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Kinderzimmer Renovierung – Wie aus Emmas Zimmer ein Traum in Rosa wurde

Emmas Zimmer war mir schon seit geraumer Zeit ein Dorn im Auge und man merkte auch ihr an, dass es schon lange nicht mehr ihren Bedürfnissen entsprach. Es gab wenig Stauraum, die Konstellation der Möbel war alles andere als schlau und es herrschte ständig Chaos. Kurz vor ihrem Geburtstag letztes Jahr im November besorgten wir noch große Truhen, die nicht nur mit ihrer Oberfläche als Spiel- und Ablagefläche dienen, sondern auch ganz einfach und simpel beim Aufräumen helfen sollten.
Falsch gedacht.
Das Aufräumen ging zwar zügig (Truhe auf, alles rein), das Wiederfinden von Dingen und Sachen in den Truhen war jedoch super nervig.

Ihr Zimmer wirkte, trotz Deko, doch ein wenig lieblos eingerichtet und dass die Möbel nicht wirklich zueinander passten, machte mich kirre. Ich hatte mir schon vor Ewigkeiten vorgenommen, den alten Schrank, den ich kurz nach Emmas Geburt vintage kaufte, aufzuarbeiten und umzulackieren. Zuerst jedoch traute ich mir das nicht zu, fand kaum Zeit mich einzulesen und alles zu recherchieren und als ich mir dann ausreichend Wissen angelesen hatte, gab es keine freie Zeit. Und auch tatsächlich keine Option! Der Schrank ist super schwer – man kann ihn also nicht mal eben auf den Balkon tragen und dort bearbeiten.
Dass sich etwas im Kinderzimmer des Tochterkindes ändern muss, war Anfang des Jahres dann beschlossene Sache, denn als wir ihr Kinderbett ein Stück weit ausgezogen haben (Kinder wachsen ja ständig!), passte alles hinten und vorne nicht mehr. Ich fertigte einen Grundriss vom Zimmer an und schon Papierschnipsel in den maßstabsgetreuen Größen der Möbel hin und her, zeigte auf Instastories das Chaos und erhielt Unmengen an Tipps von euch. Wichtigster Hinweis: „Löse dich von den Wänden!! Ein Bett muss nicht mit der langen Seite an der Wand stehen.“

Und plötzlich gab der Raum viel mehr her, als ursprünglich gedacht!

Als die Großeltern noch anfragten, ob sie ihre Enkelin zum Osterurlaub zu sich einladen dürfen, war der Termin für eine Renovierung geritzt. Was noch fehlte: Ideen. Und ein Plan.

Gemeinsam mit Emma schmiedete ich Pläne und überlegte, wie wir ihr neues Zimmer nach ihren Wünschen und Bedürfnissen gestalten können und schaute mich mit ihr bei Pinterest um.

Rosa Wände sollten es sein. Und einen Schreibtisch wollte sie. Ich wollte unter allen Umständen den alten Schrank im Zimmer lassen, sowie das erst kürzlich restaurierte Bett und damit gingen die Platzprobleme schon wieder los: Sie hat ein recht schmales, aber langgezogenes Zimmer mit einem großen Fenster. Ungünstig gestellte, große Möbelstücke schlucken gerne Licht oder rauben Platz zum Spielen. Alle ihre Kleidungsstücke passen nicht in den alten Schrank (es ist eher ein Schrank zum Kleider hängen, mit zwei Ablageflächen und einer Schublade), also muss ein weiterer Schrank für Kleidung her. Und Stauraum! Stauraum für Spielzeug und all ihre Dinge und Sachen. Stauraum, der es ermöglicht Ordnung zu halten, war super wichtig!!Alles raus.

Von Mitte Februar 2019 bis Mitte April hatten wir Zeit, nicht nur ihr Zimmer auszumisten – also Kleidung, Spielzeug und auch Möbel, sondern auch um alles zu planen. Das Pinterestboard wurde lang und länger, zwischendurch sammelte ich schon Ideen für Pauls Zimmer (Hey Prokrastination!) und zerbrach mir den Kopf, wie wir alles irgendwie unterbringen wollen.

Raus mit dem Alten, rein mit dem Neuen!

Durch das Aussortieren und teilweise auch Verkaufen ihrer alten Spielsachen, konnte sich Emma nebenbei einen großen Wunsch erfüllen und ihre Traumpuppe kaufen. Das Geld für die Möbel haben wir direkt wieder in Möbel investiert. Ihr Zimmer wurde leerer und leerer und irgendwann stellt man fest, dass man gar nicht so viel Kram benötigt. Zudem hatten nicht nur sie, sondern auch wir einen besseren Überblick über die Lieblingsspielsachen und konnten so genau festlegen, wieviel Stauraum benötigt wird. Ich plante dennoch mehr ein :)

Das Kind fuhr zu Oma und Opa und für uns ging das Renovieren los. Erst einmal alles aus dem Zimmer raus geräumt und bevor wir mit dem Streichen der Wände begonnen haben, machte ich mich an mein Herzprojekt – den alten Schrank: Abschleifen, Macken ausbessern, grundieren, lackieren. In der wundervollen Farbe Peignoir von Farrow&Ball erstrahlt der alte, eher unfreundliche Schrank nun in neuem Glanz! Und ich bin so verliebt in dieses blassrosa-grau! Und auch stolz, dass alles hervorragend geklappt hat!

Für die Wand haben wir uns gemeinsam für eine der neuen Farben von Farrow&Ball entschieden: Sulking Room Pink. Ein rauchiges Rosa. Harmoniert wundervoll mit Peignoir und das nicht nur optisch! Ein „Sulking Room“ ist nämlich der Raum, in dem sich die feinen Damen zurückgezogen haben, um zu schmollen :D
Und ein Peignoir ist ein Morgenmantel, den sich Frauen anzogen, wenn sie sich zurecht gemacht haben. Passt doch alles schön zusammen!
Und das Schöne an den Farben von Farrow&Ball – wir streichten ja nicht zum ersten Mal mit diesen Faben – sie verändern sich je nach Licht ständig. Auf Instastories (ich hab die Story in den Highlights gespeichert) könnt ihr die Arbeit am alten Schrank und an den Wänden, sowie den neuen Schränken noch einmal nachschauen.

Ton in Ton

Die Idee, Möbel und Wände Ton in Ton zu streichen, gefiel mir auf Anhieb. Zumal die Möbel so optisch den Raum nicht weiter verkleinern, sondern quasi in der Wand verschwinden. Für ein schmales Zimmer gar nicht so verkehrt!
Auf Pinterest gab es unglaublich viele Inspirationen dazu und ein Bild von einer Anordnung von Schränken fiel mir schnell ins Auge und ich fragte Emma, was sie davon hält – sie war begeistert.
Die IVAR Kombination mit dem Hausregal war verspielt genug, chic und gleichzeitig auch praktisch, denn es gab die Option im Regal Dinge auszustellen, aber eben auch in den Schränken vieles zu verstauen. Alles grundiert, lackiert und später an die Wand montiert – das Zimmer nahm Gestalt an!
Es war praktisch, dass Emma während der ganzen Renovierungen nicht zuhause war und auch nicht in ihrem Zimmer schlafen musste, denn so hatten wir genug Zeit und konnten entspannt arbeiten. „Entspannt arbeiten“, wenn der Bub geschlafen hat :)
Oft hat nämlich einer von uns das Baby bespaßt, während der Andere im Zimmer gewerkelt hat. Alles, was mit Farbe zu tun hatte, war mein Part, jegliche Montage und Befestigung war Jakobs Aufgabe. So geht Arbeitsteilung mit Babydienst :)

Ob meine Berechnungen und Pläne richtig waren, stellte sich dann am Schluss heraus, als das Bett an seinen Platz gestellt und der Schreibtisch an die Wand montiert wurde. Zum Glück passte alles prima und der Rat, dass nicht immer alles mit der langen Seite an die Wand gestellt werden muss, war Gold wert! Eigentlich ein Nobrainer, aber irgendwie ist man doch auch mal in Gedanken festgefahren… Sich eben von diesem Gedanken zu lösen hat den Stein für alles weitere ins Rollen gebracht.

Viele der neuen Gegenstände und besonders die vielen und auch äußerst niedlichen Aufbewahrungsmöglichkeiten (seht ihr die Boxen mit den Hasenohren?? <3 ) habe ich bei Jollyroom geordert.

Neben einem Schreibtisch hat Emma nun auch einen großen Spieltisch mit zwei Stühlen, um entweder allein daran zu spielen, zu malen oder gemeinsam mit ihren Freunden, die zu Besuch kommen.

Emmas Kostüme (hier nur eine kleine Auswahl im Bild) finden nun auf der Kleiderstange neben dem Schrank ihren Platz. Der Rest befindet sich in der großen Truhe.
In der kleinen Truhe ganz oben konnten wir ihre LOL Puppen Sammlung verstauen, die vorher in einer eher unhandlichen Box waren.

In den Schränken sorgen nun viele farbige Boxen von für Ordnung und Piktogramme sorgen dafür, dass auch Kids, die noch nicht lesen können, genau wissen, was wo hineingehört. Bisher funktioniert das Aufräumen und Verstauen damit hervorragend!
Großer Fan bin ich von dem rosa Samtpouff – der ist nicht nur eine hübsche Sitzgelegenheit, sondern auch – ihr werdet es kaum glauben – Stauraum! Darin lassen sich Geheimnisse oder allerlei Spielzeug verstecken. Super praktisch!!
Ich gebe zu, ein bisschen habe ich es eventuell übertrieben was den Stauraum-Wahn angeht, aber lieber zu viel, als zu wenig!

Dank des einheitlichen Looks, einem Colorcode, der sich durchs Zimmer zieht, ist nun das Gesamtbild viel stimmiger. Das Zimmer wirkt nun viel ruhiger, auch wenn es nach und nach mit Deko versehen wird und auch mal das Chaos Überhand nimmt. Ein Kinderzimmer eben, aber ein wenig sortierter, im Grunde ruhiger.

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