Ich liebe Dekoration. Wirklich. Und ich bin auch immer wieder fasziniert, wenn ich in fremder Leuts Wohnungen luschern darf und mir ansehe, wie und was dort so dekoriert wird. Homestories sind seit MTV Cribs meine Droge! Mein Problem ist jedoch, dass ich es selten in den eigenen Vier Wänden konsequent umsetze, denn seien wir mal ehrlich, Dekoration hat einen relativ hohen Wartungsaufwand, sofern der sichtliche Verfall und die zunehmende Staubschicht nicht zur Installation gehören. Aber, und das muss ich auch sagen, es macht doch sooooooo viel her und verleiht der Wohnung ein wenig mehr Liebe und Wohnlichkeit, wenn mit Bedacht und ein wenig Geschick die eine oder andere Ecke nett hergerichtet ist. Unser neuer Wohnzimmertisch von HAY bietet sich an, diese Sache mit dem Dekorieren doch jetzt mal richtig in Angriff zu nehmen. Und wenn ich mir die fertigen Ergebnisse ansehe, bin ich schon ein wenig stolz auf meine in mir schlummernden Dekoskills.
Um seinen Coffeetable oder schlicht und einfach seinen Wohnzimmertisch zu dekorieren, braucht es keine Regeln, nur ein wenig Geschmack und Phantasie und ein paar nette Accessoires. Es gibt kein Richtig oder Falsch, alles soll so gestellt und gestapelt werden, wie es gefällt. Ich starte gerne mit den Blumen und einer passenden Vase und baue dann darauf das Farbschema auf.
Choose your Weapon:

Vasen, v.l.n.r.: Depot / MENU / viel zu alt, als dass ich noch weiss, woher :-/
Und nun gehts ans Dekorieren!
Ein Coffee Table ohne Bücher – das ist wie ein Outfit ohne Accessoires! Passend für einen Coffee Table sind also Coffee Table Books (THANK YOU, Captan Obvious!). Aber generell sind Bücher mit einem hübschen Cover ein dankbares Dekoobjekt (man kann sie z.B. auch an der Wand ausstellen). Es eignen sich natürlich auch Reisebücher, Romane und Magazine. Next Level Decorating ist, wenn ihr das Buch aufgeschlagen drapiert, zum Beispiel das aktuelle Kapitel oder eine besonders schöne Fotografie präsentiert. Das gibt vielleicht Gesprächsstoff für Gäste.
Kerzen sind ebenfalls immer eine gute Wahl. Hierbei bitte ich jedoch um Vorsicht, denn das Bücherherz blutet, wenn Bücher als Unterlagen für Kerzen (ich habe das an einer Stelle gemacht, jedoch hat die Kerze einen feuer- und hitzefesten Untersetzer bekommen und wird vermutlich niemals angezündet) oder Vasen missbraucht werden. Sieht schön aus, aber tut dem Buch nicht gut und bei Kerzen besteht Brandgefahr. Ja… einen kleinen Dämpfer gibt es bei stylishen Dingen doch immer, oder? Und ein kleines bisschen muss ich hier ja auch den Finger heben.
Gerade bei der Dekoration eines Coffee Tables ist es sinnvoll, in Ebenen zu arbeiten. Es darf gestapelt und geschichtet werden, Tabletts, Schalen, Schatullen und Dosen übereinander und ineinander. So kriegt das gewollte Chaos an der einen oder anderen Stelle seine Grenzen aufgezeigt. Stapeln, drüber und drunter dekorieren schafft Tiefe und lässt den Betrachter doch ein wenig länger verweilen und „suchen“, was es denn noch so zu entdecken gibt. Ein Vorteil von vielen Schalen, Tabletts und anderen Behältnissen ist der, dass sie zügig weggeräumt, neu sortiert und anders angeordnet werden können. Profis starten mit einem großen Tablett und bauen darauf dann weitere Schalen und kleinere Tabletts.
Das Tolle an einem üppig dekorierten Coffee Table ist, dass auch die absurdesten Dekoobjekte dort ihre Bühne finden können. Urlaubsmitbringsel, die vielleicht sonst im Schrank oder auf der Fensterbank ihr trauriges Dasein fristen, können auf dem Tischchen die erste Geige spielen. Meine goldenen Dinos kennt ihr bereits, die sind ja schon offiziell Familienmitglieder. Aber auch größere Objekte, wie zum Beispiel das Schwein aus Ton, namens Hank, welches wir damals in Den Haag kauften, darf die Fensterbank für ein Gastspiel auf dem Wohnzimmertisch verlassen. Flohmärkte sind eine wahre Fundgrube für Nippes und Kleinkram, der auf einem hübsch dekorierten Coffee Table platziert werden kann. Im Prinzip kann man alles, was das Prädikat „Hübsch aber vollkommen sinnlos“ bekommt, auf den Coffee Table stellen. Und ja, betrachtet dies nun als Freifahrtschein für sinnloses Shoppen!




Statt eurem Wohnzimmertisch könnt ihr natürlich auch einen Hocker oder Pouf dekorieren, indem ihr auf großes Tablett darauf abstellt und dann genauso vorgeht, wie ihr es bei einem Tischchen machen würdet. Es soll ja wirklich manche Leute geben, die ihren Wohnzimmertisch benötigen, um dort wichtige Dinge abzulegen und nicht nur zum Dekorieren haben :-) Ich zum Beispiel stelle doch wirklich noch gerne mein Weinglas auf dem Tisch ab, weswegen ich die eine oder andere Ecke freigelassen habe.





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