Wer, wie, was?
Der, die, das?
Wieso? Weshalb? Warum?
WER NICHT FRAGT BLEIBT DUMM!
Mit dem Lied, dem Titellied der „Sendung mit der Maus“ bin ich aufgewachsen und meine Eltern, sowie Großeltern haben mir stets nahe gelegt, nachzufragen wenn ich etwas nicht weiß und später, als ich lesen konnte, zeigten sie mir die Welt der Lexika. Für die Kids von heute vermutlich wenig vorstellbar, dass man seine Frage – ohne Rücksicht auf Grammatik und Syntax – oder einen Suchbegriff in den Laptop eintippt und Doktor Google diverse Antworten parat hat, die man selbst noch nach Glaubhaftigkeit und Richtigkeit sortieren muss. Ich erinnere mich noch, dass ich für manche meiner Fragen extra zu meinem Opa gelaufen bin, weil er entweder einfach ein größeres Allgemeinwissen in bestimmten Bereichen hatte oder eine größere Sammlung an Sachbüchern, Lexika und sonstigen Büchern, die vor Informationen nur so überquollen.
Wissen war schon immer ein wertvolles Gut und ich hatte wohl Glück, dass ich in einer Familie groß wurde, mit vielen Experten auf unterschiedlichen Gebieten. Ging ich mit meinen Großeltern spazieren, lernte ich nebenbei vieles über Flora und Fauna, was mir im Biologieunterricht später half. Als wir vergangene Woche unseren ersten gemeinsamen Herbstspaziergang als Familie mit 4 Personen unternahmen und Blätter, sowie Kastanien und Bucheckern sammelten, wurde mir bewusst, wie viel dieses Wissens noch hängen geblieben ist und konnte so meiner Tochter einiges erzählen.
Ich gehöre zu den Menschen, die sich diverses, auch teilweise unnützes, Wissen aneignen oder einfach abspeichern. Schon immer war ich neugierig und was mich fasziniert oder interessiert hat, wurde weiter untersucht, dazu recherchiert und nachgefragt. Mathematik gehörte da leider nicht zu – sehr zum Leidwesen meiner Eltern, die für den Nachhilfeunterricht zahlten. Leider habe ich nicht den Sinn gesehen, für welchen Job (der mich interessierte), ich Kurvendiskussionen und Integralrechnungen brauchte… Da hats dann irgendwie bei mir zu gemacht.
Aber was mich interessiert und fasziniert hat, wurde teilweise bis ins kleinste Detail recherchiert und ich war mit Feuereifer bei der Sache. Total praktisch für meinen Job, der es erfordert, hin und wieder Themen zu recherchieren, auszuarbeiten und für Leser aufzubereiten. Mein Anspruch ist stets: Möglichst viel Informationen und Wissen gut verdaulich weitergeben. Und natürlich ärgert es mich, wenn mir bei der Recherche etwas entgeht oder wenn ich nicht voran komme oder wenn ein Artikel nicht rund werden will. Matheenthusiasten ärgert es eben, wenn die Nachkommastellen nicht stimmen.
Ich habe gelernt, dass es einem selbst wahnsinnig viel bringt, mit offenen Augen und auch viel Interesse durch die Welt zu gehen; offen für Neues zu sein, zwar kritisch zu sein und mittlerweile alles zu hinterfragen (#Fakenews Alert!), aber dennoch neugierig und interessiert den Informationen und Dingen gegenüber zu stehen, anstatt sie von vornherein abzulehnen, sich zu verschließen oder sich wegzudrehen. Anzunehmen, hinzunehmen und zu verstehen, dass manche Dinge für einige Menschen total wichtig sind, von großer Bedeutung und ihr Interesse zu 1000% befriedigen, während andere Menschen von eben jenen Dingen absolut keine Ahnung haben. Das ist normal. Das ist ok. Mich interessiert auch nicht alles und erst Recht habe ich nicht von allem eine Ahnung und schon gar nicht finde ich alles super, was andere Leute grandios finden.
Das geht im kleinen Kreis innerhalb der eigenen kleinen Familie so und zieht weitere Kreise bei Verwandten, Freunden, Bekannten…
Ob das nun die schreckliche Band ist, auf die die Tochter steht oder der Faible für eher gefährliche Sportarten des Sohnes… Kann man gut finden oder nicht. Kann man unterstützen oder nicht. Man kann es auch hinnehmen, interessiert verfolgen, akzeptieren dass es eben diese Personen interessiert und


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