BABY LIFESTYLE

12 Dinge, die ich nach über einem Jahr mit Baby feststellte …

anna frost emma walking mommy and me

1. Hausarbeit dauert mindestens dreimal so lange, wie sonst, wenn das Kind mithelfen möchte…

Geschirrspüler ausräumen, Tisch abwischen, Staubsaugen, Wäsche zusammenlegen, Wäsche waschen… Es ist Meckern auf hohem Niveau, denn eigentlich ist es schön, wenn der Sprössling helfen möchte! Dass mehr als die Hälfte der gespülten Teller, Gläser und das Besteck erneut gespült werden müssen, weil sie auf dem Boden lagen, angesabbert oder mit Schmuddelpfoten angefasst wurden, ist nebensächlich, denn das Kind hatte Freude beim Helfen und es sieht doch einfach zu niedlich aus, wenn die Kleinen das Besteck einzeln aus dem Besteckkorb der Spülmaschine fischen!

 

2. Kleinkinder sind immer nass, dreckig, haben klebrige Hände und sind schnodderig!

Ich erinnere mich noch an die Worte von Lina, da war Emma gerade 3 Monate alt:“Wie schön, dass Emma nicht so klebrig, schnodderig und sabberig ist, wie andere Kinder!“. Nunja… sind Zähne unterwegs, geht das Sabbern los. Wird feste Nahrung gegessen, sind kleine Kinder mehr dreckig, als alles andere. Aber seien wir ehrlich: kommt so ein kleines, dreckiges Sabbermonster auf uns zu und gibt uns einen schleimigen Kuss, ist doch eh alles egal <3 Ist ja auch alles nur eine Phase. Spätestens in der Pubertät werden die kleinen Schmuddelmonster zu Reinlichkeitsfanatikern.

 

3. Alle Klamotten sind dreckig. Immer.

Nein, nicht (nur) die vom Kind. Deine eigenen. Babyschnodder, Sabber, Essensreste und andere undefinierbare Flecken befinden sich auf meiner Kleidung. Immer und zu jeder Zeit. Aber letztendlich ist das total Wurst, wenn du eine Waschmaschine (und einen Trockner!) hast und sie zu benutzen weißt. Mittlerweile besitze ich eine Liste an Waschtricks, wie man diese und jene Flecken aus den unterschiedlichsten Materialien entfernen kann. MY PRECIOUS WASCHLISTE!! <3

 

4. Waschmaschine und Trockner sind die Sidekicks zu deinem Superhelden Dasein.

Was würde ich nur ohne Trockner machen? – Vermutlich stünde die ganze Wohnung voll mit Wäscheständern und es wäre dauerfeucht hier… Meine Großmutter hatte auf dem Dachboden Platz für ihre Wäsche, meine Mutter im Keller. Ich habe weder das eine noch das andere, also feiere ich meinen Trockner! Täglich. Jeden morgen, nachdem ich mir Kaffee gemacht habe, streichle ich ihn und danke ihm für seine treuen Dienste. Generell lernt man manche Dinge mit Kind erst so richtig zu schätzen.

 

 

Diese beiden… (#128156#) #52timesemma 20/52

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5. Das meiste Spielzeug kauft man doch eigentlich für sich selbst!

Schuldig im Sinne der Anklage! Es gibt diverse Dinge, die ich unter dem Deckmantel „Ist fürs Tochterkind!“ kaufte und letztendlich doch eher ins Regal stellte und mich selbst daran erfreue. Oder aber ich begründe so manch einen Kauf von Dingen, für die sie noch viel zu klein ist mit „Hinterher gibt es das nicht mehr, wenn sie alt genug ist!“. Zuletzt geschehen mit diesen niedlichen Püppchen von Rock&Pebble für ein minimalistisches Puppenhaus (welches ich auch schon geordert habe. DON’T JUDGE ME!!!).

 

6. Dem Kind gehört die ganze Wohnung!

Damals , als ich schwanger war, waren wir noch totaaaaaal optimistisch, dass die Wohnung nicht zu einem riesigen Spielplatz umgebaut wird. Nein, nein. Das Spielzeug bleibt im Kinderzimmer! Da gehört es ja auch hin.

HA HA! Von wegen… In jedem (!) Zimmer dieser Wohnung findet sich Spielzeug und das meiste davon in Wohn- und Esszimmer. Das ist aber in Ordnung, denn im Wohn- und im Esszimmer findet das Familienleben statt, dort halten wir uns die meiste Zeit auf. Jedoch ist der Plan für die Zukunft: Nicht mehr alle Spielzeuge, sondern nur noch ausgewählte Körbchen mit Spielzeug dürfen ins Wohnzimmer geholt werden. Ich bin gespannt, ob wir das irgendwann hinkriegen…

7. Du kannst die Geräusche von jedem Tier nachahmen. Sogar von einem Fuchs.

Emma liebt Bilderbücher und täglich bin ich damit beschäftigt, ihr diverse vorzulesen und die Bilder darin anzusehen. Der Hund macht „Wuff Wuff Wuff“, die Katze „Miauuuuu“, die Kuh macht „Muuuuuh“ und der Fuchs? Tjoa… schnell mal gegooglet und herausgefunden, dass ein Fuchs bellt! Also nix mit “ Wa-pa-pa-pa-pa-pa-pow!“, meine Lieben ;) Und wie macht das Zebra? Wer nicht fragt googlet, bleibt doof! Und für ein Lachen des Kindes macht man sich doch gerne zum Horst.

8. Du hast Ohrwürmer von Kinderliedern!

Auf Spotify läuft „Auf der Mauer, auf der Lauer“ oder „Brüderchen, komm tanz mit mir“ rauf und runter und ich kann alle Lieder auswendig. Konnte ich vielleicht schon vorher, aber jetzt verfolgen mich diese Lieder auch im Schlaf… Dann doch lieber Deine Freunde und hoffen, dass das Baby bald alt genug ist, um auf ein Konzert zu gehen!

Obst und lecker Gemüse, ja, das macht mich groß und stark.
Denn heute möcht’ ich zu Oma fahren,
die gibt mir was ich mag.

Oma gibt mir Schokolade! Yeah!
Lecker Schokolade!
Oma holt mir Naschi aus dem Schrank
Sie hat das in ’ne Schublade, voller Schokolade,
voll, so wie im Schlaraffenland

9. „Effektives Arbeiten“ steht dir auf die Stirn geschrieben.

Das Baby macht 2 1/2 – 3 Stunden Mittagsschlaf und in dieser Zeit hast du 3 Telkos gehabt, das Bad geputzt, 2 Präsentationen geschrieben und den Redaktionsplan für die nächsten Tage vorgearbeitet. Du schaffst in 3 Stunden mehr, als manch einer an einem normalen Arbeitstag… Fasziniert mich immer wieder aufs Neue!

10. Die Kindersicherung ist der entscheidende Faktor bei jedem Neukauf.

Trockner, Waschmaschine, Fernbedienung – gibts das bitte alles mit Kindersicherung und Tastensperre? Eine ausgediente Fernbedienung oder ein Handydummy (über eBay) ist ja auch nur bedingt spektakulär, weil es nicht dieselben Features hat wie die Fernbedienung und die Handys von Mama und Papa. Siri und Emma sind bereits beste Freundinnen und wie man ein disabled iPhone wieder zurückholt, habe ich mir auch schon zu Gemüte geführt. Und dass der Trockner lustige Geräusche macht, wenn man den An- und Ausknopf drückt, hat das Kind auch schnell raus. Blöd nur, wenn die Wäsche darin irgendwann mal trocken werden soll…

11. Du hast panische Angst vorm Krankwerden! 

Wer bereits einmal zeitgleich mit dem Baby totkrank war, der weiß, was Leid bedeutet und wie weit man noch funktionieren kann, wenn man eigentlich schon längst auf der Felge fährt. Sobald also am Infobrett der KiTa ein kleines Zettelchen mit den aktuellen Krankheiten hängt, stehe ich umgehend in der Apotheke und decke mich mit Abwehrkräften aus dem Blister ein, kaufe Ingwer, Zitronen und andere Früchte und stocke den Sagrotan-Vorrat auf. Die meisten Viren aus dem Kindergarten, der Krippe oder Krabbelgruppe scheinen nahezu tötlich für Erwachsene zu sein und raffen einen mindestens für 2-3 Wochen dahin. Interessiert eine muntere Eineinhalbjährige nicht die Bohne, denn die will entertained werden. Egal wie krank sie selbst ist.

„Jetzt gehört dir die Welt, kleiner Mucki“ <3 Emma 18/52 #52timesemma #babysteps

Ein von anna frost (@annafrost) gepostetes Foto am

 

12. Man liebt sein Kind täglich mehr!

Jeden Tag passiert etwas Neues, irgendetwas kann dein Kind plötzlich und dir schmilzt das Herz. Immer wieder aufs Neue. Bei jedem Mal heftiger! Ich hätte mir nie vorstellen können, dass die Liebe zu diesem Kind, die ich schon bei ungefähr 110% angesetzt hatte, noch mehr steigen würde. Der Geruch, die zarte und weiche Haut, sowie das herzhafte und unverfälschte Lachen deines Kindes sind wie Drogen für dich… Für dein Kind tust du alles, wirklich alles und noch viel mehr. Ohne nachzudenken. Wo soll das nur hinführen?

 

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18 Comments

  • Reply
    Daniela
    27. Februar 2016 at 15:48

    Einspruch zu Punkt 2! Betrifft nur Mamas Haushalt (da bitte hat alles zu blitzen, sonst ist es bääähh), nicht aber das eigene Zimmer. Da finden sich Wollmäuse, Singlesocken, Chipsreste, Schokoriegelpapier, Brösel, unwiderstehlich nach Teenagerschweiß riechende Sportklamotten, Turnschuhe wochenlang eingesperrt in Schulrucksäcken, eine stattliche Schimmelpilzzucht in Softdrinkflaschen und bei Mädels auch gerne mal gebrauchte Reithosen zwischen frisch gebügelten Wäschestapeln. Ich rede hier nicht vom Badezimmerchaos oder vom Küchenchaos, das die heranwachsenden Plagen hinterlassen.
    Ich möchte dir ja nicht deine Illusionen nehmen, aber ist schon hart Mama von Pubis zu sein ;-) Wäscheberge – Pubis wechseln 2x täglich ihre nach Pubiausdünstungen möffelnden Klamotten, sie treiben Sport – mit entsprechendem Klamottenwechsel, Töchter die sich ständig an Mamas Kleider- u. Kosmetikschrank bedienen. Scheißegal ob da Gucci, Chanel oder sonstwas drauf steht. Ach und das mit dem krank werden ändert sich nur unwesentlich. Wehe Mama ist es, das Haus verwandelt sich in ein Schlachtfeld, weil die ordnende Hand brach darnieder liegt. Nur wenn die Pubis krank sind, isses toll. Dann findet eine sagenhafte Transformation vom obercoolen Teenager in kleine, süße Kinderlein und man denkt wehleidig an das Kinderzeitalter zurück und wünscht sich, die Viren bleiben noch etwas …. ;-)

    • Reply
      Anna Frost
      27. Februar 2016 at 16:25

      ich lache gerade Tränen über den Begriff „Pubis“. ;D

  • Reply
    Jana
    27. Februar 2016 at 17:56

    3 Stunden Mittagschlaf… du Glückliche!
    Wie lange hat das gedauert bis ihr da hin kamt? Hier ist nach max. 45 Minuten Schluss. (#128584#)

    • Reply
      Anna Frost
      27. Februar 2016 at 21:57

      relativ schnell. zuerst waren es 2-3 schläfchen von etwa 1 stunde. nun ist es nur noch eines, was aber mindestens 2 stunden dauert, manchmal fast 3.

      • Reply
        Jana
        28. Februar 2016 at 10:48

        Der Knaller echt! (#128077#)

    • Reply
      Steffi Di
      7. März 2016 at 18:08

      Da hab ich grade beim lesen auch die Augen auf gerissen. Manchmal ist hier nach 20 Minuten schon wieder Geheule. Wenn ich Glück habe, schafft sie auch mal ne Stunde… Und dann feier ich schon :D

  • Reply
    Nelli
    27. Februar 2016 at 19:36

    Mein Bub wird in zwei Wochen 1 Jahr alt und ich musste bei den Punkten heftig nicken und schmunzeln. Ich hatte übrigens bis vor nem drei viertel Jahr oder so noch nie einen Trockner und war immer der Meinung, dass man sowas nicht braucht. Aber seitdem dem kleine da ist, vergöttere ich dieses Teil :D

    LG Nelli
    _________
    http://www.alltagslieblinge.com

  • Reply
    Krissisophie
    27. Februar 2016 at 22:30

    Super süßer und schöner Beitrag. Die kleine Emma ist ja wirklich zuckersüß. Das Bild mit dem Hund zusammen ist ja auch knuffig. :3

    Ganz liebe Grüße,
    Krissisophie von the marquise diamond
    http://themarquisediamond.de/

  • Reply
    Daniela
    27. Februar 2016 at 23:20

    Wo das hinführt, kann ich Dir sagen: zu Kind Nr. 2. Der Kleine (14 Monate) vergöttert den Großen (5 Jahre) und findet ALLES toll, was der Große so macht. Zu sehen, wie unterschiedlich die beiden sind und wie sehr sie sich doch lieben, ist ein irres Gefühl. Und man liebt sie beide mit dieser unglaublichen Kraft.

  • Reply
    Ricarda
    29. Februar 2016 at 11:36

    Reinlichkeitsfanatiker in der Pubertät????? Hahahahahaha! Aber alles andere wird besser. Nur die Wäscheberge nicht, die werden voluminöser!

  • Reply
    Angelika
    29. Februar 2016 at 21:55

    Klingt echt bescheuert aber könntest du mal deine PRECIOUS WASCHLISTE posten? Die Tipps könnte ich echt gut gebrauchen… Ich werde gerade täglich von Kopf bis Fuß (und ich meine wirklich von Kopf bis Fuß) eingesaut !!!

  • Reply
    Steffi Di
    7. März 2016 at 18:14

    Ja das ein oder andere Mal sehr geschmunzelt weil es ziemlich alles stimmt. Wenn ich den Trockner nicht hätte, hätte ich glaub ich das Kind schon das ein oder andere Mal in meine Klamotten wickeln müssen. Schon mal was von Speikind gehört? Dauerte bei uns auch nur 10 Monate bis das einigermaßen besser wurde :/
    Noch vier Mal schlafen dann wird sie schon ein Jahr. Noch kein anderes Jahr meines Lebens ging soooo schnell rum. Es ist beängstigend. Aber mit der Liebe muss ich dir recht geben. Bei der Geburt explodiert sie schon und du denkst dir: „wow, so kann man fühlen?!“ und dann wächst die echt tatsächlich noch von Tag zu Tag.
    Ist auf jeden Fall mal wieder ein sehr schöner Beitrag, vor allem ehrlich und sehr amüsant und unterhaltsam geschrieben. Und die precious waschliste hätte ich auch gern ;)

  • Reply
    Ari
    8. März 2016 at 20:49

    Ich glaube, du hast keinen einzigen Punkt ausgelassen. Ich hättteauch niiieeeee im Leben gedacht, dass man halb tot, mit fettem schweingrippenartigem Infekt, geschwollenen Augen, verschlossener Nasenschleimhaut usw. sich rund um die Uhr um das Kind kümmen, den Haushalt schmeißen, Termine wahrnehmen und ganz nebenbei arbeiten kann. Hätte man mir das zu meinen Studienzeiten erzählt, wo schon 7 Stunden Schlaf eine Vollkatastrophe und eine Mini-Erkältung Grund genung waren, um eine Woche von der Uni fernzubleieben, hätte ich es niemandem geglaubt:-)

  • Reply
    kati
    25. März 2016 at 14:52

    ein sehr schöner Post! Es dauert wohl noch laaange, bis ich vielleicht mal Mami werde, trotzdem habe ich deinen Artikel super gerne gelesen :))+
    liebste Grüße und dir und deiner Familie schonmal schöne Ostertage,
    kati <3
    http://www.katiys.com

  • Reply
    Jana
    10. Mai 2016 at 10:45

    Wir haben einen Trockner von den frisch gebackenen Großeltern geschenkt bekommen… Haaaallelujaaaa! Das Teil würd von mir auch geknutscht!

    • Reply
      Jana
      10. Mai 2016 at 10:45

      *wird

  • Reply
    Inka verliebt
    10. Mai 2016 at 21:44

    Ich bitte dringend um Zusendung der PRECIOUS WASCHLISTE! Inklusive Trick, wie man Karotte aus weißen Shirts raus bekommt! ??

  • Reply
    Ori
    11. Mai 2016 at 18:27

    ergänzend zu punkt 6: in der ganzen wohnung liegt nicht nur spielzeug, sondern auch sand! zumindest im sommer, wenn man auf dem spielplatz oder irgendwo in der sandkiste war… ;) und müll. schokobon gegessen? papier wird auf den boden geworfen. oder babybel… oder… ach, die liste ist zu lang ^^

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