Krankheitsbedingt ausgeknocked zu sein, ist nicht immer schön. Aber neben vielen Disneyfilmen, viel kuscheln und schlafen ist meine absolute Lieblingsbeschäftigung das Stöbern auf Pinterest und generell im Internet.
Plan: Das Gästezimmer / Arbeits- und Youtubezimmer einrichten.
„Wie jetzt?“, werden sich einige fragen, „Youtubezimmer? Büsschn dekadent, wa?!“. Nein, eigentlich nicht, denn hin und wieder fällt mir das Arbeiten zuhause sehr schwer, Videos (außer FMAs) konnte ich schon länger nicht mehr drehen und generell ist es mit Kind doch ein bisschen lauter, als man vielleicht denkt. In dem extra Zimmer kann ich mich zurückziehen und werkeln, drehen und arbeiten, wann es immer geht. Dieses Zimmer war ursprgl. unser Ankleidezimmer, ein großes System aus Stolmen beherbergte unsere Kleidung und viele, viele andere Dinge. Eigentlich war es nach 5 Jahren eher eine Rumpelkammer und Abstellraum mit jeder Menge Schrankleichen, die nicht mehr passten oder längst nicht mehr mein Stil waren. Vor einiger Zeit misteten wir also gehörig aus, bauten den Stolmen ab, kauften einen neuen Schrank, stellten diesen im Schlafzimmer auf und grübelten über die neue Funktion des kleinen, schmalen Zimmers am Ende des Flurs.
Und dies wollte nun eingerichtet werden! Meine Chance, ein Zimmer ganz genau so einzurichten, wie ich es gerne hätte. So verbrachte ich also einige Zeit meiner Zwangspause damit, unter anderem bei WestwingNow zu stöbern, mit Photoshop den Grundriss des Zimmers einzurichten und hin und her zu probieren und meinen Mädchenzimmertraum umzusetzen. Mit nur zwei Meter Breite und einer Länge von etwa 4,50 Metern ein schmaler Schlauch und im ersten Moment etwas schwierig einzurichten. Gästezimmer sollte es sein, aber damit es auch dann genutzt werden kann, wenn keine Übernachtungsfreunde hier sind, wird es kurzerhand zu meinem Mädchenzimmer ;) Ein Bett wäre darin zu wuchtig, die hohen und dicken Altbaufußleisten verkleinern den Wand zu Wand Abstand um einige Zentimeter und ein normales Bett aus dem Geschäft hätte quer nicht reingepasst… ich dachte schon an eine Selbstbaukonstruktion, aber die Zeit drängte ein wenig, denn die ersten Freunde wollen schon in 2 Wochen hier übernachten.
Voll motiviert haben wir direkt am ersten Tag, als es mir besser ging, gestrichen und wenn ich streiche, dann ganz akkurat und penibel. Ja, ich bin da ganz streng und mache fast alles alleine: Abkleben und mit der Farbrolle streichen. Jakob war noch nicht zu 100% wieder fit, aber bereitete Ecken und Kanten der Wände vor, ich strich den Rest. Abends fiel ich mit schmerzenden Gliedern und völlig erschöpft, aber unglaublich zufrieden ins Bett. Ein wahnsinnig schönes helles Grau ist nun an den Wänden und das Zimmer ist bereit für die Möbellieferungen, die bereits 4 Tage nach der Order kommen sollten.

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