X Dinge, die ich in fast 2 Jahren als Mom gelernt habe
Posted on 23. Mai 2026
KiTa-Viren sind der unsichtbare Tod. Während das Kind die Viren nach wenigen Tagen verarbeitet und auskuriert hat, sind Mama und Papa in den meisten Fällen direkt beide krank und das für mindestens 2 Wochen, in denen sie ziemlich nah am Heldentod vorbeischrammen. Emma war bisher in ihren knapp 2 Lebensjahren zwei Mal ernsthaft krank und hat uns direkt beide ernsthaft angesteckt, mit der Folge, dass wir zwei Mal mit Bronchitis und Mandelentzündung für knapp 2 Wochen auf dem Zahnfleisch gingen und in Etappen schliefen.
Etappenschlafen funktioniert, wenn beide Elternteile krank sind! Besonders dann, wenn man das Kind morgens in die KiTa bringt, sich jeder ein Gläschen Wick Medinait einverleibt und dann bis zur Abholung schläft. Macht das bitte nicht nach!
Man funktioniert auch nach 4 Wochen mit maximal 3 Stunden (nicht zusammenhängendem) Schlaf pro Nacht. Gerade Säuglinge sind gerne mal in den ersten Lebensmonaten total verwirrt über die gesetzlich vorgeschriebene Nachtruhe und darüber, dass die Eltern diese einhalten möchten. Oder einfach: Schlafen wollen, wenn es dunkel ist! Der Wunsch nach Schlaf wird immer größer, je weniger man davon bekommt und nicht ohne Grund ist Schlafmangel auch eine Foltermethode… Allerdings funktionierte ich gerade in der Stillzeit besonders gut unter Schlafmangel. Heute weiß ich, dass mein Körper einfach dauerhaft auf Alarm war und rückblickend es auch gut war, dass diese Phase auch irgendwann vorbei war. Irgendwann wird die Nummer nämlich ungesund.
Wachstums- und Entwicklungsschübe werden zur Universalentschuldigung. Ob man dran glaub oder nicht, die Tabelle beim eigenen Kind stimmt oder man das alles für Humbug hält – Kinder haben Wachstumsschübe. Und jedes Kind geht anders mit ihnen um, verarbeitet sie anders und lebt sie anders aus. Unseres machte während jedem Wachstumsschub die Transformation zu Lucifer durch und war nicht nur anhänglich wie eine Zecke, sondern auch genauso kräftezehrend. Das Schlimme ist: Sind diese Schübe überstanden, geht es irgendwann in die „Terrible Two“ Phase. Blöd wird es nur, wenn man den Großeltern bei jedem Besuch die Wachstumsschübe versucht als Erklärung und Entschuldigung für das quängelige Verhalten des Enkelkindes unterzujubeln…
Die Panik, keine großartige Verwandtschaft in der Nähe zu haben und bei jeglichen Notfällen (berufliche, Krankheit…etc.) mit dem Kind alleine zu sein, hat sich noch immer nicht verflüchtigt, ich weiss aber mittlerweile mit ihr umzugehen und es gibt auch mittlerweile eine Reihe von Freunden und auch lieben Nachbarn, auf die wir immer zählen können. Umdenken!
Was andere vielleicht denken oder auch tatsächlich sagen ist nicht immer relevant und sollte einen auch nicht immer tangieren. Anfangs habe ich mir sehr viele Gedanken über die Gedanken anderer gemacht, ob nun fremde Menschen auf der Straße, im Internet oder sonst wo. Scheiss egal.
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