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Insider Travel Guide: Die DOs and DON’Ts in Barcelona

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Kaya Feministin Fafine

Es gibt auf dieser Welt so viele wunderschöne Orte und Städte, aber bis jetzt habe ich noch keiner fremden Stadt so viel Zeit gewidmet wie Barcelona.

Fernbeziehungsbedingt (mein Freund ist aus Barcelona und lebt dort) besuche ich die Stadt nicht nur sehr häufig, sondern verbringe dort auch meine Semesterferien. So war ich gerade erst 5 Wochen dort und habe fast meine gesamte Freizeit dafür genutzt, all die Ecken zu erkunden, die ich vorher noch nicht kannte.

Und so sehr ich Barcelona liebe, hat die Stadt eins, worüber man nicht hinwegsehen kann: Touristen aus aller Welt.

Touristen beeinflussen eine Stadt ungemein, formen sie auch irgendwie. Und natürlich gibt es genau für solche Städte hunderte von Touristenführern in denen man wieder und wieder das Gleiche liest. Ob es nun das Heftchen ist, welches man am Flughafen in einem Aufsteller findet oder ein Artikel von jemanden, der diese Stadt gerade für zwei Tage besucht hat.

Versteht mich bitte nicht falsch: auch wenn man nur zwei Nächte an einem Ort verbracht hat, kann man tolle Tipps haben, aber sind wir mal ehrlich: meistens sind es doch wieder die gleichen Plätze von denen man eh schon gehört hat.

Ich habe schon im vergangenen Sommer darüber nachgedacht meine Tipps aufzuschreiben, aber irgendwie hatte ich noch nicht das Gefühl die wirklich guten Ecken zu kennen.

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Vor kurzem bat mich dann jemand via Instagram, ob ich ihr vielleicht meine Lieblingsspots verraten könnte. Dabei ist mir aufgefallen, dass sich doch so einiges angesammelt hat was ich jemandem raten würde, der einen Besuch in Barcelona plant. Und auch Dinge, von denen ich sage würde “mach das lieber nicht”…
Deswegen habe ich meine persönlichen Tipps aufgeschrieben, die garantiert nicht in jedem Touristenführer zu finden sind:

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What to DO in Barcelona

  • Diagonal und Gracia 
    Von der Busstation „Diagonal – Balmes“ (muss nicht unbedingt dort sein, aber ungefähr die Höhe auf jeden Fall) die Diagonal langgehen, welch eine der wichtigsten und schönsten Straßen Barcelonas ist. Von dort bis zum Viertel Gracia laufen. Dort unbedingt die süchtigmachenden Kekse von Sil‘s Cakes kaufen (die besten sind die mit Dulce de Leche oder Cheesecake). Dann einfach durch Gracia laufen, ein sehr interessantes Viertel mit ganz vielen tollen kleinen Straßen und Geschäften und lange nicht so touristengefüllt wie andere Teile der Stadt! Von dort kann man übrigens auch easy zur Sagrada Familia laufen!
  • Mit Tacos an den Strand
    Tacos oder Eis bei La Heladeria Mexicana (super schön und instagramable von draußen und drinnen) kaufen und damit an den Strand der Barceloneta setzen ist etwas, was ich diesen Februar für mich entdeckt habe. Zu La Heladeria Mexicana kommt man gut von der Station „Barceloneta“ hin, von der Metro Station aus sollte man durch die kleinen Straßen laufen, statt die große Promenade am Hafen entlang zu gehen (kann man immer noch auf dem Rückweg machen), weil die einfach viel authentischer sind und es sich lohnt, wenn man mal eine andere Seite von Barcelona sehen will (Wer es hier gesunder mag kann auch bei der FitBar vorbeischauen, die Acai Bowls und Smoothies zu bieten hat. Ich muss aber ehrlich gestehen dass ich die Preise zu hoch finde, aber sowas darf ja jeder für sich entscheiden).
  • In Sant Gervasi erleben, wie die Stadt wirklich ist
    Man sollte unbedingt mit der Buslinie V13 nach Sant Gervasi hochfahren um zu sehen, wie das „normale“ Leben in Barcelona aussieht und um dort gut zu essen! Dort empfehle zum Beispiel ich die Bar Mandri. Normalerweise ist die ziemlich voll, weil sich dort Leute allen Alters aus der Gegend für ein Bier oder Glas Wein und Bravas (unbedingt probieren!) treffen. Aber wenn man zu zweit oder zu dritt ist findet man meistens noch einen freien Tisch! Ansonsten gibt es auch noch die Bar Tomas, welche in einer total schönen kleinen Straße gelegen ist und die angeblich besten Bravas der Stadt hat. Ich persönlich muss sagen dass ich das jedem empfehlen würde, dem vielleicht auch große Menschenansammlungen zu viel sind oder alles unterhalb der Diagonal in Barcelona schon gesehen hat! Ist übrigens auch etwas typisches bei jüngeren Leuten: Abends sich in einer Bar treffen, welche auch einen Außenbereich hat, ein Bier (una cerveza / una caña) trinken und eine Portion Bravas teilen.
  • Parc del Guinardo
    Wenn ihr was RICHTIG besonderes sehen wollt, dann solltet ihr den Parc del Guinardo besuchen, von dort habt ihr einen Ausblick auf die ganze Stadt! (Der „offizielle“ Aussichtspunkt sind die Bunkers del Carmel)
    Man kann einfach mit der Metro bis Guinardo|Hospital de Sant Pau fahren und von dort aus laufen. Der Weg führt durch den Park, und schon auf dem Weg hat man einen Ausblick der einem wirklich den Atmen verschlägt. Ich war schon mehrmals dort und gehe immer wieder, weil es mir immer so den Atem verschlägt.
    Hinweis: der Weg von der Metro aus ist nicht geeignet wenn man auf Barrierefreiheit angewiesen ist. Es gibt zwar Rolltreppen und Fahrstühle auf dem Weg, aber an einigen Stellen ist es trotzdem ein eher steiler Aufstieg. Auch bei Knie- oder Hüftproblemen würde ich eher raten mit dem Bus oder Taxi direkt bis zu den Bunkers del Carmel zu fahren.
  • Carrer d‘Enric Granados
    Ich empfehle das Ende an der Diagonal, weil es einfach aussieht wie ein kleiner Platz in einer wundervollen Kleinstadt. Es hat etwas total romantisches, von überall hört man Unterhaltungen auf Spanisch (denn auch die Locals treffen sich hier) und über einem ein Dach aus Palmen. Außerdem findet man hier auch Brunch & Cake (die Straße runter tatsächlich auch ein zweites Mal), ein extrem beliebtes Frühstückscafé, was bei ihren Gerichten aber auch kein Wunder ist!
  • T-10 Ticket kaufen 
    Ihr kommt wirklich nicht günstiger durch die Stadt, außer natürlich ihr geht zu Fuß, als mit dem T-10 Ticket für die Öffentlichen. Auf dem Ticket sind 10 Fahrten, wobei eine Fahrt auch über mehrere Verkehrsmittel erfolgen kann. Ihr müsst das Ticket zwar bei jedem Verkehrsmittelwechsel neu entwerten, werdet aber sehen dass euch auf der Rückseite keine neue Fahrt berechnet wird!

 

What NOT to do in Barcelona

  • Parc Güell
    Ich weiß, ich weiß, ich widerspreche hier allen Touristenratgebern und es ist nicht so, dass ich sage, ein Besuch würde sich überhaupt nicht lohnen, aber wer Barcelona besucht, macht dies meistens im Rahmen eines Kurztrips und da sollte Parc Güell einfach kein Stop sein. Die Stadt hat dafür zu viele andere tolle Sachen zu bieten!
  • In Restaurants in Las Ramblas essen
    Es ist zwar das Stadtzentrum, aber wer wirklich gute, spanische Küche zu vernünftigen Preisen möchte, sollte hier wirklich nicht essen. Und auch für den Flair der Stadt sind diese Restaurants einfach nicht das Richtige.
  • Für Tickets an der Sagrada Familie anstehen, wenn man sie von innen sehen möchte
    Tickets für den Eintritt gibt es online, tut euch die Schlange vor Ort nicht an! Außerdem gibt es beim Ticketbüro an der Sagrada Familia nur eine begrenzte Anzahl von Tickets…
  • Vor Taxifahrten zurückschrecken
    Taxi fahren ist in Barcelona ungefähr nur halb so teuer wie in deutschen Großstädten. Natürlich sollte man aus vielen Gründen lieber auf den ÖPNV ausweichen, aber einmal aufs Taxi auszuweichen ist jedenfalls für das Portemonnaie kein Weltuntergang.

 

Photos by Sylwia Bartyzel / Collins Lesulie / Anastasiia Tarasova /

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1 Comment

  • Reply
    Ella
    10. April 2018 at 14:25

    cool, danke für die Tipps!
    ich merks mir, wenn ich mal in Barcelona sein sollte

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