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#cashlesschallenge – mit Visa zum Eurovision Song Contest

 

 

Es war 1998, ich feierte meinen Geburtstag nach mit einer Übernachtungsparty und meine Freundinnen und ich saßen um den Fernseher herum und schauten den Eurovision Song Contest. Rückblickend war das meine erste ESC Party, es gab Snacks passend zu jedem Land und wir schauten begeistert den Ländern beim Performen zu. Damals hieß er noch Grand Prix Eurovision de la Chanson, die Punkte wurden fast alle auf französisch durchgegeben und meine Eltern haben uns ausdrücklich das Telefonvoting verboten. Das war nämlich gerade neu eingeführt worden zu dem Zeitpunkt und in den Augen meiner Eltern zu teuer. Bekannte von uns fuhren extra zum Voten über die Deutsche Grenze in die Niederlande (was aus vom Ruhrgebiet aus ein Katzensprung ist), um von dort für unseren deutschen Kandidaten anzurufen.

Mehrfach hörte man die Damen und Herren in der Liveschalte sagen: „Germany – twelve points, Allemagne – douze points“ was uns Kids lautstark jubeln lies. Im Nachhinein frage ich mich ernsthaft, wie Guildo Horn mit so einem Quatschsong unter die Top10 gelangen konnte :D Ich erinnere mich an fast jeden ESC, denn ich war begeistert von dem Musikwettbewerb, so manch einem eingeschleusten politischen Statement, den Performances und Kostümen.

18 Jahre später sollte ich das Spektakel dann live aus Stockholm verfolgen dürfen, denn 2012, als Lena ihren Sieg aus Oslo in Düsseldorf verteidigen wollte, bekamen wir leider keine Karten mehr und veranstalteten kurzerhand eine ESC Party in unserer Wohnung.

anna frost esc mit visa eurovision song contest 1
Gemeinsam mit Visa, dem Hauptsponsor des ESC flogen Lina und ich also gemeinsam nach Stockholm, dem diesjährigen Austragungsort des „Liederwettbewerb der Eurovision“.

Was ich an Schweden ja so klasse finde, ist nicht nur die enorme Auswahl an Lakritz, schönen Menschen und tollen Klamotten, nein auch die Abneigung der Schweden zu Bargeld kann ich voll und ganz verstehen. Schweden ist eines der Länder in Europa, welches nahezu fast auf Bargeld verzichtet und selbst am Bonscheladen ein Kartenlesegerät hat. Die Schweden lieben ihre Währung und zwar so sehr, dass sie die Schwedische Krone in einer Volksabstimmung gegen den Euro gerettet haben, aber das Bezahlen ohne Bargeld bietet dann doch mehr Freiheiten – sowohl national als auch international – ist unkompliziert und schnell. Cashless Society, eben! Ich erinnere mich immer wieder gerne zurück an den Moment, als ich in New York, in Brooklyn auf einem Flohmarkt ein Second Hand Kleidchen mit meiner Visa zahlte. Solche Momente fallen auf, bleiben gerade dann im Gedächtnis, wenn man in einem Land aufwächst, in dem es gerne heisst „Nur Bares ist Wahres!“.

Wer mich auch privat kennt, der weiss, dass ich so gut wie nie Bargeld im Portemonnaie habe. Warum auch? Ich kann meine Pizza entweder entspannt vorab bezahlen oder easy an der Tür mit dem Kartenlesegerät. Auch weiss ich mittlerweile, dass meine Lieblingscafés meine Kreditkarte problemlos akzeptieren. Ob ich mir meine Lieblingscafés nach der Bezahlmethode ausgesucht habe? Na, ein Schelm, wer da böses denkt :)

Warum ich Bargeld so ätzend und vor allem total überholt finde, kann ich gerne mal in einem anderen Artikel schreiben, das würde jetzt hier den ESC Rahmen sprengen. Ich lies mich also komplett auf die #CashlessChallenge von Visa ein und handelte völlig wider meiner Natur, wenn ich ins Ausland mit Fremdwährung fliege: Ich holte KEIN Bargeld für den Notfall am Flughafen! Nein. Ich fuhr mit einem völlig leeren Portemonnaie. Weder Euro, noch Kronen befanden sich in haptischer Form in meinem Geldbeutel. Ich leerte also vor der Reise mein Portemonnaie aus und Emma durfte alle Groschen in ihre Spardose sortieren. Nur mit Visa bezahlen stand auf der To Do Liste. Ein bisschen skeptisch war ich schon, muss ich zugeben. Normalerweise hat man nämlich als erstes höllischen Durst nach der Landung und muss sich ein Zugticket für die Weiterreise organisieren, sollte nicht das Geld für ein Taxi locker sitzen oder ein Shuttle organisiert worden sein und braucht also zuerst einmal Bargeld.

Zu meiner Überraschung jedoch nahmen die Kioske und Cafés in Stockholm am Flughafen auch Kleinstbeträge mit Kreditkarte an – also nicht typisch deutsch: „Kann man hier mit Karte zahlen?“ – „Ja, aber Kartenzahlung ist erst ab 10€ möglich!“ – und auch der Fahrkartenautomat nahm Kreditkarte. Tatsächlich fehlte dem Automaten jeglicher Schlitz für einen Bargeldeinwurf! Es dauerte also keine 20 Minuten und ich war akklimatisiert. Von wegen Challenge, für mich war das genau mein Ding!

HELLOOOO CASHLESS WEEKEND! 

chashlesschallenge esc mit visa anna frost 2

Ziel des Trips war für uns in erster Linie: Ein Outfit für das ESC Finale finden. Denn wir sind nicht nur mit einem leeren Portemonnaie, also ohne Bargeld losgefahren, sondern auch mit einem fast leeren Koffer!

Freitag angekommen, direkt auf die Zimmer, kurz die Taschen umgepackt und dann sind wir auch schon losgezogen – das Viertel erkunden, zum ESC Village und unsere Tickets für die Generalprobe und die Show am Samstag abgeholt und auch unsere Visa Wearables abgeholt. Kurz registriert, Chip in das Bändchen eingelegt, aufgeladen und fertig.

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Das blaue Visa Bändchen ist ein ziemlich smartes Teil, denn es erlaubt das kontaktlose Zahlen, ohne nach dem Geldbeutel zu kramen. Wir haben es im ESC Village am Visa Stand mit 100€ aufgeladen und konnten so schnell und zackig bezahlen, indem das sich am Handgelenk befindliche Armband nur an den Terminal oder das Kartenlesegerät gehalten wurde. Beträge unter 25€ lassen sich so quick & dirty, also ganz einfach ohne Unterschrift oder eine PIN-Eingabe bezahlen. Unsere Drinks, das Popcorn und unsere Länderfähnchen haben wir also am Abend des ESC Finales mal eben ganz bequem mit dem Handgelenk bezahlt. Die Optionen für Wearables stelle ich mir schier unendlich vor – ob als Bezahlsystem im Urlaub oder in der Disko – Hands free und keiner kann dir aus deiner Handtasche deinen Geldbeutel inklusive Ausweise mopsen. Oder im Alltag: Knötterndes Baby links aufm Arm, die Einkäufe rechts, der Hund jault auch schon und man hat keine zwei Hände frei, um nach dem Geldbeutel zu kramen … Haltet mich für bescheuert, aber vielleicht wäre ich ernsthaft eine der ersten Kandidaten, die sich sogar einen Bezahlchip in den Handrücken implantieren lassen würden. Wie entspannt wäre das Bezahlen bitte??? Ein bisschen creepy schon, aber praktisch wäre es. Verlust der Karte, durch z.B. Diebstahl wäre Geschichte. Es sei denn, man hackt mir den Arm inklusive Handtasche ab … aber das wäre wieder ein anderes Thema.

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Zuerst dachten wir übrigens, die Wearables funktionieren nur auf dem ESC Gelände, aber falsch gedacht und „Versuch macht klug!!“. Den Champagner, der wir auf unserem Hotelzimmer tranken, um auf die Geburt eines kleinen jungen Mannes anzustoßen, zahlte Lina schnell und bequem und vor allem kontaktlos am Empfang mit ihrem Visa-Armband, die Cocktails später an der Bar übernahm ich dann mit einem Swipe meines Handgelenkes – alles unter 10 Sekunden. Bin mal gespannt, wann ich das erste Mal hier in Deutschland mit dem blauen Visa Armband bezahlen und dann erklären kann, was das denn für eine super hypermoderne Hightechbezahlmethode ist :)

Der ESC selbst war einfach nur der Knaller! Und das erste Mal stellte ich fest, dass die Stimmung im Saal offensichtlich kein Indikator für eine hohe oder niedrige Punktewertung am Ende ist. Perfektes Beispiel sind der deutsche Beitrag von Jamie-Lee mit „Ghost“ und der ukrainische Beitrag von Jamala „1944“: Während die Menge lautstark und textsicher bei „Ghost“ mitsang, war die Stimmung bei der ukrainischen Performance eher verhalten, man wedelte zaghaft mit dem Fähnchen, holte sich Bier und Popcorn. Offensichtlich wurde der Song, die Performance und die Wirkung am Fernseher zuhause vor Ort total unterschätzt.

Was mir live vor Ort ein wenig gefehlt hat, waren die Kommentare aus dem Off von Peter Urban, aber ihr habt mir auf twitter immer eine schöne Zusammenfassung dessen gegeben, was er so von sich gab und die Spanier, Schweden und auch Deutschen bei uns im Block hielten mit Kommentaren genauso wenig zurück wie ich auf Twitter. Ich musste aber leider feststellen, dass Peter und ich offensichtlich entweder modisch nicht auf einer Wellenlänge sind oder er einfach keine Ahnung hat. Ich tendiere zu Letzterem und würde gerne nächstes Jahr gemeinsam mit ihm in der kleinen Pressekabine hocken und kommentieren! Das wäre doch was! Ich bringe den Champagner mit <3

Kostüm- und Bühnendesign sind jedes Jahr immer aufwendiger, ob nun mit minimalistischem oder extravagantem Charakter und verdienen definitiv (m)einen weiblichen Kommentar, lieber Herr Urban, denn oft unterstreichen die Outfits die Performance und sollen nicht nur Futter für lustige Memes im Internet sein. Haben wir einen Deal?

Großes Highlight im Saal war natürlich der Auftritt von Justin Timberlake und ja, ich gebe zu, ab da hat es Lina und mich nicht mehr auf den Sitzen gehalten! Gerade sein neuer Song geht ja nicht nur ins Ohr, sondern lässt auch die Füße zappeln :D Ebenso war auch die Performance der Moderatoren ein Knaller und brachte die Menge im Saal zum Japsen vor Lachen.

Ich habe während unseres Eurovision Wochenendes die Kamera ein wenig mitlaufen lassen, ein Follow Me Around gedreht und wünsche euch viel Spaß damit! <3

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10 Comments

  • Reply
    nicola
    21. Mai 2016 at 9:45

    mega geile sache! ich bin echt neidisch, bei esc wäre ich auch super gerne mal live dabei. schaue den schon seid ewig!

  • Reply
    fredi
    21. Mai 2016 at 9:46

    du musst dringend mehr videos drehen! ich schau dir so gerne zu, du bist echt einfach nochmal anders, als so andere blogger, die Kinder haben :)

  • Reply
    laura
    21. Mai 2016 at 9:48

    ich finde Bargeld auch nervig. es stinkt vor allem total! ich arbeite in einem Supermarkt an der Kasse, als nebenjob und meine Hände stinken nach jeder Schicht und sind dreckig. ich finde, es geht einfach zügiger, wenn jemand mit ec oder Kreditkarte zahlt.

  • Reply
    corinna
    21. Mai 2016 at 9:51

    ich könnte mich stundenlang durch deine Artikel lesen, wenn ich mich nicht irgendwann auch noch mal um meine Kids kümmern müsste hahaha. ich mag, wie du schreibst! hast du schonmal darüber nachgedacht, ein buch zu schreiben? viele machen das ja gerade und ich glaube, du hast eine menge erzählstoff.
    in stockholm war ich noch nie, aber euer video und auch die Sache mit dem esc macht schon lust. fährst du nicht auch noch im Sommer mit deiner Familie nach Schweden? meinst du, das ist auch was für eine größere Familie? ich hab 2 jungs und ein babymädchen. ich meine, du hast was von einem haus am see auf Facebook geschrieben? hach, da hätte ich ja Lust drauf.

    • Reply
      Anna Frost
      21. Mai 2016 at 9:58

      ach, du <3 Danke!!
      Ja, wir fahren im August nach Schweden. Haben uns ein kleines Ferienhäuschen gebucht, das liegt in Nykoping, in der Provinz Södermannsland in der Nähe von Stockholm und liegt am See Yngaren. Wir packen Kind und Hunde ins Auto, Dreirad und ein paar Klamotten dazu und fahren los. Ich freue mich schon sooooo riesig auf den Urlaub! Angeln, spielen, toben, backen, kochen und ab und an fahren wir einfach ein paar Kilometer Richtung Stadt und gehen vielleicht Shoppen oder was auch immer.
      Das wird toll!
      Und ich glaube, dass es gerade mit mehreren Kindern noch mehr Spass macht <3

  • Reply
    Josi
    21. Mai 2016 at 18:46

    Ich finde die Visaarmbänder total interessant, ich selber würde es allerdings eher ungern benutzen da ich schnell den Überblick verliere, wenn ich nur mit Karte zahle. Im Portemonaie sehe ich ja was noch da ist.
    Aber für die Situationen die du beschrieben hast ist es natürlich sehr praktisch ☺

  • Reply
    VM
    21. Mai 2016 at 20:59

    Mir geht es ähnlich wie Josi. Ich merke immer, wenn ich viel bargeldlos bezahlt habe, dass ich dann auch den Überblick über meinen Kontostand verliere. Die Option, die Karte nur bis ein bestimmtes Limit aufzuladen, hilft mir da nicht wirklich! :-D
    Deine Schilderungen sind herrlich: „Es sei denn, man hackt mir den Arm inklusive Handtasche ab … aber das wäre wieder ein anderes Thema.“ Ich habe so gelacht!! :-D

    Toll, dass du so eine Möglichkeit hattest. Das nenne ich, eine win-win-Kooperation für beide Seiten ;-)

    • Reply
      Anna Frost
      22. Mai 2016 at 10:38

      verstehe, was ihr meint! ich glaube, das ist das stärkste argument gegen kartenzahlung, jedoch habe ich da für mich eine lösung gefunden: ich habe mittlerweile ein Konto bei number26, welches ganz eng mit meinem Smartphone verknüpft ist. ich bekomme bei jeder Kontobewegung eine Pushnachricht – bezahle ich unterwegs meinen Kaffee mit Karte, dann bekomme ich meist schon bevor ich den Bon in der Hand halte, eine Puschnachricht, dass ich soeben X€ für einen völlig überteuerten Skinny-Non-Fat-Latte-mit-laktosefreier-Milch- extra-Shot-Espresso-und-extra-sahne bezahlt habe. Wird die Miete abgebucht – pushnachricht. überweise ich meine handyrechnung – pushnachricht. zusätzlich muss ich meine überweisungen mit einer pineingabe am handy bestätigen, was eine zusätzliche sicherheit bietet.
      Kontrolle über meinen Kontostand habe ich dann auch mit zwei Handgriffen, denn ich kann auch am Smartphone meinen Kontostand einsehen. mobil und von überall.
      für mich die beste und einfachste lösung :)

  • Reply
    Christiane
    22. Mai 2016 at 10:19

    Ich habe einen kleinen Laden, akzeptiere mittlerweile auch Kreditkarten, aber die Gebühren sind nicht ohne. Von der deutlich komplizierteren Buchhaltung ganz zu schweigen. Von dieser Seite aus betrachtet, habe ich Bargeld noch immer am liebsten?

  • Reply
    Beauty Butterflies
    24. Mai 2016 at 12:21

    Ein sehr schöner Artikel und ich habe Eure Snaps super gerne verfolgt! Ich wünsche mir für Deutschland und die Zukunft allgemein die Abschaffung von Bargeld. Mich nervt es nur! Andere Länder sind wie du zeigst so viel weiter. Selbst in Afrika konnte ich mit meiner Kreditkarte mehr anfangen als in Deutschland – das ist traurig!

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