
Dass ich mal einen Blogartikel über Ketchup schreiben würde, hätte ich so auch nicht gedacht. Mach ich aber! Aus mehreren Gründen:
- Selbstgemachter Ketchup ist der Hammer!
- Ohne Shit in Sachen Zusatzstoffe und du weißt genau, was drin ist!
- Ich war so stolz auf mich, dass es echt ein Blogposting wert ist.
Warum ich stolz war, etwas doch recht simples zu machen? Deswegen:
Wir standen im Supermarkt in Schweden und kauften dies, das, jenes und diverse Dinge ein, darunter einiges für eine Grillrunde am Abend. Nun ist es so, dass die Fahrt zum Supermarkt schon 35 Minuten dauert und somit also gut überlegt werden muss, was man alles für die nächsten Tage braucht. Ihr ahnt es vielleicht, wir vergaßen den Ketchup oder eine wie auch immer geartete Sauce für die Würste und das fiel genau dann auf, als Jakob den Grill angezündet hatte und ich dabei war den Tisch einzudecken.
Nun war es so, dass unsere kleine Hütte in Schweden mitten im Wald super gut ausgestattet war, was Küchenutensilien anging, aber so ein Ferienhäuschen muss Lebensmitteltechnisch von den aktuellen Bewohnern ausgestattet werden. Nun fanden sich in den Schränken noch so einige Konserven, Reissorten und auch ausgewählte Gewürze der Vorgänger, aber Ketchup war keiner da. Auch kein Senf.
Ich machte also die Kühlschranktür auf und sah noch die übrig gebliebene halbe Dose passierter Tomaten vom Essen vom Vortag, Zwiebeln hatten wir auch da und ein Blick ins Gewürzregal bestätigte: Es sind einige Zutaten vorhanden, um Ketchup zu kochen!
Spoiler: Der Ketchup schmeckte wahnsinnig gut und Jakob fragte direkt, warum ich den denn jetzt erst gemacht hätte :D

Das ist meine improvisierte Ketchup Variante:
In einem Topf mit einem Schuss Öl die fein gewürfelte rote Zwiebel und den Knoblauch glasig anbraten. Zucker hinzugeben, sich auflösen und zäh werden lassen. Zwischendurch gut umrühren. Passierte Tomaten anschließend dazu, etwas Zimt, etwas Paprikapulver, Salz.
Wer Curryketchup möchte, gibt nun etwas Currypulver hinzu.
Ich habe den Ketchup etwa 15 Minuten vor sich hinköcheln lassen, damit er etwas eindickt, zwischendurch umrühren nicht vergessen.

Die Maßangaben sind an der Stelle dezent schwierig, da ich improvisiert habe, aber sie sind ungefähr wie folgt:
1/2 Dose Passierte Tomaten
1/2 Knoblauchzehe, gepresst
1/8 einer großen roten Zwiebel, sehr fein gewürfelt
1 Handvoll Zucker
1-2 Messerspitzen Zimt
1/2 Teelöffel Paprikapulver
1 oder 2 Prisen Salz
eventuell Currypulver
Im allerbesten Falle probiert ihr zwischendurch mal und schmeckt dann nach eurem Geschmack ab. Das ist sowieso das Beste!
Demnächst werde ich die Nummer erneut versuchen, dieses Mal allerdings mit frischen Tomaten.
Über die Haltbarkeit kann ich nur spekulieren: kochend in ein steriles Glas mit Schraubverschluss gegossen und sofort verschlossen hält er sicherlich im Kühlschrank bis zu 2 Wochen (richtig eingeweckt vermutlich bis zu einem Jahr). Ansonsten ein paar Tage im Kühlschrank. Er schmeckt aber so gut, da braucht man gar nicht über eine lange Haltbarkeit nachdenken, so schnell ist er aufgegessen.






6 Comments
Michelle
19. August 2016 at 16:26Die improvisierten Rezepte sind immer noch die besten. Danke dafür, werde es auf jeden Fall mal ausprobieren!
https://www.makeandmess.com/
Yvette [engel + banditen]
19. August 2016 at 21:36Hört sich toll an- werd ich ausprobieren. Meine Jüngste liebt Ketchup- das wär ja toll, wenn ich sie mit einem selbstgemachten begeistern könnte. Dann trete ich mal gegen Heinz an…
Noch schöne Ferien für Euch! LG, Yvette
marie von heartfelt hunt
22. August 2016 at 15:24oh mann – so eine gute idee!!!!! vielen dank für dein rezept!!
alles alles liebe aus münchen nach schweden ;) ,
marie
http://www.bloglovin.com/heartfelthunt
http://www.heartfelthunt.com
Simone
23. August 2016 at 8:56Anna, Du hast letztens doch auch Eis selbst gemacht. Wird es dazu vielleicht auch einen Post geben? Das sah sooo lecker aus!
Anna Frost
23. August 2016 at 10:26auf snapchat hast du das gesehen, ne? ich arbeite noch an der richtigen rezeptur… ein posting folgt bald! versprochen!!
Monthly Loves in: August - flotteliselotteflotteliselotte
1. September 2016 at 11:04[…] . Homemade Ketchup . Dass Ketchup eine Zuckerbombe ist, wissen wir. Genauer: 48 Stück Würfelzucker stecken in einer Halbliterflasche des guten Heinz. Puh, da steht die Gesundheitspolizei aber sofort auf der Matte. Um den Zuckerflash zu vermeiden hilft uns also nur das Selbermachen. Rezepte gibt es sogar überraschend viele, dieses hier hat Anna im Schwedenurlaub einfach mal so mit einer Hand voll Zutaten aus dem Ärmel geschüttelt. […]