Meine Eltern haben alles für uns getan; für mich und meinen Bruder. Sagten sie immer und immer wieder. Eine Schulausbildung ermöglicht, die Nachhilfe gezahlt, denn sie selbst haben „nur“ die Realschule besucht und konnten bei der anspruchsvolleren Mathematik, sowie den Lateinvokabeln und manch anderem in der Oberstufe des Gymnasiums nicht helfen. Einen hochwertigen Kleinwagen hätte ich gekostet, höre ich bis zu meinem Auszug regelmäßig. Warum ich ihnen das nicht anständig danken könne. Mein Abitur hätte ich ihnen zu verdanken und somit die Möglichkeit zu studieren, etwas besseres aus mir zu machen, höre ich noch während des Studiums von ihnen. Sie haben mich durchgefüttert, eingekleidet und meine Launen ertragen. Ich sei so schwierig gewesen. Das hörte ich noch bis zu dem Tag, als ich mich von ihnen verabschiedete. Ein letztes Mal.
Wir haben keinen Kontakt mehr.
Denke ich an meine Kindheit zurück, fallen mir viele Dinge ein, in denen ich als ältere von zwei Kindern stets als Verlierer hervorgehe. Ich, das ältere von zwei Kindern, durfte den Weg ebnen, musste viele Kämpfe allein ausfechten und mein Bruder profitierte davon. Längere Ausgehzeiten als Teenie, Taschengelddiskussionen und andere Anschaffungen, die als Teenager nahezu Lebensnotwendig waren musst ich ausdiskutieren. Er setzte sich ins gemachte Nest. Das ist normal.



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