LIFESTYLE

Als ich mich damals wenige Tage nach der Geburt von Emma in einem relativ engen Kleid vor die Kamera stellte und mich fotografierte, bekam ich von vielen von euch positives Feedback. Viele Kommentare hatten denselben Tenor: Ich finde es mutig und toll von dir, dass du dich kurz nach der Geburt schon vor die Kamera stellst.

Das hat mich stutzig gemacht. Hätte ich das nicht gedurft oder gesollt? Und wenn ja, warum? Wer verbietet mir das?

So sah ich nunmal aus. Ich hatte noch einen noch nicht zurückgebildeten Bauch, in dem 40 Wochen ein Kind herangewachsen ist und auch sonst sah man mir an, dass ich kurz vorher noch ein paar Kilos mehr mit mir herumgetragen habe. Sollte ich mich dafür schämen? Ich glaube nicht. Nein. Ganz und gar nicht!! Natürlich hätte ich da mit Photoshop an den Fotos arbeiten können; hier und dann etwas retuschieren, alles in allem 3 Kleidergrößen kleiner zaubern. Aber warum? Das bin halt ich. Wem soll ich da was vor machen? Und ich finde mich ok so.

Vor einigen Wochen kam die Anfrage von Dove, ob ich nicht Teil der Ich sag Ja zu meiner Schönheit #ichsagja Kampagne sein möchte. Das passte für mich in dem Zusammenhang und den Gedanken und der Einstellung, die ich zur Zeit zu mir und meinem Körper habe, sehr gut. Und ein wenig fühlte es sich wie ein Ritterschlag an, denn Dove zeigt in seinen Kampagnen stets echte Frauen. Keine Models. Und Photoshop wird schon gar nicht verwendet. Und nun darf ich als Bekennerin Teil der Kampagne werden. Was Dove ja schon immer kommuniziert ist so simple: Wahre Schönheit kommt von innen, von unserem Selbstbewusstsein und der richtigen Einstellung. Was wir dazu benötigen, ist ein gesundes Körperbewusstsein, Ausstrahlung und Lebensfreude.

Das ist aber leichter gesagt, als umgesetzt.

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