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Muttertag – Eine Geschichte von ihr und mir

anna frost muttertag

 

 

„NICHT VERGESSEN! AM 11. MAI IST MUTTERTAG!“ Immer, wenn der Fernseher, das Radio oder die Zeitschriften diese Nachricht verkündet haben, bin ich innerlich in Panik geraten. Ein passendes Geschenk für meine Mutter zu finden (ob Geburtstag, Weihnachten oder eben Muttertag), glich dem Fund der berühmten Nadel im Heuhaufen. Während zum Beispiel meine Lieblingstante ihrer Mutter seit Jahren Tischdeckchen bestickt, ist meine Mutter weniger für Selbstgemachtes zu begeistern. Getreu dem Motto „Ist das Kunst oder kann das weg?“ verschwanden mit der Zeit so manche im Schweiße meines Angesichts getöpferten, gewerkelten, geklebten und beglitzerten und auch geschnippelten Muttertagsgeschenke im Nirgendwo. Vielleicht landeten sie in unserem Bermuda-Dreieck von Keller, vielleicht aber auch bei der Städtischen Entsorgungsanstalt. Man könnte da jetzt drüber diskutieren, wie sehr mir das in meiner Entwicklung und in der Beziehung zu meiner Mutter geschadet hat, man kann es auch einfach aus dem praktischen Blickwinkel der Eltern betrachten: Irgendwann ist jede Vitrine mal voll mit diesem schrecklichen Krempel und es kommt ja ständig Nachschub von der buckeligen Verwandtschaft!! Und die hört ja nicht bei den eigenen Kindern auf!

Zur Kategorie Selbstgebasteltes zählten übrigens auch selbstgeschriebene Gutscheine, die ein völlig ungeeignetes Geschenk für meine Mutter sind und zwar aus dem einzigen Grund: Wir Kinder kamen nie dazu, diese auf den Gutscheinen versprochenen Dinge einzulösen.

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Gutschein für ein Frühstück ans Bett –> Unmöglich, denn Mutter steht immer als Erste auf. Und sollte man es doch mal vor ihr geschafft haben (durchzechte Nächte sei Dank!) und den Gutschein für sie einlösen wollen, stand sie beim ersten Geräusch aus der Küche senkrecht im Bett und kurz danach in der Tür: „Was veranstaltet ihr denn da???“. Dies sprengte auch jegliche Versuche, an Muttertag ein „Überraschungsfrühstück“ zu organisieren. Die Frau lässt dir keine Chance!

Gutschein für ein von uns Kindern gekochtes Mittagessen –> Impossible!! Uns Kindern war es untersagt, die arschteuren Kochtöpfe meiner Mutter zu benutzen. Kann daran liegen, dass ich mal während eines sturmfreien Abends versucht habe, Karamell herzustellen und dabei einen Topf dauerhaft ruinierte. Man sollte meinen, dass das mit superteuren Töpfen nicht möglich ist, ich habe es jedoch geschafft. Dass ich heute trotz des daraus resultierenden Kochtopfbenutzverbots in meiner Jugend recht gut kochen kann, verdanke ich der Dachbodenwohnung im Elternhaus, die ich mit 17 bezogen habe, der Kochnische mit 2 Herdplatten und dem 8€ Topfset vom Flohmarkt, welches mehr aushielt, als die Töpfe meiner Mutter. Nimm das, WMF!

Gutschein für eine Rückenmassage –> Der Rücken meiner Mutter schmerzt ihr ständig und ist auch permanent verspannt. Wer den freiwillig massieren will, braucht Muskeln eines Hulks und wird gezwungen mit dem Original Tigerbalm aus Chinatown kneten. Und diese Dämpfe lassen einem die Augen tränen. Vielleicht ist es auch der Massageschmerz („Stell dich jetzt mal nicht so an! Was soll ich denn sagen!?“)… Jedenfalls macht man das nicht wirklich freiwillig. Eher aus purer Verzweiflung. Oder man arbeitet auf eine Taschengelderhöhung hin. Dafür musste man aber sehr viel kneten und das lohnte sich dann letztendlich auch nicht wirklich.

Gekaufte Gutscheine für eine Kosmetikbehandlung –> Rausgeschmissenes Geld! Meine Mutter schafft es ernsthaft, solche mit „Liebe und Sorgfalt“ ausgesuchten Gutscheine verfallen zu lassen. Oder zu verbummeln. Oder auch „aus Versehen“ weiter zu verschenken. Sachen gibts…

Gutschein für einen Mutter-Tochter Kinoabend –> Vergiss es. Meine Mutter findet Kino doof (WIE KANN MAN NUR?!). Und wenn sie einen Film guckt, quatscht sie den ganzen Film  über das, was im Film passiert und was die Leute da sagen – was man jedoch nicht mitkriegt, weil Mutter ja quatscht (HORROR!!!).

Gutschein für eine Woche lang Staubsaugen / bei der Wäsche helfen / Müll runterbringen / Klo putzen –> Ok… das haben wir Kinder wirklich ein paar Mal versucht. Heikel an der Sache war, dass das teilweise eh unsere Aufgaben im Haushalt waren und wir daher bei der Gutscheinübergabe nur ein müdes Lächeln kassierten. Ein (oder fünf) Versuche war es jedenfalls wert.

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Ihr merkt also, meine Mutter lies sich nicht so einfach um den Finger wickeln und beschenken. Schenkte ich ihr Blumen, erwischte ich genau die, die sie nicht mochte oder gegen die sie allergisch war. Bei Pralinen war es das gleiche. Da freute sich jedoch dann immer mein Vater, wenn ich mal wieder vollkommen daneben lag. Witziger Weise fand ich auf diesem Wege heraus, welches die Lieblingspralinen meines Vaters (und meine) sind: Mon Cherie <3

Nach einigen Jahren stellte sich heraus, dass meine Mutter vernarrt in Kerzenkram war. Kerzendeko hier, absonderlich geformte Kerzen da und hier auch noch ein Duftlicht mit Drölfmillionen verschiedenen Ölen. Das fand sie toll. BINGO! Ab dem Zeitpunkt bekam sie nur noch Kerzenkram geschenkt. Solange, bis sie dem Ganzen Kerzengeschenkewahnsinn den Riegel vorschob und uns Kindern regelrecht verbot, ihr jemals wieder irgendwas mit Kerzen zu schenken. Gut, man kann es offensichtlich auch übertreiben. Also ich jedenfalls. Sollte ich meine Mutter im Dreieck springen sehen wollen, müsste ich ihr heute nur ein hübsch in Klarsichtfolie verpacktes Kerzendings von leonardo schenken. Ein Spaß wäre es auf jeden Fall, jedoch traue mich das nicht wirklich…

Irgendwann haben wir Kinder dann mal aufgehört völlig verkrampft nach irgendeinem Geschenk zu suchen und meine Mutter mal ein wenig beobachtet und beleuchtet. Was mag sie eigentlich? Wer ist sie eigentlich? Ja, Mutti. Klar. Aber was sind ihre Hobbies, ihre Leidenschaften und was findet sie eigentlich gut? Mütter sagen einem das ja nicht. Also meine zumindest nicht. Mütter sind, wie alle Frauen auch, der Meinung, dass andere (also hauptsächlich Männer und Kinder) wissen, was sie wollen. Wissen, was für ein perfektes Geschenk sie ihnen zu Geburtstag, Weihnachten und Muttertag machen sollen. Manchmal jedoch ist die Idee für das perfekte Geschenk zum Greifen nah.

Schon immer fand ich den weinrote Schmuckkoffer meiner Mutter faszinierend, durfte ihn mit ihr zusammen öffnen, ihre Ketten, Ringe und Armbänder anprobieren, alle Broschen anstecken, sie anschmachten und zu jedem einzelnen Stück gab es eine Geschichte, die sie auch immer wieder gerne erzählte. Ob ein Geschenk ihres Vater, ein Erbstück ihrer Oma oder auch ein selbstgekauftes Armband vom ersten richtigen Gehalt. Wenn sie von ihren Schmuckstücken erzählte, die in meinen Augen damals unschätzbare Kostbarkeiten waren, tauchte sie mit mir in eine andere Welt. In ihre Welt.

Es hat lange gedauert, bis ich auf die Idee kam, ihr etwas zu schenken, was auch eines Tages in diesem Schmuckkoffer liegen dürfte, neben all den anderen schönen Stücken und Teil einer Geschichte wird an die sie denkt, wenn sie das Schmuckstück trägt. Eine Geschichte von ihr und mir.

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Und eine ebensolche lässt sich zum Beispiel  mit den Stücken von PANDORA kreieren. Ein jeder Charm erzählt eine Geschichte, verkörpert eine Emotion, ein Lebensereignis oder einen besonderen Moment im Leben, der einem für immer in Erinnerung bleiben soll. Eine besondere und teilweise limitierte Muttertagskollektion voller Liebe, Herzen, Blumen und zauberhaften Motiven findet ihr jetzt in den Stores und im eShop, die ein Mutterherz höher schlagen lassen. Und dieses Mal im positiven Sinne, nicht weil das Blut rauscht, das Herz rast und der Puls auf 180 steigt, weil wir Kinder wieder was angestellt oder ich einen weiteren teuren Topf heimlich ruiniert habe. Jup. Sorry. Ein Geschenk mit einem wertvollen Gedanken und einer geschafften Erinnerung zieht definitiv mehr, als ein Gutschein für „einen Tag lieb sein“. In meinem Alter funktioniert dieses „lieb sein“ ja eh nicht mehr… Aber eigentlich geht es um die Erinnerungen, die gemeinsamen Momente festzuhalten und gemeinsam spannende Geschichten zu schreiben. Und dafür ist ja auch PANDORA bekannt.

Und wo wir gerade dabei sind: eigentlich kann ich es kaum erwarten, bis Peanut sich Gedanken darüber macht, über welche selbstgebastelten Gutscheine ich mich am meisten freuen würde…

 

// Dies ist ein Beitrag im Rahmen meiner Online Markenbotschafter Kooperation mit PANDORA //

Und übrigens: Die Stories in diesem Beitrag sind echt wahr und nicht erfunden, was sie natürlich nicht weniger witzig macht :-)! True Story! 

 

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8 Comments

  • Reply
    Janina
    7. Mai 2014 at 20:01

    Toll geschrieben! :) mir geht es genauso, jedoch hab ich noch nicht das perfekte Geschenk finden können… aber wie du so schön schreibst, werde ich *Mama* jetzt mal genauer hinterfragen und beobachten! :)

  • Reply
    Resi
    7. Mai 2014 at 20:06

    Ha! :D ich dachte du beschreibst ernsthaft meine Mutter. Die hält mir heute noch vor dass sie Gutscheine bekommen hat und sie nie eingelöst wurden. Oder das mit dem frühstück machen und daran gehindert werden weil sie immer zeitiger aufstand. Mittlerweile laden ich und mein Bruder sie einfach zum essen ein und verbringen ein wenig zeit mit ihr, das hat sie wohl am liebsten :-D

  • Reply
    Raffaela
    7. Mai 2014 at 20:15

    Ich glaube, das grösste Geschenk was du ihr dieses Jahr machst, wächst in dir drin! Grossmutter sein ist doch alles, was Mütter wollen, wenn die eigenen Kinder doch keine Kinder mehr sind…. Vielleicht täusche ich mich mit meinen jungen Jahren, doch all die Emotionen, die ich täglich im Gebärsaal bei der Arbeit sehe, lassen mich fest daran glauben =)

  • Reply
    Gio_rnalista von Stadtblogozin
    7. Mai 2014 at 20:32

    Liebe Anna,

    danke für diese hübsche Episode aus deinem Leben, sie erinnert mich daran, dass meine Mutter auch immer sagte: Ach, ich wünsche mir nur, dass ihr brav seid. In all den Jahren hab ich noch nicht das perfekte Geschenk gefunden (und ich hab grad die 30 geknackt, öhm…), aber ich glaube, dieses Jahr bin ich nah dran. Ich hoffe es zumindest.

    Alles Liebe
    Gio_rnalista

  • Reply
    lisi
    7. Mai 2014 at 21:03

    ach anna, i feel u.
    beliebt für papa war auch immer der gutschein „1x Autowaschen“ – endete immer darin, dass ich nasser war als das Auto :D
    die Pandora Armbänder sind unglaublich toll ♥

  • Reply
    Kathrin
    8. Mai 2014 at 1:37

    Ich wünsche mir sehr, das sie sich freut – denn auch der Gedanke zählt ;)

  • Reply
    stella
    8. Mai 2014 at 13:32

    Schöne & amüsante Geschichte, bis das doofe Pandora-Armband ins Spiel kommt.
    Der Schmuck ist so grässlich

  • Reply
    schnatie
    8. Mai 2014 at 15:44

    Schwesti und ich haben dieses Jahr beschlossen, Mutter- und PapaTag sowie Geburtstag und (ganz wichtig!!!) HOCHZEITSTAG zusammen zu schmeißen (MaM & PaP feiern dieses Jahr glitzrige 25 Jährchen).

    Zusammen gehts am Montag für eine Woche nach New York ♥ so wie früher :-)

    Wenn es da nicht gäbe – wäre Pandora meine erste Anlaufstellte gewesen. MaM ist schon stolze Armbandbesitzerin und freut sich wie Schnitzel über jeden weiteren Anhänger….

    Ich warte ja auch noch vergblich darauf, dass mein Herzbube mir so ein Armbändchen anhängt :-)

    schnatie
    http://www.rdcp1.wordpress.com

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