Allgemein

same same but different

Du hast dich ja gar nicht verändert! Bist immer noch dieselbe, wie vor 5 Jahren!

Krass, hast du dich verändert! Habe dich gar nicht wiedererkannt!

Sie macht seit Jahren das gleiche… immer nur der gleiche Kram, da passiert nix neues mehr.

Uff. Bei der komme ich gar nicht mehr hinterher. Heute hier, morgen da… ständig was neues. Das geht mir zu schnell.

Mit 30 noch immer Single, kein Mann in Sicht und von Kinder will sie auch nix wissen. Die entwickelt sich null weiter.

Bei ihr ist schon das zweite Kind unterwegs und von den Themen von damals ist nix mehr übrig. Bei ihr gehts nur noch um Mom Zeugs.

Es ist schon ein bisschen amüsant und gleichzeitig irritierend, wie Kritik ausfallen kann. Wie das Urteil über zwei Menschen aus dem Mund einer einzigen Person so konfus sein kann. Was sagt diese Kritik nun aus? Über diejenigen, die kritisert werden und auch über die kritisierende Person?

Früher haben wir Tagebuch geschrieben und niemand hat unsere Gedanken gelesen. Wer etwas veröffentlicht sehen wollte und weder Autor noch Journalist war, schrieb einen Leserbrief an ein Magazin, veröffentlichte was bei der örtlichen Tageszeitung oder druckte im Copy Shop ein paar Seiten und verteilte sie im Ort. Sah man sich eine Weile nicht, hatte man anschließend eine Menge zu erzählen, auszutauschen und aufzuholen.

In Zeiten von Social Media, Blogs, Instagram, Facebook ist man quasi immer auf dem Laufenden, wie es dem anderen geht, was ihn/sie bewegt und was so passiert. Sofern er/sie diese Insights auch teilt.

Ist man Blogger, Instagrammer, Influencer oder jemand, der recht hochfrequentiert sein Privatleben im Internet auf einer oder mehreren Plattformen preisgibt, so ist jeder, der diesen Updates folgt, immer ganz genau im Bilde. Zumindest bei den Dingen, die geteilt werden.
Wird mal etwas nicht ausführlich geteilt, etwas nicht für teilenswert erachtet oder gar verheimlicht, wird es spannend. Spannend, weil es dann so richtig aufregend wird und die Spekulationen starten und anschließend die Enttäuschungen da sind, weil einiges eben nicht geteilt wurde.

Brass auf jemanden, weil er/sie etwas nicht (oder noch nicht) mitgeteilt hat damit zu begründen, dass es ja ihr/sein Job ist, ist in meinen Augen Unfug.

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