Zum Thema Übelkeit und Schwindel in der Schwangerschaft habe ich einiges ausprobiert. Nicht alles hat geholfen, vieles ist Humbug und vieles verkauft sich einfach gut, weil „Schwangerschaft“ drauf steht. Ist ein wenig wie das Hochzeitsgeschäft: Schreib „Hochzeit“ auf die Blumen und schon kosten sie das Dreifache. Bei Schwangerschaftsprodukten ist es ähnlich. Gut, bei Produkten für die Schwangerschaft, gerade im Healthcare Bereich ist es damit zu erklären, dass sehr viele Studien durchgeführt werden müssen und sich aus Prinzip nicht jedes Produkt für eine Schwangere eignet.
Letzten Endes ist bei Übelkeit und Schwindel alles ein Try & Error, denn was bei mir funktioniert, funktioniert vielleicht nicht bei jeder anderen Frau – und umgekehrt.
Motion Sickness Patch
Den Tipp las ich in mehreren amerikanischen Blogs und war neugierig. Ich fand die Motion Sickness Patches* bei Amazon, wenige Tage später waren sie da und klebten umgehend hinter meinem rechten Ohr. Eigentlich sind sie für Reiseübelkeit gemacht, aber wer tagein, tagaus mit Übelkeit und Schwindel zu kämpfen hat, probiert eben alles aus. Und wenn es bei Schiffsreisen, auf Flügen und Rückwärtsfahren in der Bahn helfen soll, dann liegen die Chancen gut, dass die kleinen Patches im Alltag einer Schwangeren ebenfalls gute Ergebnisse erzielen.
Ob es nun ein Placebo Effekt oder eine tatsächliche Wirkung war… mir ging es besser.
Sea Bands
Ich bin kein Fan der Sea Bands, aber der Vollständigkeit Halber zähle ich sie hier auf. Einigen Bekannten haben sie bei ihrer leichten Übelkeit geholfen – wer aber wirklich leidet und sich nur übergibt oder liegen muss, wegen Schindelgefühlen, dem helfen sie nicht wirklich. Mir zumindest nicht.
Sea Bands sind Akkupressur Bänder, die Punkte am Handgelenk drücken.
Stündlich etwas essen
Der simpelste, aber auch schwierigste Tipp ever. Warum? Weil es schon super schwierig ist, ohne Hunger und Appetit etwas zu essen. Und dann auch noch essen, wenn einem eigentlich eher nach Rückwärtsfrühstücken ist… Gegen den Appetit und die Übelkeit zu essen kostete mich sehr viel Überwindung, sehr viel Disziplin und entspricht eigentlich nicht dem, was der Kopf (und der Bauch) dir sagen. Wem schlecht ist, der kriegt nichts runter und muss beim Gedanken daran, etwas im Mund zu haben, schon würgen.
Ziel ist es hier, Lebensmittel zu finden, die man ohne Probleme essen kann. Das ist leichter gesagt, als getan… Wer zusätzlich noch geruchsempfindlich ist, minimiert schnell die Auswahl. Wer richtig Pech hat, wechselt täglich seine Abneigungen… Mir haben Salzbrezel, Apfelstücke (fun fact: ich bin eigentlich Dank Kreuzallergie allergisch gegen Äpfel. Aber wie in meiner ersten Schwangerschaft auch, heben sich gerade alle meine Allergien auf… MEGA!), ab und an Reiswaffeln und Toast mit wenig Butter und Salz geholfen, in besonders kritischen Momenten doch noch irgendwas zu essen.

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