiösem Hintergrund oder ohne.

 


 

Mich würde an dieser Stelle wahnsinnig interessieren, wie ihr Weihnachten feiert. Mit christlichem Hintergrund oder ohne? So halb dies und das? Habt ihr eigene Traditionen? Erzählt doch mal!

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32 Comments

  • Reply
    Kathrin
    14. November 2016 at 13:54

    Willkommen im Club. Wir hier (kleine Familie und ich) haben uns schon immer unsere eigenen Traditionen geschaffen. Alle nicht kirchlich unterwegs, dafür aber an den Ursprüngen interessiert. Weihnachten war für mich immer eine Zeit der Lichter, des Gebens, der Reflektion, der Liebe. Ich picke mir da ein bisschen die Rosinen raus und bastele mir mein eigenes schönes Fest. Immer im Sinne der Erfinder (siehe oben), aber ohne Engel, Coca-Cola Weihnachtsmann und Kirchgang.
    Dafür mit schönen Räucherungen, grünen Zweigen und Besinnlichkeit.

    Genieß die Zeit!

  • Reply
    Janine
    14. November 2016 at 14:03

    Herzlichen Dank für den tollen Artikel. Ich habe mich so sehr darin wiedergefunden.
    Ich liebe Weihnachten sehr, es ist mein Zeit im Jahr zur Ruhe zu kommen. Die Familie trifft sich bei meinen Eltern und man hat endlich mal ein paar Momente Zeit aus einem hektischen Jahr abzuschalten und sich zu besinnen.
    Mein Mann ist innerhalb der Zeugen Jehowas aufgewachsen, für ihn existieren diese ganzen Feste nicht. Ich habe mich mit 15 gegen die Firmung und auch gegen die katholische Kirche bewusst entschieden, dennoch hänge ich sehr an gewissen Ritualen. Nicht weil man es so macht, sondern weil sie mir Ruhe und Geborgenheit geben. Und dies absolut losgelöst von Religion.
    Deshalb kann ich mich in deinem Ansatz absolut wiederfinden. Ich schicke dir wunderschöne Tage aus Berlin nach Hamburg und viel Licht :)

  • Reply
    Beauty Butterflies
    14. November 2016 at 14:06

    Ich finde es absolut super, wie ihr es handhaben wollt. Überhaupt sich erst einmal damit auseianderzusetzen ist ein guter Schritt. Diese „Weil man das so macht…“ Einstellung finde ich eh ganz schrecklich. Genau zu den Messen am 14.12. wenn alle herausgeputzt in der Kirche sitzen… fühlen die sich selbst nicht irgendwie schlecht, wo sie doch das ganze Jahr darauf pfeifen?
    Bei uns war Glaube (aber ganz speziell die Kirche) nie ein Thema. Meine Oma wurde aus der katholischen Kirche geschmissen, weil sie als Teenager zu viel Schabernack getrieben hatte (war ne andere Zeit – heute wären sie wohl froh Mitglieder zu haben), meine Mutter ist demnach nicht getauft. Mein Vater wurde getauft, ist aber ausgetreten, weil er einfach nicht an Gott glaubt. Mir wurde es selbst überlassen, ob ich etwas mit der Kirche zu tun haben möchte oder nicht. So kam es, dass ich vor der Konfirmation erst getauft wurde. Letztendlich aber alles auch nur, weil meine Freunde konfirmiert wurden. An Gott habe ich nie geglaubt. Als 13jährige ist das aber auch eben nicht so einfach sich selbst aus so einer Gruppe auszuschließen, wenn die gesamte Klasse zum Konfirmationsunterricht geht. zum Glück war der wenig von der Kirche selbst geprägt, sondern wir haben einfach tolle gemeinsame Unternehmungen gemacht. Kein Auswendiglernen von Bibelversen oder ähnliches. Letztendlich bin ich als Erwachsene dann ausgetreten, weil ich einfach nicht an Gott glaube. In Kirchen gehe ich nur noch aus Sightseeing-Gründen, weil ich die Gebäude spannend finde und es erstaunlich ist, was Menschen mit einfachen Mitteln erbauen können.
    Zurück zu Weihnachten – Das wurde immer ordentlich gefeiert. Aber eben auch unter dem Motto, dass die ganze Familie (sind nur 4 Personen ^^) zusammenkommt und Zeit miteinander verbringt. Geschenke machen gehört für uns einfach dazu. So würde ich zB nie Weihnachten woanders feiern wollen, als bei meinen Eltern. Das ist einfach unsere Tradition und in den letzten 32 Jahren war ich Weihnachten nie woanders als in der warmen Stube meiner Familie!

  • Reply
    Kim
    14. November 2016 at 14:10

    Hallo Anna! Tolle Gedanken, die Du Dir gemacht hast, ich bin dieses Jahr Mutter geworden und habe noch gar nicht so genau darüber nachgedacht. Habe Weihnachten jedoch noch nie großartig religiös gefeiert. Fakt ist aber, dass ich selbst nicht an die Kirche glaube und auch mein Kind nicht getauft habe, was in der Familie auf reichlich Widerspruch gestoßen ist. Einen schönen Anstoß hast Du mir gegeben darüber nachzudenken!

  • Reply
    Kiwi
    14. November 2016 at 14:35

    Hey Anna,
    du resdest mir so sehr von der Seele. Schon als kleines Kind habe ich mich so sehr darüber aufgeregt, wie „religiös“ denn auf einmal alle sind, und nach den Ferien in der Schule wurde eigentlich nur geprahlt wer die meisten Geschenke hatte. Furchtbar!
    Bei uns spielte Religion nie eine große Rolle, wir sind alle informiert, aber auch unserer Großeltern konnten mit Gott & Co nicht wirklich was anfangen, und weil meine Familie alle samt Gastronomen sind, war es auch nie ein „entspannter Zeitpunkt“, sondern die wichtigste, stressigste und tourbolentes Zeit des Jahres. Deswegen hat mein Vater und unser Opa, meine kleinen Schwestern und mich immer am 24.sten eingepackt und ist mit uns ins Kino, damit meine Mama zuhause Ruhe hatte und zuhause mal was Ordnung schaffen konnte. Abends haben wir dann alle zusammen gegessen, aber keiner hat gekocht. Denn wir haben uns den Luxus gegönnt (qualitativ hochwertiges) „Fertigessen“ zu schmausen, damit wir einfach auch als Familie Zeit zusammen haben. Denn die kommt bei uns unter dem Jahr wirklich zu kurz.
    Jetzt bin ich selber Mutter eines 2 jährigen Sohnes und ich habe mich schon letztes Jahr gefragt, wie das ganze weiter gehen soll. Noch weiß ich es wirklich nicht, und ich glaube aber dass sich das, zumindest bei unserer Familie, von alleine finden wird.

  • Reply
    oddnina
    14. November 2016 at 14:38

    Ich fühle dich gerade sehr. Ich liebe Traditionen und vor allen Dingen auch Weihnachten. Diese familiäre Intimität inmitten der Menschen die es so selten schaffen füreinander Zeit zu finden, doch wie du, sehe ich den Wert der Feste mehr in ihrer Symbolik als in dem was sie religiöser Weise wirklich bedeuten. Ich bin zwar evangelisch lutherisch getauft und auch konfirmiert, aber ich empfinde mich seit meinem Jahr in Amerika in keinster Weise mehr als Christ oder auch nur dem christlichen Glauben zugehörig. Ich finde mich immer wieder dabei die Feste und Traditionen zu recherchieren die vor dem Christentum hier gefeiert worden. Inspiriert von dem keltischen gibt es viele Traditionen die ich symbolisch mehr mag als jene die das Christentum uns brachten und ein Fest voller Lichter feiern ist doch in all seiner intimität mit denen die wir mögen genau das was wir eigentlich wollen oder?

  • Reply
    Klaudia
    14. November 2016 at 14:41

    Liebe Anna,
    noch sind wir zwar keine Familie mit Kind, aber irgendwann wenn das Schicksal es so will werden wir es vielleicht sein. Jedoch habe ich mich mit genau diesem Thema letztes Jahr sehr auseinander gesetzt. Vor allem mit dem Thema Kirche. Ich bin in Polen geboren und komme aus einer Katholischen Familie. Meine Großeltern gehen gefühlt 3 Mal die Woche in die Kirche, nehmen jede Pilgerfahrt mit und der Papst ist deren Superstar. Als Kind sind wir öfters in die Kirche gegangen, irgendwann haben es meine Eltern mir offen gelassen ob ich gehen möchte oder nicht. Ich bin nicht gegangen (als Teenie hat man aber auch andere Dinge im Kopf als die Sonntagsmesse). Der Auslöser für das ganze Hinterfragen war die Kirchensteuer und der Gedanke austreten zu wollen. Ich habe mich zuerst sehr schwer damit getan, vor allem weil ich dachte das meine Eltern Erwartungen an mich haben und ich denen nicht gerecht werde. War dem aber nicht so und nach langen Gesprächen mit meiner Mama bin ich zu der Erkenntnis gekommen das ich einfach nicht an Gott Glaube. Der Gang zum Amtsgericht viel mir also sehr leicht danach. Weihnachten ist für mich und meinen Verlobten das Fest der Familie und Liebe. Die Zeit wo wir runter kommen und uns besonders viel zeit für die Familie nehmen. Die Vorweihnachtszeit finde ich sehr besinnlich und man kommt irgendwie runter, lässt das Jahr revue passieren und dieses Jahr am 10.12 heiraten wir sogar. Weihnachten hat für mich historisch etwas mit der Kirche zu tun, aber für mich bzw. uns hat es eine andere Bedeutung und das ist auch gut so. Wenn wir irgendwann man Kinder haben sollten, dann werden wir die Geschichte vermitteln, denn wie du es schon sagtest hat es etwas meiner Meinung nach mit Allgemeinbildung zu tun und der Rest ergibt sich. Manchmal muss man sich von Zwängen lösen um die Dinge in einem anderen Licht zu sehen, nicht immer einfach aber am Ende des Tages hat es sich mehr als gelohnt.
    In diesem Sinne wünsche ich euch eine entspannte und vor allem tolle Weihnachtszeit. Liebe Grüße Klaudia

  • Reply
    Mel Zett
    14. November 2016 at 14:43

    Liebe Anna, das hast Du super beschrieben und damit den Nagel auf den Kopf getroffen. Den Gedanken der Winter-Sonnenwende finde ich toll! Bei uns ist Weihnachten auch immer so eine Mischung aus „so war es schon immer“ und „eigentlich gehen wir sonst auch nicht in die Kirche“. Nun hat sich unser großer Sohn von allein entschlossen, zur Konfirmation zu gehen, also gehe ich mit ihm an Weihnachten in die Kirche, um ihn dabei zu unterstützen. Wir lesen gern an Weihnachten etwas vor, hören schöne Musik (nicht nur Weihnachtslieder) und in diesem Jahr werde ich von Deinem Blogeintrag hier berichten und vielleicht bei uns ein anderes Zeitalter von Weihnachten in unserer Familie anbrechen lassen. Danke, dass Du Deine Gedanken so schön in Worte gefasst hast, das habe ich gebraucht, denn genau das ist Weihnachten auch für mich! Ich mag Deinen Blog sehr gern, auch wenn ich altersmäßig schon eine Dekade weiter bin und meine Kinder „aus dem Gröbsten raus sind“. Alles Gute!

  • Reply
    Nadine
    14. November 2016 at 14:43

    Bei uns wird Weihnachten mittlerweile auch ohne christlichen Hintergrund gefeiert. Als ich Kind war, war das anders. Ich bin mit meiner Mutter in die Kirche gegangen, während mein Vater zuhause alles für das Christkind vorbereitet hat. Als wir dann nach Hause kamen, musste ich in mein Zimmer, war ganz aufgeregt und hibbelig und dann kam das Christkind (mein Vater) mit schweren Füßen und einem Glöckchen ins Wohnzimmer gestampft und brachte die Geschenke. Nach der Bescherung wurde gegessen und ich habe mit meinen Geschenken gespielt während meine Eltern den Abend genossen haben.
    Heute ist das anders. Seit dem ich groß bin und nicht mehr an den Weihnachtsmann glaube haben wir unsere eigenen Traditionen geschaffen.
    Jedes Jahr am 24.ten frühstücken wir gemeinsam und bereiten alles für den Abend vor. Wir stehen gemeinsam in der Küche und kochen gemeinsam während das ein oder andere Glas Wein getrunken wird. Es wird sich unterhalten und gelacht und die sorgen des Alltags werden für einen Tag mal vergessen. Sobald es beginnt draußen zu dämmern holen wir die Geschenke und legen Sie in den Weihnachtsbaum. Jeder nacheinander (es darf auch kein anderer im Raum sein, solange jemand Geschenke unter den Baum legt), dann setzen wir uns auf die Couch und würfeln. Wer eine sechs hat, darf ein Geschenk holen und auspacken. Da wir leider nur noch zu dritt sind, ist das für uns eine wunderbare Tradition. So zieht sich alles etwas in die Länge und man hat mehr Spaß am geben und kann die Reaktionen auf das eigene Geschenk viel besser beobachten. Nach der Bescherung wird dann gegessen. Bei uns gibt es immer ein drei Gänge Menü. Das wird wunderbar in die Länge gezogen so dass man alles in Ruhe verdauen kann. Ist das alles erledigt setzen wir uns zusammen und spielen Kartenspiele. Meistens um Geld (kleine Cent Beträge) so kommt das Taschengeld für den gemeinsamen Urlaub zusammen. (Ja ich bin erwachsen und fahre trotzdem noch gerne mit meinen Eltern in Urlaub :) ).
    Das ist unsere Tradition die wir jedes Jahr aufs neue ausleben. Und es macht jedes Jahr Spaß.
    Sorry für den langen Post :)
    Lg

  • Reply
    Kamila
    14. November 2016 at 14:47

    Selten hat mich ein Beitrag zum Thema so gefesselt. Ich kämpfe mit ähnlichen Zerwürfnissen. Ich, katholisch und durchaus mit religiöser Tradition aufgewachsen, habe einen Mann geheiratet, der bis vor kurzem das Vater Unser nicht kannte, da völlig frei von Religion groß geworden. Ich mache die Erfahrung eine eigene Tradition zu schaffen, aus dem quasi Luftleeren Raum heraus gegriffen, ist verdammt schwierig. Tradition ist Tradition ist überliefert, übergeben…Und funktioniert nur, wenn sie stetig und von klein auf mitgegeben wird. Ich z.b. kann mich gar nicht mehr erinnern, was in welcher Reihenfolge ich mir an Tradition vor zwei Jahren überlegt hatte, und mein Mann hat es komplett vergessen, da es ihm nun mal gar nicht wichtig ist. Ich finde das traurig. Wir bekommen das einfach nicht so hin eine eigene Tradition zu schaffen…ich drücke dir die Daumen, dass du es nach deiner Vorstellung schaffst.

  • Reply
    Jenni
    14. November 2016 at 14:51

    Ganz toller Beitrag! Wir waren noch nie religiös unterwegs und somit bin ich ohne das Christkind aufgewachsen. Die Weihnachten meiner Kindheit verbinde ich eher mit Stress, Streit und Unmengen an Geschenken.
    Seit wir eine eigene kleine Familie sind, versuchen wir unseren Kindern andere Erinnerungen an Weihnachten zu schaffen. Für uns bedeutet es ein Fest des Beisammenseins, der Ruhe und des Reflektierens. Im Grunde machen wir es wie Kathrin und picken auch ein wenig Rosinen heraus. Wir haben (für uns) neue Traditionen (gemeinsames Adventskranzbasteln, gemeinsames Baumschmücken, Verschenken von nichtgebrauchten Spielsachen, das gemeinsame Weihnachtsessen) geschaffen und ich freue mich jedes Mal sehr wenn die Vorweihnachtszeit beginnt.

    Liebe Grüße
    Jenni

  • Reply
    Franzi
    14. November 2016 at 14:55

    Hi Anna, ich finde diesen Beitrag unheimlich anschaulich geschrieben. Ich konnte mich sofort an meine Kindheit erinnern und wie es bei uns gelaufen ist.
    Ab einem gewissen Alter wussten wir zwar, dass es weder den Weihnachtsmann noch das Christkind wirklich gibt, aber dennoch war ab einer bestimmten Uhrzeit das Wohnzimmer gesperrt, damit alles hergerichtet werden konnte. Wir haben zu Weihnachten immer ein Lied auf dem Keyboard, der Flöte (oder was gerade aktuell war) gelernt und dann vorgespielt. Erst danach war dann die gemütliche Bescherung, Oma und Opa kamen zum Essen und wir haben den ganzen Abend alle zusammen gesessen. Ich erinnere mich an keinen christlichen Aspekt in unserer eigenen „Tradition“ , wir sind nicht in die Kirche gegangen und haben auch nicht gebetet.
    Ich fand und finde noch heute, dass den ganzen Abend etwas magisches in der Luft lag/liegt, die tollen Lichter, Kerzen, der Geruch, das gemeinsame Schmücken des Baums…. Ich freue mich schon wieder auf Weihnachten in diesem Jahr. <3

  • Reply
    Lola
    14. November 2016 at 15:06

    Schöner Beitrag, vielen Dank, dass du deine Gedanken dazu mit uns teilst!
    Bei uns kommen an Weihnachten die unterschiedlichsten Glaubensrichtungen zusammen – Mami ist katholisch orthodox, mein Vater und meine Oma glauben an gar nichts, dafür war Opa die römisch katholische Messe und das schwäbische Chrischtkindle (Grüße an Jakob ;)) heilig. Andere Familienmitglieder sind jüdisch, und den Überblick, wer nun eigentlich katholisch und wer evangelisch ist, haben wir schon längst verloren. Deshalb haben wir uns irgendwann unsere eigenen Weihnachtstraditionen geschaffen. Es steht zwar immer ein geschmückter Baum im Raum und Lichter brennen, aber die Geschenke werden nicht vom Weihnachtsmann oder einem blonden Baby mit Flügelchen gebracht, sondern sie sind von bewusst von jedem einzelnen. Es wird zusammen gegessen, man erzählt sich wie das Jahr war, teilt Fotos oder Mitbringsel aus den letzten Urlauben, die Kinder musizieren, überall liegt Geschenkpapier rum und Lametta… wir feiern die Tage, an denen wir uns bewusst Zeit füreinander nehmen und alle haben striktes Email-Verbot. Da ist es eigentlich egal, ob das nun was mit dem Christentum zu tun hat oder nicht. So hat sich das über die Jahre irgendwie bei uns entwickelt und alle sind zufrieden, das ist ja das wichtigste :)

  • Reply
    Désirée
    14. November 2016 at 15:08

    Liebe Anna,
    danke für diesen Artikel, der mir aus der Seele spricht. Mein Mann und ich sind beide nicht mehr in der Kirche, aus Überzeugung, nicht wegen der Steuern. Trotzdem machen wir Feiertage bei der Familie „mit“, weil das von beiden Familien so erwartet wird – obwohl dort nur diese „Pseudoreligion“ gepflegt wird, bei der man nicht in die Kirche geht und der Alltag auch ansonsten nicht religiös geprägt ist. Jetzt, wo wir Nachwuchs erwarten, mache ich mir auch meine Gedanken dazu, wie wir es in Zukunft halten wollen, und ich finde es gar nicht einfach, die verschiedenen Haltungen unter einen Hut zu bekommen. Leider erfahre ich öfter, dass man als Atheist schief angeguckt wird und es verpönt ist, christliche Bräuche und Traditionen (für sich selbst!) zu hinterfragen. Letztendlich wird es wohl wie bei euch darauf hinauslaufen, dass wir unser eigenes Fest mit eigener Symbolik (schöne Idee!) feiern und an den anderen Tagen bei der Familie mit einsteigen – weiter ohne Kirchgang und so, dass unser Kind die Geschichten kennt, aber eben als Geschichten, nicht als wahre Begebenheiten.
    Viele Grüße,
    Désirée

  • Reply
    Heide
    14. November 2016 at 15:40

    Liebe Anna, das ist aber ein schöner Artikel.
    Du hast mich richtig zum Nachdenken gebracht, denn obwohl ich vor wenigen Tagen erst mit Freunden darüber sprach wie das jeweilige Weihnachtsfest aussehen wird, hat es mich richtig überrascht, dass ich auf die – durch deinen Text in mir ausgelöste – Frage, wie ich es mal meinen Kindern vermitteln möchte keine so rechte Antwort weiß…. Irgendwieeee feiern schon, aber nicht so ganz, aber wenn nur irgendwie, dann wieso überhaupt und naja, das hast du oben alles viel besser beantwortet als ich das könnte.
    Unser Weihnachtsfest ist immer so, dass es Baum und Geschenke und Festmahl gibt, aber kein Klingeln und kein Gedicht-Aufsagen und kein Weihnachtsmann oder Christkind – ich weiß wer mir was geschenkt hat und ich bedanke mich bei ihm/ihr, nicht beim Weihnachtsmann. Ich meine, wie wunderschön ist das Schenken, wieso sollte ich das als „Belohnung“ für „brav-sein“ verteilen oder bekommen…
    Wir gehen immer in die Kirche, aber das passt auch. Meine Familie mütterlicherseits ist katholisch oder zumindest kirchlich und ich bin mit dem Christentum aufgewachsen. Außerdem ist der Gottesdienst zu Weihnachten der schönste, den es gibt. Es richtet sich ausdrücklich auch an Menschen, die nicht täglich den Glauben praktizieren. Es gibt ein Krippenspiel von Kindern aufgeführt und großzügig mit Gesang und Instrumentaleinlage ausgeschmückt und die Predigt ist stets voller Liebes- und Hoffnungsbotschaften, greift natürlich christliche Werte auf und spricht von Gott, aber ist so schön und behandelt weltliche Themen zu denen man einen Bezug aufbauen kann (Nächstenliebe, Vertrauen und Verständnis im Angesicht der vielen geflohenen Menschen in unserem Land war letztes Jahr ein zentrales Thema) außerdem ist sie ist so leicht verständlich dass ich sie auch als Kind immer verstanden habe (nicht unbedingt klar bei [katholischen] Messen). Dieser Gottesdienst ist mir unheimlich wichtig und mit der Hauptgrund, weshalb ich der Meinung bin, mich doch auch „irgendwie“ der christlichen Religion zugehörig zu fühlen. Und an Weihnachten besinnt man sich umso mehr noch mal der Liebe zueinander, aber auch für mich persönlich der Dankbarkeit für das schöne Leben das ich führen darf. Da kommt es mir gar nicht komisch vor auch zu beten oder eine Kerze anzuzünden (Auch, wenn das sonst kein Ritual ist).
    Was den Konsum angeht, diesen (häufig gehörten) Vorwurf kann ich gar nicht nachvollziehen. Ich freu mich den ganzen Herbst/Winter schon auf das Schenken. Es gibt kaum etwas schöneres für mich, als mit einem Haufen guter Ideen für meine Liebsten nach genau dem richtigen Geschenk in der Stad suchen zu gehen. Ich liebe das an Weihnachten schon darauf zu warten wie alle ihre Sachen auspacken und sich freuen und meist sitze ich mit leuchtenden Augen schon Zentimeter vor dem anderen wenn er ein Geschenk von mir in die Hand nimmt und warte strahlend darauf, wie er es auspackt. Nichts läge mir ferner als die schöne Tradition des anderen-eine-Freude-machens als Konsumhype abzustempeln.
    All das ist eine sehr persönliche Beziehung zu Weihnachten und zum Christentum usw. und genau deswegen ist es so schwer sich vorzustellen, wie man das einem anderen Menschen vorleben möchte, der ja seine ganz eigenen Erfahrungen machen wird. Ich finde du hast deinen Weg ganz großartig beschrieben.
    Liebe Grüße

  • Reply
    Sylvia
    14. November 2016 at 16:07

    Sehr schöner Beitrag! Ich finde es sehr schön wie ihr es handhabt und habe es in meiner Familie ähnlich erlebt. Ich bin getauft und gefirmt und bin (eigentlich) katholisch. Mit 21 habe ich mich dazu entschieden aus der Kirche auszutreten weil es für mich als Grenzgängerin eine Doppelbelastung darstellt (zahle in zwei Ländern Kirchensteuer).

    Wir waren als Kinder immer im Religionsunterricht, ich war Ministrantin in der Schülermesse und wir sind mit der Familie meist 2x im Jahr in der Kirche gewesen. Für mich bedeutet die Kirche heute ehrlich gesagt nicht unbedingt „Glaube“ wie man es sich so denkt sondern es ist eher ein Ort der mich an meine Kindheit und an meine Familie erinnert.
    Ich werde meine Kinder auch Taufen lassen weil ich das ganze Thema als Kind positiv erlebt habe. Im Religionsunterricht haben wir Themen wie Integration, Mobbing und Selbstliebe behandelt und in den Firmgruppen gab es tolle Gruppenarbeiten mit Teambildungsaufgaben usw. Trotzdem war es in meiner Familie und im Freundeskreis eigentlich immer klar das die Kirche und der Glaube kein Zwang sind und man auch nichts tun MUSS. Aus diesem Grund finde ich es sehr toll wenn man die Geschichten vermittelt aber auch mitgibt das es freie Entscheidung ist, was man glaubt oder eben nicht.

    Liebe Grüsse
    Sylvia
    http://www.mirrorarts.at

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    Anika Knossalla
    14. November 2016 at 16:21

    Ich finde deine Einstellung schön. Wir feiern mit unserem Sohn Jakob, fast so alt wie Emma, dieses Jahr zum zweiten Mal Weihnachten. Mein Mann glaubt weder an Gott noch an die Kirche, ich wiederum schon.. Weihnachten steht bei uns schon im Zeichen von Gott und seiner Geschichte, jedoch glaube ich an Gott in einer Weise wie du an Weihnachten. Dass hinter ihm Liebe, Geborgenheit, Frieden, Familie.. steht. Und so möchte ich es auch an mein Kind weitergeben. Was er später daraus macht das überlasse ich ganz ihm.
    Ich teile nur deren Meinung nicht, welche die Geschichte von Jesus nicht mal kennen. Das ist wirklich schade und genau wie du sagst, gehört die Geschichte dieser Religion einfach zum Allgemeinwissen.
    Ich bin mir sicher dass Emma mit eurer Einstellung ihren eigenen richtigen Weg findet!

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    Elbmaid
    14. November 2016 at 16:50

    Wie schön. Wir sind gerade in der gleichen Situation. Unsere Tochter ist 1,5 Jahre und langsam fragen wir uns, wie wird Weihnachten für uns irgendwann aussehen?
    Nebst dem Stress alle unter einen Hut zu bringen und trotzdem alle glücklich zu machen, etc sehe ich da noch nicht richtig den Ausweg, aber das hat noch mit anderen Faktoren zu tun.
    Generell finde ich deinen Ansatz sehr ansprechend, aber auch eher deswegen, weil es bei uns schon immer genau so war.
    Wir sind nicht gläubig. Es gab kein Christkind, wohl gab es in jungen Jahren den verkleideten Nachbarn als Weihnachtsmann.
    Aber insbesondere ging es bei uns schon immer um die Familie. Wir haben den Heilig Abend immer mit allen gefeiert. Urgroßeltern, Großeltern, Tanten, Onkel, Cousinen, Cousins, Neffen, Nichten, alle waren da. Es war immer sehr voll, aber es ist genau das, was ich mit Weihnachten verbinde. Liebe, Geborgenheit, Familie, Freude, Geschichten, Essen,…. na klar Geschenke auch.
    Bei meinem Freund war es anders. nur die eigene Familie, zackig zackig alles hinter sich bringen… das ist ein großer Knackpunkt bei der künftigen Planung.
    Symbole, ob christlich oder nicht spielten bei uns auch nie eine Rolle. Wir waren trotzdem jedes Jahr an Heilig Abend in der Kirche, aber nicht unbedingt des Glaubens wegen, sondern einfach der Menschen wegen. Man trifft sich dort, so doof es auch klingt, wünscht sich alles Gute, erzählt sich vom Jahr (natürlich nicht während des Gottesdienstes) und es ist einfach schön. Wir haben eine sehr gute Kirche bei uns, die gerade aufgrund der Leute die nur zu Weihnachten kommen einen sehr schönen Gottesdienst abhalten. Er ist wenig religiös sondern eher menschlich geführt. Es geht um grundlegende Dinge in der heutigen Zeit, die natürlich ihren Ursprung in der Religion haben (Nächstenliebe, Neid, etc.) aber trotzdem aktuell vermittelt werden und zum Nachdenken anregen. Sie lassen einen zur Besinnung kommen, wertschätzen.
    Und ich liebe das Singen von Weihnachtsliedern! Das ist für mich unsere Tradition und diese will ich auch weitergeben. Ob unsere Tochter sich mal entscheidet an das ein oder andere zu glauben werden wir sehen und wie du schon sagst, dann spontan handeln.
    Wichtig ist uns, das wir dieses Gefühl weitergeben was wir (vermutlich mehr Ich) selbst so sehr mit Weihnachten verbinden. Geschenke sind seit Jahren kein Thema mehr.
    Sind wir eine große Runde, wichteln wir mit Namen, oder machen uns kleine Freuden in einem Julklapp. Richtig beschenkt werden nur die Kinder und das auch sehr in Maßen, was ich sehr befürworte

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    Jenny
    14. November 2016 at 16:56

    wow, viele Gedanken deinerseits und Informationen, die mich zum nachdenken anregen. Danke dafür.

    Ich selbst bin katholisch, konnte mich aber über die Jahre immer wieder mit einigen Ansichten nicht anfreunden/akzeptieren. Trotzdem hat mir der Glaube vorallem in meiner Jugend viel gegeben, sodass ich das unserem Sohn nicht vorenthalten wollte.

    Deswg. haben wir uns bewusst dafür entschieden ihn evangelisch taufen zu lassen (auch erst mit einem Jahr, weil die Entscheidungsfindung dann doch etwas gedauert hat).

    Der Grundgedanke soll bei uns im Mittelpunkt stehen, aber es wird auch christliche Einflüsse geben.

    Dieses Jahr ist unser Sohn 2 3/4 Jahre alt und ich überlege gerade auch nach Traditionen für unsere kleine Familie und viele Traditionen werden sich dann auch noch in den nächsten Jahren finden.

    Liebe Grüßw

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    Denice
    14. November 2016 at 17:26

    Liebe Anna,
    Danke für den tollen Bericht. Ich müsste so grinsen und war als nur am Nicken ;) – mir geht es genauso wie dir: aus der Kirche nichts mehr am Hut, ich glaube an etwas aber nicht an Gott, aus der Kirche bin ich ausgetreten, Weihnachten und die Zeit dafür und zwischen den Jahren finde ich aber sehr sinnlich und voll von Traditionen. Ich finde es toll, wenn man, wie du seine eigene Tradition hat und sich löst von vorgegebenen Zwängen.
    Ich mag deine Art, wie du damit umgehst.
    Danke für deine Gedanken!
    LG Denice

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    Nicole
    14. November 2016 at 17:59

    Weihnachten ist ein christliches Fest, egal wie man es dreht und wendet (wobei nie ein Theologe behauptet hat, dass die Weihnachtsgeschichte sich so zugetragen habe oder biblische Geschichten sich so zugetragen haben). Ich finde es nicht heuchlerisch, sondern sehr schön, wenn Menschen zumindest einmal im Jahr religiöse Praxis zelebrieren und erleben. Ein Kind, das den Glauben nicht kennenlernt, wird sich niemals zum christlichen Glauben bekennen. Das finde ich in Ordnung, es muss einen aber klar sein, dass man seinem Kind nicht „alle Möglichkeiten eröffnet“, wenn man es so erzieht, sondern diesen einen Weg verschließt, Glaube entwickelt sich nicht allein durch Interesse. Das muss aber natürlich jeder selbst entscheiden.
    Viele Grüße

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    Lisa
    14. November 2016 at 19:43

    Hallo Anna,
    ich kann mich nur anschließen – der Beitrag von dir ist wirklich toll geworden.
    Ich selbst bin evangelisch getauft, habe mich bewusst gegen die Konfirmation entschieden und bin eigentlich nur noch Kirchenmitglied, da ich mit sonst in meinem Beruf einige Jobchancen mit einem Austritt verbauen würde.
    Mit meinem Freund habe ich was die Weihnachtszeit angeht einen Gleichgesinnten gefunden. Uns ist es wichtig die Zeit zusammen und mit unsetrn Familien zu verbringen und dabei viele leckere Dinge zu essen. Ich kann es mir auch gar nicht vorstellen an Weihnachten in die Kirche zu gehen, sonst bin ich da auch nur wenn ich z.B. zu einer Hochzeiz eingeladen werde. Darum ziehen wir auch das Sofa und unseren Tannenbaum vor (:
    Dir und deiner kleinen Familie wünsche ich eine schöne Weihnachtszeit mit bestimmt ganz tollen und vor allem euren eigenen Traditionen!
    Liebe Grüße, Lisa

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    Vanessa Schön
    14. November 2016 at 21:01

    Wir als „Kernfamilie“ feiern Weihnachten seitdem es unsere Kinder (9 und 13) gibt, als Zeit des intensiven Zusammenseins mit der Familie und als konkreten Anlass zu teilen und an andere zu denken. Wir haben den Baum, Geschichten, Gedichte, Plätzchen backen und alles, aber weder Weihnachtsmann noch Christkind sind bei uns präsent. Was schon anfangs ein ziemlicher Kraftakt war, denn wir hatten auf der einen Seite meine Eltern, die ihren Enkeln unbedingt mal einen Weihnachtsmann „bestellen“ wollten und auf der anderen Seite die Eltern meines Mannes, Pastor im Ruhestand nebst Gattin, die alles sehr christlich traditionell wollten. Für sich, für uns, für die Kinder, für alle.
    Doch wir haben uns durchgesetzt und eigene Traditionen geschaffen. Im Weihnachtsgottesdienst waren wir bisher einmal auf Wunsch der Kinder und werden wohl in diesem Jahr auch gehen, da sich meine älteste Tochter dazu entschlossen hat, sich konfirmieren zu lassen. Doch fragt man meine Kinder tatsächlich mal, was für sie „typisch Weihnachten“ ist, kommen (in order of apperance) Sachen wie: Kino am Nachmittag des Heiligabennd, Kartoffelsalat und Würtschen, „Gräulich“ mit der schwedischen Framily am Heiligabend, das große Familienessen, viel Zeit zusammen, Raclette-Restepizza und die legendäre Pokernacht. Wir haben über die Jahre eigene Traditionen gebaut, den Kreis des weihnachtlichen Beisammenseins auf Freunde erweitert, wir machen nur Dinge, die ohne Zwang und Stress sind und die wir 4 alle wollen (das schließt das jährliche Weihnachtsbüffet mit meiner Familie am ersten Feiertag aus. Wir stoßen erst Nachmittags dazu. Wir haben alle keinen Spaß an schlechtem Essen für das man sich erst aufrüschen und dann anstehen muss). Einmal sind wir alle vier im Onesie bei Schwiegereltern aufgeschlagen. Die Kinder haben sich kringelig gelacht, die Schwiegereltern haben es mit Fassung ertragen.
    Die Sache mit dem Teilen und an andere denken meint natürlich die Geschenke die wir einander machen, aber auch die 1-Eltern-Familie die wir seit längerer Zeit kontinuierlich unterstützen, eine Spende an einen Zweck den wir jedes Jahr gemeinsam neu festlegen und das Schreiben von Weihnachtskarten und Neujahrswünschen den ganzen Dezember über. Eine weitere familieninterne Tradition ist übrigens noch Kekse backen am 5.12. mit anschließender Spritztour zur Besichtigung der hässlichsten Weihnachtsbeleuchtungen in den umliegenden Dörfern.Die geben so einiges her. Ich finde deine aktive Auseinandersetzung mit dem Thema gut und bin mir sicher, dass du, wenn deine Kinder mal sooo alt sind wie meine, auch auf nen Stapel Tradition aus Eigenkreation blicken kannst. Ich bin gespannt, welche unserer Traditionen unsere Kinder später für ihre Familien übernehmen.
    Liebe Grüße, Vanessa

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    Anja
    14. November 2016 at 22:22

    Liebe Anna,
    toll, dass du das ansprichst! Ich habe mittlerweile einen sehr engen Bezug zu Weihnachten, da ich einen außergewöhnlichen Design Weihnachtsmarkt in Stuttgart veranstalte. Ich wurde evangelisch getauft und auch konfirmiert. Meine Eltern ließen mir jedoch den kompletten Freiraum in Bezug auf meinen Glauben. Und so war ich in meiner Kindheit bis zur Teenager Zeit ein sehr gläubiges Mädchen, die es mochte, abends Gebete aufzusagen und die Mindestanzahl an Kirchenbesuchen während des Konfirmandenunterrichts überschritt ;) Dann kamen die wilden pubertierenden Jahre und somit auch die Entscheidung weiterhin an etwas zu glauben, jedoch nicht an Gott. Das Weihnachtsfest wurde bei uns Zuhause leider nicht sehr besinnlich gefeiert. Mir war immer nach gemeinsamen Singen und nicht nach Schlagerhits von Karel Gott im Fernsehen. Das war dann eher mal so schnell schnell Essen, Geschenke auspacken, Fernseher an. Wenn mein Freund und ich eine Familie gründen, dann werden wir das Weihnachtsfest definitiv anders gestalten. Seitdem ich mit meinem Freund zusammen bin (an Silvester werden es 6 Jahre :) ist auch mein Weihnachtsfest eine wundervoll besinnliche Zeit mit Familie und Co. Da alle sehr musikalisch sind, ist das Singen inkl. Klavier, Geige und Gitarre Pflicht. Man merkt richtig, wie der Stress des Jahres abfällt und man zur Ruhe kommt. Durch meine Veranstaltung setze ich mich nun auch viel mehr mit dem Thema, der Herkunft und den Bräuchen auseinander und ich danke dir vielmals für den tollen Artikel. Das mit der Sonnenwende kannte ich gar nicht und das klingt richtig schön! Wusstest du, dass Deutschland eine Weihnachtsbaumkönigin hat? Und dass der erste gedruckte Adventskalender von einem Münchner Verleger 1904 auf den Markt gebracht wurde? Hach, Weihnachten ist so ein tolles Thema. Lasst uns vor allem eins hervorheben: die Zeit miteinander. Ich freue mich schon sehr und dekoriere die Wohnung jeden Tag ein bisschen mehr <3

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    jenny
    15. November 2016 at 8:21

    Ich liebe die Weihnachtszeit.
    Christlich sind wir nicht. Entsprechend sind Kirchgaenge, Krippen und das Christkind kein Thema. Der Weihnachtsmann ist allerdings Thema

    Bei uns gibt es zudem Magie mit Hilfe einer Wichtel-und-Feentuer. Sie helfen dem Weihnachtsmann, versüßen die Vorweihnachtszeit mit Schabernack und kleinen Briefen.

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    Kathrin
    15. November 2016 at 9:43

    Meine Tochter kam am 07.12. (damals der zweite Advent) leider mehr tot als lebendig auf die Welt. Sie trägt den schönen Namen Nora, was so viel bedeuten (kann) wie Licht des Nordens. In den schrecklichen Tagen nach Ihrer Geburt, in denen wir um ihr Leben und ihre Gesundheit bangten, war mir der Gedanke an das Licht im Dunkel sehr nah. Von meinem (katholischen) Krankenhausfensters konnte ich stets die erleuchteten Kirchenfenster der Krankenhauskapelle sehen. Das war so unglaublich tröstlich für mich. Soviele Stunden habe ich in diese Fenster geschaut und auf die Rückkehr des Lichts in die Dunkelheit gehofft. Es kam zurück. am 20.12. sind wir zwar mit ungewisser Prognose aber doch optimistisch gestimmt nach Hause gefahren. Wir haben einem winzigen Baby seinen ersten Weihnachtsbaum gezeigt und dem Herrgott gedankt, dass er uns diese zweite Chance gegeben hat. Heute zwei Jahre später haben wir das große Glück, dass sich unsere Tochter sehr gut entwickelt hat und die Anfangswochen nur noch ein Schrecken aus vergangenen Tagen sind. Der Glaube an das Licht und seine besondere Bedeutung in der Adventszeit ist geblieben.

    • Reply
      Anna Frost
      15. November 2016 at 11:53

      deine geschichte hat mich gerade so wahnsinnig berührt… lese deinen kommentar und vergieße tränen, weil es so schön ist und ich fühlen kann, wie beängstigend die zeit gewesen sein muss.
      ich wünsche dir und deiner familie nur das beste und alles liebe <3

      • Reply
        Kathrin
        15. November 2016 at 12:31

        Danke schön <3. Heute geht es uns glücklicherweise gut. Aber das Bild der erleuchteten Fenster trage ich immer noch in mir. Und wie jedes Jahr freue ich mich auf die vielen Lichter, die ich heute für meine Familie und andere anzünden kann.

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    Leeri
    15. November 2016 at 18:56

    Sehr schöner und wichtiger Text. Habe auch noch nie verstanden, wie Menschen etwas mit „Das macht man halt so“ begründen können. Nicht nur in dem Zusammenhang :) Aber auch. Ich wurde nicht religiös erzogen (und find es gut so) und es wurde eben mit einem Zusammenkommen der Familie zelebriert. Auch mit Geschenken, aufgrund meiner Herkunft von Väterchen Frost ;) es war auch ganz ohne religiösen Hintergrund sehr magisch :) Die ganzen Bräuche (Tannenbaum schmücken, Geschenke bekommen, mit der Familie feiern) fanden allerdings an Silvester statt, als meine Familie nach Deutschland kam, wurde es kompliziert :D aufgrund von diversen Entwicklungen gibt es das schöne Familienzusammenkommen bei uns nicht mehr so wirklich, daher hat Weihnachten bei mir seinen Zauber verloren. Vielleicht, sollte ich mal Kinder haben, kommt es ja wieder. Ich würde es auf jeden Fall jedem Kind wünschen! Daher find ich es wirklich toll, wie viele Gedanken ihr euch macht!

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    Selina K.
    16. November 2016 at 14:28

    Ich persönlich finde die Vorweihnachtszeit immer schöner als den Heiligen Abend an sich. So viele Gedanken wie du, Anna, habe ich mir noch nicht gemacht und bekam gleich mal ein schlechtes Gewissen deswegen… ich wurde auch nicht religiös erzogen, was mich ab und zu ärgerte im Reli Unterricht, da ich immer keine Ahnung von Kirche und derern Bräuche hatte. Aber ich finde es war gut so. So konnte ich mir mein eigenes Bild von der Kirche und den Bräuchen machen. Daher feiern wir auch komplett anders Weihnachten als meine Verwandten. Nachdem ein Familien Mitglied uns verlassen hatte, ist Weihnachten anders geworden. Vielleicht sogar ein bisschen trauriger. Deswegen, sollte ich mal Kinder haben, versuche ich ihnen das wichtigste von Weihnachten mit auf den Weg zu geben und nicht mit „Das macht man halt so“ zu begründen.

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    #Lieblinks der Woche – Marmeladenschuh
    3. Dezember 2016 at 21:39

    […] Warum Weihnachten feiern, wenn man nicht gläubig ist? Geht das überhaupt? Ja, geht, sagt Anna Frost: „Weihnachten ohne Religion? Das geht.“ […]

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    Monthly Loves in: Novemberflotteliselotte
    6. Dezember 2016 at 11:05

    […] . Weihnachten ohne Religion . Ein interessantes Thema nicht nur für junge Eltern. Auch ich habe mir Gedanken darüber gemacht, wieso ich Weihnachten jedes Jahr feiere, obwohl ich bereits vor Jahren aus der Kirche ausgetreten bin. Anna schreibt da sehr schön: es geht um die Familie, das Zusammensein, das Zur-Ruhe-Kommen und die Heimeligkeit – und das geht wunderbar auch ohne Religion. […]

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