Emma fährt im Moment extrem auf Äpfel ab; am liebsten in feine Schnitze geschnitten und es freut mich, wenn sie so zu ihrer täglichen Portion Obst kommt. Wir kauften also letztens einen Sack kleiner Äpfel aus dem Alten Land, allerdings hatte ich Sorge, dass wir sie nicht rechtzeitig aufbrauchen werden. Ich selbst kann keine frischen Äpfel essen (Allergie :( ), also werden einige von ihnen wohl oder übel verarbeitet werden müssen. Gestern Abend war der erste Abend seit unserer Rückkehr aus dem Urlaub, an dem Emma rechtzeitig im Bett war und ich nicht noch den Kopf und die To Do Liste voll Arbeit hatte und endlich ein paar liegengebliebene Basteleien angehen konnte. Generell liebe ich es, mich vom Denken und Schreiben und Kreativ sein und vom Stress durchs Kochen und Basteln abzulenken. Ich glaube, das ist so generell ein Ding: Wer beruflich viel mit den Händen arbeitet, Dinge erschafft, baut und bewegt, körperlich viel gefragt ist, der fordert sich gerne in seiner Freizeit mit Denksport und Kopfarbeit heraus, während jemand der beruflich viel mit dem Kopf macht, nachdenkt, sich Dinge ausdenkt und auch viel theoretisch macht, der braucht den körperlichen Ausgleich. Das ist bei mir das Basteln, Kochen und Werkeln. Ab und an das Laufen.
Während ich also auf das Trocknen der Farbe wartete, mir Wein nachgoss, kam mir die Idee, ein paar der vielen Äpfel in einer Kürbissuppe zu verarbeiten. Ich stellte mir den cremig, nussigen Geschmack eines Butternut Kürbisses wahnsinnig gut zur Säure und Frische der Äpfel vor. Oft sind es ja die Gegensätze, die sich hervorragend anziehen!
Es war erst 20:00, Jakob belegte den Fernseher im Wohnzimmer mit der Playstation und der neuen VR Brille und da Suppen und Eintöpfe meist am zweiten Tag besserererer schmecken, legte ich einfach noch los.
Und während ich diese Zeilen tippe, damit ich das aus dem Ärmel geschüttelte Rezept bloß nicht direkt wieder vergesse, duftet die ganze Wohnung nach nussigem Kürbis und leckeren Äpfeln… der Hammer, Kiddos! Der Hammer! Wenn sich gleich die Nachbarn melden, weil es einfach zu geil riecht, kann ich es verstehen.

Ihr braucht folgende Zutaten:
Butternut Kürbis
3 Mini Äpfel oder etwa zwei gr0ße Äpfel
1 Zwiebel (ich verwende gerne rote, denn die sind geschmacksintensiver)
1 TL Currypulver
1 Becher (125ml) Saure Sahne
500ml Gemüsebrühe
Salz und Pfeffer
etwas Öl
Margarine zum Anbraten
Reicht für etwa 3-4 Portionen
Ofen auf 180° vorheizen. Äpfel vierteln und entkernen. Butternutkürbis halbieren, rundherum mit gutem Öl einreiben und mit der Schnittkante nach unten auf ein Backbelch legen. Für etwa 45-60 Minuten (Je nach Größe eures Kürbisses) im Ofen braten. Das Kürbisfleisch sollte weich sein.
10 Minuten vor Backende werft ihr die Apfelviertel dazu. Jetzt sollte eure Wohnung herrlich nach Kürbis und Apfel duften <3 hach…
Lasst den Kürbis und die Äpfel ein wenig abkühlen. Sind Äpfel und Kürbis jedoch noch warm, lassen sie sich einfacher schälen, bzw. ausschaben. Die Haut der Äpfel sollte recht easy abzuziehen sein, den Kürbis schabt ihr mit einem Löffel aus.
Schneidet die rote Zwiebel in Scheiben und bratet sie zusammen mit dem Currypulver glasig in einem großen Topf mit Margarine an. Gebt 500ml Gemüsebrühe dazu, sowie das Kürbisfleisch, die geschälten Äpfel und die saure Sahne. Rührt ein paar mal um und püriert nun entweder alles mit einem guten Pürierstab oder gebt alles in euren Hochleistungsmixer. Anschließend füllt ihr die Suppe zurück in euren Topf und schmeckt sie vorsichtig mit etwas Salz und Pfeffer ab.
Wer mag, reicht gedörrte Apfelstücke, Croutons, Pistazien oder frischgebackenes Brot dazu.
Hammerlecker!





6 Comments
Michelle
18. Oktober 2016 at 12:14Hört sich ja super lecker und exotisch an, auf die Geschmackskombi bin ich noch nicht gekommen!
https://www.makeandmess.com/
Michelle
18. Oktober 2016 at 12:48Liebe Anna,
das Rezept klingt superlecker und wird auf jeden Fall einen Versuch wert sein bei mir in der Küche. Ich habe eine kleine Frage: Du bist ja laktoseintolerant, nimmst du dann vor Rezepten wie diesen (auch die Gnocchi) Lakto-Stop oder ähnliches zu dir oder verträgst du nur Milch/Joghurt nicht? Vertrage das selbst nicht so gut, deswegen frage ich :)
Liebe Grüße,
Michelle
Anna Frost
18. Oktober 2016 at 13:43ich verwende entweder laktosefreie Produkte, Soja- oder Alternativ-Produkte. Mittlerweile gibts ja auch Saure Sahne in laktosefrei oder eben pflanzliche Alternativen.
Ich erwähne das aber nicht immer in jedem Rezept, da es dann nicht nur irgendwann einen Bart trägt, sondern auch für regelmäßige LeserInnen nervig wird ;)
Nadine
18. Oktober 2016 at 12:49Jihaaa <3
Sehnsüchtig auf dieses Rezept gewartet und da isses! Wird heut Abend nachgekocht :)
Sophie
22. Oktober 2016 at 23:26ooooohhh! das klingt großartig! ich mach meine kürbiscremesuppe ja immer ganz klassisch (siehe Rezept auf meinem blog), aber die version mit Äpfeln und curry muss ich unbedingt probieren! danke für die Inspiration!
Sophie
Svenja
23. Oktober 2016 at 13:20Seeehr lecker. Bin eigentlich nicht so die große Köchin. Aber weil ich Kürbisbrot so gerne mag, hab ich mich mal an der Suppe versucht. Und es hat geklappt und schmeckt sehr lecker! :D Vielen Dank für das Rezept. Wird auf jeden Fall noch einmal gemacht <3