Wir waren auf alle Eventualitäten vorbereitet, jeder Programmpunkt war so geplant, dass Regen der Stimmung keinen Abbruch getan hätte.
Die Woche vor der Hochzeit war recht entspannt. Emma hatte 2 Tage vor der Hochzeit Geburtstag und eine kleine Feier mit ein paar Freunden musste schon sein. Auf die permanente Frage, ob wir denn nicht absolut aufgeregt seien, haben wir meist mit „Nöö… irgendwie nicht…“ geantwortet. Letztendlich steht nur eine kleine Feier mit Freunden und Familie an. Alles ist mehr oder weniger geplant, ich vertraue unseren Veranstaltern an den jeweiligen Locations und auch sonst war alles perfekt getimed.
Am Vorabend trafen wir uns mit unseren Trauzeugen und händigten jedem eine Dispo aus (zu Deutsch: Einen Zeitplan). Jeder wusste also, was wann wo passieren wird, wer der Ansprechpartner ist, wie die Telefonnummer ist, die Adresse und mit welchem Transportmittel gefahren wird. Wir haben sogar vorab festgelegt, wer wen im Auto vom Hotel zum Standesamt mitnimmt. Klingt vielleicht etwas arg durchgeplant und durchgetaktet, aber lasst euch eine Sache sagen: Alles, was vorab geplant und geklärt ist, wirft on location keinerlei Fragen mehr auf und muss nicht geklärt werden, wenn vielleicht keine Zeit dafür ist. Und ein „Frag die Braut, ich habe keine Ahnung!“, gab es auch nicht, da ich wirklich auf alle Dinge vorbereitet war, diese in der Dispo notiert und jedem Aufgaben zugeteilt hatte. Jeder hatte eine Aufgabe, es hatte jeder etwas zu tun und fühlte sich nicht überflüssig oder „im Weg“ und konnte dazu beitragen, diesen Tag zu gestalten. Zudem packte ich Tüten für die unterschiedlichen Locations, mit den unterschiedlichsten Dingen. In der Tüte „Standesamt“ waren Kopfschmerztabletten, Dokumente und Ausweise, Taschentücher, Tampons… etc.


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